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    AW: WestLB TIERE / GS

    Zitat von spotturn Hier:07.07.2012, 12:25 Beitrag anzeigen
    Nein, da sind jede Menge deutsche Banken dabei.
    Ich habe mich unklar ausgedrückt... unter den Panel-Banken beim Libor ist sonst nur noch die Deutsche an Bord.

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    Hallo, ich habe die Diskussion hier mangels wesentlicher Beteiligung nicht im Detail verfolgt. Ich leite mal nachfolgende mail von Frau Zierfuss weiter, weiß aber nicht, ob das hier Geschriebenen irgendeinen Neuigkeitswert hat.

    Sehr geehrter Herr ???,

    auf Basis der derzeitigen Einigung von Eigentümern, Bank, Helaba und FMSA zur Transformation der WestLB und auf Basis des heutigen Erkenntnisstandes geht der Vorstand der Portigon AG (vormals WestLB AG genannt) davon aus, dass die Sonderrechte der vormaligen WestLB AG (Genussscheine und die Capital Securities von 2005 der Hybrid Capital Funding I LP und Hybrid Capital Funding II LP, die auf Stillen Einlagen der WestLB AG basieren) bei der jetzigen Portigon AG vollständig verbleiben. Die Portigon AG wird alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen nach den Bestimmungen dieser jeweiligen Kapitalinstrumente erfüllen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Barbara Zierfuß

    Portigon AG
    Leiterin Investor Relations, 001-18320
    Herzogstraße 15
    D - 40217 Düsseldorf

    Telefon +49 211 826 2533
    Mobil +49 173 7030950
    Fax +49 211 826 6126
    E-Mail Barbara.Zierfuss@Portigon.com
    Internet http://www.portigon.com

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    Zitat von gerdhanser Hier:07.07.2012, 22:41 Beitrag anzeigen
    auf Basis der derzeitigen Einigung von Eigentümern, Bank, Helaba und FMSA zur Transformation der WestLB und auf Basis des heutigen Erkenntnisstandes geht der Vorstand der Portigon AG (vormals WestLB AG genannt) davon aus, dass die Sonderrechte der vormaligen WestLB AG (Genussscheine und die Capital Securities von 2005 der Hybrid Capital Funding I LP und Hybrid Capital Funding II LP, die auf Stillen Einlagen der WestLB AG basieren) bei der jetzigen Portigon AG vollständig verbleiben. Die Portigon AG wird alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen nach den Bestimmungen dieser jeweiligen Kapitalinstrumente erfüllen.
    Leider keine Überraschung. Das war wohl die Antwort auf meine gestrige Anfrage:

    seit 12 Monaten werden die privaten Anleger über den Verbleib der von ihnen gehaltenen Hybridkapitalinstrumente im Dunkeln gelassen. Und das, obwohl seit geraumer Zeit augenscheinlich alle Beschlüsse wenn auch nicht rechtswirksam so doch dem Ergebnis nach bereits getroffen sind. Ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit auf die kürzlich ergangene Entscheidung des EuGH zu Ad hoc - Pflichten hinweisen, zu der die FT schreibt:
    • Die Pflicht zu einer Ad-hoc-Mitteilung könne schon vor dem eigentlichen Beschluss bestehen, wenn eine Entscheidung in Zwischenschritten erfolge. "Ein Zwischenschritt, der einer Entscheidung eines börsennotierten Unternehmens vorausgeht, kann eine Insider-Information darstellen, über die die Finanzmärkte informiert werden müssen", sagten die Richter. Dies betreffe "auch Schritte, bei denen man mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass sie in Zukunft eintreten werden".

    Mir und anderen privaten Anlegern sind durch die desaströse Informationspolitik der WestLB und ihrer Eigentümer erhebliche Schäden entstanden. Wir fordern weiter, dass endlich Klarheit geschaffen wird über den Verbleib und die Werthaltigkeit des privat gehaltenen Hybridkapitals der alten WestLB AG.
    Spannend wird natürlich sein, wie die Spaltungsbilanz (HGB) der Portigon zum 1.7. genau aussieht. Allerletzte Hoffnung: Sie buchen gleich alle Verluste des Base-Case-Szenarios der nächsten Jahre sofort gegen das Eigenkapital... Glaub ich aber nicht dran: eher einmaliger großer Verlust und dann weitere Verluste.

