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    Zitat von Mond Hier:27.01.2019, 20:33 Beitrag anzeigen

    Einfach mal besser informieren. Bei der Kommunalwahl im Dezember hat das linkte Lager bestehend aus PSUV und KPV deutlich an Boden gegenüber der Wahl im Mai gewonnen - und das unter der Rahmenbedingung, dass das gesamte Parteienspektrum von Ultrarechten bis Leninisten vertreten war. Der PSUV/KPV steht ein Spektrum von rd. 40 ideologisch völlig gegensätzlichen Parteien gegenüber, von denen keine über 10% erreichen wird. Auch die Partei von Guaido vertritt gerade mal 6,5% des Wahlvolkes. Wenn die PSUV zusammen mit den weiter links stehenden Parteien und den Indianerparteien ein Bündnis schließt, wird die PSUV weiterhin den Präsident stellen. Ob dieser Maduro heißt oder anders ist nebensächlich.
    Die Äußerungen von Guaido zur bedingungslosen Rückübertragung enteigneter Vermögen hat eine Mehrheit der Venezolaner als Schlag ins Gesicht empfunden und allen verdeutlicht, auf wessen Gehaltsliste dieser Volksverräter steht.
    Wenn MADURO wirklich sicher ist, dann soltte er NEUWAHLEN durchfuehren, um zu beweisen, ob er gewinnt wie bei den Kommunalwahlen. Dann haette er eine weitere Bestaetigung, dass er alleine oder mittels einer eventuellen notwendigen Koalition mit der KPV Praesident bleiben darf.
    Zuletzt geändert von SINGA; 27.01.2019, 21:50.

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    Venezuela-Expertin Claudia Zilla
    "Ohne Zugeständnisse wird es keinen Ausweg geben"

    Der Druck auf Venezuelas Staatschef Maduro wächst - sein Ende ist aber nicht besiegelt. Er wird vom Militär und dem Sicherheitsapparat gestützt. Und auch die anderen Spitzen des Regimes haben viel zu verlieren.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1249814.html

    SPIEGEL ONLINE: Es kam in den vergangenen Tagen auch zu Protesten in ärmeren Vierteln. Diese waren in der Vergangenheit Hochburgen des Chavismus. Was zeigt sich in dieser Entwicklung?

    Zilla: Wenn es heute freie und faire Wahlen in Venezuela geben würde, würde die Chavistas verlieren. Die Mehrheit der Bevölkerung steht nicht hinter diesem Regime. Die wirtschaftliche und politische Lage ist so schlimm, dass es keiner Erklärung bedarf, weshalb auch die Armen auf die Straße gehen. Was erklärungsbedürftig ist, ist vielmehr, warum es überhaupt noch Bürger gibt, die Sympathien für das Regime haben.

    SPIEGEL ONLINE: Wie wahrscheinlich ist es, dass in den kommenden Wochen genug Chávistas, die Maduros politische Basis bilden, die Seiten wechseln?

    Zilla: Hier sehe ich ein großes Hindernis. Die Spitzen des Regimes, ob es sich um Zivilisten handelt oder Militärs, sind stark in illegale Geschäfte verwickelt - Drogenhandel, Schmuggel, Menschenrechtsverletzung. Das bedeutet: Niemand wird Maduros Lager ohne eine Garantie der Immunität oder Strafreduzierung verlassen. Es muss einen Anreiz geben, damit diese Leute, die extrem viel zu verlieren haben, ihre Macht aufgeben. Deshalb wird es ohne Verhandlungen und Zugeständnisse gegenüber den Spitzen des Regimes keinen Ausweg aus dieser Krise geben. In den unteren Reihen, bei den Mitläufern, die keine relevanten Entscheidungen im Regime getroffen haben, kann es Überläufer geben. Aber für die Führung müssen Anreize geschaffen werden, damit es sich lohnt, die Seiten zu wechseln.

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    Zitat von SINGA Hier:27.01.2019, 21:18 Beitrag anzeigen

    Wenn MADURO wirklich sicher ist, dann soltte er NEUWAHLEN durchfuehren, um zu beweisen, ob er gewinnt wie bei den Kommunalwahlen. Dann haette er eine weitere Bestaetigung, das er alleine oder mittels einer eventuellen notwendigen Koalition mit der KPV Praesident bleiben darf.
    Bei solchen Argumenten ist Vorsicht geboten. Als die Ukraine unter Janukowytsch umfassende Kooperationen mit Russland eingehen wollte, wurde die Wirtschaft der Ukraine unter Führung der USA - u.a. mit Unterstützung des IWF - systematisch abgewürgt, so dass die Folgen insbesondere der Kleine Mann auf der Straße zu spüren bekam. Den Ausgang des Dramas kennen wir.

