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    AW: Venezuela

    Fallow Fields Show Crisis in Hungry Venezuela’s Heartland Farms

    https://www.bloombergquint.com/busin...eartland-farms

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    AW: Venezuela

    Torino Capital: Creditors can execute a 50.1% guarantee on Citgo

    The economist Francisco Rodríguez, from the investment bank Torino Capital, expressed his concern about the delay in the payment of interest and capital of some bonds of the Republic, in particular of the Pdvsa 2020 bond, which is two and a half weeks late. of the expiration of the grace period.
    http://elestimulo.com/elinteres/tori...-501-de-citgo/

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    AW: Venezuela

    Zum erneuten Mal (siehe mein Posting #13960)

    Bei allen in Wertpapierrechnung gehaltenen Wertpapieren wird die deutsche depotführende Bank zum Treuhänder ( steht immer in § 12 Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte)

    1. Bei rechtsgeschäftlich gestalteter Treuhandschaft: Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Treuhandvertrag, evtl. in Verbindung mit rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Treuhänder hat Anspruch auf ein angemessenes Honorar und auf Auslagenersatz (§§ 669 f. BGB). Der Treuhänder ist zur Anfertigung von ordnungsmäßigen Aufzeichnungen über das Treugut und zur Rechnungslegung verpflichtet (§ 259 BGB). Die gesonderte Verwaltung des Treuguts ist sicherzustellen; die Trennung eigener von fremden Geldmitteln kann z.B. durch die Zahlungsabwicklung über Anderkonten erleichtert werden.

    Der Treuhänder haftet gegenüber dem Treugeber für Vorsatz und Fahrlässigkeit (§ 276 BGB), auch bei Verschulden seiner Erfüllungsgehilfen (§ 278 BGB).

    2. Bei gesetzlicher Treuhandschaft: Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Bestallungsurkunde, aus allg. gesetzlichen Vorschriften zur gesetzlichen Treuhandschaft und evtl. aus einschlägigen speziellen Gesetzesvorschriften und Weisungen der Aufsicht führenden Behörde. Der Aufgabenbereich des Treuhänders besteht bes. aus der Sicherung und dem Schutz von Vermögenswerten Abwesender oder nicht geschäftsfähiger Personen. Der Treuhänder kann alle Geschäfte eingehen, die im Normalfall bei einer ordentlichen Verwaltung anfallen. Maßnahmen und Entscheidungen, die die wirtschaftliche Zwecksetzung der Treuhandschaft verändern würden, sind untersagt, können jedoch im Einzelfall ausdrücklich genehmigt werden. Rechtsgrundlagen für Aufgaben und Handlungsbefugnisse der Treuhänder sind die Bestimmungen zur Vermögenspflegschaft (§§ 1909–1921 BGB). Die Vergütung wird von der Aufsichtsbehörde festgesetzt. Der gesetzliche Treuhänder haftet dem Eigentümer für Vorsatz und Fahrlässigkeit (§ 276 BGB). Die gesetzlichen Grundlagen zur Haftung ergeben sich aus den Bestimmungen zum Auftrag (§§ 662–674 BGB), zur Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677–687 BGB) und aus den Vorschriften zur unerlaubten Handlung (§§ 823, 826, 831 und 839 BGB).

    Im vorliegenden Fall ist also der privatrechtliche Vertrag Bank-Kunde entscheidend , der aber immer dem BGB und der entsprechenden Rechtsprechung unterliegt.