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    Was habt Ihr mit Euren 8,0 % HYBRID CAP.FUND , XS0216711340 gemacht ?

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    Zitat von anleihenkäufer Hier:13.08.2012, 19:08 Beitrag anzeigen
    Was habt Ihr mit Euren 8,0 % HYBRID CAP.FUND , XS0216711340 gemacht ?
    Schon lang vertickt: Kurz nachdem klar war, dass die Bonds im falschen Topf enden.

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    Zitat von spotturn Hier:13.08.2012, 19:37 Beitrag anzeigen
    Schon lang vertickt: Kurz nachdem klar war, dass die Bonds im falschen Topf enden.
    Dito @ 10% und in die BLB, A0LN69, BayernLB Capital Trust I DL-FLR Tr.Pref.Sec.07 (17/Und.), getauscht...

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    Ich meine ja bekanntlich auch.Ab und zu mal ein Umsatz...

    Obwohl Beihilfeentscheidung durch,
    obwohl Spaltungstermin 2 Monate her
    und obwohl heute auch die Spaltungsverträge unterzeichnet werden müssen

    KEINE INFORMATION zu den Hybriden. Kein Spaltungsvertrag. Keine HGB-Bilanzen, die im Zuge der Spaltung aufzustellen sind. Es ist ein Trauerspiel.

    Zur Erheiterung dann mal eine altbekannte Schlagzeile, nun aber erneut aktuell: WestLB wird für Steuerzahler noch teurer

    Die Abwicklung der ehemaligen Landesbank WestLB wird für den Steuerzahler offenbar weitaus teurer als erhofft. Der allein beim Land verbliebene „RestLB“-Bankdienstleister Portigon musste am Donnerstag einräumen, dass für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 mit Verlusten „jeweils in der Größenordnung eines mittleren dreistelligen Millionenbetrags“ gerechnet werde. Allein im ersten Halbjahr 2012 war ein Verlust von 342 Millionen Euro aufgelaufen. Nun wächst die Sorge, dass die Risiken für den Landeshaushalt weitaus größer sein könnten, als von Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) bislang kalkuliert.
    FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel sieht einen „dramatischen Entwicklungspfad“ und verlangt Aufklärung: „Der Eigenkapitalverzehr schreitet in besorgniserregendem Tempo und Umfang voran.“ Walter-Borjans will die Finanzexperten des Landtages kommende Woche vertraulich über die Lage informieren.
    -teurer als "erhofft"!? really?! not "befürchtet"!?
    -besorgniserregendes Tempo und Umfang. Beides sehr bitter!
    -vertraulich werden "Finanzexperten" unterrichtet. Die gesetztlichen Pflichten zur Ad-Hoc Information sind natürlich nicht relevant.

    ...wie gut, dass das Depot ansonsten aus allen Nähten platzt. Sonst könnte einem die WestLB wirklich die Laune verderben. WAS für ein Sauladen.

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    ...wie gut, dass das Depot ansonsten aus allen Nähten platzt. Sonst könnte einem die WestLB wirklich die Laune verderben. WAS für ein Sauladen.
    Was da abgeht ist m. E. doch eigentlich gar nicht so schlimm, insbesondere für Leute die gerne Streit suchen. Wenn jetzt schon klar ist, dass die WestLB bzw. die Rechtsnachfolgerin Portigon Verluste macht und weiter machen wird würde doch offensichtlich das eine etwaige Nicht-Gewährung (wirtschaftlich) gleichwertiger nicht rechtmäßig und somit zu beanstanden wäre. Oder überdreh ich da gerade?

    VG Admiral

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    Zitat von Admiral377 Hier:07.09.2012, 11:29 Beitrag anzeigen
    Was da abgeht ist m. E. doch eigentlich gar nicht so schlimm, insbesondere für Leute die gerne Streit suchen. Wenn jetzt schon klar ist, dass die WestLB bzw. die Rechtsnachfolgerin Portigon Verluste macht und weiter machen wird würde doch offensichtlich das eine etwaige Nicht-Gewährung (wirtschaftlich) gleichwertiger nicht rechtmäßig und somit zu beanstanden wäre. Oder überdreh ich da gerade?
    VG Admiral
    Stimmt, ganz meine frühere Meinung. Wenn man sich mit einigem Abstand und ohne Position die Sache erneut anschaut, ändert sich aber auch die Sicht.