    Das Interesse der Venezolaner an Politik ist seit jeher gering, was sich z.B. seit Jahrzehnten an den geringen Wahlbeteiligungen zeigt. Infolgedessen gibt es auch eine nicht unerhebliche Zahl an Venezolanern, die sich nicht über die Hintergründe der Wirtschaftskrise informiert und dafür die PSUV verantwortlich macht, obgleich Hauptgrund der Wirtschaftskrise die Wirtschaftssabotage durch USA ist. Maduro trägt in dieser Situation die Verantwortung dafür, dass Venezuela nicht so endet wie die Restukraine.

    Eine Lösung wäre beispielsweise: USA müssen sich zunächst verpflichten, sämtliche Sanktionen zurückzunehmen. Maduro müsste sich im Gegenzug verpflichten, die Legislaturperiode von 6 auf 3 Jahre zu verkürzen, so dass Anfang 2022 Neuwahlen wären. Die PSUV könnten dann innerhalb von 3 Jahren unter Beweis stellen, ob sie die nationale Wohlfahrt insbes. für die ärmeren Bevölkerungsteile optimieren kann oder nicht. Nur unter diesen Voraussetzungen wären Neuwahlen akzeptabel und zu verantworten. Durch überstürzte Neuwahlen wird das Land den Aasgeiern des Kapitalismus zum Fraß vorgeworfen. Dies kann und darf die Linke in Venezuela niemals zulassen, denn dann würde sie nicht nur das Vertrauen ihrer Anhänger verspielen sondern auch dem Land immensen Schaden zufügen.

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    Sonntag, 27.01.2019 22:39 Uhr

    Bolton warnt vor Gewalt gegen Opposition und US-Diplomaten

    Trumps Sicherheitsberater John Bolton hat eine Warnung an Venezuelas Machthaber entsandt. Gewaltanwendung gegen Oppositionelle oder US-Diplomaten werde eine "signifikante Antwort" Washingtons nach sich ziehen.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1250254.html

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    Äääh - sind wir das nich selbst ???

    Zitat von Mond Hier:27.01.2019, 21:49 Beitrag anzeigen
    Durch überstürzte Neuwahlen wird das Land den Aasgeiern des Kapitalismus zum Fraß vorgeworfen. .

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    https://latina-press.com/news/258754...-in-venezuela/
    Brasiliens Regierung verfolgt die Entwicklung der Krise in Venezuela mit „großer Aufmerksamkeit“. Präsident Jair Messias Bolsonaro gab am Donnerstag (24.) im schweizerischen Davos bekannt, er fürchte einen nicht friedlichen Übergangsprozess zwischen dem venezolanischen Links-Diktator Nicolás Maduro und dem Interimspräsidenten Juan Guaidó. Ihm zufolge ist Brasilien an der Grenze dessen, was es in Bezug auf das Nachbarland tun kann.

    „Die Geschichte hat gezeigt, dass Diktaturen nicht auf friedliche Weise ihre Macht abgeben. Wir fürchten die Handlungen der der Maduro-Diktatur“, so Bolsonaro im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos gegenüber „TV Record“. Laut Bolsonaro teilen die anderen Länder der Region die gleiche Angst. „Offensichtlich gibt es starke Länder, die zu anderen Konsequenzen bereit sind. Brasilien folgt den Geschehnissen mit großer Aufmerksamkeit und wir sind an der Grenze dessen, was wir tun können, um die Demokratie in diesem Land wiederherzustellen. Wir haben lange gesagt, dass das größte/wichtigste Wohl/Gut eines Mannes und einer Frau ihre Freiheit ist und dass wir dafür sind, dass das venezolanische Volk seine Freiheit wieder erreicht“.

