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    Zitat von davidh Hier:10.05.2019, 20:12 Beitrag anzeigen
    Auch das Mond-Märchen mit verspätete Zahlung = verdeckte Umschuldung; es ist alles widerlegt (ich habe damals mit dem OFAC gesprochen), und selbst wenn hätte man für diverse Bonds Zinsen anweisen und Elecar tilgen können, die war nie "in Verzug".
    Du hast nix verstanden. Mit OFAC selber sprechen nützt zudem nichts. Dort sitzen HIWIs in einem Call-Center/Großraumbüro. Selbst wenn dein Englisch gut ist, werden die die Frage schon vom Inhalt her nicht verstehen. Ich habe den Sachverhalt hingegen mit meiner Kontaktperson in Venezuela (einer dortigen Investmentfirma) besprochen, die mir Folgendes bestätigt hat:

    Zahlung für Elecar kam angeblich mit 2 Tagen Verspätung bei der Zahlstelle an, wurde aber gleich an den Trustee weitergeleitet. Dieser leitete an Clearstream und Euroclear weiter. Banken mit Euroclear als Clearer bekamen das Geld (z.B. Depotkunden in Schweiz oder Norwegen) mit leichter Verzögerung. Clearstream stellte hingegen förmliche Anfrage beim US-Finanzministerium, ob die verspätete Weiterleitung mit den Sanktionen vereinbar sei und behielt das Geld ein. USA ließen sich für Beantwortung fast 5 Monate Zeit. Venezuela stoppte draufhin alle Zahlungen. Dadurch gerieten alle Bonds in technischen Verzug, bis auf die PDVSA 20, da deren Kupon nur leicht zeitversetzt mit dem Elecar-Kupon fällig war (10.04 bzw. 27.04). D.H. der PDVSA20-Kupon wurde noch gezahlt, da dessen Kupon-Termin innerhalb der Grace-Period des Elecar-Kupons lag und das Drama mit dem Elecar-Kupon somit noch nicht virulent war.

    Das US-Finanzministerium stellte klar, dass eine kurzfristige Verzögerung der Zahlungen unschädlich war. Infolge der 5-monatigen Aussetzung fast aller Bonds ist es jedoch zu längerfristigen Zahlungsaussetzungen gekommen. Nach dem Wortlaut der Sanktionsvorschriften (wurden hier ausführlichst diskutiert) besteht das Risiko, dass längerfristige Verzögerungen als Umschuldung qualifiziert werden und damit unter die Sanktionen fallen. Für Venezuela würde dies zu einer Beschlagnahme der Gelder führen. Es ist daher absolut auch im Interesse der Bondholder, dass Venezuela die Zahlungen derzeit nicht leistet. Lediglich die PDVSA20 ist im Zahlungsrhythmus geblieben, da für diesen Bond die Zinszahlungen nicht wegen der Clearstream-Anfrage ausgesetzt werden mussten.

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    Gähn !

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    US announces new sanctions on Venezuela for arresting opposition lawmakers

    https://www.efe.com/efe/english/worl...00262-3973618#

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    Venezuela reopens borders with Brazil, Aruba

    https://www.brecorder.com/2019/05/11...razil-aruba-2/

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    bolivar.jpg

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    Zitat von bischof Hier:10.05.2019, 22:18 Beitrag anzeigen
    US announces new sanctions on Venezuela for arresting opposition lawmakers

    https://www.efe.com/efe/english/worl...00262-3973618#
    Maduro (oder seine Berater) werden die eigene Situation schon erkennen. Wenn nicht, bringen einige dutzend R9X die Lösung. Es sollte nicht unterschätzt werden, dass so ein Signal auch in anderen globalen Konflikten Wirkung zeigt. Für Anleger ist damit alles klar: Venezuela ist rohstoffreich, Kuba nicht. Es läuft eben immer und ewig (auch beim US $) nach dem alten deutschen Spruch: "beim Geld hört die Freundschaft auf"

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    USA weiten Venezuela-Sanktionen aus

    Die USA versuchen, den Druck auf Präsident Nicolas Maduro zu erhöhen - indem sie ihre Sanktionen gegen Venezuelas Verteidigungs- und Sicherheitssektoren ausweiten. Gegen amerikanische und ausländische Firmen, die in diesen Bereichen Venezuelas aktiv seien, könnten jetzt Strafmaßnahmen verhängt werden, teilte das Finanzministerium in Washington am Freitag mit
    https://www.sueddeutsche.de/politik/...-cia-1.4442406

