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    Zitat von Alf Hier:11.07.2019, 23:12 Beitrag anzeigen


    Meinst du diese hier? Liste von Sanktionen in der Krimkrise

    Milchkühe sind aber m.W. keine Dual-Use-Güter auch wenn sie gleichzeitig Milch produzieren und Klima killen
    Ne, die Russen dürften schon weiterhin deutsche Milch kaufen. Wollen die aber nicht, da es politisch besser ist, den bb-lern gute Zinsen zu zahlen, als der EU die Milchtöpfe auszutrinken

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    Im August 2014 verhängte Präsident Wladimir Putin ein Importverbot für Agrarprodukte und Lebensmittel aus der EU. 2015 ordnete er die Vernichtung von Lebensmitteln aus der EU an, die illegal nach Russland gebracht werden.
    Daran hat sich nichts geaendert. Sanktionen damals uebrigens auf Anraten von Duerr direkt.

    https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/...d=1260588.html

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    Immerhin, zum Wochenschluß noch mal gut 1/2Mio€ (Retail) Zeichnungen dazugekommen, insges. 9,2Mio.
    Wenn man bedenkt, daß die Zeichnungen schon seit über 2 Wochen laufen, ist die Freitagssumme für Privatanleger keine schlechte Zahl.
    Man darf gespannt sein, was Ekosem nächste Woche nach der Roadshow für die Instis verkünden wird.
    Vielleicht hat ja einer der Herrschaften hier schon nähere Zahlen (außer KFM).

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    Zitat von erwin-kosto Hier:12.07.2019, 17:58 Beitrag anzeigen

    Ne, die Russen dürften schon weiterhin deutsche Milch kaufen. Wollen die aber nicht, da es politisch besser ist, den bb-lern gute Zinsen zu zahlen, als der EU die Milchtöpfe auszutrinken
    Eben, das sind die russischen Sanktionen, die Dürr helfen. Und auch wenn EU ihre Sanktionen aufhebt (was m.E. sehr unwahrscheinlich ist) werden russische Importbeschränkungen nicht automatisch außer Kraft gesetzt. Also von dieser Seite sehe ich absolut keine Gefahr.

    Hauptkonkurent ist übrigens Weißrussland, die produziert billig und exportiert viel nach Russland.

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    Zitat von Alf Hier:12.07.2019, 19:26 Beitrag anzeigen


    Hauptkonkurent ist übrigens Weißrussland, die produziert billig und exportiert viel nach Russland.
    Wird auch kontrolliert und reduziert. Als "Bruderland jedoch politisch" ein anspruchsvolles Unternehmen.

    On May 7, the Rosselkhoznadzor lifted the ban on the import of milk in bulk from Belarus to Russia, which was introduced in June last year. There are still restrictions on the import of products from 29 Belarusian enterprises.

    Since May 8, the supply of dairy products from 37 companies of Belarus is restricted. The import of the following products is restricted: dairy products in bulk and dry products with the exception of demineralized milk whey with a degree of demineralization of 90% from the production branch of "Savushkin product" in Pinsk, dairy products in bulk and dry products of "Orsha dairy plant" and "Nesvizh baby food plant", dry dairy products of "Milk Hills".

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    Ich war immer mit ca. 10% meines Depotvolumens in Ekosem (A1R0RZ) engagiert und habe es auch nicht bereut.

    Ich habe auch den ganzen Hype jetzt gelesen, aber ich teile Ihn nicht.
    Meiner Meinung gibt es folgende Hauptpunkte.

    a) Die Schulden häufen sich unvermindert weiter an. Es ist kein Ende in Sicht. Ich sehe die Gefahr eines Zusammenbruches der Firma.

    b) Die Schulden werden nicht abgebaut, sondern nur umgeschichtet. siehe A1MLSJ Ist ja auch in Ordnung, Stichwort Verminderung des Zinsschuld von 8,75% auf 7,5%

    c) Aber andere Mütter haben auch schöne Töchter (z.B. 8,5% R-Logitech zu 99,55 Brief am Freitag oder 9,5% Mogo Finance zu 98,23 Brief am Freitag) Rentiert also einen ganzen Prozentpunkt oder mehr, höher. Unter Diversifikation-Gesichtspunkten ok.

    d) Ich halte das Risiko der R-Logitech Anleihe, nicht so hoch wie die Ekosem-Anleihe.

