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    ‘Maduro, our amigo’: loyalists in Venezuela cling to their man

    Protests put Chavista movement in a dilemma – ditch their leader or go down with him

    Under Maduro – who has presided over one of the most severe economic collapses in recent history – that support base had plummeted to about 10%, Evans thought.

    And he predicted that figure would shrink further as sweeping US oil sanctions devastate the economy. “The risk is that if Maduro stays in power, Chavismo will disappear. The Chavistas know this – they know it very well,” he said.
    https://www.theguardian.com/world/20...uaido-protests

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    Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages ist wenigstens noch bei klarem Verstand. Hier sein Gutachten
    "Zur Anerkennung ausländischer Staatsoberhäupter"
    https://amerika21.de/files/a21/docs/..._venezuela.pdf

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    Vielen Dank, Petra.

    Ich habe mich heute vormittag gefragt, wie es sein kann, daß Frankreich im Tschad einen Diktator nach 28 Jahren immer noch stützt, und dann mich erinnert, daß Macron ja
    auch den Selbsternannten in Venezuela umschmeichelt.

    Die aufrechten Demokraten in diesem Unterforum, die sonst sehr feinfühlig und sensibel auf geringste vermeintliche Ungerechtigkeiten dort, wo es um ihr gerafftes Geld geht, mit Verunglimpfungen gegen gewählte Vertreter sich aufkröpfen, so daß man sich nicht wundern darf, daß der Jugend die Vorbilder an Rechtschaffenheit in ihren Familien und der Nachbarschaft fehlen und zugewanderte Ukrainer im Forum ebenso losbollern wegen zu erwartender Impunität, stellen in diesem Punkt auch kein Korrektiv dar.

    Folglich ist zu erwarten, daß bei zunehmender Radikalisierung der Gesellschaft sie die Konflikte verbal marodierend anheizen werden.

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    Zitat von Petra Hier:10.02.2019, 15:14 Beitrag anzeigen
    Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages ist wenigstens noch bei klarem Verstand. Hier sein Gutachten
    "Zur Anerkennung ausländischer Staatsoberhäupter"
    https://amerika21.de/files/a21/docs/..._venezuela.pdf
    Ob und wer hier noch bei klarem Verstand ist, ist angesichts solcher Beiträge zunehmend fraglich. Die ganzen akademischen Überlegungen greifen doch zu kurz. Ich wäre froh gewesen, wenn die USA oder andere in den 30er Jahren entschieden gegen Adolf Hitler vorgegangen wären. Stimmst Du mir da zu? Rechtlich wäre auch das natürlich angreifbar gewesen. Für Millionen wäre das aber die Rettung gewesen. Es gibt ein moralisch abgeleitetes Widerstandsrecht, das als Ultima Ratio, wenn alles andere versagt, über dem formalen Recht steht.

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    Durch die US Sanktionen soll Venezuela ein Schaden von 350 Milliarden Dollar entstanden sein. Da wären Zins und Tilgung locker drin gewesen.
    The Economic Debates Unit of the Latin American Geopolitical Strategic Center (CELAG) released a report on "the economic consequences of the boycott against Venezuela," on Friday, in which it is proved that the "international financial blockade to Venezuela since 2013 is the main responsible for the economic crisis."According to CELAG's report, the financial and economic blockade that was mainly promoted by the United States, and enforced by its allies, would have cost Venezuela around US$350 billion "in the production of goods and services between 2013 and 2017."

    Blocking a country financially is paramount when trying to asphyxiate the national economy. The external attacks are able to undermine the economic and productive capacity of the country, and therefore, destroy the economy. According to the study, these economic and financial attacks "are usually the prelude to military intervention."

    The U.S. government led by Donald Trump is arguing in favor of military intervention in Venezuela, to allegedly end a so-called "humanitarian crisis," but the "alleged humanitarian crisis and the migration of hundreds of thousands of Venezuelans have their origin in the economic boycott of the United States and its allies."

    According to the researchers, the U.S. generated a crisis that would serve as an excuse for military intervention in Venezuela. "The US government justifies an eventual intervention, based in the alleged humanitarian catastrophe and in the massive emigration that its blockade, precisely, would have created."

    Venezuela has been forced out of financial markets, which led to the impossibility of accessing credits. Even though it is one of the countries that has paid its external debt on time, "agencies such as Standards & Poor's or Moody's, have put the country-risk rate above 2,000 points since 2015," according to the CELAG report.

    Venezuela is a country that enters the global market mainly because of its oil production. This "productive specialization led to a high dependence on imports," which are normally paid with the income of exporting oil. "That is why the financial and commercial boycott of Venezuela has much more serious consequences than in diversified economies."