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    Cuba forced into rationing as US sanctions and Venezuela crisis bite

    Commerce minister announces limits on purchases of staples such as chicken, eggs, rice, beans and soap



    Economists give equal or greater blame to a plunge in aid from Venezuela, where the collapse of the state-run oil company has led to a nearly two-thirds cut in shipments of subsidised fuel
    https://www.theguardian.com/world/20...la-crisis-bite

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    Der Frosch wird immer weiter gekocht. Ich glaube jedenfalls nicht daran, wie einige andere kürzlich, dass die USA das Interesse an Venezuela verloren hätte oder anderweitig innehalten würde. Sie werden den eingeschlagenen Weg weiter gehen, bis die politische Wende erreicht ist.

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    @zero

    Pompeo & co haben ja schon mehrmals vom einer einmaligen situation gesprochen ( das b + c auch konservativ regiert werden )

    Wenn A jetzt seine druck-strategie beenden würde - dann müste man bolton + abrams schon gefoltert haben

    Und auch trump hat sich schon zu weit exponiert - der wird kein zeichen der schwäche in die welt senden

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    Canada’s Justin Trudeau Continues Push to overthrow Venezuela’s Government

    The effort Justin Trudeau is putting into overthrowing Venezuela’s government is remarkable

    https://dissidentvoice.org/2019/05/c...as-government/

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    U.S. sees boost in contacts with Venezuelan military figures -U.S. official

    https://www.reuters.com/article/vene...2M1XQ?rpc=401&

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    WORLD NEWS- MAY 10, 2019

    Spain arrests ex-Venezuelan minister on U.S. warrant

    https://www.reuters.com/article/us-s...-idUSKCN1SG1Z0
    MADRID (Reuters) - Spanish police have arrested former Venezuelan minister Javier Alvarado Ochoa on a U.S. warrant as part of an investigation into money-laundering involving the Latin American nation’s state oil company PDVSA, court officials said.

    Alvarado Ochoa served as minister for electric power development under Venezuelan President Nicolas Maduro’s late predecessor, Hugo Chavez.
    ...
    Wenn das Maduro Regime fällt, werden wohl die meisten seiner Minister und Gefolgsleute in den Knast wandern. Da die das wissen, krallen sie sich an die Macht, egal was da kommen mag. Irgendwie blöd, wenn man sich in einer Sackgasse befindet aus der man nicht mehr herauskommt.

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    WORLD NEWS - MAY 10, 2019

    Colombia will not allow Venezuela border to be rebel sanctuary: Duque

    https://www.reuters.com/article/us-c...-idUSKCN1SG20G
    BOGOTA (Reuters) - Colombia will not allow its border with Venezuela to become a sanctuary for the leftist ELN rebel group, President Ivan Duque said on Friday, after local media published documents said to show Venezuela has given weapons to the group.
    ...

    Another document purportedly shows the Venezuelan military gave explosives to the guerrillas, who have fought the Colombian government for more than five decades.
    ...

    “We won’t allow the border to become a sanctuary for the ELN,” Duque told journalists, adding the military will be on high alert to prevent the ELN from receiving any weapons or aid from Venezuela.

    “It doesn’t surprise me,” he said of the report. “The ELN’s top leadership are in Venezuelan territory. (Maduro) has been giving them arms, money and help for several years.”
    ...

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    Der Versuch vom 30 April, nun auch de facto Maduro und sein Regime abzusetzen, war sicher anders als weite Teile der Medien in DE und anderswo behaupteten, trotz seines Scheiterns ein Erfolg, zeigte er doch erstmals die Risse, die bis an die Spitze des Militaer- und Sicherheitsapparates reichen, s. Beteligung des Leiters des Geheimdienstes Sebin. Und erstmals schossen aufstaendische Soldaten der Nationalgarde oeffentlich sichtbar auf regimetreue Kraefte, statt sich diesen bei ersten Gelegenheit zu ergeben. Es liegt auf der Hand, dass bei der Vorbereitung dieser Aktion auch US Dienste beteiligt waren.
    Aber was jetzt als Reaktion auf die Inhaftierung des 1. Vizepraesidenten der Nationalversannlung an Personen bzw. unternehmensbezogenen Sanktioenchen verhaengt wird - die Todesopfer der juengsten Rebellion waren die US Administration nicht einmal diese wert - , sind diese doch symbolische und fuer einen regimewechsel weitgehend irrelevante Pausenfueller. Das wird auch an der Verbitterung und dem Spott deutlich, mit denen sich der Regimegegner "auf der Strasse" im Netz zu den juengsten Sanktioenchen aeussert, etwa in den Kommentarspalten der news Plattform La Patilla.. Solche Aeusserungen sind gewiss nicht im strengen Sinn repraesentativ, aber sie ergeben schon ein Stimmungsbild. Klar dass die offiziellen Oppositionsvertreter gute Miene zum boesen Spiel machen (muessen).