    Ich dachte/hoffte im Fall WestLB stets noch, dass man die hier diskutierten Argumente in den Prozess einbringen kann und deswegen nicht klagen werden müsse. Durch die zuletzt schlechten Zahlen haben die aber auch Munition bei der Hand, die Werthaltigkeit der Hybride vor der Spaltung infrage zu stellen. Zudem ist ja der SoFFin beteiligt, weswegen man sich nicht auf §23 UmwG berufen kann. Eine etwas verworrene Gesamtlage, die mich aktuell nicht reizt.

    Denn Streit habe ich vorerst erstmal genug. Wenn ich mal wieder ein "Projekt" suche, kaufe ich mir einen Batzen Hybrid Capital Fundings, boxe die gleichwertigen Rechte erstmal für die Genüsse durch & lass mich dann rauskaufen. Aber so wie es aussieht, kann man sich damit 3 Jahre Zeit lassen, oder sieht jemand die Verjährungsfrage anders?

    Letztlich sind das jedoch Schaumschlägereien. Das macht zwar Freude am beginnenden Freitagabend, aber ohne den Spaltungsvertrag können wir hier überhaupt nicht begründet diskutieren... Da mach ich mir doch lieber einen Rotwein auf und geh' in die Inseldiskotheke.

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    Meine Anfrage an die Portigon IR:
    heute läuft die Frist für die Unterzeichnung der Spaltungsverträge ab. Meine Fragen/Bitten:

    1. Sind Sie mittlerweile in der Lage darüber Auskunft zu erteilen, was mit den Hybrid Capital Fundings und den Genussrechten der alten WestLB passiert?

    2. Meiner Kenntnis nach musste für die Spaltung eine Bilanz nach HGB per 30.06.2012 erstellt werden. Ist das richtig? Können sie mir diese bitte zukommen lassen?

    3. Können Sie mir bitte den Spaltungsvertrag übersenden oder mitteilen, wo dieser veröffentlicht ist?
    Die sehr unerfreuliche Antwort der IR, von uns jedoch im Ergebnis nicht unerwartet:
    Der Vorstand der Portigon AG (vormals WestLB AG genannt) hat entschieden, dass die Sonderrechte der vormaligen WestLB AG (Genussscheine und die Capital Securities von 2005 der Hybrid Capital Funding I LP und Hybrid Capital Funding II LP, die auf Stillen Einlagen der WestLB AG basieren) bei der Portigon AG vollständig verbleiben. Die Portigon AG wird alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen nach den Bestimmungen dieser jeweiligen Kapitalinstrumente erfüllen.

    Unterjährig veröffentlicht die Bank keine HGB Zahlen. Leider kann ich Ihnen auch den Spaltvertrag nicht zusenden.
    => Nun ist es offiziell, Genussrechte und Hybrid Capital Fundings verbleiben unqualifiziert in der Portigon; Kursziel m.E. Null.

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    Zitat von DanteAllemis Hier:12.09.2012, 10:01 Beitrag anzeigen
    Meine Anfrage an die Portigon IR:


    Die sehr unerfreuliche Antwort der IR, von uns jedoch im Ergebnis nicht unerwartet:


    => Nun ist es offiziell, Genussrechte und Hybrid Capital Fundings verbleiben unqualifiziert in der Portigon; Kursziel m.E. Null.
    Kursziel Null heißt Insolvenz und damit nicht mal die steuerliche Anrechenbarkeit des Verluste? Dann wär's ja höchste Eisenbahn mit dem Verkauf. Welche theoretischen Chancen könnten sich denn beim Liegenlassen noch ergeben?

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    Eine Tenderoffer des Landes zu einem höheren, wenn auch absolut tiefen Kurs im noch zweistelligen Prozentpunkte Bereich. Hierdurch verringert der Aufkäufer das Prozessrisiko und Lästigkeitswert von insbesondere professionellen Klägern. Einige scheinen seit längerem sehr professionell Positionen aufzukaufen.