    According to the study, since President Nicolas Maduro was sworn-in in 2013, "the Venezuelan public sector stopped receiving in net terms flows that in the quinquennium 2008-2012, more than USD$95 billion dollars, that is, about USD$19 billion per year," due to the blockade. On top of that, the government had to pay higher amounts of money due to the country-risk rates, for external debt. "The Venezuelan Government had to pay more than US$17 billion dollars in the five-year period 2013-2017, about US$3.3 billion dollars per year."

    The study adds that the Venezuelan economy and society "suffered international asphyxiation of US$22.5 billion dollars a year resulting from a deliberate international strategy of financial isolation. "It is necessary to also include the fall of crude oil prices that happened around 2015.

    If the Venezuelan government had the possibility of accessing over US$22 billion a year, the economy would be in a better place today. "As a consequence of the blockade, losses in the production of goods and services oscillated between a range of USD$350 billion and USD$260 billion in the period 2013-2017."

    The study concludes that, "if the government of Nicolas Maduro had received international financing, such as the one available to Mauricio Macri during his first three years in office, the growth of Venezuelan GDP would be higher than that of Argentina."
    https://www.telesurenglish.net/news/...0209-0011.html

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    Zitat von esteban Hier:09.02.2019, 21:12 Beitrag anzeigen

    Man kauft halt keine Schurkenbonds... hoffe ihr habt eure Lektion gelernt. Genau das will der Ami euch doch auch verklickern.

    Sich gegen den Ami stellen bringt nix. Nicht dass der so toll wäre und wir ihm zujubeln müssen. Aber er sitzt halt am längeren Hebel. Muss man halt einfach mal akzeptieren.

    Und speziell die 98/18er... eine 20jährige mit 13,625% Kupon, hallo??? Wer so einen Bond kauft, verdient es, dass der am Ende mit null im Depot steht. Ihr habt das Land damit doch selber ausgeblutet!!!
    Wenn Anleihen mit 13,625% angeboten werden, dann sind die natürlich hoch spekulativ. Ob ich da nochmal Geld sehe steht in den Sternen, aber man weiß ja nie.

    Es soll Leute geben, die immer noch kaufen.....siehe die letzten Boardeinträge.

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    Inevitable hätte mir besser gefallen in der überschrift

    Venezuela: Nicolás Maduro’s demise is ‘irreversible’, Trump adviser says



    Top Latin America adviser claims ‘there is not a single scenario’ in which Maduro and his ‘cronies’ are able to retain power


    “The path we are going down is irreversible … The question is no longer if Maduro accepts this or not, it’s how long it will take him to accept it,” Mauricio Claver-Carone said

    https://www.theguardian.com/world/20...p-adviser-says

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    Zitat von Punter Hier:10.02.2019, 16:32 Beitrag anzeigen

    Ob und wer hier noch bei klarem Verstand ist, ist angesichts solcher Beiträge zunehmend fraglich. Die ganzen akademischen Überlegungen greifen doch zu kurz. Ich wäre froh gewesen, wenn die USA oder andere in den 30er Jahren entschieden gegen Adolf Hitler vorgegangen wären. Stimmst Du mir da zu? Rechtlich wäre auch das natürlich angreifbar gewesen. Für Millionen wäre das aber die Rettung gewesen. Es gibt ein moralisch abgeleitetes Widerstandsrecht, das als Ultima Ratio, wenn alles andere versagt, über dem formalen Recht steht.
    "Froh gewesen" wann? Kenntnisse, junger Mann, Kenntnisse! Mal vom Dust Bowl gehört oder vom New Deal? Mal an die Armenspeisungen in den USA in den 30ern gedacht? Mal an die Situation in Asien, in Afrika, in der UDDSR gedacht? Und heute sind wir alle Widerständler? Gegen Maduro? Und leiten moralisch ein Widerstandsrecht aus "Göttlichem", nämlich dem Mammon der kleinen Pinscher ab?

