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Venezuela

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    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich hatte doch lediglich mitgeteilt, mit meiner Fehlinvestition (Stand heute) in Venezuela ganz gut leben zu können. Natürlich war und ist meine Absicht immer, erfolgreich zu spekulieren, was mir bisher auch überwiegend gelang. Aber nicht nur im Junkbond Bereich kann es eben ab und zu auch mal daneben gehen. Ich habe die Situation falsch eingeschätzt und trage alle Konsequenzen. Das Risiko war hoch und es hat zugeschlagen. Niemand hat mich dazu gezwungen. Ich gebe Niemandem die Schuld an meinen Verlusten.

    Ich wiederhole mich gerne: Wer nicht mit Verlusten umgehen kann und für den Eigenverantwortung ein Fremdwort ist, der sollte sich von der Börse fernhalten.

    Unabhängig davon beobachte ich die politische Lage in Venezuela und versuche, der überwiegend einseitigen Darstellung hier im BB entgegenzuwirken.

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    Ok, das ist mal ein Wort..... Aber klär uns doch mal auf, warum Du jetzt plötzlich zu der Ansicht gelangt bist, dass Dein Vene-Investment gescheitert ist, dass Du es jetzt abschreibst. Ich seh das ganz anders: die Chance auf Veränderungen ist derzeit groß und eigentlich weht doch ein leichtes Frühlings-Lüftchen. Da gab es schon ganz andere trüb-taube Monate, wo gar nichts vor und zurück ging. Maduro könnte schon am abnibbeln sein und macht vielleicht bald Platz für fähigere Leute. Diese Leute können auch politisch gemäßigt sein, die müssen nicht unbedingt nur scharf rechts oder links stehen und ideologisch polarisieren, das hilft dem Land auch nicht weiter, es braucht welche, die die Ärmel hochkrempeln.

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    Zitat von zeroperpetual Hier:21.03.2019, 22:00 Beitrag anzeigen
    ... Aber klär uns doch mal auf, warum Du jetzt plötzlich zu der Ansicht gelangt bist, dass Dein Vene-Investment gescheitert ist, dass Du es jetzt abschreibst.
    Du musst schon genau lesen. Nach heutigem Stand ist es eine Fehlinvestition, weil ich zu teuer gekauft habe. Natürlich halte ich die Papiere weiter, geht auch nicht anders momentan. Ob es am Ende ein Gewinn oder Verlust wird, steht noch in den Sternen. Natürlich hoffe ich auf einen Gewinn. Abgeschrieben habe ich noch nichts, aber es steht für mich nicht mehr so im Vordergrund, weil ich mittlerweile von sehr langen Zeiträumen ausgehe, bis da Bewegung reinkommt.

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    Konfuse Nachrichtenlage in den VEN Medien und wieder mal konfuse Stellungnahmen des US Sonderbeauftragten fuer Venezuela, Abrams, der manchmal (un?)freiwillig die US Position gegenueber Maduro zu sabotieren scheint.

    Marrero, der Buerochef von Guaido und fuehrendes Mitglied der Nationalversammlung ist wie bekannt ohne irgendwelche Widerstandsmoeglichkeit - offenbar das Markenzeichen der Guaidostrategie, selbst hochrangige Mitarbeiter nicht einmal ansatzweise schuetzen zu wollen oder zu koennen - verhaftet worden, Haftanstalt unbekannt.
    USA drohten vorher wiederholt, dass jegliches Vorgehen gehen die Mitglieder der Nationalversammlung und insbesondere die Mitarbeiter von Guaido sowie diesen selbst mit schaerfsten Gegenmassnahmen geahndet werde.
    Und was sagt der Komiker Abrams amuesiert grinsend dazu? Dass die USA derzeit und eigentlich ueberhaupt keine militaerische Option erwaegen, sondern sich um eine friedliche Loesung bemuehen. Auch wenn das der Fall ist, warum muss der gute Mann dies in diesem Moment laut verkuenden, anstatt sich mit gezielten Zweideutigkeiten zu begnuegen? Unterstellen wir mal Maduro nach der Blackoutleistung eine Phase halbwegs intelligenter Reflexion, dann war die Verhaftung von Marrero doch der Test, um zu sehen, wie Ernst es die US mit ihren Drohungen meinen.
    Die Reaktion von Abrams muss dann von Maduro geradezu als Einladung aufgefasst werden, auch Guaido selber aus dem Verkehr zu ziehen oder in der light Version alle seine engsten Mitarbeiter, sodass er schliesslich vollkommen koordinations- und handlungsunfaehig wird. Wie schon gesagt, waere meine Wenigkeit in der misslichen und untugendhaften Position, Maduro zu beraten, wuerde ich ihm nun empfehlen, den guten Mann unter Hausarrest zu stellen, mit politischem Betaetigungsverbot wie schon seinen Parteigenossen Lopez.
    Und wenn die USA dann tatsaechlich Anstalten machten, irgendein boeses Spiel zu spielen, liesse sich der Hausarrest ja, bis es Ernst wird, mildern oder auch ganz aufheben. Nach drei, vier Wochen Hausarrest waere auch bei darauffolgender Freilassung das Charisma und die Mobilisierungsfaehigkeit des Interimspraesidenten nachhaltig laediert.
    Ok, man koennte den USA auch ein ganz raffiniertes Spiel unterstellen, naemlich Maduro zur Verhaftung von Guaido zu ermuntern, um dann losschlagen zu koennen. Aber danach sieht es weder logistisch noch mental bei solch lustigen US Aussendienstlern aus.