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    Zitat von bischof Hier:27.01.2019, 22:13 Beitrag anzeigen
    Äääh - sind wir das nich selbst ???
    Nein, es geht z.B. darum, dass Guaido bereits von privaten Investoren bei PDVSA sprach (unfassbar!). Das zeigt, welches Korruptionspotenzial sich hinter der "Opposition" formiert. Es geht zum anderen darum, dass ALLE Verstaatlichungen seit Chavez rückgängig gemacht werden sollen. Dabei ist allen bekannt und durch eine Vielzahl von ICSID-Urteilen sogar bestätigt, dass fast alle Privatisierungen der Vor-Chavez-Ära nur durch Korruption zustande gekommen sind. Guaido plant also nichts anderes, als das Volksvermögen den Betrügern zurückzugeben, denen Chavez es einst völlig zu Recht entzogen hatte.

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    Zitat von SINGA Hier:27.01.2019, 21:18 Beitrag anzeigen
    Wenn MADURO wirklich sicher ist, dann soltte er NEUWAHLEN durchfuehren
    So stellt sich klein Fritzchen die Welt vor: Einfach Neuwahlen

    Neuwahlen in der BRD sind z.B. nur unter zwei Bedingungen möglich
    - gescheiterte Vertrauensfrage
    - Wahl des Bundeskanzlers mit relativer Mehrheit
    in beiden Fällen kann auch noch der Bundespräsident die Neuwahlen verhindern. Noch kein Jahr her, als wir dieses Thema hatten.

    Nun erkläre du mir bitte, unter welchen Voraussetzungen in Venezuela Neuwahlen möglich sind, damit wir das Ultimatum unserer Regierung auf seine Tauglichkeit überprüfen können, oder bist du auch der Meinung, bei Venezuela muss man es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so genau nehmen?

    Und überhaupt Ultimatum. Auf dessen Nichterfüllung folgte in der Geschichte oft die Kriegserklärung. So weit sind wir schon wieder, obwohl Venezuela weder in ein Nachbarland einmarschiert ist, noch den Weltfrieden bedroht.

    Kommentar


    Irgendwie habe ich den Eindruck, die Sozialisten-Maduro-Versteher-Fraktion vermehrt sich hier gerade.
    Mein Diskussionsbedarf jedenfalls ist gedeckt, ich bin raus.

    Mich interessiert ausschließlich, wann der Mad Uro endlich weg ist und wie es mit den Bonds weitergeht.

    Kommentar


    Zitat von Petra Hier:27.01.2019, 22:40 Beitrag anzeigen
    So stellt sich klein Fritzchen die Welt vor: Einfach Neuwahlen

    Neuwahlen in der BRD sind z.B. nur unter zwei Bedingungen möglich
    - gescheiterte Vertrauensfrage
    - Wahl des Bundeskanzlers mit relativer Mehrheit
    in beiden Fällen kann auch noch der Bundespräsident die Neuwahlen verhindern. Noch kein Jahr her, als wir dieses Thema hatten.

    Nun erkläre du mir bitte, unter welchen Voraussetzungen in Venezuela Neuwahlen möglich sind, damit wir das Ultimatum unserer Regierung auf seine Tauglichkeit überprüfen können, oder bist du auch der Meinung, bei Venezuela muss man es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so genau nehmen?

    Und überhaupt Ultimatum. Auf dessen Nichterfüllung folgte in der Geschichte oft die Kriegserklärung. So weit sind wir schon wieder, obwohl Venezuela weder in ein Nachbarland einmarschiert ist, noch den Weltfrieden bedroht.
    Maduro koennte mit der Opposition einen Wahltermin fixieren oder einen Fahrplan einigen, der in einem Zeitraum von ca. 2/3 Monaten liegen koennte, da abwicklungstechnische Vorbereitungen und das Arrangieren der Wahlbeobachter gewisse Zeit erfordert.

    Es haben ja bereits Gespraeche zwischen Regierungsvertretern (Cabello) und der Opposition (Guaidó) ) stattgefunden.
    Somit scheint das nicht so abwegig zu sein.

