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    Zitat von Fantomas69 Hier:18.12.2018, 16:57 Beitrag anzeigen

    Es wäre interessant zu wissen, ob sich Jay Newman schon positioniert hat. Und wie viele Millionen er bereit ist, in den Schrotthaufen namens Venezuela zu investieren.
    Herr newmann darf sich bekanntlich erst ab den 1 januar positionieren

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    er muss sich überhaupt nicht positionieren... er kann genug Asche als Berater für die anderen verdienen

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    Zitat von davidh Hier:18.12.2018, 17:18 Beitrag anzeigen
    War der IWF nicht politisch verhasst in Venezuela? Zudem ja, Daten wurden übermittelt, aber in der Presse war zu lesen, dass diese entsprechend aufgehübscht und tendenziell unglaubwürdig sind. Möchte man was vom IWF erhalten, muss man doch mit offenen Karten spielen.
    War für mich schon erstaunlich, diese Meldung. Über die Motive dürfen wir uns wundern.
    Ich vermute aber dass die Datenlage - aufgehübscht oder nicht - nicht dem Stand entspricht, den man von einem halbwegs entwickelten Land erwarten darf.
    In dem Land herrscht die blanke Not, korrekt geführte Datentabellen sind da wohl das kleinste Problem.

    Jedenfalls kommt Bewegung in den Verhau.

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    Zitat von Fantomas69 Hier:18.12.2018, 17:32 Beitrag anzeigen
    Öl (Brent) 57,32 -4,08 % ... nicht gut für Maduro!

    Bald ist der Ölpreis so niedrig, dass die Amerikaner auch die Erdöllieferungen aus Venezuela sanktionieren könnten, ohne das die Preise an amerikanischen Tankstellen zu stark beeinflusst werden. Durch den Schieferölboom sind die Amerikaner zum netto Öl-Exporteur geworden. Die US-Produktion hat die Marke von 10 Millionen bpd bereits durchbrochen und soll 2019 sogar über 11 Millionen bpd ansteigen.
    ... also wenn, dann schauen wir auf WTI: gerade - 6,33 - https://www.boerse-stuttgart.de/de/W...f-DE000DB4CAV7
    ... weiter: Bekanntlich benötigen die US-Raffinerien 'schweres' Öl, wie es in Vene vorhanden ist. Deshalb besteht der Handel fort. Diese Grundlagen sind auch hier 1000x durchgehechelt worden.
    ... weiter: SA scheint die USA mächtig ärgern zu wollen - https://oilprice.com/Latest-Energy-N...OPEC-Deal.html
    ... weiter: Bei Preisen wie diesen gehen die Fracker bekanntlich baden, die Banken zittern und die Prognosen sind das Papier nicht wert. Das haben wir doch gerade erlebt; ohne die OPEC-Kürzungen wären die Fracker "tot". - https://oilprice.com/Energy/Crude-Oi...-Below-50.html

    Trotzdem: unter welchen Bedingungen kann eine - euphemistisch ausgedrückt - Geldspritze des IWF erfolgen?
    Wer redet von einer "Geldspritze"? Die Datenübermittlung kann man als Angebot verstehen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wenn die Fonds sehen, dass die jetzige Regierung nicht so leicht zu beseitigen ist, entsteht auch von dieser Seite Druck auf die US-Regierung, den potentiellen 'Parteispendern' etwas entgegen zu kommen. Schließlich sind Vene-Bonds beim staus quo totes Kapital. Das kann alles dauern oder auch wieder im Sande verlaufen. Einen anderen Sinn vermag ich der Datenübermittlung nicht unterzuschieben.

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    Zitat von B.Gunn Hier:18.12.2018, 19:48 Beitrag anzeigen


    Wer redet von einer "Geldspritze"? Die Datenübermittlung kann man als Angebot verstehen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wenn die Fonds sehen, dass die jetzige Regierung nicht so leicht zu beseitigen ist, entsteht auch von dieser Seite Druck auf die US-Regierung, den potentiellen 'Parteispendern' etwas entgegen zu kommen. Schließlich sind Vene-Bonds beim staus quo totes Kapital. Das kann alles dauern oder auch wieder im Sande verlaufen. Einen anderen Sinn vermag ich der Datenübermittlung nicht unterzuschieben.
    Das passiert eher gezwungenermaßen

    is getting ready to share macroeconomic data with the International Monetary Fund to avoid penalties including possible exclusion from the IMF.
    http://en.mercopress.com/2018/11/20/...deliver-to-imf

