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  1. Betreff: AW: Großbritannien #1071

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    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    @k1
    Ich bin überzeugt dass der Eiertanz in London zwischen Industrie-Lobbyisten (Remain) und Parteibasis (Exit) stattfindet.
    Die Spaltung betrifft das ganze Vereinigte Königreich und hat nichts mit "Parteibasis" zu tun. Die Spaltung läuft eher entlang des Alters und der Bildung. Grob: ältere, weniger Bildung: mehr Brexit. Umgekehrt: jüngere, höhere Bildung weniger Brexit.

    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    Ich habe die Verahndlungen so wie sie laufeen nie verstanden, denn im wesentlichen ist der zukünftige Status im Aussenhandel durch WTO Abkommen geregelt. Wäre also Zeit, eine dort nicht ausreichend geregelte Details zu verhandeln: Aufenthalstsstatus (EU-Bürger in GB, Engländer in EU), Luftverkehr, Zusammenarbeit Wissenschaft/Hochschulen/EurAtom, Post&Zoll, und weitere
    Dieses Mißverständnis (dass sozusagen alles über WTO geregelt wäre) hat m.E. zu dem konzeptlosen Brexitentschluss geführt.

    Und dass Luftverkehr, Euratom, Zoll, Wissenschaft, Aufenthaltsstatus von Bürgern etc. zu "nicht ausreichend geregelte Details" gehören sollen ist ja kaum noch in Worte zu fassen.

  2. Betreff: AW: Großbritannien #1072

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    Zitat Zitat von k1 Beitrag anzeigen
    Die Spaltung betrifft das ganze Vereinigte Königreich und hat nichts mit "Parteibasis" zu tun. Die Spaltung läuft eher entlang des Alters und der Bildung. Grob: ältere, weniger Bildung: mehr Brexit. Umgekehrt: jüngere, höhere Bildung weniger Brexit.

    Und dass Luftverkehr, Euratom, Zoll, Wissenschaft, Aufenthaltsstatus von Bürgern etc. zu "nicht ausreichend geregelte Details" gehören sollen ist ja kaum noch in Worte zu fassen.
    ad i) das sicher so zum Teil richtig, erklärt aber nicht den Eiertanz.

    ad ii) naturlich sind diese "Details" zentrale Fragen, deshalb stelle ich die immer wieder hier im BB zur Diskussion. Leider habe ich nicht den Eindruck dass weder die beiden "Verhandlungspartner" noch die Diskussion im BB dies genügend berücksichtigt.

  3. Betreff: AW: Großbritannien #1073

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    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    ad i) das sicher so zum Teil richtig, erklärt aber nicht den Eiertanz.
    Es geht eben nicht darum, dass die "Parteibasis" für den Brexit wäre und die Führung dagegen (wie Du schreibst), sondern darum, dass die Spaltung durch viele verschiedene Gruppierungen geht. Es gibt an der Parteibasis Brexitbefürworter und Gegner (sowohl Tory, als auch Labour). Erkennbare Differenzen gibt es entlang des Alters und der Bildung. Grob: ältere, weniger Bildung: mehr Brexit. Umgekehrt: jüngere, höhere Bildung weniger Brexit. Und offensichtlich gelingt es den Briten nicht sich endlich eine Meinung zu bilden, wie denn die Zukunft ausserhalb der EU denn aussehen soll.

    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    ad ii) naturlich sind diese "Details" zentrale Fragen, deshalb stelle ich die immer wieder hier im BB zur Diskussion. Leider habe ich nicht den Eindruck dass weder die beiden "Verhandlungspartner" noch die Diskussion im BB dies genügend berücksichtigt.
    Also was nun - "Details" oder nicht "Details". Du widersprichst Dir da in zwei aufeinanderfolgenden Postings. Das macht eine Diskussion naturgemäß schwer. Und solange die Briten nicht endlich wissen, in welche Richtung sie wollen muss man dem anderen Verhandlungspartner (EU) auch nichts unterstellen.

