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WestLB TIERE / GS

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    WestLB TIERE / GS

    Hybrid Capital Funding I L.P. DL-Trust Pref.Sec.05(11/Und.)
    XS0216711340 WKN A0D1KQ
    Tier-1-Anleihe: Stille Einlage der West LB.
    Keine Fälligkeit, first call 30.06.2011, danach jährlich
    Zinszahlung vierteljährlich, 30.09.,30.12.,30.03.30.06., abhängig von Bilanzgewinn des vorhergehenden GJ
    Zinssatz: 8%
    Stückelung 1000 Dollar
    Anleihevolumen 300 Mio. Dollar
    Nachrangig, nichtkumulativ
    Prospekt

    7. Hybrid Capital Funding II L.P.EO-Trust Pref.Sec.05(11/Und.)
    DE000A0D2FH1 WKN A0D2FH
    Tier-1-Anleihe: Stille Einlage der West LB
    Keine Fälligkeit, first call 30.06.2011, danach jährlich
    Zinszahlung halbjährlich, 30.12., 30.06., abhängig von Bilanzgewinn des vorhergehenden GJ
    Zinssatz: 6%
    Stückelung 1000 Euro
    Anleihevolumen 240 Mio. Euro
    Nachrangig, nichtkumulativ
    Prospekt


    Hinweis: Beide TIERE zahlen noch für das GJ 2008(!) und notieren mit Stückzins. Die A0D2FH zahlt 3% am 30.06.10, die A0D1KQ zahlt 2% am 30.03.10 und weitere 2% am 30.06.10. Danach sollte mindestens ein Jahr Zinsausfall eingeplant werden. Allerdings soll die WestLB in 2011 verkauft werden. Ich rechne daher mit Gewinnen spätestens ab 2012.

  • lander
    antwortet
    Erster Cum-Ex-Prozess startet im September
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_b...e21147298.html

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  • Heiner
    antwortet
    Zitat von der kleine Prinz Hier:12.07.2019, 16:20 Beitrag anzeigen
    ... also kündbar ab 01.09.2022
    Anbei ein Screenshot aus dem aktuellen Halbjahresbericht der Hybrid Capital Funding. Portigon hat der Hybrid Capital Funding vor Jahren eine Liquiditätsfazilität eingeräumt, damit diese ihre Kosten bezahlen kann, auch wenn es keine Gewinne aus dem Beteiligungsvertrag gibt. in 2016 wurde diese Liquiditätslinie angepasst von 250.000 EUR auf den jeweils tatsächlich anfallenden Betrag. Die Laufzeit der Vereinbarung gilt von 2017 (Vereinbarungsdatum Dez. 2016) bis einschließlich Geschäftsjahr 2021. Auch hier sicher kein Zufall, dass das Datum 2021 gewählt wurde. Das deckt sich gut mit den Erwartungen zum weitgehenden Ende des Portigon-Bankgeschäfts.

    Hier kann das Dokument aufgerufen werden:

    https://www.bourse.lu/security/XS0216711340/87360
    Angehängte Dateien

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  • Heiner
    antwortet
    Zitat von der kleine Prinz Hier:12.07.2019, 16:20 Beitrag anzeigen
    ... also kündbar ab 01.09.2022
    Exakt. Das ist der Grund warum ich es wirklich für fast ausgeschlossen halte, dass vorher der FMS rausgeht. Es geht ja nur auf Vorschlag des Portigon Vorstands, der damit anfangen würde, die Kapitalgeber NRW und FMS ungleich zu behandeln. Dem stimmen die Aufsichtsgremien sicher nicht zu. Man hatte sich in 2012 gemeinsam auf diese Lastenverteilung geeinigt, die bis zum Abwicklungsende ausreichen soll. Sicher kein Zufall, dass beide Daten (first call und geplantes Ende des Bankbetriebs) auf das Jahr 2022 fallen.