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    Na den konkreten Sinn der Datenübermittlung kenne ich auch nicht, ggf. möchte man die Default-Events sukzessive abbauen?
    Ich frage mich nur, ist es der erste Weg, ins Gespräch zu kommen, dem IWF verspätet irgendwelche Daten zu übermitteln?
    Würde man in der Berichterstattung nicht eher erstmal von Gesprächen mit dem IWF erfahren - mit dem Unterton, dass es in erster Linie nicht unbedingt an diesen Daten hängt? Macht der IWF nicht sowieso eigene Berechnungen und ist nicht zwingend auf Maduros Zahlenchaos angewiesen?

    Wie immer, große Spekulationen. Anderer Blickwinkel: gibt es Gespräche zwischen Maduro und den Bondholdern? "In der Berichterstattung" hört man nur, dass es keine Kommunikation gibt. Wenn man sich auf eine Restrukturierung einigt um das Geld zu retten, könnte das OFAC sehr wohl eine Lizenz dafür erteilen. Aber wenn es daran klemmt - warum ertönt denn von Maduro nicht die große Kritik, dass sie umschulden wollen, aber die Sanktionen es verhindern? Wenn es ein Angebot gibt (50% weg, Laufzeiten länger, Zins niedriger), könnten eben jene Parteispender lobbyieren.
    Aber wenn nix aufm Tisch liegt, was sollen sie denn machen?
    M. E. hat man die Sanktionen nicht auferlegt, damit Investoren ihr Geld verlieren. Es ist derzeit ein Pseudoschutzschild von Maduro, um erstmal nicht zu zahlen. Nimmt Maduro die letzten Dollars und gibt es die Gönner im Hintergrund, ist ein Rückkauf auf aktuellem Niveau selbstredend lohnenswerter als jede Restrukturierung.

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    Zitat von bischof Hier:18.12.2018, 19:56 Beitrag anzeigen
    Das passiert eher gezwungenermaßen
    Danke für die Klarstellung!
    Sie bleiben damit aber "im Boot" und prinzipiell "am Ball".

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    Zitat von davidh Hier:18.12.2018, 20:04 Beitrag anzeigen
    M. E. hat man die Sanktionen nicht auferlegt, damit Investoren ihr Geld verlieren.
    Doch, durchaus. Der Ami will dadurch rüberbringen: Leiht solchen Schurkenstaaten Geld und ihr seht, was ihr davon habt.

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    Venezuelan Bonds: The Game is Afoot

    posted by Mitu Gulati

    https://www.creditslips.org/creditsl...redit+Slips%29

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    The fallen metropolis: the collapse of Caracas, the jewel of Latin America

    Once a thriving, glamorous city, Venezuela’s capital is buckling under hyperinflation, crime and poverty



    https://www.theguardian.com/cities/2...-latin-america

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    und die neue Währung ist ein voller Erfolg:

    https://www.comdirect.de/inf/waehrun..._VALUE=USD+VES

    Kommentar


    Die Lateinamerikanische Entwicklungsbank (CAF) hat Venezuela ein Restrukturierungsdarlehen von 500 Mio. € USD gewährt. Insgesamt hat Venezuela noch etwas unter 3 Mrd. USD Restverbindlichkeiten bei der CAF, nachdem in den letzten Jahren auch diese Schulden deutlich zurückgefahren wurden. Die CAF ist die einzige multilaterale Institution, bei der Venezuela geringfügig Schulden hat. Wenn eine multilaterale Institution Kredite gewährt, dann ist die Finanzlage insgesamt geordnet, ansonsten wäre es nach den üblichen Statuten gar nicht zulässig.
    Unterhaltsam ist immer, dass Leute die offenbar überhaupt keine Ahnung von öffentlicher Finanzwirtschaft haben, hier Venezuela für pleite erklären, wo andererseits das Land auf Platz 20 der Länder mit dem höchsten Handelsbilanzüberschuss (2017) steht und inzwischen eine Verschuldungsquote von unter 10% vorweisen kann, nachdem auch in 2018 (wir schon in den letzten 6 Jahren) die öffentliche Verschuldung um weitere Milliarden USD zurückgefahren wurde (rd. 6 Mrd. USD sind gesicherte Schuldenrückzahlungen in 2018). Der Staat Venezuela setzt somit die konsequente Rückführung der Staatsverschuldung als Hauptinstrument der staatlichen Wirtschaftspolitik fort.

