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Venezuela

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    Venezuela wird 2019 voraussichtlich nur für 8 Mrd. USD importieren. Das bedeutet, dass das Land seinen konsequenten Sanierungskurs in Verbindung mit hohen Handelsbilanzüberschüssen fortsetzt. Der für 2018 erzielte Handelsbilanzüberschuss wird eine der interessantesten Zahlen sein, die wir nächstes Jahr erfahren. Ich gehe von rd. 25 Mrd. USD aus - nach 21 Mrd. USD in 2017
    http://acn.com.ve/dicom-espera-inyeccion/
    Von diesem Geld wurden rd. 10 Mrd. USD für Tilgungen und Zinsen verwendet. Der Verbleib von 11 Mrd. USD ist weiter unklar (These: geräuschloser Aufkauf eigener Anleihen, Bunkern des Geldes in China, während man sich nach außen als armen bankrotten Staat darstellt)

    2019 wird Venezuela jene Schulden weiter wegtilgen, wo dies nicht von US-Finanzdienstleistern blockiert wird. Spätestens 2021 werden alle Nicht-Anleihe-Schulden weggetilgt sein, bis auf den langfristigen Russlandkredit, der dann aber nur noch etwa 1,5 Mrd. USD umfassen wird.
    Es gehen derzeit keine neuen Kredite an den Staat oder PDVSA, sondern das Geld fließ in Joint Ventures für Gold- und Diamantenminen sowie den Neubau diverser Raffinerien - wodurch keine öffentlichen Schulden begründet werden.

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    Zitat von koelner Hier:06.12.2018, 10:20 Beitrag anzeigen

    Wieso? Hat Mond schon mal Gewinn mit seinen Investments gemacht?
    Hat er doch sicherlich (wie er vielfach ohne Belege) gepostet hat. Ich wollte ihm mit meinen $ 10 fuer seinen Vene. Besuch ja nur eine Sahnehäubchen zukommen lassen. Damit müsste sich auch für einen Top Beamten doch bei dem heutigen Wechselkurs grandios 14 Tage lang 'partying' lassen (ich will mich hier im BB ja nicht 'lumpen' lassen).
    Nur diesmal hätten sich sehr viele BB'ler wohl über ein paar handfeste Belege - Fotos langt - gefreut (Mond an der Poolbar mit je einer heißen Mieze im Arm etc. ++++).
    Wie weit ist die Mondsche Reisekasse nach Vene nun gefüllt? Oder kannst / willst Du das aus Deinen Gewinnen selbst zahlen - Mond?
    Egal wie, wir freuen uns auf Deine Vor - Ort Berichterstattung - danke!

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    Zitat Mond:

    Venezuela wird 2019 voraussichtlich nur für 8 Mrd. USD importieren. Das bedeutet, dass das Land seinen konsequenten Sanierungskurs in Verbindung mit hohen Handelsbilanzüberschüssen fortsetzt. Der für 2018 erzielte Handelsbilanzüberschuss wird eine der interessantesten Zahlen sein, die wir nächstes Jahr erfahren. Ich gehe von rd. 25 Mrd. USD aus - nach 21 Mrd. USD in 2017
    http://acn.com.ve/dicom-espera-inyeccion/
    Von diesem Geld wurden rd. 10 Mrd. USD für Tilgungen und Zinsen verwendet. Der Verbleib von 11 Mrd. USD ist weiter unklar (These: geräuschloser Aufkauf eigener Anleihen, Bunkern des Geldes in China, während man sich nach außen als armen bankrotten Staat darstellt)

    Dem kann ich etwas abgewinnen. Denke aber auch, dass weit aus weniger als 11Mrd. USD vorhanden sind, da ein Teil fuer die Neuanschaffungen und die Reparatur der desolaten Infrastruktur eingesetzt wird.

    Ich vermute auch, dass ein Teil des Geldes fuer Rueckkaeufe ueber Banken/Broker in China/Russland eingesetzt wird.
    Diese aufgekauften Bestaende verbleiben dort bei Banken.

    Ferner koennten Eigenbestaende an Banken in China oder Russland uebertragen werden, wie es im Falle von Crystallex vorgenommen wurde.
    Crystallex wird das Geld schon erhalten.

    Somit waere eine Zahlung von faelligen Anleihen moeglich...

