Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    am 23.2.2012 fällte Judge Griesa in NY ein bahnbrechendes Urteil (order) vs Argy und nahm die Abwicklungskette der Banken/Treuhänder und Clearingsysteme etc in die Pflicht und verbot ihnen Zinszahlungen für Argy auf die Umschuldungsbonds zu leisten ohne gleichzeitig (pari passu / pro rata) NML zu bedienen

    in Kürze wird dieser Ansatz in Ffm gerichtsvirulent....


    siehe auch:

    http://forum.baadermarkets.de/showthread.php?t=539

    #2
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Was auch mal erwähnt werden sollte...

    In zwölf Jahren Holdout-Kampf war das Schlagwort "Pari Passu" lange Zeit nur spinnerhaft belächelt worden.

    Doch Rolf Koch hat Recht gehabt mit seinem Königsweg, denn schließlich ist es der Weg geworden, die Königin von Argentinien (ein G20-Staat) selbst vor die Wahl zu stellen: Default ja oder nein?

    Dafür mal ein Lob an Rolf Koch, der eisern diesen Weg mit Haut und Haar zwölf Jahre lang gekämpft hat!
    Hut ab!

    Kommentar


    #3
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    @bondino
    von so vielen Meinungen in ihren Variationen ein Möglichkeit. Genau weiß man am Tag X

    Kommentar


    #4
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Zitat von bondino Hier:07.12.2013, 13:18 Beitrag anzeigen
    Dafür mal ein Lob an Rolf Koch, der eisern diesen Weg mit Haut und Haar zwölf Jahre lang gekämpft hat!
    Hut ab!

    Du kannst den Hut wieder aufsetzen. Noch hat keiner über pari passu "eingecasht", und so, wie es jetzt aussieht, eher das Gegenteil bewirkt. Es ist immerhin möglich, daß ohne das Kampfgetöse die Argies die Kläger still und leise ausgezahlt hätten. Das war einmal ...

    Kommentar


    #5
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    06.10.2014 IMF Supports Reforms for More Orderly Sovereign Debt Restructurings

    02.09.2014 Strengthening the Contractual Framework to Address Collective Action Problems in Sovereign Debt Restructuring
    Modifying the Pari Passu Clause. The recent litigation involving Argentina has generated significant concerns regarding the impact that the New York court decisions may have on the overall restructuring process. In light of these concerns, there has been considerable progress in both the design and use of a modified pari passu clause that explicitly excludes the obligation to pay creditors on a ratable basis. It is recommended that the Fund support the widespread use of such a modified pari passu clause in international sovereign bonds.

    Kommentar


    #6
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Für zukünftige Emissionen sicher eine Überlegung wert, aber irrelevant für das holdout Thema
    Außerdem zeigt es nochmals, dass die Entrechtung der privaten Anleger von den zahlungsunwilligen Schuldnern und
    ihren Partners in Crime wie IWF, UN usw. Immer weiter voran getrieben werden soll.
    Das ist wenig überraschend , überraschend ist jedoch , dass diese Vorgehensweise in einem anlegerboard wie diesem sogar noch mit breitem Beifall bedacht wird.

    Kommentar


    #7
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Zitat von sarah1 Hier:07.10.2014, 10:12 Beitrag anzeigen
    Außerdem zeigt es nochmals, dass die Entrechtung der privaten Anleger von den zahlungsunwilligen Schuldnern und ihren Partners in Crime wie IWF, UN usw. Immer weiter voran getrieben werden soll.
    ... der Blick über den argentinischen Tellerrand - quer hier durchs Board oder durch die länger werdenden Insolvenz-/Pleitebond-Listen - zeigt, dass das doch längst juristisches Allgemeingut und gängige Praxis geworden ist. Die von Politik, Notenbanken, Gesetzgebung, Emittenten und deren Consultants sowie den inkompetenten Gerichten bis hin zum "Anlegerschutz" beflissen mitgetragen wird. Während der Anleger in der Zinsrepression zunehmend die Arschkarte und dazu noch das permanente Maximalrisiko trägt. Überwiegend sogar ohne Murren oder mit notgedrungener Zustimmung, da stetig fortschreitende Entrechtung und schleichende Enteignung offenbar alternativlos zu sein scheinen, zumindest aber absichtlich so dargestellt und mit Angst garniert werden. Insofern hat Argentinien hier vermutlich eine Vorlauffunktion, was mehr oder weniger zähneknirschend schrittweise Akzeptanz oder eben doch den möglichst lang rausgeschobenen finalen Default angeht. Die Mehrheit begrüßt dabei meist das vermeintlich zunächst kleinere Übel - was auf lange Sicht am Endresultat aber auch wenig bis nichts ändern wird.