    Bei im Ausland verwahrten, in Wertpapierrechnung verwahrten Wertpapieren, (ist der Fall bei Vene-Anleihen ("WR USA/Kanada"), werden die Papiere im Allgemeinen über die Clearstream Global (Ausland) über das Abwicklungssystem Creation bei der The Depository Trust Company (DTC) in New York verwahrt. Ansonsten gibts in den USA nur noch den Zentralverwahrer " Federal Reserve's Fedwire Securities Service", für andere Papiere.
    Also: Consorsbank rechnet mit Clearstream Luxemburg ( eventuell noch erst via Clearstream Frankfurt ab), die mit DTC in New York, wobei die Banken entsprechende Konten auf ihren Namen bei der Clearstream Luxemburg haben.
    Die depotführende inländische Bank ist natürlich auch bei Treuhandvertrag weisungsgebunden, wobei grundsätzlich bei allen in Wertpapierrechnung gehaltenen Wertpapieren die deutsche Geschäftsbank zum Treuhänder wird. ( steht immer in § 12 Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte,, auch wenn kein separater Treuhandvertrag mit dem Kunden vorliegt.
    Diese Treuhänderstellung bei in WR gehaltenen Papieren ist nicht kündbar, man müsste dann allenfalls gerichtlich feststellen lassen, daß diese Klausel den Kunden unangemessen benachteiligt, ist aber gar nicht nötig, denn eben weil die Bank auch bei in WR gehaltenen Wertpapieren weisungsgebunden ist, muss sie Aufträge ausführen. Behauptet sie dies nicht zu können, ist sie für diese Behauptung beweispflichtig. Wenn aber die DTC in New York an den in Rede stehenden Tagen Kauf/Verkaufaufträge in Vene-Bonds (und anderen), ausgeführt hat, ist die depotführende inländische Bank schadenersatzpflichtig, denn sie hat eine zeitnahe und umfassende Informationspflicht.
    Erfüllungsgehilfe ist zum einen hier die Clearstream Luxemburg , zum anderen die DTC.
    Bei der Wertpapierrechnung befinden sich die Wertpapiere (bei denen es sich sowohl um Wertrechte als auch um Urkunden handeln kann), nicht im Eigentum des Begünstigten, sondern sie werden von einer ausländischen Stelle als Verwahrer treuhändisch gehalten. Sie kommt für im Ausland belegene Wertpapiere zum Einsatz, für die mangels CSD-Link keine Girosammelverwahrung möglich ist, und zwar unabhängig davon, ob sie von in- oder von ausländischen Emittenten stammen. Die inländischen Depotbanken sind hierbei „Zwischenverwahrer“, denn nicht sie selbst fungieren als Verwahrer, sondern die Korrespondenzbanken im Ausland. Der Begünstigte hat damit lediglich einen schuldrechtlichen Anspruch auf die Lieferung ausländischer Wertpapiere, kein Eigentum daran. Eine Rechtsgrundlage ist mit § 22 DepotG nur rudimentär vorhanden, so dass diese Verwahrungsart größtenteils auf privater Vereinbarung zwischen Kunde und Bank gründet, die brancheneinheitlich in Ziffer 12 der Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte geregelt ist.

    Der § 17a DepotG greift zwar bei Gutschriften in Wertpapierrechnung nicht, ist aber analog anzuwenden. Erfolgt der Kauf durch Registereintragung, so gilt das Recht des registerführenden Staates, erfolgen lediglich Depotkontogutschriften, so gilt das Recht der kontoführenden Stelle.

    Beispielsweise beim Kauf einer amerikanischen stückelosen Aktie erhält der deutsche Depotkunde eine solche „Gutschrift in Wertpapierrechnung“ durch seine Depotbank. Diese wiederum erhält die gleiche Gutschrift durch den Zentralverwahrer Clearstream AG, der ein Treuhandeigentum an der erlangten Rechtsposition durch den internationalen Zentralverwahrer Clearstream Luxemburg eingeräumt bekommt. (Theoretisch kann es auch andere nationale und internationale Zentralverwahrer geben, aber in der Praxis ist Clearstream der einzige zugelassene Zentralverwahrer in Deutschland und Clearstream greift ausschließlich auf Clearstream Luxemburg als internationalen Zentralverwahrer zurück.) Letzterer erhält ein „securities entitlement“ nach Artikel 8 UCC durch die Lagerstelle in den USA, bei der die stückelosen Effekten des Ausstellers verwaltet werden. Nach § 17a DepotG gilt in diesem Falle US-Recht. Je nach ausländischer Lagerstelle kann zwischen Clearstream Luxemburg und dem eigentlichen Eigentümer auch eine ganze Kette von derartigen Treuhandverhältnissen bestehen, die jeweils durch sogenannte Drei-Punkte-Erklärungen abgesichert sind.

