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    AW: Griechenland

    Italien bereitet den Griechen Sorge

    „Wir machen uns Sorgen, wenn es (Italien) instabil ist und es Auswirkungen auf die Finanzlage geben wird, dass uns diese Finanzlage vielleicht zusätzliche Probleme schaffen könnte“, sagte der griechische Außenminister Nikos Kotzias

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    AW: Griechenland

    Zitat von Alf Hier:29.05.2018, 15:59 Beitrag anzeigen
    Zumindest würde Italien alle Reserven aus dem Markt quetschen. Ohne die wackelt jede Hilfe für Griechenland, vor allem jede stille, diskrete. Dies absolut Maximale aus Italien ohne jede Rücksicht auf irgendwas entsetzt so. Die Fünf-Sterne-Lega meint, die Wildsau raus lassen zu dürfen. Die übersieht aber: So hängt keiner an der EU, dass Italien sich auch nur entfernt in diesem Sinne durchsetzen könnte. In der träumt keiner vom Suizid, weder politisch noch wirtschaftlich. Die Art, wie die das unter den ligurischen und sizilianischen Zitronen denken, ist absolut totalitär, Machtpolitik pur, offene Erpressung. Das bringt nicht einmal der Front National, den aber gegen Italien auf, das nicht nur wegen französischer Kredite, wonach das Chaos perfekt wäre.

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    AW: Griechenland

    Zitat von Alf Hier:29.05.2018, 15:59 Beitrag anzeigen
    Griechenbonds sind schon seit Tagen unter Druck inkl. hohem Spread. EURO-Staaten und ECB müssten schon längst reagieren. Vertrauen ist das A&O.

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    Griechen streiken gegen Sparpolitik http://de.4-traders.com/boerse-nachr...tik--26678022/

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    Griechenland bläst angeblich Anleihe-Emission ab

    Die griechische Regierung verschiebt Insidern zufolge wegen der politischen Entwicklung in Italien eine geplante Kreditaufnahme über Staatsanleihen um mehrere Monate. „Wir haben die Möglichkeit (...) geprüft, aber nach den jüngsten Turbulenzen wird das nicht passieren“, sagte eine Regierungsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
    Athen wollte die Finanzmärkte noch vor dem Ende der Rettungsprogramms Ende August testen, wofür die Emission einer zehnjährige Staatsanleihe im Gespräch war.

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    ESM’s tranche delay shocks Athens http://www.ekathimerini.com/229444/a...-shocks-athens

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    Deutschland will einem Bericht zufolge umfassende Schuldenerleichterungen für Griechenland mit einem zusätzlichen Kapitalpolster verhindern... https://www.finanznachrichten.de/nac...pielen-016.htm

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    AW: Griechenland

    Zitat von stupidgame Hier:30.05.2018, 07:25 Beitrag anzeigen
    Griechen streiken gegen Sparpolitik http://de.4-traders.com/boerse-nachr...tik--26678022/
    Ich war etwas mehr als eine Woche selbst in Griechenland und habe die Gelegenheit genutzt, mir selbst ein Bild der Lage vor Ort zu machen: Der Streik war wirklich sehr unspektakulär, angesichts der Berichterstattung der letzten Jahre hatte ich da mehr erwartet, insbesondere da in Reiseführern bereits auf die Streiks als „Events“ hingewiesen wird inkl. Empfehlungen für die besten Dachterrassencafés.

    Nachdem ich mich bereits zuvor etwas umgesehen hatte und nach einem Besuch im Parlament hatte ich den Eindruck, dass Streiks einfach ein Teil der Kultur sind. Der Syntagma-Platz trägt seinen Namen, da man hier 1843 vor den ehemaligen Königspalast (heute Parlamentsgebäude) zog und der König daraufhin seine Zustimmung zur Einführung einer Verfassung gab. Seit dem Enden traditionell alle Voranstaltungen auf diesem Platz. Gedenktafeln an umliegenden Gebäuden erinnern an wichtige Streiks sowie deren Niederschlagung während der deutschen Besetzung Griechenlands im WK II.