    Die EU will keine Handelshemmnisse aufbauen - das wollen die Briten. Dann sollten die Briten erklären welche und wie und wie man diese Handelshemmnisse am besten so wenig schädlich wie möglich organisiert.

  4. Betreff: AW: Großbritannien #1074

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    Zitat Zitat von k1 Beitrag anzeigen
    Und offensichtlich gelingt es den Briten nicht sich endlich eine Meinung zu bilden, wie denn die Zukunft ausserhalb der EU denn aussehen soll.

    Also was nun - "Details" oder nicht "Details". Du widersprichst Dir da in zwei aufeinanderfolgenden Postings.

    Die EU will keine Handelshemmnisse aufbauen - das wollen die Briten. Dann sollten die Briten erklären welche und wie und wie man diese Handelshemmnisse am besten so wenig schädlich wie möglich organisiert.
    ad i) (= wechselnde Umfrage-Ergebnisse) Ist für die Frage der vernünftigen Umsetzung einer [B]bereits getroffenen Entscheidung[/B mMn ziemlich irrelevant .. alea iacta est ... EU Mitgliedschaft ist rechtswirksam gekündigt, endet in 59 Wochen.

    ad ii) zentrale und Detail]fragen zugleich !! Stattdessen wurde ein Jahr um die Höhe einer Ablösesume gefeilscht, die als solche vom zukünftihen Vertragsverhältnis abhängen sollte. Ebenso sind Schäzungen von 2 oder 8 % weniger Wachstum über [B]15[B] irrelevant, da innerhalb der "staitistischen" Unsicherheit der Wirtschaftsmodelle.

    ad iii) Das sehe ich anders - es geht hier mehr um Migration und Souveränität. Ich wiederhole, dass die Handelshemnisse im Bereich Industrie und Technik i.a. nicht sehr hoch sind und sich auch wenig ändern wird (british power plugs have always been different), während diese im Bereich Landwirtschaft / Lebensmittel seitens der EU sehr hoch sind, was aber den Produktmix aus dem UK wenig treffen wird, umgekehrt dagegen erheblich. Financial Services sind aus meiner Sicht zu einem wesentlichen Teil "intellektuelle Wertschöpfung" (Markt/Bonitätsanalyse, Fondsmanagement, "kreative Produkte") und damit mMn weniger betroffen als in der BB Mehrheitsmeinung. Unter der Annahme, dass gute Kundenbetreuung immer "regional" / vor Ort erfolgen muss.

    Ich möchte eine These wiederholen: Die EU Seite, allen voraus Deutschland hätte allen Grund für eine Initiative, diesen Präzedenzfall aufzuhalten. "Bullying" kann und wird mMn hier schlicht und einfach kontraproduktiv wirken.

  5. Betreff: AW: Großbritannien #1075

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    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    ad i) (= wechselnde Umfrage-Ergebnisse) Ist für die Frage der vernünftigen Umsetzung einer [B]bereits getroffenen Entscheidung[/B mMn ziemlich irrelevant .. alea iacta est ... EU Mitgliedschaft ist rechtswirksam gekündigt, endet in 59 Wochen.
    Du verstehst glaube ich nicht worum es geht. Der Brexit ist beschlossen, aber Brexit gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen - d.h. mit mehr oder weniger enger Bindung an Europa. Also bspw. darum wie hoch denn die Handelsbarieren sein sollen, die die Briten aufbauen. Wie eng abgestimmt ggf. gemeinsame Regulierungen sein sollen. Welche Konfliktlösungsmechanismen es geben soll. DARUM geht es und da gibt es seitens der Briten aufgrund ihrer Zerstrittenheit keine Vorschläge.