    Deshalb macht die Aussage keinen Sinn , dass das Geld fuer die Eigenbestaende bei Zahlung der faelligen Anleihen von den USA nicht an Venezuela weitergeleitet wird, da Venezuela diese uebertragen koennte....

    Die entsprechenden Zahlungen an die Depot/Partnerbanken in China und Russland werden ja nicht davon betroffen sein.....


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    Venezuela und Russland unterzeichnen Investitions-Abkommen im Wert von fünf Milliarden Euro

    6.12.2018 • 18:39 Uhr

    https://deutsch.rt.com/wirtschaft/80...haftsabkommen/

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    Sehr interessant. Auch das Video ist eine gute Zusammenfassung, klar, etwas russisch eingefärbt.
    Letztlich muss man aber erkennen, dass Venezuela nie zur Ruhe kommen wird, mit dem riesen Bodenschatz auf dem sie hocken.
    Von daher besteht immer die Gefahr einer bösen Überraschung aus Richtung USA. Und die EU wird schön mitmachen.
    Was mich nervt, dass Vene so ewig lange braucht, für solche Dinge wie dieses Investitionsabkommen. Die kommen einfach nicht aus der Knete.

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    Zitat von zeroperpetual Hier:07.12.2018, 21:05 Beitrag anzeigen
    Was mich nervt, dass Vene so ewig lange braucht, für solche Dinge wie dieses Investitionsabkommen. Die kommen einfach nicht aus der Knete.
    Was nicht stimmt. Solche Großprojekte haben jahrelange Vorlaufzeiten, über die in russischen Medien schon vor 1,5 Jahren berichtet wurde. Ganz im Gegenteil: Die Vorlaufzeiten von den geologischen Prüfungen bis zu den Vertragsabschlüssen waren auffällig kurz.
    https://sputniknews.com/world/201707...-coal-project/

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    Zitat von CashorCrash Hier:06.12.2018, 21:47 Beitrag anzeigen
    Ja, so könnte es laufen: Maduro kriegt die 5 Milliarden von den Russen ( und setzt sich mit seinem engsten Verbrecher-Clan damit irgendwohin in ein Land unter russ."Protektion" ( Krim ? Kuba ?), rechtzeitig vor dem Umsturz ab, die Russen kriegen dafür Förder-und Schürfrechte zu Superschnäppchenpreisen die von den Nach-Mad-Uro Regierungen erfüllt werden müssen, die Amis halten still und sanktionieren nicht, weil sie ja inzwischen die grössten Importeure von Vene-Öl sind und sich nicht selber sanktionieren wollen, und wir Bondholder gucken derweil in die bald völlig trockene Pipeline....
    Man darf auch einen Hauch optimistischer denken: ist für China und Russland die schwelende Bondproblematik so sekundär, dass dieser bei künftigen Investitionen keinerlei Relevanz zugemessen wird? Schließlich wurden deren Kredite umstrukturiert bzw. neues Geld erbettelt, um den Bondschuldendienst aufrecht zu erhalten. Die öffentliche 180°-Wendung:

    - Bonds werden ignoriert
    - Restrukturierung wegen US-Sanktionen und nicht zuletzt wegen Maduros Politik gar nicht möglich
    - es ist ja eh nichts zu holen

    Maduro muss sich derzeit nur mit älteren Gläubigern herumärgern, die er dann zähneknirschend mit Rechtsverfolgungskosten und Zinsen ausbezahlt. Nun ist die mittelfristige Eskalation völlig vorprogrammiert, da man PdVSA-Schulden mit Anspruch von >110% zu 20% erwerben kann. Diese Konstellation soll also in keinem Fall ein Nebenschauplatz für Hedgefonds sein, die sich günstig einkaufen können, z. B. auch in endfällige Bonds, wo man sich nicht mit anderen Gläubigern besprechen muss?

    Inwieweit ist für Maduro die anteilige Transformation von "gemäßigteren" Investoren, die Vene-Bonds langfristig hielten und jetzt verkaufen / verkaufen mussten, zu aggressiveren Adressen, vorteilhaft? Mit der aktuellen Kommunikationsstrategie befeuert er diesen Wandel.

    Und nochmal: diese glasklare Sachlage steht in der venezolanischen Sphäre für niemanden auf der Agenda?