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  • k1
    antwortet
    Zitat von BidiBondi Hier:12.07.2019, 15:30 Beitrag anzeigen
    Verjährungsfrist beginnt ein jedes mal von neuen zu Laufen, wenn der Staatsanwalt auch nur eine Aktennotiz erstellt.
    Wenn es so wäre, bräuchte man überhaupt keine Verjährungsfristen. Die Verjährungsfristen sind ja gerade dafür da, nach einer bestimmten Zeit Rechtsfrieden bzw. Rechtssicherheit zu schaffen.

    Kannst Du mal eine Beispiel oder eine Quelle für Deine "Konstruktion" nennen?

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  • der kleine Prinz
    antwortet
    Zitat von Heiner Hier:12.07.2019, 16:15 Beitrag anzeigen
    S.74. Ursprüngliches Ausgabedatum der 1 MRD Tranche von NRW: 01.09.2012.
    ... also kündbar ab 01.09.2022

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  • Heiner
    antwortet
    Zitat von der kleine Prinz Hier:12.07.2019, 15:42 Beitrag anzeigen
    ... gemäß Anhang zum Offenlegungsbericht 2016 haben beide Staats-SE identische Kündigungsbedingungen (ab Seite 72)


    ... ohne vorzeitige Kündigung der Staats-SE partizipiert FMS/NRW mit (1.063,5 + 49% x 150,.8) / (1.063,5 + 150,.8) = 93,7% am Liquidationsüberschuss. Ich sehe keinen großen Anreiz, mit einem Tender die Partizipation von 93,7% auf 100% zu erhöhen, weil die Wirtschaftlichkeit des Tenders schwer zu beweisen ist.
    S.74. Ursprüngliches Ausgabedatum der 1 MRD Tranche von NRW: 01.09.2012.

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  • der kleine Prinz
    antwortet
    Zitat von Heiner Hier:12.07.2019, 12:54 Beitrag anzeigen
    Außerdem endet die 10 Jahres Frist nur für die FMSA Tranche, nicht für die NRW Milliarde.
    ... gemäß Anhang zum Offenlegungsbericht 2016 haben beide Staats-SE identische Kündigungsbedingungen (ab Seite 72)

    Zitat von Heiner Hier:12.07.2019, 12:54 Beitrag anzeigen
    Ja das geht nicht, denn es gibt ja noch die ganzen T2 mit Staatshaftung.
    ... ohne vorzeitige Kündigung der Staats-SE partizipiert FMS/NRW mit (1.063,5 + 49% x 150,.8) / (1.063,5 + 150,.8) = 93,7% am Liquidationsüberschuss. Ich sehe keinen großen Anreiz, mit einem Tender die Partizipation von 93,7% auf 100% zu erhöhen, weil die Wirtschaftlichkeit des Tenders schwer zu beweisen ist.

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  • BidiBondi
    antwortet
    Zitat von k1 Hier:12.07.2019, 15:26 Beitrag anzeigen

    Auf welche Jahre soll sich das bei der WestLB dann deiner Meinung nach beziehen (Verjährungsfrist!?) ?
    Verjährungsfrist beginnt ein jedes mal von neuen zu Laufen, wenn der Staatsanwalt auch nur eine Aktennotiz erstellt.

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  • k1
    antwortet
    Zitat von BidiBondi Hier:12.07.2019, 15:15 Beitrag anzeigen
    Ich sehe durch die Cum Ex Ermittlungen ein nicht unerhebliches Risiko, dass sich die ganze Geschichte noch einige Jahre hinziehen kann.
    Die Staatsanwaltschaft(en) sind völlig überlastet mit den Cum-Ex Verfahren. Das kann durchaus noch 4-5 Jahre dauern bis es hier zur Einstellung oder- schlimmer zur Anklage kommt.
    Auf welche Jahre soll sich das bei der WestLB dann deiner Meinung nach beziehen (Verjährungsfrist!?) ?