    Weiterhin sollen gestern Gespraeche zwischen Abrams und den Russen stattgefunden haben, welche immerhin Maduros Mitschuld an der desolaten Wirtschafts- und Finanzlage anerkannt haetten. Gruenes Licht zur Absetzung sollen sie aber nicht gegeben haben. Das wuerden sie natuerlich auch dann nicht gegenueber den USA tun, wenn sie insgeheim darauf spekulierten, dass diese ihnen den Job abnehmen, Maduro in die Wueste zu schicken. Jedenfalls soll Russland ein militaerisches Eingreifen auf Seiten Maduros oder eine nachhaltige Unterstuetzung des Regimes "im Falle eines Falles" ausgeschlossen haben.

    Die Bemuehungen der USA um ein Asyl fuer die Fuehrungsgruppe um Maduro in Spanien scheinen weiterzugehen, aber wenn sie so weitermachen, muessen sie moeglichweise bald eher fuer die Guaidotruppe einen Asylort suchen. Aber wer weiss, vielleicht ist eine fortdauernde Agonie des Regimes mit Guaido in Martyrerrolle hinter schwedischen oder venezolanischen Gardinen in Trumps Kalkuel nuetzlicher und weniger kostenintensiv als ein rueckschlaegetraechtiger Wiederaufbau von VEN unter Guaidos vorlaeufiger Fuehrung.

    Am Abend wieder Spekulationen, diesmal im Zusammenhang mit einem spanischen Politikberater, der von verschreckten und ruecktrittsbereiten Mitgliedern des Maduroregimes wissen will, die aber erst nach umfassenden Sicherheits- und Straffreiheitsgarantien das Weite suchen wuerden.

    Und der liebe Abrams toent auf einmal wieder etwas kriegerischer.

    Mag sein, dass da was in Richtung Regierungswechsel im Busche ist, die Verhaftung des wichtigen Guaidomitarbeiters zeigt jedoch den politischen Handlungswillen und die zumindest punktuelle Handlungsfaehigkeit des durch das Ueberdauern des Blackouts wieder etwas Aufwind verspuerenden Regimes.

    Quelle news Plattform El nacional

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    immerhin ist das was Petra schreibt schon mal ein Fortschritt zu "wir haben Venezuela-Bonds gekauft, um damit den Russen und den Chinesen als Vorkämpfer einer multipolaren Welt gegen den Ami zu unterstützen - und da der Ami eh verlieren wird, werden wir dafür auch reich belohnt werden"

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    Am Ende wirds dann noch beeindruckender, als es eh schon ist...
    https://twitter.com/Rhythmtrader/sta...07844506882050

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    Zitat von vilkas Hier:22.03.2019, 00:51 Beitrag anzeigen
    Konfuse Nachrichtenlage in den VEN Medien und wieder mal konfuse Stellungnahmen des US Sonderbeauftragten fuer Venezuela, Abrams, der manchmal (un?)freiwillig die US Position gegenueber Maduro zu sabotieren scheint.