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    Zitat von Petra Hier:10.02.2019, 15:14 Beitrag anzeigen
    Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages ist wenigstens noch bei klarem Verstand. Hier sein Gutachten
    "Zur Anerkennung ausländischer Staatsoberhäupter"
    https://amerika21.de/files/a21/docs/..._venezuela.pdf
    Mit der Anerkennung Guaidos ging es doch nur darum, die Legitimität Maduros abzuerkennen. In der Folge, dass keinerlei Willenserklärungen oder sonstige Bekundungen Maduros mehr entgegengenommen werden, da er dazu nicht mehr berechtigt ist. Auch wird man ihm keine Erklärungen mehr zukommen lassen, da er nicht mehr der rechtmäßige Empfänger ist. Will heissen, Verhandlungen oder ein Dialog mit Maduro ist ausgeschlossen. Damit ist er fast komplett isoliert. Man hatte ihm ja mehr als genug Zeit gegeben, die Demokratie im Land wiederherzustellen. Hat er nicht gemacht. Daher kann man ihm nur noch anbieten, freiwillig zu gehen und ihn im Exil in Ruhe zu lassen. Wenn er nicht geht und auch das Volk es nicht schafft, ihn davonzujagen, wird es einen Eingriff von aussen geben. Die internationale Staatengemeinschaft sieht sich dazu berechtigt, da die Frage der Menschenrechte mit eine Rolle spielt, wenn eine Demokratie zerstört wird und vor den Augen der Weltöffentlichkeit eine Diktatur aufgebaut wird. Menschenrechte sind keine rein innere Angelegenheit eines Staates, in die man sich nicht einmischen darf. Von daher wird Maduro auch in Den Haag landen, wenn er jetzt nicht geht. Man könnte natürlich fragen, warum man nicht so streng vorgeht gegen andere Länder mit Diktatoren. Das ist halt die Doppelmoral mit den eigenen Interessen, d.h. ob man was bekommt für die Mühen (sprich dann Öl oder andere Bodenschätze billiger einkaufen zu können). Rein danach richtet sich die Prioritätenliste, welche Menschenrechte in welchem Land mehr wert sind und zuerst wiederhergestellt werden müssen. Das ist die Realität und die ist schwer zu ertragen.

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    Zitat von alois Hier:10.02.2019, 13:59 Beitrag anzeigen
    Wir? Wer ist wir? Ich weiß es jetzt schon. Wann Du es wissen wirst, weiß ich aber nicht.
    Es hat nichts edles, sich seinen Mitmenschen überlegen zu fühlen. Wahrhaft edel ist, wer sich seinem früheren Ich überlegen fühlt.

    Nun, alois, darf ich oder gar wir annehmen, dass dein Depot die Branchengrößen schlägt und etwa die jährliche performance von Paul Singer von 16% der letzten 40 Jahre übertrifft?

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    Zitat von Punter Hier:10.02.2019, 14:10 Beitrag anzeigen

    @ lieber Alois, auch wenn Dir der historisch unbestrittene Verdienst zukommt, diesen Thread ursprünglich eröffnet zum haben, kann ich Dir nur zum Teil beipflichten. Ich hoffe sehr und glaube auch, daß das venezolanische Volk nach einem Regimewechsel deutlich bessere Lebensbedingungen und Zukunftschancen hat als heute. Auch die Bondholder dürften besser dastehen als heute - zumindest jene der PDVSA. PDVSA wird das integrale Element für eine Wiederaufbaustrategie sein. Hier wird man schnell zu geordneten Verhältnissen zurückfinden wollen. Die Vorstellung, PDVSA die Vermögenswerte zu entziehen und auf eine NewCo zu übertragen, halte ich für abwegig. Eine solche Maßnahme würden die Bondholder mit Erfolg anfechten können, denn das hätte vor keinem Gericht Bestand. Außerdem würde ein solcher Schritt alle Leistungsbeziehungen des Unternehmens betreffen und damit für einen längeren Zeitraum praktisch lahmlegen. Das kann man sich nicht erlauben. Und zudem sitzt Goldman Sachs immer mit am Tisch, wenn solche politischen Entscheidungen getroffen werden. Also wollen wir hoffen, daß Guaido Erfolg hat. Fast alle würden davon profitieren!
    Lieber Punter, dass Maduro abgewirtschaftet hat, ist für mich unstrittig

    Ich teile allerdings nicht den hier verbreiteten Jubel zum bevorstehenden Machtwechsel. Weder glaube ich, dass die nassen Träume von Venz-Bondhaltern in Erfüllung gehen werden, noch glaube ich an eine rosige Zukunft des gespaltenen venezolanischen Volkes unter einer US-genehmen "demokratischen" Regierung.

    Mein Blick in die Zukunft sieht so aus:

    Wenn die alten Anleihen auch nach dem Machtwechsel de facto unhandelbar blieben, so würde dies die Zustimmungsquote für einen radikalen Kurzhaarschnitt (unter Beteiligung des IWF) von bis zu 80% in die Höhe treiben. Damit hätte man dann schon mal die meisten Sovereign-Bonds mit CAC vom Tisch. Für die PDVSA-Bonds ohne CAC gibt's einige juristisch ausgeklügelte Vorschläge, um diese mindestens ebenso radikal zu rasieren wie die Sovereigns. Am Ende bleiben natürlich einige Holdout-Kläger übrig, die jahrelang vor einem New Yorker Bezirksrichter auf ihr Recht pochen werden, bis diese "Goldmänner, Singers & Co" dann - wie im Fall Argentinien - in einem Vergleich einen gewissen Reibach machen werden.