    Also werde ich jetzt nicht zeichnen oder kaufen.



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    Ekosem ist ein Risikoinvestment.

    ABER:

    Die Marktposition ist stark.
    Ekosem hat wohl als eine der wenigen Firmen in Russland die Lizenz zum Export nach China!

    Noch ein Wort zu den Covenant Verletzungen:

    Keine Bank wird deswegen den Kredit fälligstellen, so lange das Unternehmen noch Zins und Tilgung leisten kann. In der Praxis wird hier einfach über einen sog Waiver verhandelt und gut is. Nix ungewöhnliches im Kreditgeschäft mit Firmenkunden

    Kommentar


    Ich seh ehrlich gesagt keinen "Hype", eher eine erwartbar kontrovers diskutierte Anschlussemission.

    Zu Deinen Hauptpunkten:

    a) Die Schulden steigen, solange die Firma expandiert. Und sie expandiert so lange, wie es die sagenhafte staatliche Förderung gibt, was Sinn ergibt. Fällt die in 1-2 Jahren weg, erfolgt kein Zubau mehr und somit auch keine Schuldenexpansion. Dann - wenn die Ställe mit Kühen gefüllt sind, die Milch geben - geht es über in die Schuldenreduktionsphase. Womit wir bei

    b) wären. Staatsschulden wurden praktisch auch noch nie zurückgezahlt, sondern nur prolongiert durch Neuemission. Der Vorwurf geht fehl. 2016 gab es den Vorwurf der "zwangsweisen" Laufzeitverlängerung. Nun gibt es diesen Zwang nicht mehr und wer nicht will, wird durch Neuzeichner ersetzt. Und trotzdem wird gemeckert!

    c) R-Logitech mag augenscheinlich eine Alternative sein, in meinen Augen aber signifikant riskanter. Ekosem hat staatliche Rückendeckung. R-Logitech gewiss nicht und extremst abhängig vom globalen Handel. Das Leverage ist zudem noch einige Dimensionen extremer - bereits auf Bankenebene (Neutochter) ist das Leverage extrem. Der Bond ist aber nochmal nachrangig und hebelt das EK erneut (auf Mutter- und Emittentenebene). Fällt R-Logitech aus, ist die Insoquote garantiert Null.

    Mogo absolute Zustimmung. Relativ ausfallsicher und im worst case eine extrem hohe Recovery-Quote realistisch dank vorhandener Autos als Sicherheiten. Top Alternative.

    Aber zurück zu a) und Ekosem. Die Gefahr des Zusammenbruchs resp. Ausfall des Schuldners hast Du prinzipiell bei jedem privaten Schuldner. Es stellt sich aber immer die Frage, was einen Ausfall triggern könnte!

    Bei einer R-Logitech ist das einfach erkennbar, bei einer Ekosem fällt es (jedenfalls mir) schwer ein solches Szenario zu entwerfen. Wie bereits im Juni ausgeführt, hat Russland global betrachtet mit die niedrigsten Erzeugerkosten. Sicherlich kann der Milchpreis fallen und die Rohmarge sinken, aber unter die des günstigsten Produzenten? Das ist wenig realistisch, ausser der Weltverbrauch von Rohmilch fällt auf Null. Klar, bei einer Pandemie, Welt-/Atomkriegsszenario alles vorstellbar, aber in keinem "Normalszenario". Und mit Vertiefung der Wertschöpfungskette (Rohmilchweiterverarbeitung, Herrstellung der Endprodukte) fällt dieses Risiko künftig signifikant geringer aus. Denn: "gegessen und getrunken wird immer".

    Die Banken-Finanzierung in Russland ist auch keine Achillesferse. Die Finanzierungen sind sehr langfristig (15 yr) angelegt und zudem besichert. Und ich kenne keine Bank, die freiwillig ne Sicherheit zieht - glaubst Du, die Bank(en) meinen, sie könnten besser melken? Da hat nun wirklich keiner ein Interesse am Ausfall des Kreditnehmers, da die kaum besser wirtschaften könnten, als es Stefan mit seiner 13k Truppe kann.

    Ja, es gibt das Seuchenrisiko, aber hier hat Ekosem Versicherungsschutz, wenn auch nicht auf die gemelkte Milch bezogen. Aber selbst in solchen Szenario gilt vorstehendes. Die Banken könnten es auch nicht besser handhaben, also werden sie selbst dann keinen Ausfall provozieren!