    Marrero, der Buerochef von Guaido und fuehrendes Mitglied der Nationalversammlung ist wie bekannt ohne irgendwelche Widerstandsmoeglichkeit - offenbar das Markenzeichen der Guaidostrategie, selbst hochrangige Mitarbeiter nicht einmal ansatzweise schuetzen zu wollen oder zu koennen - verhaftet worden, Haftanstalt unbekannt.
    USA drohten vorher wiederholt, dass jegliches Vorgehen gehen die Mitglieder der Nationalversammlung und insbesondere die Mitarbeiter von Guaido sowie diesen selbst mit schaerfsten Gegenmassnahmen geahndet werde.
    Und was sagt der Komiker Abrams amuesiert grinsend dazu? Dass die USA derzeit und eigentlich ueberhaupt keine militaerische Option erwaegen, sondern sich um eine friedliche Loesung bemuehen. Auch wenn das der Fall ist, warum muss der gute Mann dies in diesem Moment laut verkuenden, anstatt sich mit gezielten Zweideutigkeiten zu begnuegen? Unterstellen wir mal Maduro nach der Blackoutleistung eine Phase halbwegs intelligenter Reflexion, dann war die Verhaftung von Marrero doch der Test, um zu sehen, wie Ernst es die US mit ihren Drohungen meinen.
    Die Reaktion von Abrams muss dann von Maduro geradezu als Einladung aufgefasst werden, auch Guaido selber aus dem Verkehr zu ziehen oder in der light Version alle seine engsten Mitarbeiter, sodass er schliesslich vollkommen koordinations- und handlungsunfaehig wird. Wie schon gesagt, waere meine Wenigkeit in der misslichen und untugendhaften Position, Maduro zu beraten, wuerde ich ihm nun empfehlen, den guten Mann unter Hausarrest zu stellen, mit politischem Betaetigungsverbot wie schon seinen Parteigenossen Lopez.
    Und wenn die USA dann tatsaechlich Anstalten machten, irgendein boeses Spiel zu spielen, liesse sich der Hausarrest ja, bis es Ernst wird, mildern oder auch ganz aufheben. Nach drei, vier Wochen Hausarrest waere auch bei darauffolgender Freilassung das Charisma und die Mobilisierungsfaehigkeit des Interimspraesidenten nachhaltig laediert.
    Ok, man koennte den USA auch ein ganz raffiniertes Spiel unterstellen, naemlich Maduro zur Verhaftung von Guaido zu ermuntern, um dann losschlagen zu koennen. Aber danach sieht es weder logistisch noch mental bei solch lustigen US Aussendienstlern aus.

    Weiterhin sollen gestern Gespraeche zwischen Abrams und den Russen stattgefunden haben, welche immerhin Maduros Mitschuld an der desolaten Wirtschafts- und Finanzlage anerkannt haetten. Gruenes Licht zur Absetzung sollen sie aber nicht gegeben haben. Das wuerden sie natuerlich auch dann nicht gegenueber den USA tun, wenn sie insgeheim darauf spekulierten, dass diese ihnen den Job abnehmen, Maduro in die Wueste zu schicken. Jedenfalls soll Russland ein militaerisches Eingreifen auf Seiten Maduros oder eine nachhaltige Unterstuetzung des Regimes "im Falle eines Falles" ausgeschlossen haben.

    Die Bemuehungen der USA um ein Asyl fuer die Fuehrungsgruppe um Maduro in Spanien scheinen weiterzugehen, aber wenn sie so weitermachen, muessen sie moeglichweise bald eher fuer die Guaidotruppe einen Asylort suchen. Aber wer weiss, vielleicht ist eine fortdauernde Agonie des Regimes mit Guaido in Martyrerrolle hinter schwedischen oder venezolanischen Gardinen in Trumps Kalkuel nuetzlicher und weniger kostenintensiv als ein rueckschlaegetraechtiger Wiederaufbau von VEN unter Guaidos vorlaeufiger Fuehrung.

    Am Abend wieder Spekulationen, diesmal im Zusammenhang mit einem spanischen Politikberater, der von verschreckten und ruecktrittsbereiten Mitgliedern des Maduroregimes wissen will, die aber erst nach umfassenden Sicherheits- und Straffreiheitsgarantien das Weite suchen wuerden.

    Und der liebe Abrams toent auf einmal wieder etwas kriegerischer.

    Mag sein, dass da was in Richtung Regierungswechsel im Busche ist, die Verhaftung des wichtigen Guaidomitarbeiters zeigt jedoch den politischen Handlungswillen und die zumindest punktuelle Handlungsfaehigkeit des durch das Ueberdauern des Blackouts wieder etwas Aufwind verspuerenden Regimes.