    Kurzum: Haftung der deutschen depotführenden Bank für Clearstream Luxemburg wenn die die bei CS Lux.eingegangenen Zinsen für Vene-Anleihen nicht weiterleiten gemäss §§ 276, 278 BGB i.V.m. § 12 Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte. Die gesetzlichen Grundlagen zur Haftung ergeben sich aus den Bestimmungen zum Auftrag (§§ 662–674 BGB), zur Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677–687 BGB) und aus den Vorschriften zur unerlaubten Handlung (§§ 823, 826, 831 und 839 BGB).
    Zuletzt geändert von CashorCrash; 01.12.2017, 14:35.

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    Wenn auch grundsätzlich sehr interessant, muss man darauf hinweisen, dass wir nicht mit letzter Sicherheit wissen, ob die Zinsen bei den Zahlungsstellen angekommen sind und jede Verzögerung auf irgendwelchen Sonderprüfungen beruht. Z. B. bei den Staatsanleihen fehlt jede "Bloomberg-Bestätigung".

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    UPDATE 1-Venezuela creditors meet with Rothschild in London -sources

    Reuters Staff


    (Updates with meeting ending, participants declining to comment, market reaction)



    LONDON/NEW YORK, Nov 30 (Reuters) - A Venezuelan creditors’ meeting in London on Thursday to discuss how to handle the cash-strapped country’s request to restructure some $60 billion in outstanding bonds drew sovereign debt advisers including Rothschild, according to two sources familiar with the matter.

    The meeting, organized by UK-based hedge fund MacroSynergy Partners, aimed to discuss a likely path forward on debt issued by the government and state-owned oil company PDVSA, as well as whether to form an informal, ad-hoc bondholder committee, according to an invitation seen by Reuters.

    Among those in attendance were lawyers from Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP, including Lee Buchheit, a partner who specializes in sovereign debt restructurings.

    Rothschild, the Paris-based global advisory firm, also participated, two sources familiar with the meeting told Reuters, a sign that top financial firms are interested in advising on what could be one of the world’s most complex sovereign debt workouts ever.

    Investors participating in the meeting declined to comment afterward. Rothschild and Cleary Gottlieb officials did not immediately return phone calls seeking comment.

    The meeting was one of the most concrete signs yet that holders of Venezuelan bonds are meeting with each other to strategize on how to handle the country’s deeply distressed bonds. The country’s debt has plunged further this month after Venezuelan President Nicolas Maduro announced that he wants to restructure it.

    While he has said Venezuela will keep servicing its obligations for now, bondholders ranging from hedge funds to emerging market funds are starting to lay the foundations for what could be a bitter showdown over the OPEC-member nation’s debt down the road.

    Venezuelan bonds ended the day mostly in negative territory, with its 2019 $2.5 billion sovereign bond down 2 percent at 25.125 and yielding 90 percent. The PDVSA 2022 bond fell 1.8 percent to 30, with a yield of 72.9 percent.

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    Zitat von davidh Hier:01.12.2017, 14:58 Beitrag anzeigen
    Wenn auch grundsätzlich sehr interessant, muss man darauf hinweisen, dass wir nicht mit letzter Sicherheit wissen, ob die Zinsen bei den Zahlungsstellen angekommen sind und jede Verzögerung auf irgendwelchen Sonderprüfungen beruht. Z. B. bei den Staatsanleihen fehlt jede "Bloomberg-Bestätigung".
    Nach meiner Ansicht alles erstunken und erlogen vom Maduro-Regime. Es wird etwas davon gefaselt, irgendwelche Zinszahlungen geleistet zu haben und man hofft als bettelnder und von Grund auf verkommender Lakaien- und Loser-Staat auf Almosen von verbündeten Ländern, damit man seine verdummbeutelten Milliardenkredite irgendwie bedienen kann.

    Natürlich sind nur die Amis an allem schuld - so denken manche Schrumpfköpfe.