    Ja, Leverage ist immer riskant. Aber es gibt solchen und solchen Leverage. Den bei Ekosem betrachte ich als "defensiv" und gerade nicht als so riskant wie bei z.B. R-Logitech als Hochrisiko-Konjunktur-play.

    Disclaimer: Keine Kauf- oder Verkaufempfehlung. Ich weiß weiterhin nicht, ob ich an der Emission teilnehmen werde.
    Zuletzt geändert von junkbondking; 13.07.2019, 13:32.

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    Zitat von junkbondking Hier:13.07.2019, 13:21 Beitrag anzeigen
    Aber zurück zu a) und Ekosem. Die Gefahr des Zusammenbruchs resp. Ausfall des Schuldners hast Du prinzipiell bei jedem privaten Schuldner. Es stellt sich aber immer die Frage, was einen Ausfall triggern könnte!...
    Wie vor kurzem geschrieben, derzeit müssen sie neue Schulden aufnehmen, nur um einen größeren Teil der Zinsen und die fälligen Steuern überhaupt komplett bezahlen zu können. D.h. zumindest auf den CASHFLOW bezogen liegt hier der Zinsdeckungsgrad deutlich unter 1.
    Was jetzt einen Ausfall konkret triggern könnte, kann ich als Nicht-Hellseher auch nicht voraussagen. Möglichkeiten gibt`s da aber diverse.
    Auch mit Blick auf Probleme, die es vor so ca. roundabout 10 Jahren mit diversen China-Auslandslistings in den USA, Kanada und Deutschland gab, möchte ich auf den Fakt nur mal aufmerksam machen. Und zwar dass die operativen Einheiten alle in einem völlig anderen Rechtssystem liegen. D.h. man könnte im Extremfall hier schon das operative Geschäft in Russland fortführen und die EUR-Anleihengläubiger loswerden. Ich würde mich hier sicher nicht auf die Aussagen verlassen, dass Russland mit seiner Politik ja ein Interesse an der Milchwirtschaft habe, und von daher schon eine Sicherheit gegeben WÄRE.
    Wie gesagt, die Kühe geben auch noch Milch nachdem man die deutschen Gläubiger abserviert hätte.

    Kommentar


    Zitat von junkbondking Hier:13.07.2019, 13:21 Beitrag anzeigen
    Ich seh ehrlich gesagt keinen "Hype", eher eine erwartbar kontrovers diskutierte Anschlussemission.

    Zu Deinen Hauptpunkten:

    a) Die Schulden steigen, solange die Firma expandiert. Und sie expandiert so lange, wie es die sagenhafte staatliche Förderung gibt, was Sinn ergibt. Fällt die in 1-2 Jahren weg, erfolgt kein Zubau mehr und somit auch keine Schuldenexpansion. Dann - wenn die Ställe mit Kühen gefüllt sind, die Milch geben - geht es über in die Schuldenreduktionsphase. Womit wir bei

    b) wären. Staatsschulden wurden praktisch auch noch nie zurückgezahlt, sondern nur prolongiert durch Neuemission. Der Vorwurf geht fehl. 2016 gab es den Vorwurf der "zwangsweisen" Laufzeitverlängerung. Nun gibt es diesen Zwang nicht mehr und wer nicht will, wird durch Neuzeichner ersetzt. Und trotzdem wird gemeckert!

    c) R-Logitech mag augenscheinlich eine Alternative sein, in meinen Augen aber signifikant riskanter. Ekosem hat staatliche Rückendeckung. R-Logitech gewiss nicht und extremst abhängig vom globalen Handel. Das Leverage ist zudem noch einige Dimensionen extremer - bereits auf Bankenebene (Neutochter) ist das Leverage extrem. Der Bond ist aber nochmal nachrangig und hebelt das EK erneut (auf Mutter- und Emittentenebene). Fällt R-Logitech aus, ist die Insoquote garantiert Null.

    Mogo absolute Zustimmung. Relativ ausfallsicher und im worst case eine extrem hohe Recovery-Quote realistisch dank vorhandener Autos als Sicherheiten. Top Alternative.

    Aber zurück zu a) und Ekosem. Die Gefahr des Zusammenbruchs resp. Ausfall des Schuldners hast Du prinzipiell bei jedem privaten Schuldner. Es stellt sich aber immer die Frage, was einen Ausfall triggern könnte!