    Kommentar


    Zitat von esteban Hier:18.12.2018, 20:36 Beitrag anzeigen

    Doch, durchaus. Der Ami will dadurch rüberbringen: Leiht solchen Schurkenstaaten Geld und ihr seht, was ihr davon habt.

    Weiss nicht, ob Venezuela ein Schurkenstaat ist, im Aussenverhältnis sicher nicht. Ggü. der eigenen Bevölkerung sicher ja, aber auch die BRD bescheisst ihre Bürger und beutet sie aus. Nur viel perfider und nicht so offensichtlich.

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    Zitat von esteban Hier:18.12.2018, 22:05 Beitrag anzeigen
    und die neue Währung ist ein voller Erfolg:

    https://www.comdirect.de/inf/waehrun..._VALUE=USD+VES


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    Zitat von Mond Hier:19.12.2018, 00:21 Beitrag anzeigen
    Die Lateinamerikanische Entwicklungsbank (CAF) hat Venezuela ein Restrukturierungsdarlehen von 500 Mio. € USD gewährt. Insgesamt hat Venezuela noch etwas unter 3 Mrd. USD Restverbindlichkeiten bei der CAF, nachdem in den letzten Jahren auch diese Schulden deutlich zurückgefahren wurden. Die CAF ist die einzige multilaterale Institution, bei der Venezuela geringfügig Schulden hat. Wenn eine multilaterale Institution Kredite gewährt, dann ist die Finanzlage insgesamt geordnet, ansonsten wäre es nach den üblichen Statuten gar nicht zulässig.
    Unterhaltsam ist immer, dass Leute die offenbar überhaupt keine Ahnung von öffentlicher Finanzwirtschaft haben, hier Venezuela für pleite erklären, wo andererseits das Land auf Platz 20 der Länder mit dem höchsten Handelsbilanzüberschuss (2017) steht und inzwischen eine Verschuldungsquote von unter 10% vorweisen kann, nachdem auch in 2018 (wir schon in den letzten 6 Jahren) die öffentliche Verschuldung um weitere Milliarden USD zurückgefahren wurde (rd. 6 Mrd. USD sind gesicherte Schuldenrückzahlungen in 2018). Der Staat Venezuela setzt somit die konsequente Rückführung der Staatsverschuldung als Hauptinstrument der staatlichen Wirtschaftspolitik fort.
    Der Schuldenstand kann sich nicht reduziert haben, wenn auf der einen Seiten faellige Zinsen und Anleihen nicht bezahlt werden, ca. 6 MRD USD in 2017/2018, aber vielleicht auf der anderen Seite Schulden abgebaut werden...netto bleibt dann nichts oder wenig an Schuldenreduktion.
    Da ist bilanzmaessig nichts gewonnen...
    Ferner dass die Regierung nichts (zurueck)zahlen konnte wegen der angeblichen Zahlungskomplikationen oder verspaeteter Zahlung ist auch ist auch hoefflich ausgedrueckt eine ignorante Aussage.
    Zahlungen an Conoco und Crystallex, der Hunger Bond und die Zahlungen wegen der PDVSA 21 Anleihe sind erfolgreich durchgefuehrt worden. Zahlungen der 2018 Anleihe (VENZ 13 5/8 08/15/18) haetten auch durchgefuehrt werden koennen, da keine verzoegerten Zinszahlungen in 2017 vorlagen. Das gleiche bei Elecar. Zinsen wurden zwar von Clearstream verspaetet weitergeleitet...vielleicht bewusst...

    Statements, die MOND sind daherteilweise ziemlicher Unfug, da nicht substanziiert.. er scheint zeitweise sehr zu fantasieren oder bewusst so einen Nonesense zu schreiben.

    Wenn Venezuela nicht den Anschein geben wuerde pleite zu sein, dan wueden sie die faelligen Schulden voll oder wenigstens teilweise bezahlen.
    Somit ensteht der Eindruck , dass Venezuela nicht zahlungsfaehig ist oder willig..

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