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    AW: Venezuela

    Frag mich ja schon, was die mit ihren Get-Togethers erreichen wollen, wenn die politische Linie allenfalls erraten werden kann.
    Eigentlich Zeitverschwendung. Oder wollen die Maduro irgendwelche Angebote unterbreiten? Kann mir schwer vorstellen, dass die auch nur für eine Gattung irgendeine Mehrheit haben.

    Folgende Mail bekam ich übrigens heute Nacht. Den Mailverteiler für die Bondholder hat man sich zu Nutze gemacht:

    Dear All,

    I hope this message finds you well. I am glad to invite you to a panel hosted by the Americas Society / Council of the Americas (AS/COA) to discuss legal, financial, and political issues related to Venezuela and PDVSA’s debt scenarios.
    I am a Partner at LEC Abogados, a law firm based in Caracas, Venezuela that specializes in Corporate, Finance, and Energy matters. On Tuesday December 12th, my partner Rodolfo Belloso will represent our Firm in the above referred panel hosted by the AS/COA.
    I am pleased to send you the enclosed invitation to attend the event, which I hope will be of your interest. Feel free to forward the invitation to other members of your Firm and/or your Clients/Allies who would also be interested in matters related to Venezuela. You may find additional information here: http://www.as-coa.org/events/venezue...hyperinflation. Please advice your invitees to inform Mr Guillermo Zubillaga of AS/COA that LEC's invitees are waived the Hundred Dollar fee applicable to Non-Members.

    Hope to see you at the AS/COA on December 12th.

    Best Regards,

    Juan Carlos Andrade S.

    Venezuela: Debt, Sanctions, and Hyperinflation December 12, 2017

    WHERE
    AS/COA
    680 Park Avenue
    New York, NY
    View Map WHEN
    December 12, 2017
    Registration and Lunch: 11:45 a.m. to 12:30 p.m.
    Panel and Discussion: 12:30 p.m. to 2:00 p.m. REGISTER

    http://www.as-coa.org/events/venezue...hyperinflation


    Americas Society and Council of the Americas will host legal, financial, and political experts to discuss Venezuela and state-owned oil firm PDVSA’s debt scenarios as the country finishes its fourth year of economic contraction, among raising inflation and falling oil production. In addition to debt scenarios, panelists will discuss political and economic developments as well as U.S. sanctions.

    Panelists:

    Rodolfo Belloso, Partner, LEC Abogados
    Mark Feierstein, Senior Advisor, Albright Stonebridge
    Francisco Rodriguez, Chief Economist, Torino Capital
    Deborah Zandstra, Partner, Clifford Chance LLP
    Katia Porzecanski, Investing Reporter, Bloomberg News (Moderator)

    This event is complimentary for AS, COA Corporate Members, AS and COA Board, CIAC, President's Circle, and YPA members;

    $100 for nonmembers.

    Prior registration is required.

    Not a member yet? Join the YPA or President’s Circle today for complimentary access to this event.

    Event Information: Guillermo Zubillaga | gzubillaga@as-coa.org | 1-212-277-8362
    Sponsorship Opportunities: Ana Calderon | acalderon@as-coa.org | 212-277-8358
    COA Membership Information: Natalia Williamson | nwilliamson@as-coa.org | 212-277-8374
    Note: To view a list of COA corporate members, please click here
    AS & YPA Individual Membership Information: Beckie Bintrim | bbintrim@as-coa.org | 212-277-8372
    Press Inquiries: mediarelations@as-coa.org
    Cancellation: Please contact Juan Serrano-Badrena at jserrano@counciloftheamericas.org before 3:00 p.m. on Monday, December 11.

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    AW: Venezuela

    Zitat von Hop Sing Hier:01.12.2017, 11:33 Beitrag anzeigen
    Jeder zivilisierte Mensch braucht keine Brille dazu, problemlos zu erkennen, dass Maduro und seine Schergen korrupte Nichtsnutze und menschenverachtende Verbrecher sind.
    Verbrecher sind die Vorstände der Großunternehmen in USA und EU, die sich unter dem Deckmantel einer vorgetäuschten Legalität Millionenvergütungen gegenseitig genehmigen, die der Konsument hierzulande mitfinanzieren muss und wodurch die Aktionäre massiv geschädigt werden. Das sollte hier mal zur Klarstellung gesagt werden. Es wäre zu wünschen, dass gerade diese Typen mal die Vorzüge eines venezolanischen Gefängnisses genießen dürften.