    Bei einer R-Logitech ist das einfach erkennbar, bei einer Ekosem fällt es (jedenfalls mir) schwer ein solches Szenario zu entwerfen. Wie bereits im Juni ausgeführt, hat Russland global betrachtet mit die niedrigsten Erzeugerkosten. Sicherlich kann der Milchpreis fallen und die Rohmarge sinken, aber unter die des günstigsten Produzenten? Das ist wenig realistisch, ausser der Weltverbrauch von Rohmilch fällt auf Null. Klar, bei einer Pandemie, Welt-/Atomkriegsszenario alles vorstellbar, aber in keinem "Normalszenario". Und mit Vertiefung der Wertschöpfungskette (Rohmilchweiterverarbeitung, Herrstellung der Endprodukte) fällt dieses Risiko künftig signifikant geringer aus. Denn: "gegessen und getrunken wird immer".

    Die Banken-Finanzierung in Russland ist auch keine Achillesferse. Die Finanzierungen sind sehr langfristig (15 yr) angelegt und zudem besichert. Und ich kenne keine Bank, die freiwillig ne Sicherheit zieht - glaubst Du, die Bank(en) meinen, sie könnten besser melken? Da hat nun wirklich keiner ein Interesse am Ausfall des Kreditnehmers, da die kaum besser wirtschaften könnten, als es Stefan mit seiner 13k Truppe kann.

    Ja, es gibt das Seuchenrisiko, aber hier hat Ekosem Versicherungsschutz, wenn auch nicht auf die gemelkte Milch bezogen. Aber selbst in solchen Szenario gilt vorstehendes. Die Banken könnten es auch nicht besser handhaben, also werden sie selbst dann keinen Ausfall provozieren!

    Ja, Leverage ist immer riskant. Aber es gibt solchen und solchen Leverage. Den bei Ekosem betrachte ich als "defensiv" und gerade nicht als so riskant wie bei z.B. R-Logitech als Hochrisiko-Konjunktur-play.

    Disclaimer: Keine Kauf- oder Verkaufempfehlung. Ich weiß weiterhin nicht, ob ich an der Emission teilnehmen werde.
    Danke für deine Schilderung aus deinem Blickfeld.
    Im Grossen und Ganzem teile ich Sie.

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    Zitat von stupidgame Hier:13.07.2019, 14:19 Beitrag anzeigen
    Wie vor kurzem geschrieben, derzeit müssen sie neue Schulden aufnehmen, nur um einen größeren Teil der Zinsen und die fälligen Steuern überhaupt komplett bezahlen zu können. D.h. zumindest auf den CASHFLOW bezogen liegt hier der Zinsdeckungsgrad deutlich unter 1.
    Das mag so sein, ist aber eine Vergangenheitsbetrachtung, da wohl auf 2018 bezogen. Ob diese Situation so noch in 2019 vorliegt, wissen wir nicht und ich wäre vorsichtig damit, das zu suggerieren angesichts des rasanten Wachstums und signifikant steigender Milchproduktion (und auch besserem Milchpreises).

    I.d.Zsgh. verweise ich auf S. 103 des Prospekts - Ablaufplan für den Bau und die Inbetriebnahme eines Milchviehbetriebs.

    ekosem-103.png

    Und v.a. wissen wir nicht, ob SELBST WENN es auch 2019 so sein sollte, denn auch für 2020 und später gilt. Die Börse und auch die Ausfallwahrscheinlichkeit bemisst sich aber primär an der Zukunft! Darauf sollten wir uns fokussieren und in der Zukunft sehe ich ganz andere cashflows... (siehe bondguide Interview mit Stefan von Freitag)

    Zitat von stupidgame Hier:13.07.2019, 14:19 Beitrag anzeigen
    Auch mit Blick auf Probleme, die es vor so ca. roundabout 10 Jahren mit diversen China-Auslandslistings in den USA, Kanada und Deutschland gab, möchte ich auf den Fakt nur mal aufmerksam machen. Und zwar dass die operativen Einheiten alle in einem völlig anderen Rechtssystem liegen. D.h. man könnte im Extremfall hier schon das operative Geschäft in Russland fortführen und die EUR-Anleihengläubiger loswerden. Ich würde mich hier sicher nicht auf die Aussagen verlassen, dass Russland mit seiner Politik ja ein Interesse an der Milchwirtschaft habe, und von daher schon eine Sicherheit gegeben WÄRE.
    Wie gesagt, die Kühe geben auch noch Milch nachdem man die deutschen Gläubiger abserviert hätte.
    Den Vergleich zu den Chinabuden-Listing-Betrügererei halte ich für unangebracht. Weder Bläsi noch viel weniger Dürr haben IRGENDETWAS mit Betrügern gemein! Ganz im Gegenteil.