  6. Betreff: AW: Großbritannien #1076

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    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    ad ii) zentrale und Detail]fragen zugleich !! Stattdessen wurde ein Jahr um die Höhe einer Ablösesume gefeilscht, die als solche vom zukünftihen Vertragsverhältnis abhängen sollte. Ebenso sind Schäzungen von 2 oder 8 % weniger Wachstum über 15 irrelevant, da innerhalb der "staitistischen" Unsicherheit der Wirtschaftsmodelle.
    Ich weiß nicht, ob ich das jetzt ernst nehmen soll, aber 8% oder -je nach Brexitform- noch mehr Wachstumsverlust, das ist weit mehr als "statistische" Unsicherheit von Wirtschaftsmodellen. Und die -im Vergleich zu den anderen Euro Ländern- äußerst negative Entwicklung seit der Brexit Entscheidung (vom wachstumsstärksten zum wachstumsschwächsten G7 Land) kann ebenfalls nicht mit "statistischen" Unsicherheiten der Wirtschaftsmodelle beschrieben werden sondern liegt daran, dass die Wirtschaft aufgrund fehlender Perspektiven und eingeschränkter Möglichkeiten bspw. weniger investiert.

  7. Betreff: AW: Großbritannien #1077

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    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    Ich wiederhole, dass die Handelshemnisse im Bereich Industrie und Technik i.a. nicht sehr hoch sind und sich auch wenig ändern wird (british power plugs have always been different),
    Also wer meint, dass die Handelshemmnisse sich in Form von unterschiedlichen Steckern zeigen hat nichts verstanden. Sorry.

    Ich habe im Verlauf des letzten Jahres diverse Anhörungen von Experten in den Parlamentsausschüssen verfolgt. Die sind -durchweg- desaströs abgelaufen was den Irrglauben der hardcore Brexiter angeht. Wenn sämtliche Experten von A bis Z erklären, dass XY nicht funktioniert und zwar aus nachvollziehbaren Gründen, dann sollte man das besser mal glauben. Abgesehen von einigen exotischen Ausnahmen (bspw. Entwickler von Zollabwicklungssoftware) gab es keine nennenswerten Wirtschaftsbereich, der im Brexit irgendwelche Vorteile sehen konnte - sehr wohl aber wesentliche Nachteile.

    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    während diese im Bereich Landwirtschaft / Lebensmittel seitens der EU sehr hoch sind, was aber den Produktmix aus dem UK wenig treffen wird, umgekehrt dagegen erheblich.
    Halte ich dagegen. Wenn man natürlich seitens GB sämtliche Umwelt- und Sicherheitsstandards herabsetzen will, dann vielleicht schon. Aber dann ist halt auch die Qualität und die Sicherheit der Landwirtschaftlichen Erzeugnisse von deutlich niedrigerer Qualität. Und das wollen die Briten nicht, wie man am Aufschrei bzgl. der chlorinierten chicken gesehen hat.

    Zitat Zitat von nanoforscher Beitrag anzeigen
    Financial Services sind aus meiner Sicht zu einem wesentlichen Teil "intellektuelle Wertschöpfung" (Markt/Bonitätsanalyse, Fondsmanagement, "kreative Produkte") und damit mMn weniger betroffen als in der BB Mehrheitsmeinung.
    Da habe ich im Verlauf des Threads schon so viele Argumente gebracht, dass die Financial Services sehr wohl auf Passporting, Regulierung etc. angewiesen sein werden und dass gerade dieser für GB vitale Sektor bei einem hard Brexit deutlich leiden wird. Was glaubst Du eigentlich, warum die Britische Finanzindustrie so hart Lobbying für einen soft Brexit und enge Anlehnung an die EU betreibt? Weil sie der Meinung ist, dass sie von einem hard Brexit nicht betroffen wären? Wohl kaum... aber vielleicht solltest Du denen ja mal einen Tipp geben!?

  8. Betreff: AW: Großbritannien #1078

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    Zitat Zitat von k1 Beitrag anzeigen
    Also wer meint, dass die Handelshemmnisse sich in Form von unterschiedlichen Steckern zeigen hat nichts verstanden. Sorry.
    Völlig unabhängig von GB: Das sehen die Eurokraten in Brüssel glaube ich anders, sonst müsste man ja keine neuen Normen erlassen

    EU Richtlinien

    Für über 4600 Normen haben die Europäische Union und EFTA so genannte Mandate bzw. Normungsaufträge an CEN, CENELEC und ETSI erteilt, größtenteils im Rahmen von Richtlinien nach der Neuen Konzeption.