    Quelle news Plattform El nacional
    Ich sehe es anders. Andere Interventionen und proxy kriege lehren, dass man den Drohungen und Forderungen - so man dazu in der Lage ist - besser nicht nachgibt. Erfahrungsgemäß kommen sonst immer mehr Forderungen, Drohungen und Sanktionen bis man für den Regime change sturmreif ist.

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    Was sollen eigentlich diese Sanktionen peu á peu? Oh, Mitarbeiter von Guaido weggesperrt, jetzt sanktionieren wir Bandes. Das einzige, was Maduro nach US-Sicht tun "soll" bzw. kann, ist abtreten. Was bringt dieses Rumgeeiere im Vergleich zu einmal richtig draufzuschlagen? Vor allem gewährt es Maduro mehr Zeit, sich auf kommende Sanktionen einzustellen (dass venezolanische Banken sanktioniert werden können war wohl nicht die größte Überraschung). Dem Volk wirds doch so oder so nicht besser gehen und langfristig unter den jetzigen Verhältnis schon gar nicht.

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    Im Interbankenhandel sind erstmals seit Mitte Januar 4 Soberanos wieder unter 30% zu haben. Der Salamicrash setzt sich langsam aber unaufhaltsam fort. Die Botschaft des Marktes ist klar: Maduro wird mindestens bis zur nächsten Parlamentswahl im nächsten Jahr weiterregieren. Wenn es dann eine linke Mehrheit gibt, wird er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sein Mandat bis Ende 2025 ausüben. Die linke Mehrheit wird er sehr wahrscheinlich bekommen, denn die KPV hat durchaus bemerkenswerte Zugewinne in der Wählergunst und wird Maduro erforderlichenfalls stützen.

    So wie auch die größte russische Oppositionspartei (die Kommunistische Partei der Russischen Föderation) in unseren Medien als nicht existent totgeschwiegen wird (eine sehr üble Form der Manipulation), so wird in den Westmedien auch die KPV als bedeutende Oppositionspartei Venezuelas nicht erwähnt. Zwar sind die Oppositionsparteien in Venezuela in eine Vielzahl von Kleinstparteien unter 10% zersplittert, die KPV genießt im venezolanischen Volk aber parteiübergreifend große Anerkennung, da sie viele Aktionen, Rechtsberatungen und andere Hilfen für die Bevölkerung leistet und Maduro von links kritisiert. Die KPV ist darüber hinaus die einzige Oppositionspartei, die klare Strukturen und eine innere Organisation hat, die sie zur Übernahme von Regierungsverantwortung befähigen würde. Alle anderen Oppositionsparteien sind eine Ansammlung entweder von Irren oder von korrupten Interessenvertretern ausländischer Konzerne. Nur zur Klarstellung wollte ich hier nochmal sagen, dass ich zwar Maduro als legitimen Präsident unterstütze, politisch stehe ich jedoch auf Seiten der KPV und würde mir wünschen, wenn Oscar Figuera nächster Präsident von Venezuela wird (was übrigens durchaus sein kann). Dann werden sich USA und deren Großkonzerne warm anziehen müssen.
    Zuletzt geändert von Mond; 22.03.2019, 23:21.

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    Zitat von Mond Hier:22.03.2019, 23:00 Beitrag anzeigen
    ... wenn Oscar Figuera nächster Präsident von Venezuela wird...
    Hier möchte ich nochmal nachhaken. Nehmen wir an, nach welchen Ereignissen auch immer würden die von US/EU geforderten freien demokratischen Wahlen stattfinden und das Volk würde wieder einen linken, nicht US konformen Präsidenten wählen, was passiert dann?

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    Zitat von Mond Hier:22.03.2019, 23:00 Beitrag anzeigen
    Im Interbankenhandel sind erstmals seit Mitte Januar 4 Soberanos wieder unter 30% zu haben. Der Salamicrash setzt sich langsam aber unaufhaltsam fort....Die KPV ist darüber hinaus die einzige Oppositionspartei, die klare Strukturen und eine innere Organisation hat, die sie zur Übernahme von Regierungsverantwortung befähigen würde. Alle anderen Oppositionsparteien sind eine Ansammlung entweder von Irren oder von korrupten Interessenvertretern ausländischer Konzerne. Nur zur Klarstellung wollte ich hier nochmal sagen, dass ich zwar Maduro als legitimen Präsident unterstütze, politisch stehe ich jedoch auf Seiten der KPV und würde mir wünschen, wenn Oscar Figuera nächster Präsident von Venezuela wird (was übrigens durchaus sein kann). Dann werden sich USA und deren Großkonzerne warm anziehen müssen.