    Nichtsdestotrotz ist der Hinweis aufs Auslandsvermögen, worauf die DE-Gesellschaft im Zweifel keinerlei Zugriff mehr hat, natürlich richtig.

    Diese Diskussion hatten wir aber 2016 ausgiebigst. Und Stefan hat 2016 (ich war bekanntlich auf der GV) offen gesagt, wie sehr man ihn schon in der damaligen Krise gedrängt hat, die dt. Gläubiger doch schlicht per Schuldenschnitt zu enteignen. Sowohl die russischen Banken als auch (und v.a.) die hiesigen Berater waren da ganz heiß drauf. ABER STEFAN HAT ABGEWUNKEN. Motto: mit mir nicht! "Ich enteigne nicht die Leute, die mir vertraut haben und das Wachstum der Gesellschaft überhaupt ermöglich haben" - sinngemäß.

    Und ich bin sicher, an der Haltung hat sich nicht das Geringste geändert. Mit dem Unterschied, das eine Enteignung von 11 Mio. jährlichen Zinsen (oder weniger) in der Gesamtschau heute keinerlei Bedeutung mehr hätten, ergo auch keinen Anreiz bieten. Wie bereits darauf hingewiesen, werden eh keine Schulden zurückgezahlt (getilgt), sondern schlicht umfinanziert. Und zwar zu sinkenden Zinsen! Nicht nur in 2019 sondern auch in späteren Jahren! In 2021 wird bereits eine 6 vor dem Komma stehen und später sicherlich auch noch niedrigere Zahlen.

    Das ist der "Behrens-Weg". Sicherlich nicht der einfachere, sondern unzweifelhaft der härtere. Aber langfristig sicherlich der lohnendere! Bereits in 2019 erntet Dürr jetzt die Früchte seiner ehrenwerten Haltung wo möglich zu seinen Schulden zu stehen und eben nicht die Gläubiger bluten zu lassen!

    Das sollte man auch sehen und anerkennen, find ich.

    Kommentar


    Hier wird taucht immer mal der Vergleich mit R- Logitech auf.

    Bei R-logitech sitzt der Emittent in Monaco..bei Ekosem in Deutschland
    Zuletzt geändert von Milken2000; 13.07.2019, 15:48.

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    Zitat von junkbondking Hier:13.07.2019, 14:42 Beitrag anzeigen
    ... und in der Zukunft sehe ich ganz andere cashflows...
    Solange das angepeilte starke Wachstum anhält, solange bleibt nach meinen bescheidenen BW-Kenntnissen auch der CF kritisch. Und solange bleibt die Firma eine Kapital-Fressmaschine. Wohin das am Ende geht, 1,2; 1,3; 1,5 Mrd. ... keine Ahnung.
    Es fasziniert mich aber immer aufs Neue, wie man sich bei wachsender Verschuldung und solchen Zinsdeckungsraten Geld zu sinkenden Zinsen leihen kann.

    Kommentar


    Zitat von stupidgame Hier:13.07.2019, 18:31 Beitrag anzeigen
    Solange das angepeilte starke Wachstum anhält, solange bleibt nach meinen bescheidenen BW-Kenntnissen auch der CF kritisch. Und solange bleibt die Firma eine Kapital-Fressmaschine. Wohin das am Ende geht, 1,2; 1,3; 1,5 Mrd. ... keine Ahnung.
    Kann ich so nicht unterschreiben, aber natürlich bleibt der CF belastet, solange die Wachstumsphase anhält.