    Es kann daher nur 2 Möglichkeiten geben:

    - Maduro ist verzweifelt, die Partner interessierts auch nicht, es gibt keine Ideen, man wartet planlos ab und lässt sich "überraschen"
    - die Bonds werden zurückgekauft

    Während bei der ersten Möglichkeit schon Folgendes verwundert: Maduro, der Dummschwätzer, der zu allen Themen leere Versprechen macht, sein Volk verarscht und die Krise USA und Kolumbien zuschustert, ist plötzlich hochrational und artikuliert sich zu dem Thema gar nicht mehr, weil

    - die Sanktionen eine Restrukturierung verhindern (was auch nicht ganz richtig ist: Änderungen per CAC könnten möglich sein; zudem das OFAC auch Lizenzen erteilen könnte, wenn es einfach darum geht, dass Investoren Teile ihres Geldes retten wollen)
    - Investoren eine Restrukturierung nicht annehmen würden (also beugt er sich dessen präventiv, während ich den Eindruck habe, dass mittlerweile genug Leute froh wären, wenn Zinsen halbiert, Laufzeiten verlängert und nochmal 70% Haircut draufgepackt werden, da die Bonds ja vorgeblich wertlos geworden sind)

    Trifft also die erste Möglichkeit zu, kann doch Maduro ein konkretes Angebot auflegen (das ja absolut hirnrissig sein kann!) und wenn dieses technisch nicht durchführbar ist, kann er wieder alles den USA in die Schuhe schieben. Gleichzeitig entstünde damit ein Lobbydruck und er ist in der vorteilhafteren Position: seht her, ich bin gesprächsbereit, mache Angebote, aber der Yankee vermasselt mal wieder alles.
    Ist das Angebot gut, würde es die Preise anheizen. Ist das Angebot aber schlecht, wären die Preise eher seitwärts (bzw. orientierten sich an "gewöhnlichen Recovery Rates" fernab von Maduro) und es gibt eine klaren Appell, dass Gläubiger handeln müssen. Inden man nix sagt, gibts den "benefit of doubt", man macht irreguläre Teilzahlungen und lässt selbst gewiefte Halter in der Warteposition verharren, da die Situation zu undurchsichtig ist.

    Geht man wirklich von der ersten Möglichkeit aus, so muss diese dermaßen primitiv umgesetzt sein, dass es schon wehtut. Man muss quasi jeden weiteren Gedankengang dazu abbrechen, weil die These gleich wieder ins Wanken kommen würde.

    Allein die zweite Möglichkeit passt perfekt ins Puzzle. Woher das Geld kommt? Keine Ahnung, aber das ist auch nicht weiter durchschaubar. Wenn man aber von $10 Mrd Schuldendienst in 2018 $5 Mrd in den Markt legt (weil die übrigen $5 Mrd schlicht fehlen, was ja sein kann), hat man Schulden für $20 Mrd entsorgt. Diese Summe ist keine "technische Unmöglichkeit"!

    Allerdings lässt sich das Spiel nur einmal spielen, weswegen mich schon interessiert, wann genau der Knoten platzt. Entweder legt man das Thema in den nächsten Monaten ad acta und nimmt den Schuldendienst regulär wieder auf, oder man bedient selektiv einige Bonds, wo es zu heiß wird, weil juristische Schritte eingeleitet werden. Wenn man aber weiß, dass man "nur" klagen muss, kann es für Maduro schlichtweg günstiger sein, irgendwann alle Bonds wieder zu bedienen. Weiterhin besteht natürlich die Möglichkeit eines Regierungswechsels. Es bleibt leider vorerst eine Wundertüte.

    Meine Ausführungen sind größtenteils nicht neu - aber behalten ihre Gültigkeit

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    Wenn man sieht, mit welcher Brutalität sich unser Nachbar Frankreich als Polizeistaat zur Verteidigung der Interessen einer parasitären Oberschicht entlarvt, dann sollten hier endlich jene zur Besinnung kommen, die mit dem Finger auf Venezuela zeigen. Die Idee der bolivarischen Revolution ist eine Bedrohung der herrschenden Besitzstände weltweit, wenn dieses Modell exportiert wird - und wird deshalb mit massivem Kapitaleinsatz aus dem Ausland bekämpft. Dass die bolivarische Revolution trotzdem nicht totzukriegen ist, ist eine beachtliche Leistung der vielen überzeugten und engagierten Sozialisten in Venezuela. Unser Erz- und Todfeind sind die Oberschicht der USA und die US-Konzerne sowie die Nato. Das sei nochmals in Erinnerung gerufen.