    Knapp 30% ist eigentlich ein ganz guter Kurs für eine notleidende Staatsanleihe, dafür dass die schon mal wesentlich tiefer standen. Eher ein Salami-Anstieg.
    Wenn USA in Venezuela Ordnung schaffen will, wonach es aussieht, dann werden die kaum zulassen, dass eine noch mehr linkere Regierung nachfolgt. Das Volk glaubt den linken Worthülsen eh nicht mehr. Nix zu beissen, nix in the Täsch, Geld wertlos, Strom weg, alles Mist.



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    Zitat von Mond Hier:22.03.2019, 23:00 Beitrag anzeigen
    politisch stehe ich jedoch auf Seiten der KPV und würde mir wünschen, wenn Oscar Figuera nächster Präsident von Venezuela wird (was übrigens durchaus sein kann).
    Oscar Figuera hat 7400 Follower auf Twitter. Ist das nicht ein bisschen wenig für jemanden, der durchaus Präsident werden kann? Der Generalsekretär einer bedeutenden Oppositionspartei ist, die parteiübergreifend Anerkennung erhält? Irgendwie sind deine Elfenbeinturmbeobachtungen nicht ganz koheränt mit der Realität.

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    Die Ungedult bei Einigen hier, dass die US geführte "Demokratisierung" schneller gehen sollte, ist zwar vom Aspekt des Spekulanten nachvollziehbar, aber doch recht kurz gedacht, denn tatsächlich sieht es doch so aus: 2, 5 oder 10 Jahre weitere Sanktionen gegen die Elite und ihre Kinder bedeuten, dass weitere aktive, gebildete und oft junge Venezuelaner das Land verlassen, denn 2, 5 oder 10 Jahre sind für ein Individuum schon eine stattliche Zeit, die der normale Mensch nicht für eine Ideologie opfert.
    Ähnlich wie beim Brexit, wo die EU ja die "Bestrafung durch die Hintertür" anwendet, um weitere Länder vom Exit abzuschrecken und England vielleicht doch noch in der EU zu halten, spielt die USA auf Zeit. Für die USA, als Energie Selbstversorger, macht das auch Sinn, denn ein Venezuela, welches über die Jahre für die Venezuela Elite nichts anderes ist, als ein Gefängnis und als Öllieferant für China auch noch ausfällt und welches jederzeit durch die USA weiter destabilisiert werden kann ... ist ideal.
    Deshalb warten wir doch erst 'mal die US Präsidentenwahl ab und lassen in der Zwischenzeit unsere Anleihen ruhen.
    sWaA


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    Venezuela's revolution of hunger: a photo essay

    Economically destroyed, socially unstable and now hungry, Venezuela is undergoing turbulent times. Photographer Ignacio Marín has been covering the crisis since May 2018. He talks about his images and his experience

    https://www.theguardian.com/world/20...-a-photo-essay

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    Zitat von neue Frage Hier:23.03.2019, 09:29 Beitrag anzeigen
    Die Ungedult bei Einigen hier, dass die US geführte "Demokratisierung" schneller gehen sollte, ist zwar vom Aspekt des Spekulanten nachvollziehbar, aber doch recht kurz gedacht, denn tatsächlich sieht es doch so aus: 2, 5 oder 10 Jahre weitere Sanktionen gegen die Elite und ihre Kinder bedeuten, dass weitere aktive, gebildete und oft junge Venezuelaner das Land verlassen, denn 2, 5 oder 10 Jahre sind für ein Individuum schon eine stattliche Zeit, die der normale Mensch nicht für eine Ideologie opfert.
    Und dieser Elitenexodus ist positiv und verhilft dazu, dass in 2-10 Jahren der Wiederaufbau umso schneller vonstattengeht?
    Mit Ungeduld hat das wenig zu tun - allerdings ist die jetzige Bewegung darauf angewiesen, kurzfristig Resultate zu liefern, um erfolgreich zu sein. Derzeit wird alles im Ausland umgebaut, aber nicht im Inland. Meinst du, dass sich die Venezolaner noch die nächsten Jahre jedes Wochenende zum Protest motivieren lassen? Resignation wird langsam einsetzen. Dann sind wir in einer anderen Ebene; nämlich Abwürgen des ganzen Landes mit absolut unklarer Langfristperspektive - da können wir die Bonds länger ad acta legen.

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