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    Zitat von Maria Hier:17.09.2012, 10:09 Beitrag anzeigen
    Kursziel Null heißt Insolvenz und damit nicht mal die steuerliche Anrechenbarkeit des Verluste? Dann wär's ja höchste Eisenbahn mit dem Verkauf. Welche theoretischen Chancen könnten sich denn beim Liegenlassen noch ergeben?
    Insolvenz würde ich ausschließen. Kursziel Null sehe ich wegen dauerhafter Verlustsituation bei der Portigon ohne Aussicht auf Besserung und geplanten vollständigem Eigenkapitalverzehr (ja hiermit ist auch das Hybridkapital gemeint).
    Maverick hat Recht: Der Kurs derzeit speist sich auch wegen einer möglichen Klageoption. Den Spaltungsvertrag kennen wir allerdings immer noch nicht. Allerdings bin ich auch immer wieder überrascht, wie langsam sich Hybridmärkte manchmal bewegen. Vielleicht braucht es erst den erwarteten Verlust 2012 und den negativen Ausblick, damit manche größere Adresse sich Gedanken über die Zukunft dieser Titel macht...

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    Weiter Ernüchterndes von der WestLB/Portigon:

    http://www.welt.de/print/wams/nrw/ar...er-WestLB.html

    (...) Seit Aufspaltung der WestLB in eine Sparkassensparte und die in Landesbesitz verbleibende Portigon AG ist es ruhig geworden um das Thema "RestLB". Für Ralf Witzel, den stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, etwas zu ruhig. Der 40-jährige Diplom-Kaufmann warnt vor Risiken für die Steuerzahler in NRW, die den von Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) angegebenen Kostenrahmen von insgesamt 18 Milliarden Euro für Land und Sparkassen schon bald sprengen könnten.