    Das will nicht heissen, dass die US Regierung nicht noch andere Massnahmen in petto hat, aber ihre ihrem Hauptakteur geschuldete Sprunghaftigkeit und ihr Agieren etwa nach der Blockade der humanitaeren Hilfslieferungen lassen an einem wohldurchdachten Plan mit verschiedenen Eskalationsstufen fuer Fall B und C doch eher zweifeln.

    Solche Sanktionen senden jedenfalls in der gegenwaertigen Lage an das Regime die falschen Signale aus, ja sie koennten geradezu als Einladung interpretiert werden, Guaido nun schleunigst auch ausser Verkehr zu ziehen und wie schon geplant im Fort Tiuna festzusetzen - Hausarrest geht wohl nach der Erfahrung mit der Befreiung von Lopez nicht mehr.

    Dann gibt es halt wieder einen Aufschrei, und ein paar Sanktioenchen mehr, aber das Regime haette der riskanterweise auch zu sehr auf Guaido allein zentrierten Oppositionskampagne die Spitze abgebrochen.

    Es verwundert, dass die US bisher nicht das militaerischen Drohpotential unterhalb eines direkten Konfliktes ausgeschoepft haben, wie sie es jetzt ohne jeglichen dringlichen militaerischen oder humanitaeren Grund mit Iran vorexerzieren, oder wie es Putin im Ostseeraum mit grossangelegten Manoevern und Drohgebaerden seiner Luftwaffe tut.

    Die Frage, ob Trump von Putin " erpressbar" ist - oder sich espressbar fuehlt -, steht auch nach dem juengsten Muller Bericht im Raum.

    Mir faellt da die Haltung der Schroederregierung zur US Aggression gegen den Irak ein, nach aussen hin ein stolzes, vehement vertretenes moralisches Nein, hinter den Kulissen die beflissene Mitwirkung des BND bei der Zielmarkierung fuer die US Schlaege.
    Koennte es nicht sein, dass es hinter der Trumpschen Antimaduro Kulisse so etwas wie eine unausgesprochene oder gar konkrete Uebereinkunft mit Putin gibt, eine rote Linie, die die US Kampagne gegen das Maduroregime nicht ueberschreiten darf, ohne dass Russland fuer ihn persoenlich unangenehm reagiert?

    Von der reinen Logik her sollte ja die Zusicherung der US und auch Guaidos reichen, dass zumindest die wirtschaftlich-finanziellen Vertraege und Vereinbarungen, die die Chavisten mit Russland und russischen Unternehmen abschlossen, auch von der neuen Regierung eingehalten werden, pacta sunt servanda.

    Guaido selber sieht seine eigenen roten Linien schon ueberschritten, ohne dass allzuviel passiert, realistischerweise masst er sich nicht an, eine US Intervention selber anzuordnen, er kann allenfalls die Zustimmung dazu geben, auch zu einer Intervention, die nicht stattfindet, s. Bericht in Caracas Chronicles. Aber es gibt ja auch militaerische Kooperation unterhalb der Interventionsschwelle, in meinem Post von gestern erwahnte ich entsprechende Andeutungen des US Kommandos Sued.

    xxxx

    Caretaker President Juan Guaidó said to allied countries that the red line to activate international military cooperation in Venezuelan soil was crossed by Nicolás’s regime: “The only body capable of requesting international cooperation in Venezuelan soil is the National Assembly. Will it be required? I’d say we crossed the red line a long time ago, the emergency is obvious, the need is evident and despair is latent (…) The regime crossed the red line a long time ago,” he said this Thursday. Should he be detained, Guaidó says that the democratic cause has “a route to increase pressure, is that a red line for the international community or not? That will be decided by those who can offer us cooperation,” emphasizing that international help can’t replace Venezuelans protesting on the streets. Guaidó said that lawmaker Edgar Zambrano’s detention was a “kidnapping” and cautioned that Nicolás seeks to “disintegrate” the Legislative Branch, calling for a new demonstration on Saturday, May 11th.
    Zuletzt geändert von vilkas; 11.05.2019, 12:23.

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