    Je nach Richtlinie reicht die Anzahl der benötigten Normen von ganz wenigen (z. B. 11 Normen bei der Spielzeugrichtlinie) bis hin zu mehreren Hunderten (z. B. über 750 Normen bei der Maschinenrichtlinie).

  9. Betreff: AW: Großbritannien #1079

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    Zitat Zitat von spotturn Beitrag anzeigen
    Völlig unabhängig von GB: Das sehen die Eurokraten in Brüssel glaube ich anders, sonst müsste man ja keine neuen Normen erlassen

    EU Richtlinien
    Einfach mal planlos was in den Raum werfen. Was hat das mit den UK-Steckern zu tun?

  10. Betreff: AW: Großbritannien #1080

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    Zitat Zitat von k1 Beitrag anzeigen
    Also wer meint, dass die Handelshemmnisse sich in Form von unterschiedlichen Steckern zeigen hat nichts verstanden. Sorry.

    Aber dann ist halt auch die Qualität und die Sicherheit der Landwirtschaftlichen Erzeugnisse von deutlich niedrigerer Qualität. Und das wollen die Briten nicht, wie man am Aufschrei bzgl. der chlorinierten chicken gesehen hat.

    Da habe ich im Verlauf des Threads schon so viele Argumente gebracht, dass die Financial Services sehr wohl auf Passporting, Regulierung etc. angewiesen sein werden und dass gerade dieser für GB vitale Sektor bei einem hard Brexit deutlich leiden wird. ..Was glaubst Du eigentlich, warum die Britische Finanzindustrie so hart Lobbying für einen soft Brexit und enge Anlehnung an die EU betreibt? Weil sie der Meinung ist, dass sie von einem hard Brexit nicht betroffen wären? ... aber vielleicht solltest Du denen ja mal einen Tipp geben!?
    @k1
    die "plugs" sind für mich nur ein Symbol für technische Normung ... dazugehört eben die EU Richtlinie und Normen andere Länder in die auch geliefert wird, diese verkörpern ganz wesentlich "good engineerung and manufacturing practice" .. was ich sagen wollte, da wird sich kaum etwas ändern. Autos werden ja auch an Rechts- oder Linksverkehr (GB. JP. IN und weitere Länder angepasst). Da haben wir uns wohl sehr "missverstanden".

    Was landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel angeht, haben deutsche Erzeugnisse in meinem Land (AT) eher den Ruf billig als besonders hochwertig zu sein. Ich bin mit der aktuellen Situation in GB nicht besonders vertraut, da von GB nach AT exportierte Produkte im "Premium" Segment liegen. Das Streit um das "Chlorhendl" ist mMn ein Witz und Zeichen der Unwissenheit - desinfizieren, bitte statt Salmonellen verbreiten.

    Und zum Schlus fühle ich mich als vorgeblicher (vor allem Hard-)Brexit Befürworter schlicht und einfach missverstanden (oder warum sollte ich für ein aktives Bleibe-Angebot eintreten?? Ich schreibe nur gegen Erwartung an, die "Grinse-Fratze" (Viktor Orban Busen-Feind G. Soros) würde es mit ein paar Milliönchen für die Remoaner noch richten. Und habe mich jenseits von Aktien nie für diese "Industrie-Oszillationen" interessiert, anders kann ich solche einstelligen % Änderungen +/- nicht nennen. Klassenkameraden, Freunde und Absolventen sind in aller Regel auch in ungünstigen Phasen einigermaßen gut untergekommen ... ohne persönlichen Bezug zu Personen (F&F, auch Kontakte aus social media und ...) ist auch "Arbeitslosigkeit" für mich eine reine Zahl, auf die es mWn nicht einmal Finanzinstrumente gibt.

    Und deshalb sollte der Brexit viel mehr als spannendes Ereignis auch in Punkto Chances & Risks for Investors gesehen werden. Zumal "Wirttschaftswissenschaften" jenseits von Kostenrechnung und Buchhaltung eben keine exakten Wissenschaften sind ..
    Geändert von nanoforscher (13.02.2018 um 21:49 Uhr)

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