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    AW: Venezuela

    https://www.larepublica.co/globoecon...-bonos-2574942

    Sinngemäß Maduro wurde deutlich unterschätzt. Er schiebt die Schuld nun anderen zu, aber die Chance dass es für die Bonds einen guten Ausgang nimmt sind größer, wenn er an der Macht bleibt. Die Opposition würde den Schuldendienst quittieren. Maduro hält Institutionen wie den IWF fern um sich nicht bevormunden zu lassen. Klingt wie eine Bestätigung von Monds Thesen.

    Ist es denn ausgeschlossen dass Venezuela ohne Restrukturierung mit dem Schuldendienst pausiert bis der Öl Output wie geplant wieder steigt und man dann wieder zahlen kann?

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    Zitat von Heiner Hier:01.12.2017, 15:51 Beitrag anzeigen
    https://www.larepublica.co/globoecon...-bonos-2574942

    Sinngemäß Maduro wurde deutlich unterschätzt. Er schiebt die Schuld nun anderen zu, aber die Chance dass es für die Bonds einen guten Ausgang nimmt sind größer, wenn er an der Macht bleibt. Die Opposition würde den Schuldendienst quittieren. Maduro hält Institutionen wie den IWF fern um sich nicht bevormunden zu lassen. Klingt wie eine Bestätigung von Monds Thesen.

    Ist es denn ausgeschlossen dass Venezuela ohne Restrukturierung mit dem Schuldendienst pausiert bis der Öl Output wie geplant wieder steigt und man dann wieder zahlen kann?
    Besser HC 50% mit IWF im Boot als Ungewissheit mit Maduro. Deswegen schmieren die Kurse weiter runter ab.

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    Zitat von CashorCrash Hier:01.12.2017, 14:22 Beitrag anzeigen
    Kurzum: Haftung der deutschen depotführenden Bank für Clearstream Luxemburg wenn die die bei CS Lux.eingegangenen Zinsen für Vene-Anleihen nicht weiterleiten gemäss §§ 276, 278 BGB i.V.m. § 12 Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte. Die gesetzlichen Grundlagen zur Haftung ergeben sich aus den Bestimmungen zum Auftrag (§§ 662–674 BGB), zur Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 677–687 BGB) und aus den Vorschriften zur unerlaubten Handlung (§§ 823, 826, 831 und 839 BGB).
    Nun ist es aber leider so, dass bei der Verwahrung von Wertpapieren im Ausland (19.2 Sonderbedingungen) die Haftung der Bank auf die sorgfältige Auswahl und Unterweisung des von ihr beauftragten ausländischen Verwahrers (= Clearstream Luxemburg oder Euroclear Brüssel) beschränkt ist. Wenn der ausländische Verwahrer Zinsen nicht weiterleitet - aus welchen Gründen auch immer - so wird es wegen dieser Klausel sehr schwierig werden, seine Depotbank in Regress zu nehmen. Klar ist aber, dass die Depotbank nicht untätig sein darf. Insoweit sind wir nicht unbedingt unterschiedlicher Meinung, da ich ja selbst gegen meine Depotbanken vorgehe.
    Ich habe heute übrigens bei Clearstream angerufen. Nachdem man mich zunächst abwimmeln wollte (ich sei kein Kunde), dann doch das Eingeständnis, dass dort Gelder liegen (ohne Konkretisierung welche). Man müsse sich mit allen Clearingstellen weltweit abstimmen um einheitlich zu verfahren (es gibt neben DTC, Euroclear und Clearstream noch eine Vielzahl anderer nationaler Clearingstellen). Es wurde um Geduld gebeten.
    Zuletzt geändert von Mond; 01.12.2017, 16:17.