    Wohin es geht, dazu kann ich nur noch mal aufs bondguide-Interview verweisen, insbesondere dem Schluss:

    BondGuide: Und wo möchten Sie in
    fünf Jahren stehen?
    Bläsi: In fünf Jahren wünschen wir uns,
    ca. 6.000 Tonnen Milch pro Tag zu melken.
    Heute sind es rund 2.100 Tonnen. Wenn
    wir alles fertig gebaut haben, was derzeit
    schon angelaufen ist, sind es deutlich
    über 3.000 Tonnen. Das wäre also noch-
    mal ein ganz schöner Schub. Wir planen
    aber auch eigene zusätzliche Verar-
    beitungskapazitäten – das ist die noch
    größere Herausforderung.
    6 k t Tag entspräche beim aktuellen ru-Milchverkaufspreis einem Tagesumsatz allein aus der Rohmilchproduktion von 2,36 Mio. EUR. Annualisiert wären das über 860 Mio. EUR. Wohlgemerkt nur die reine Rohmilchproduktion, von der weiteren Veredelung und allen sonstigen Umsatz- und Ertragsbringern ganz zu schweigen.

    Schau Dir den aktuellen Umsatzanteil der Rohmilchverkäufe an und Du erkennst leicht, dass es locker gen 1,5 Mrd. Euro Jahresumsatz und mehr gehen wird. Die (historische) Rentabilität(szahlen) setze ich als bekannt voraus.

    Und die 6k sind gar nicht so fern, wie die 5yr Frage klingen mag. Schon jetzt sind es fast 2,2k und die aktuell im Bau befindlichen Anlage führen nicht nur auf "über 3 k" sondern exakt auf 3,7k (Aussage Vortrag 18.06.2019 in Wiesloch). Wohlgemerkt, die Anlagen deren Bau bereits begonnen hat. Es fehlen also nur noch Milchviehanlagen für 2,3 k, was im 2. HJ 2019 plus 2020 locker bauchtechnisch gestartet werden dürfte. Dann zähle die 3 yr time-lag hinzu, die es schlicht braucht, bis das "milchige Gold" in strömen fließt und man kommt ziemlich genau auf den Ausblick "in 5yr".

    Mit den 2018er (cash flow) Zahlen hat die Firma (Umsatz Rohmilch 138,1 Mio. EUR plus 27,6 Mio. EUR Milchverarbeitung) dann nicht mehr allzu viel zutun (GJ 2018: 484.000 t / Ausblick 5yr: 2.190.000 t run rate). Und exakt dann erst wird der heute im Vertrieb befindliche Bond zur Rückzahlung fällig.

    Zitat von stupidgame Hier:13.07.2019, 18:31 Beitrag anzeigen
    Es fasziniert mich aber immer aufs Neue, wie man sich bei wachsender Verschuldung und solchen Zinsdeckungsraten Geld zu sinkenden Zinsen leihen kann.
    Stimmt eigentlich so nicht.

    Eigentlich ist der Zinssatz resp. Risikoaufschlag jetzt höher als bei den beiden "Vorgängern". Damals zum Emissionszeitpunkt waren die Zinssätze signifikant höher, minimum 2-3%.

    Waren es damals vielleicht 550-600 bips Risikoaufschlag, reden wir heute über fast 800 bips.

    Der Anstieg ist aufgrund der 2016er Ereginisse sicherlich angemessen. Mit Blick nach vorn war es niemals aussichtsreicher und gleichzeitig risikoärmer Ekosem-Bonds zu zeichnen. Schiefgehen kann es natürlich trotzdem, bevor wieder der Pushvorwurf kommt
    Zuletzt geändert von junkbondking; 13.07.2019, 22:02.

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    So, ich hab das grad nochmal sicherheitshalber anhand der historischen Bundrendite überprüft.

    März 2012 zum Zeichnungsstart (6.3.) notierte die 10yr Bundrendite bei 1,779, zum offiziellen Ausgabedatum des 23.März betrug sie 1,873 und war innerhalb der Zeichnungsfrist bis 2,04% gestiegen. Aktuelle Notiz: -0,252%

    Mit mindestens 2% mehr habe ich also, wenn auch relativ knapp, recht.

    Somit war der Risikoaufschlag gemessen an der 10yr Bundrendite bei ~675 bips.

    Die Emission der 8,5er habe ich auch geprüft. Selbes Jahr, Dezember 2012, allerdings lag die Rendite damals nur noch bei etwa 1,3%, daraus ergeben sich ~720 bips Renditeaufschlag. Erstaunlicherweise bereits ein Anstieg vs. Emi I.

    Mit nun 775 bips folglich 100 bips über Emi I.

    P.S.: Ich weiß, das die 10yr der suboptimale Maßstab ist. Aber historische mid-swap Kurven zu kriegen ist etwas schwieriger als 10yr Bund....
    P.P.S.: Aktuelle 5yr ms-Kurve auch -0.2522....

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