    Auf kleinen geruckten Plakaten an den Haupteinfallstraßen wurde bereits Tage zu der o.g. Demonstration aufgerufen. Pünktlich ab 12:00 Uhr riegelte die Polizei die Straßen rund um den Syntagma-Platz für den Autoverkehr ab. Kurze Zeit später näherte sich in der Mittagssonne schon der Protestzug, der vor allem durch seinen mono-lauten Protestaufrufe vom Band eines voranfahrenden Lautsprecherwagens auffielt. Auf dem Platz selber, dem wichtigsten U-Bahn-Knotenpunkt ging des Leben normal weiter, obwohl Teile des ÖPNVs durch die Streiken eingestellt worden waren. Auch dadurch war die angrenzende Einkaufsmeile der Innenstand an diesem Tag etwas leerer, aber für einen heißen Mittwochnachmittag immer noch ordentlich besucht. Genug Taxis standen bereit und freuten sich auf reichlich Fahrgäste. Lediglich die Pendler rollten aufgrund der teilweise chaotisch ausfallenden Metro-, Bus- und Tram-Linien etwas mit den Augen. Insgesamt wirkte das Ganze aber irgendwie wie business as usual und gut organisiert - Revolution sieht anders aus…

    Noch einige Worte zu den Bildern über aufgegebene und leerstehende Geschäfte, die man im TV-Beiträgen oft zieht. Auf die zentralen Einkaufs- und Touristenviertel trifft dies nicht zu. Am Rande dieser Viertel sieht man jedoch schon die ersten alten, verfallenen Häuser, wobei unser Guide uns erklärte, dass dies vor allem an Bau- und Denkmalschutzauflagen liege, welche einen Abriss verbieten und eine Renovierung aufgrund der niedrigen Mieten unwirtschaftlich machen.

    Für die im Fernsehen gezeigten Bilder muss man jedoch noch weiter, in jene Viertel in den die normalen Athener Bürger leben. Stadtvierteln mit verstopften Durchgangs- und Parkstraßen zwischen Bauten aus den 60er und 70er, mit diversen kleinen Händler und wo gerne auch mal eine große Tankstelle das Erdgeschoss eines Mehrfamilienwohnhauses bildet. In solchen städtebaulichen „laissez-faire“ Quartieren sieht man sie dann: Leerstände von ca. 20-50%. Wo sich nur selten Fußgänger hin verirren und wo die Shopping- und Aufenthaltsqualität gleich null ost. In solchen Lagen würde z.B. ein kleiner Elektro- oder Modehändler wahrscheinlich nirgends in Europa einen auskömmlichen Umsatz erwirtschaften. Ich wage mal die These, dass wahrscheinlich Amazon & Co. für den Großteil dieses Leerstands verantwortlich sind und dass dies zukünftig auf noch fortsetzen wird.

    Fährt man weiter aus Athen raus, sieht man auch dort größee Leerstände. Verlassene Shops oder ehemalige Autohäuser reihen sich außerhalb der Stadt chaotisches angeordnet rechts und links der Fernstraße. Das Bild erinnerte mich am ehesten an die USA, welche im lokalen Einzelhandel mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Da ist wahrscheinlich ein nur noch ein Abriss angesagt …

    Positiv beeindruckt hat mich, dass trotzt der repressiven und bürokratischen Maßnahmen des Staates im Kampf gegen Schwarzhandel und Umsatzsteuerbetrug die Preise niedrig und die Servicebereitschaft und Offenheit der Menschen vor Ort sehr hoch ist. Man hat fast immer das Gefühl als Gast willkommen zu sein und mit wem man auch spricht, alle beteuern auf jeden Fall Teil der Europäischen Union bleiben zu wollen.

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    AW: Griechenland

    Zitat von Kopf Hier:18.06.2018, 12:06 Beitrag anzeigen
    ...Positiv beeindruckt hat mich, dass trotzt der repressiven und bürokratischen Maßnahmen des Staates im Kampf gegen Schwarzhandel und Umsatzsteuerbetrug die Preise niedrig und die Servicebereitschaft und Offenheit der Menschen vor Ort sehr hoch ist. Man hat fast immer das Gefühl als Gast willkommen zu sein und mit wem man auch spricht, alle beteuern auf jeden Fall Teil der Europäischen Union bleiben zu wollen.
    Schöner Bericht! Aufgrund einer Vielzahl an Besuchen und familiärer Bindung an das Land kann ich dir in deinen Ausführungen insgesamt so zustimmen. Als Tourist ist es aber immer schwierig ein realistisches Bild zu bekommen, 10% Besucher mehr oder weniger in der Haupteinkaufsstrasse fallen nicht auf, können aber tiefe Löcher hinterlassen.