    Kommentar


    #8
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Zitat von Al Bondy Hier:07.10.2014, 11:03 Beitrag anzeigen
    ... der Blick über den argentinischen Tellerrand - quer hier durchs Board oder durch die länger werdenden Insolvenz-/Pleitebond-Listen - zeigt, dass das doch längst juristisches Allgemeingut und gängige Praxis geworden ist. Die von Politik, Notenbanken, Gesetzgebung, Emittenten und deren Consultants sowie den inkompetenten Gerichten bis hin zum "Anlegerschutz" beflissen mitgetragen wird. Während der Anleger in der Zinsrepression zunehmend die Arschkarte und dazu noch das permanente Maximalrisiko trägt. Überwiegend sogar ohne Murren oder mit notgedrungener Zustimmung, da stetig fortschreitende Entrechtung und schleichende Enteignung offenbar alternativlos zu sein scheinen, zumindest aber absichtlich so dargestellt und mit Angst garniert werden. Insofern hat Argentinien hier vermutlich eine Vorlauffunktion, was mehr oder weniger zähneknirschend schrittweise Akzeptanz oder eben doch den möglichst lang rausgeschobenen finalen Default angeht. Die Mehrheit begrüßt dabei meist das vermeintlich zunächst kleinere Übel - was auf lange Sicht am Endresultat aber auch wenig bis nichts ändern wird.
    Bei Pleiten haben die Anleiheanleger inzwischen sowieso fast immer die @rschkarte, da ihre Rechte zunehmend undurchsetzbar sind. Holdouts waren früher manchmal nützlich, da sie Schuldner an allzu schweinischen Umschuldungen hinderten. Diesen Nutzen haben Holdouts seit geraumer Zeit verloren - ganz besonders bei leeren Kassen der Schuldner, egal ob es sich um Corporates oder Sovereigns handelt.

    Kommentar


    #9
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Die Lösungen, die der IWF für das pp-Problem vorschlägt, sind jedenfalls nicht gut. Statt die Inanspruchnahme pro rata auszuschließen, wäre es sinnvoller, den Ansprüchen aus der Restrukturierung anteilmäßig Vorrang einzuräumen, d.h. bei einem Haircut von 50% alle Zahlungen als bis zu dieser Höhe vorrangig innerhalb der restrukturierten Gruppe zu werten.

    Kommentar


    #10
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Zitat von alois Hier:07.10.2014, 11:29 Beitrag anzeigen
    Bei Pleiten haben die Anleiheanleger inzwischen sowieso fast immer die @rschkarte, da ihre Rechte zunehmend undurchsetzbar sind. Holdouts waren früher manchmal nützlich, da sie Schuldner an allzu schweinischen Umschuldungen hinderten. Diesen Nutzen haben Holdouts seit geraumer Zeit verloren - ganz besonders bei leeren Kassen der Schuldner, egal ob es sich um Corporates oder Sovereigns handelt.
    O Temporae, o Mores !