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    Warum soll V denn Ihre Schulden überhaupt bezahlen?? Es läuft doch auch so alles ganz gut.... Vom Kapitalmarkt ist man sowieso abgschnitten.
    Wenn man trotz der üppigen Einnahmen (laut der Berechnung der Ökonomen hier) doch etwas $ oder Güter braucht geht man zum Chinesen oder zum Russen - und hier wird dann in Öl pünktlich gezahlt-
    Solange die Bond- Schuldner nicht massiv Ihre Schulden einfordern wird hier nichts passieren.(Öl Beschlagnahme; etc. Konten pfänden; den V Jungs das Leben so schwer wie möglich machen halt...; ich weiß das geht nicht so einfach-)
    Daher die spannende Frage: Warum passiert hier nichts bei den großen Bondhaltern? Haben nicht ein paar Hedgefonds ein paar MRD im Feuer und wollen mal $$$ sehen...

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    Hier liegt aber m. E. ein Zerrbild vor. Warum hat Maduro nicht schon ab 2013 defaultet? Warum wurde der Schuldendienst so stark priorisiert, die Presse sagte damals, ein selbstmörderischer Akt?
    Nochmal: die Sanktionen sind ein weiteres Hindernis, aber nicht der originäre Grund, dass man vom Kapitalmarkt abgeschnitten ist. Die letzte öffentliche Aktion war ein Tausch mit Ach und Krach in den Citgo-PdVSA-Bond.
    Jetzt ist der Default da, auf den man sich quasi seit Jahren vorbereitet hat (man darf ja annehmen, dass die größeren Adressen entsprechende Planspiele gemacht haben - oder auch nicht), und keiner weiß wohin und was man machen soll.
    Das ist, gelinde gesagt, ulkig - sofern keine Insiderinformationen vorliegen.

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    Eben weil es so einen langen Vorlauf gab, sind viele große Player, gerade auch die Hedgefonds, schon lange raus. Das war in Argentinien damals genauso - am Ende hatten die Bonds nur noch irgendwelche Anfänger im Depot. Deshalb konnte der Arschie sich auch Jahre Zeit lassen und dann eine "Friss-oder-stirb"-Umschuldung auf den Tisch knallen. Das scheint sich jetzt alles zu wiederholen.

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    Zitat von Jim Knopf Hier:08.12.2018, 17:29 Beitrag anzeigen
    Warum soll V denn Ihre Schulden überhaupt bezahlen??
    Zwei wesentliche Gründe:
    1.) Venezuela will (muss) die Diversifizierung der Wirtschaft voranbringen; das Ölzeitalter nähert sich dem Ende. Bei der Diversifizierung ist man durchaus auf gutem Wege (Ölanteil am Export dürfte 2018 unter 80% liegen), man muss aber im Ausland Vorprodukte einkaufen. Es geht dabei um die Refinanzierungskosten privater und öffentlicher Unternehmen. Diese sind untragbar hoch, solange ein Defaultzustand besteht. Hermesbürgschaften und vergleichbare Exportversicherungen anderer Staaten gibt es im Default nicht, da das Problem der Drittschuldnerpfändung latent im Raume steht (ich selbst hatte vor Jahren mal versucht, Forderungen eines deutschen Messebetreibers gegen den Staat Argentinien zu pfänden. Das hat zu viel Unruhe geführt).
    2.) Weil wegen der geringen Höhe der Gesamtverschuldung (dürfte inzwischen unter 70 Mrd. USD liegen) es sich nicht lohnt, deswegen einen auf stur zu machen. Alleine die Stadt Berlin hat einschließlich der öffentlichen Unternehmen über 80 Mrd. € Schulden (um mal die Dimensionen zu verdeutlichen).

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    Man kann sich auch besoffen theoretisieren - wir sollten mal auf em boden bleiben

    V hats verkackt - und is am kippen

    Alle warten auf den aufschlag - auch die großen adressen

    Nuff said

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    und es war so einfach, rechtzeitig auszusteigen... Maduro ist so ein Vollhonk, das war schon vor 3 Jahren klar

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    man könnte auch langsam dran denken, wieder bissle einzusteigen. etwas gegen den strich gebürstet investieren.

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