    Ich erlaube mir noch zwei Anmerkungen: 1. Gab es zumindest einen Teil dieser Leerstände auch vor der Krise. Es gibt auch viel mehr Einzelhandelsfläche als z.B. in Deutschland. Verlassene Gebäude werden in Griechenland nicht so konsequent abgerissen wie in Deutschland, die fallen dann einfach ins Auge. 2. Vergleiche mit dem Bild in den USA sind nicht unangebracht, Onlinehandel ist in Griechenland aber kein großes Thema.

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    Die Griechen sind über jeden Touristen froh, der nicht "all inclusive" in seiner Hotelanlage gebucht hat, sondern auch mal in den Ort geht und in den Lokalen was isst und trinkt.

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    Zitat von esteban Hier:18.06.2018, 19:21 Beitrag anzeigen
    Die Griechen sind über jeden Touristen froh, der nicht "all inclusive" in seiner Hotelanlage gebucht hat, sondern auch mal in den Ort geht und in den Lokalen was isst und trinkt.
    Das ist aber das Problem jedes Urlaubs. Auch in Griechenland kriegt man zum Frühstück Brötchen mit beacon and eggs und am Abend das Angebot der griechischen Lebensmittelindustrie. Man geht zu gerne aus ins Restaurant. Dort aber werden Preise verlangt, die jedes Urlaubsbudget ruinieren. All inklusiv versetzt den Gast in die stärkere Position, Ausgehen die lokale Gastronomie. Das ist ein Machtkampf. Den kann jeder überall haben. Inzwischen sind die Hotels dabei, Baguette vom Vortag anzubieten.

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    Zitat von Nandu Hier:18.06.2018, 20:09 Beitrag anzeigen
    Das ist aber das Problem jedes Urlaubs. Auch in Griechenland kriegt man zum Frühstück Brötchen mit beacon and eggs und am Abend das Angebot der griechischen Lebensmittelindustrie. Man geht zu gerne aus ins Restaurant. Dort aber werden Preise verlangt, die jedes Urlaubsbudget ruinieren. All inklusiv versetzt den Gast in die stärkere Position, Ausgehen die lokale Gastronomie. Das ist ein Machtkampf. Den kann jeder überall haben. Inzwischen sind die Hotels dabei, Baguette vom Vortag anzubieten.
    Der Gastrobereich hat auch in Deutschland astronomische Preise mittlerweile.

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    Zitat von Wurzel Hier:18.06.2018, 20:14 Beitrag anzeigen
    Der Gastrobereich hat auch in Deutschland astronomische Preise mittlerweile.
    In den Städten. Auf dem Land sieht das noch ziviler aus, schmeckt vor allem frischer, da lokaler.

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    AW: Griechenland

    Ich wollte hier keine allgemeine Diskussion um die Gastronomie und den (Massen-)Tourismus anstoßen, sondern lediglich ein Bild der Lage vor Ort liefern.

    Hinsichtlich der zwischenzeitlichen Posts kann ich sagen, dass sowohl in den Touristenvierteln Athens als auch auf einer vorgelagerten Insel die Restaurantpreise im Vergleich zu anderen Hauptstädten Europas angenehm niedrig waren und das Preisleistungsverhältnis sehr gut. Inwieweit dies auf die bekannten griechischen Urlaubs- und (Party-)Inseln übertragbar ist, kann ich jedoch nicht sagen.

    Auffällig war jedoch, dass gute Hotels in der Athener Innenstadt deutlich teuer sind als bei uns in Deutschland - das mag aber zum Teil auch an den vielen „Troika-Gästen“ liegen, welche man in den letzten Jahren hat/hatte. Womit wir jetzt hoffentlich hier wieder beim eigentlichen Thema dieses Forums angelangt wären…

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    Schäubles Griechenland-Lüge fliegt auf

    Der IWF macht mit beim dritten Hilfspaket für Athen - nur mit diesem Versprechen hat Wolfgang Schäuble die Griechenland-Hilfen durch den Bundestag gebracht. Nun laufen sie aus. Und es wird klar: Der Ex-Finanzminister hat die Öffentlichkeit getäuscht.

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