    Um so wichtiger, nervenschonender und königs-(be-)weg-licher wird es heutzutage, herannahende Gefahren möglichst frühzeitig zu identifizieren und trotz und wegen gewachsenem Allgemeinrisiko dann präventiv auszusteigen oder wenns irgend geht auf jeden Fall noch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Um garnicht erst zum Holdout bzw Kläger oder Gläubigerversammlungsteilnehmer zu werden. Also die selbstbestimmt eigenaktive Position soweit wie möglich beibehalten und nicht in die passive Rolle des fremdbestimmt Geschädigten oder in höheren Verlusten mental Gefangenen zu rutschen. Heißt nicht, dass man nicht weiter Buy-and-Hold betreiben kann - nur eben ohne die zunehmend fatale Grundidee, möglicherweise entstehende Verluste längerfristig aussitzen zu wollen statt sie konsequent kurzfristig zu begrenzen.

    Kommentar


    #11
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Zitat von Al Bondy Hier:07.10.2014, 16:54 Beitrag anzeigen
    Heißt nicht, dass man nicht weiter Buy-and-Hold betreiben kann - nur eben ohne die zunehmend fatale Grundidee, möglicherweise entstehende Verluste längerfristig aussitzen zu wollen statt sie konsequent kurzfristig zu begrenzen.
    Walter Eckhardt: "While amateurs go broke by taking large losses, professionals go broke by taking small profits."

    Kommentar


    #12
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    [QUOTE“The people who survive avoid snowball scenarios in which bad trades cause them to become emotionally destabilized and make more bad trades. They are also able to feel the pain of losing. If you don’t feel the pain of a loss, then you’re in the same position as those unfortunate people who have no pain sensors. If they leave their hand on a hot stove, it will burn off. There is no way to survive in the world without pain. Similarly, in the markets, if the losses don’t hurt, your financial survival is tenuous.”][/QUOTE]

    ... denke schon, dass der Anlegerschutz, die juristischen Gefechte und das ganze Theater um "Gerechtigkeit" und den "richtigen Weg" sowie die zahllosen erbitterten Kämpfe (zumeist ausgetragen zwischen Gläubigergruppen statt gegen die Verursacher) letztendlich alle damit zu tun haben, entweder den Schmerz aus einem Verlust nicht spüren zu wollen, oder dass dieser Schmerz durch die Verweigerung seiner rechtzeitigen Realisation inzwischen zu groß bzw chronisch geworden ist.

    Auch wenn die Zeiten momentan schwierig und Risiken allgegenwärtig sind, der leichtere und erfolgversprechendere Weg ist immer, Verluste wegzustecken und im Markt nach anderweitigen Kompensations- bzw. neuen gewinnträchtigen Geschäften Ausschau zu halten. Man bleibt emotional unabhängig und aktiv flexibel handlungsfähig - was bei der mühsamen "Suche nach Gerechtigkeit" kaum gelingt.

    Letztendlich hat das eindeutige Parallelen zu Kampfsport: wer gewinnen will, muss bei sich bietender Gelegenheit "aufmachen" und angreifen, wird aber mit relativer Sicherheit dabei selbst auch getroffen. Das ist absolut unvermeidlich und kann mit Abwehr, Deckung und Meidbewegungen minimiert werden. Auf die Reklamationstour "Der hat mich gehauen" käme hier niemand, am Markt für Risikopapiere aber sehr wohl - trotz fast identischer Spielregeln. Und heute ist praktisch alles oberhalb 3% schon Hochrisiko. Die "alten Regeln" wie "In Doubt Stay Out" oder "Cut Losses Short" scheinen mir, in bezug zum Stichwort, der eigentliche "Königsweg" zu sein - kleine Verluste realisieren tut kaum weh und macht adhoc meist unwahrscheinlich erleichtert, große Verluste genau wie langjährige Kämpfe tun dagegen richtig weh und kosten dazu jede Menge Energie.

    Kommentar


    #13
    AW: Pari Passu....der Königsweg aus Urteilen vs Argy einzucashen

    Prima, prima! Da können des FMs Gebote nicht mithalten

    Kommentar

Lädt...
X