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    Zitat von SINGA Hier:28.01.2019, 01:05 Beitrag anzeigen

    Maduro koennte mit der Opposition einen Wahltermin fixieren oder einen Fahrplan einigen, der in einem Zeitraum von ca. 2/3 Monaten liegen koennte, da abwicklungstechnische Vorbereitungen und das Arrangieren der Wahlbeobachter gewisse Zeit erfordert.
    Selten einen so naiven Beitrag gelesen. Die Strategie der USA ist es doch gerade, nicht genehme politische Regierungen anderer Staaten ökonomisch zu sabotieren und insolvenzreif zu schießen, um Frust in der Bevölkerung zu schaffen, die dann eine US-Marionettenregierung wählen soll. In der Ukraine ist den USA dies gelungen, ich denke aber nicht, dass irgendwo auf der Welt eine Regierung so blöd ist, um auf diesen schäbigen Trick erneut reinzufallen.
    Es kann nur einen Lösungsweg geben:
    1.) Sofortige Aufhebung aller Sanktionen.
    2.) Wahl frühestens in drei Jahren, d.h. zur Halbzeit der laufenden Legislatur.
    3.) Bis dahin kann die Regierung Maduro zeigen, ob sie in der Lage ist eine Politik zu gestalten, die der ärmeren Hälfte der Bevölkerung nutzt.
    4.) In drei Jahren kann die Bevölkerung dann eine objektive Entscheidung treffen, wer die Interessen der Masse am besten vertreten kann, ohne dass ausländische Einflüsse ein Lager bevorteilen.




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    Nein, das VOLK muss seine Mündigkeit zurückerhalten und muss selbst sagen dürfen, was es will und für sich als richtig erachtet. Schluss mit der Bevormundung und Unterdrückung. Warum soll das Volk erst in drei Jahren objektiv entscheiden dürfen, die Leute sind doch nicht blöd, die können auch einen Termin für Neuwahlen selber festlegen. Dass heisst, ein politischer Prozess muss in Gang kommen, der zu einer Demokratisierung führt. Der Dialog am runden Tisch wäre ein Anfang. Demokratie kann man erlernen.

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    Zitat von Mond Hier:28.01.2019, 03:34 Beitrag anzeigen
    In der Ukraine ist den USA dies gelungen, ich denke aber nicht, dass irgendwo auf der Welt eine Regierung so blöd ist, um auf diesen schäbigen Trick erneut reinzufallen.
    Kommt drauf an, wie die Putschisten von den USA belohnt werden.
    In der Ukraine konnten sich (wohl) die Putschisten den gesamten Goldbestand der Ukrainischen Zentralbank unter den Nagel reissen.
    Da möchte doch jeder gern mal für einige Tage Marionette sein…

    The Spoils of War and Regime Change
    Ukraine’s Gold Reserves Secretly Flown Out and Confiscated by the New York Federal Reserve?
    In an interview on Ukraine TV, none other than the head of the Ukraine Central Bank made the stunning admission that "in the vaults of the central bank there is almost no gold left. There is a small amount of gold bullion left, but it's just 1% of reserves."
    https://www.zerohedge.com/news/2014-...-its-gold-gone

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    Zitat von Aldy Hier:27.01.2019, 23:03 Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich den Eindruck, die Sozialisten-Maduro-Versteher-Fraktion vermehrt sich hier gerade.
    Mein Diskussionsbedarf jedenfalls ist gedeckt, ich bin raus.

    Mich interessiert ausschließlich, wann der Mad Uro endlich weg ist und wie es mit den Bonds weitergeht.
    Die Erkenntnis, dass der zentralistische Kapitalismus / die globale-Wall-Street-1-Welt-Regierung, basierend auf Mythenbildung, Lobbyismus, Steuervermeidung und militärisch industriellem Komplex / vor dem Scheitern steht, hat nichts mit Maduro-Verstehen zu tun, sondern resultiert aus der globalen Vermögenskonzentration. Wie "es mit den Bonds weitergeht", ist deshalb nicht von irgendwelchen Venezuela Regionalgesetzen abhängig, sondern von den globalen Rivalen USA gegen China/ Russland (Zentralist gegen Multipolare).
    Für Venezuela bedeutet das: wenn die USA nicht einmal im "US-Hinterhof" die zentralistische Globalordnung durchsetzen kann, ist sie bereits gescheitert, denn dann wird sie das in China, Russland und anderswo auch nicht mehr schaffen, insbesondere, da das Maduro Regime seit Jahren wirtschaftlich versagt hat, trotz bedeutender Rohstofflager.

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    Juan Guaidó: Venezuela has chance to leave chaos behind

    Exclusive: self-declared interim president tells the Guardian he is set on forcing out Nicolás Maduro



    https://www.theguardian.com/world/20...e-chaos-behind

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