    Wobei Witzel zunächst den in den USA anhängigen Prozess um manipulierte Referenzzinsen beim sogenannten Libor-Satz nennt. Dabei geht es um zu niedrig deklarierte Angebotszinsen im Interbankenhandel, mehrere Banken sollen hier zum Nachteil ihrer Kunden manipuliert haben. Alleine der Portigon drohe dort nach Berechnungen der australischen Investmentbank Macquarie im schlimmsten Fall eine Strafe von 8,3 Milliarden Euro, für die in der WestLB-Schlussbilanz keinerlei Rückstellungen gebildet worden sind. Zahlen müsste letztendlich das Land NRW und somit der Steuerzahler.
    "Und es gibt hierzu keinerlei Risikovorsorge", kritisiert der Sprecher des Haushalts- und Finanzausschusses, der von einem "sehr ernst zu nehmenden Prozessrisiko" für die Portigon als Rechtsnachfolger der WestLB spricht. Dort wiederum verweist man auf den Geschäftsbericht der WestLB AG für das Jahr 2011, wo man sich ausführlich zu dem Thema geäußert habe. Unter anderem hieß es damals: "Wir gehen davon aus, dass diese Klagen ... insgesamt abgewiesen werden, da sich die vorgebrachten Behauptungen jedenfalls mit Bezug auf die WestLB nicht aufrechterhalten lassen."
    Ein weiteres finanzielles Risiko sieht der FDP-Finanzexperte in Klagen aus Reihen von rund zwei Dutzend NRW-Kommunen gegen sogenannte Swap-Geschäfte. Dabei sollten mithilfe der WestLB Kredite gegen Zinsschwankungen abgesichert werden und dazu über eine Art Währungswette an den Schweizer Franken gekoppelt werden. Doch die Rechnungen gingen häufig nicht auf, einige Rathäuser mussten ihren Bürgern auf einmal Verluste in Millionenhöhe erklären.
    Die vor den Gerichten verhandelten Anschuldigungen weist man an der Düsseldorfer Herzogstraße zurück. Man sei überzeugt, die Kunden umfassend und ausführlich über die Chancen und Risiken der Produkte beraten und aufgeklärt zu haben. Die WestLB AG habe sich dabei stets an die Vorgaben der kommunalen Aufsichtsbehörden gehalten. Witzel gibt jedoch zu bedenken, dass es auch hier keinerlei ausgewiesene Rücklagen bei Portigon gebe. Und auch an dieser Stelle könnte insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag zusammenkommen, sollten viele Klagen erfolgreich sein.
    "Es ist auch fraglich, inwieweit die Kapitalausstattung der WestLB ausreicht, um Pensionslasten von rund 2,5 Milliarden Euro für ehemalige Mitarbeiter zu schultern", sagt der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Bei Portigon verweist man hierzu auf jüngste Aussagen von Bankchef Dietrich Voitgländer, wonach die AG mit einer Kapitalbasis von 4,2 Milliarden ausgestattet ist. Ein großer Teil dieser Summe sei für die Pensionsansprüche ehemaliger und noch aktiver Mitarbeiter vorgesehen. Insgesamt gibt es demnach an die 9000 Frauen und Männer mit entsprechenden Altersvorsorgeansprüchen.
    Besser stehen hier ganz offensichtlich die NRW-Sparkassen da. Obwohl sie früher Mehrheitseigentümer der WestLB waren, tragen sie nun lediglich noch Verantwortung für 450 Menschen und somit nur etwas mehr als zehn Prozent der ehemaligen Mitarbeiter. Die sich nun innerhalb der Sparkassengruppe um das relativ stabile Verbundbankgeschäft kümmern. "Man hat hier schon den Eindruck, als hätte sich der NRW-Finanzminister von den Sparkassen voll über den Tisch ziehen lassen", sagt Witzel.
    Fraglich ist für den FDP-Mann auch die weitere Geschäftsauslastung bei Portigon. Bislang hat die Rumpfbank lediglich ihre frühere "Bad Bank" und die abgespaltene Sparkassenverbundbank der WestLB als "interne" Kunden. Hinzu kommen dürfte wohl noch die zweite öffentliche "Bad Bank" der angeschlagenen Hypo Real Estate-Gruppe aus Süddeutschland. Hierzu heißt es bei Portigon, das Geschäft mit Dritten laufe gerade erst an. Und das Interesse an Dienstleistungen, wie Portigon sie möglichen Kunden anbiete, sei vor allem im Ausland beträchtlich.
    Was die Mitarbeiter betrifft, so dürfen bei Portigon bis 2016 von den zuletzt noch 3700 Mitarbeitern lediglich etwa 1000 übrig bleiben, so die Vereinbarungen mit der EU-Kommission. Bis zum Jahresende sollen es noch 2700 sein, und hier sei man ebenfalls auf gutem Wege, heißt an der Herzogstraße.
    "Wir würden vom Finanzminister gerne einmal im Parlament erfahren, wie es um die heutige und zukünftige Auslastung der Portigon-Belegschaft bestellt ist", sagt Witzel. Es gebe bereits Hinweise, dass es wegen des fehlenden Neugeschäfts dort nicht gut aussehe. Und während viele Portigon-Mitarbeiter wohl derzeit ohne wirkliche Alternative auf dem Arbeitsmarkt seien, suche gleichzeitig die Helaba als Übernehmer des WestLB-Verbundbankgeschäfts in Anzeigen am Standort Düsseldorf nach neuen externen Mitarbeitern.
    Wenn lukrative Fremdaufträge ausblieben und die Auslastung bei Portigon insgesamt zu gering sei, müsse auch über einen beschleunigten Personalabbau diskutiert werden, sagt Witzel. Man könne auch darüber nachdenken, ob Portigon-Mitarbeiter nicht in Bereiche der Landesverwaltung mit Personalbedarf, etwa die Finanzverwaltung, tätig werden könnten, wenn das Land sowieso deren Personalkosten zu tragen habe.
    Und auch das Kapital der EAA dürfte in den kommenden Jahren weiter massiv zusammenschmelzen. Von der 2010 anfänglichen Kapitalausstattung von 3,1 Milliarden Euro, die bis zum Ende des Abwicklungsprozesses 2027 reichen sollte, sind bereits Mitte 2012 lediglich noch 600 Millionen Euro übrig geblieben.
    All diese Punkte dürften Witzel zufolge dafür sorgen, dass der Themenblock WestLB/Portigon Landtag und Landeshaushalt bis Ende der laufenden Legislaturperiode beschäftigen dürften – das nächste Mal in der kommenden Sitzung des Finanzausschusses am 25. Oktober.

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    Als Lese-Betthupferl ganz nett unterhaltsam und doch gewissermaßen auch informativ.

    Ein Tag mit der Bankerin Gabriele Müller

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