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    Zitat von dmytro Hier:01.12.2017, 15:59 Beitrag anzeigen
    Besser HC 50% mit IWF im Boot als Ungewissheit mit Maduro.
    Der IWF ist eine Lobbyorganisation der internationalen Großkonzerne unter politischer Steuerung durch USA. Dem IWF wird es um eine völlige Neuverteilung der Geldströme insbes. zugunsten der US-Großkonzerne gehen. Dieses Szenario würde für die Bondholder den maximalen Verlust bedeuten.

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    Zitat von Heiner Hier:01.12.2017, 15:51 Beitrag anzeigen
    https://www.larepublica.co/globoecon...-bonos-2574942

    Sinngemäß Maduro wurde deutlich unterschätzt. Er schiebt die Schuld nun anderen zu, aber die Chance dass es für die Bonds einen guten Ausgang nimmt sind größer, wenn er an der Macht bleibt. Die Opposition würde den Schuldendienst quittieren. Maduro hält Institutionen wie den IWF fern um sich nicht bevormunden zu lassen. Klingt wie eine Bestätigung von Monds Thesen.

    Ist es denn ausgeschlossen dass Venezuela ohne Restrukturierung mit dem Schuldendienst pausiert bis der Öl Output wie geplant wieder steigt und man dann wieder zahlen kann?
    Natürlich ist das ausgeschlossen. Die aktuelle Führungsriege macht wirtschaftlich so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Dazu kommt die Korruption. Solange es da keinen Regime-Wechsel gibt, wird der Öl-Output auch nicht mehr steigen. Von Steigerung der Ölfördermenge reden die Sozialisten schon seit x Jahren. Getan hat sich genau das Gegenteil. Ohne marktwirtschaftliche Reformen wird das leider nichts.

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    Zitat von Mond Hier:01.12.2017, 16:07 Beitrag anzeigen
    Der IWF ist eine Lobbyorganisation der internationalen Großkonzerne unter politischer Steuerung durch USA. Dem IWF wird es um eine völlige Neuverteilung der Geldströme insbes. zugunsten der US-Großkonzerne gehen. Dieses Szenario würde für die Bondholder den maximalen Verlust bedeuten.
    Das ist doch absoluter Blödsinn.
    Mit dem IWF im Boot und ein paar marktwirtschaftlichen Reformen ist das Land in ein paar Jahren wieder auf den Beinen und kann die dann restrukturierten Schulden mit links zahlen.
    Bei einem geschätzten Haircut von 50% + Sweetener +10% Zinsen +Notierung der Neubonds um Pari wäre das der Jackpot für alle Investierten hier.
    Nur leider klammern sich die Sozis wie wild an die Macht und wollen wohl lieber den Weg von Simbabwe und Kuba beschreiten

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    Zitat von dmytro Hier:01.12.2017, 15:59 Beitrag anzeigen
    Besser HC 50% mit IWF im Boot als Ungewissheit mit Maduro. Deswegen schmieren die Kurse weiter runter ab.
    Das Treffen mit der Opposition scheint ja auch das Ziel zu verfolgen mit der Opposition zu einer Übereinkunft zu kommen. Wenn das Parlament eingebunden ist, kann eine Restrukturierung anlaufen, die auch von den USA mitgetragen wird schätze ich. So war jedenfalls meine Interpretation dessen, was ich in den letzten Tagen so gelesen habe. Es ist die Voraussetzung dafür, die gegenwärtige Patt-Situation zu überwinden.

    Irgendwo hieß es mal, die Bondholder müssten Geduld haben derzeit und es ginge Venezuela insbesondere um eine Verlängerung der kurzen Laufzeiten. Klar müssen sie irgendwie Cash einsparen, denn nur von Maduros Motivationsreden allein wird PDVSA es nicht schaffen, die geforderte Mio bpd Output Steigerung zu erreichen. Es braucht Investitionen, und wahrscheinlich werden die nicht ausschließlich von den JV Partnern kommen. Wenn das das Ziel der Regierung wäre, dann wäre alles zu verschmerzen und womöglich tatsächlich besser als eine IWF Beteiligung. Schwierig ist einfach die Verlässlichkeit und Halbwertszeit der Aussagen.

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