    Bis dahin läuft Venezuelas Ölindustrie unter heftiger Beteiligung der Multis wieder auf Hochtouren, was viele Neureiche schaffen wird, aber am niedrigen Arbeitswert der ungebildeten Land- und Slumbewohner nichts ändert. Hugo Chavez wird weiter das Idol breiter Massen sein in einem Land, das sozial und politisch tief gespalten bleiben wird.

    Ich wünsche den hier versammelten Bondholdern ein anderes mögliches Szenario: Wenn's für sie gut läuft, dann hebt Trump nach Guaidós Machtüberahme die Handelsbeschränkungen auf und Spekulanten treiben Venz-Kurse kurzzeitig auf 40 oder so. Spätestens dann würde ich verkaufen und mir die weitere Entwicklung inkl. Neuwahlen von der Seitenlinie aus anschauen.

    Dem gespaltenen venezolanischen Volk wünsche ich ebenfalls ein anderes Szenario als oben beschrieben: Die Spaltung wird langfristig überwunden durch Bildung, Bildung und Bildung der einfachen Leute. Es wäre das erste Mal seit 1945, dass dies nach einem US-erzwungenen Regime-Wechsel gelänge.

    Vor 66 Jahren zettelten Amis und Briten den ersten Coup d' ètat in Friedenszeiten nach dem zweiten Weltkrieg an. Es ging - wie ab dann üblich - ums Öl: https://en.wikipedia.org/wiki/1953_I..._d%27%C3%A9tat

    Es entstand seit WW2 noch nie langfristig etwas Gutes fürs Volk aus solchen US-Aktionen. Was sind schon Menschenrechte gegen Ölförderrechte?

    Alles in Allem sage ich voraus: Bondholder werden barbiert, Venezuelaner werden abgezockt, aber es wird ziemlich lange - vom deutschen TV-Sessel aus betrachtet - siegreich, befriedend und ordnungsgemäß aussehen.
    Zuletzt geändert von alois; 10.02.2019, 18:42.

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    PS: Wer lange Antworten schreibt - wie ich unten - bietet auch viel Angriffsfläche. Ich ziehe mich jetzt wieder zurück und überlasse es Euch, ob Ihr meine Vorhersagen in der Luft zerreißen oder als Denkanstöße nutzen wollt. Alles Gute!

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    Zitat von Punter Hier:10.02.2019, 16:32 Beitrag anzeigen

    Ob und wer hier noch bei klarem Verstand ist, ist angesichts solcher Beiträge zunehmend fraglich. Die ganzen akademischen Überlegungen greifen doch zu kurz. Ich wäre froh gewesen, wenn die USA oder andere in den 30er Jahren entschieden gegen Adolf Hitler vorgegangen wären. Stimmst Du mir da zu? Rechtlich wäre auch das natürlich angreifbar gewesen. Für Millionen wäre das aber die Rettung gewesen. Es gibt ein moralisch abgeleitetes Widerstandsrecht, das als Ultima Ratio, wenn alles andere versagt, über dem formalen Recht steht.
    Nur komisch, dass dieses Widerstandsrecht immer dann ausgegraben wird, wenn es auch um wirtschaftliche Interessen geht .

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    Zitat von charrua Hier:10.02.2019, 18:54 Beitrag anzeigen

    Nur komisch, dass dieses Widerstandsrecht immer dann ausgegraben wird, wenn es auch um wirtschaftliche Interessen geht .
    Keine Sorge, denn es wird auch diesmal wie immer sein: "Das Gute siegt, denn der Sieger ist immer der Gute. (siehe Geschichtsbücher über alle Zeiten.)
    Das Problem für Anleger ist nur: wer der Gute ist, zeigt sich erst mit dem Sieg.

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    Nur komisch, dass dieses Widerstandsrecht immer dann ausgegraben wird, wenn es auch um wirtschaftliche Interessen geht .
    Keine Sorge, denn es wird auch diesmal wie immer sein: "Das Gute siegt, denn der Sieger ist immer der Gute. (siehe Geschichtsbücher über alle Zeiten.)
    Das Problem für Anleger ist nur: wer der Gute ist, zeigt sich erst mit dem Sieg.

    Um das Niveau der Diskussion noch weiter abzusenken, mein Beitrag dazu:

    Modern ist, wer gewinnt ! (Otto Rehagel)


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