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  • BidiBondi
    antwortet
    Zitat von Heiner Hier:12.07.2019, 11:04 Beitrag anzeigen

    1. Das Datum der avisierten Liquidation der Gesellschaft ist tatsächlich unbekannt. Der Plan ist aber, dass Portigon bis 2022 weitgehend abgewickelt ist. Es soll in 2022 keine Standorte mehr im Ausland geben und die Anzahl der verbliebenen Mitarbeiter in Düsseldorf soll dann bei <40 liegen. Das hat der Vorstand im Haushalts- und Finanzausschuss im Juni kommuniziert. Ein Rückkauf von Schuldtiteln (auch Hybrids) ist vertraglich erlaubt. Das ergibt sich aus folgender Vereinbarung:

    http://www.portigon-ag.de/acm/cm/con...rklaerung2.pdf

    Die Gesellschaft verfügt noch über 200 Mio gezeichnetes Kapital, das allen stillen Einlagen nachrangig ist. Man könnte also zu einem Zeitpunkt X die stillen Einlagen alle runter nehmen, und die Firma bis zu ihrer Liquidation mit dem restlichen Kapital auskommen lassen.

    2. Verluste sind wahrscheinlich, weil die Aufwendungen nicht durch Erträge gedeckt sind. Der Anteil der Hybrids am Gesamtkapital ist aber recht gering. Grob gesagt: 100 Mio Verlust reduzieren den Buchwert um 2,5%-Punkte. Wir stehen aktuell bei ca. 32,15%.

    Der Rückbau der Gesellschaft ist inzwischen aber so weit vorangeschritten, dass die Verluste, die sich bisher (ohne Cum ex) bei etwa 100 Mio p.a. eingependelt haben, künftig klar rückläufig sein sollten (insbesondere der Zinsaufwand geht ab 2019 wegen großvolumiger T2 Endfälligkeiten in 2018 deutlich zurück, und in 2020 werden nochmal 180 Mio endfällig, zudem sinkt der Personalaufwand weiter ab und der Aufzinsungsaufwand für die Pensionen sinkt, weil die Hochzinsjahre aus der gleitenden Durchschnittsberechnung des relevanten Zinssatzes jetzt rauslaufen). Die Bilanz beinhaltet neben den Cum-Ex und Pensionsrückstellungen derzeit noch über 400 Mio EUR allgemeine Rückstellungen. Da liegen wohl einige Stille Reserven.

    3. Die Stillen Einlagen teilen sich wie folgt auf: FMS Finanzmarktstabilisierungsfonds 2 Mrd Nominal, NRW 1 Mrd Nominal, Hybrid Capital I (300 Mio USD) + II (240 Mio EUR) (jeweils 49% von NRW gehalten, 51% privat). Die Hybrid Capital Verträge sehen keine Möglichkeit zur Kündigung der Emittenin zum reduzierten Nennwert vor.

    4. Ja, die Verlustteilnahme ist vertraglich geschuldet. Allerdings handelt es sich um eine stille Beteiligung am Handelsgewerbe der Bank oder ihrer Rechtsnachfolger. Portigon ist Rechtsnachfolger der WestLB und auch (noch) eine Bank. Das Kreditbuch besteht zu 100% aus Kommmunaldarlehen und ist inzwischen auf 1,7 Mrd zusammengeschrumpft. Rückbauziel ist die Beendigung des Bankbetriebs. Das ist bis 2022 absolut denkbar. Gläubiger könnten dann per Kündigung aus wichtigem Grund (kein Handelsgewerbe einer Bank mehr, damit Entfall der Vertragsgrundlage) die Rückzahlung zum Buchwert verlangen. Das weiß Portigon sicher auch.

    Ich gehe daher davon aus, dass man - abgesehen davon, dass der Rückbau ohnehin der Geschäftszweck ist - die Probleme um die Hybrids (Unkündbarkeit und Entfall Bankbetrieb) bei der Portigon sicherlich auch kennt und daher einen Tender anbieten wird, auch um die lang laufenden Portigon Curacao T2 mit Grandfathering in dem Zusammenhang von der Bilanz zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass man aber abwartet, bis die Staatsanwaltschaft Düsseldorf das Ermittlungsverfahren in Sachen Cum ex beendet hat. Dann ist definitiv klar, dass es keine weiteren Rückstellungen geben wird und damit ist das Risikoprofil der Gesellschaft so offensichtlich definierbar, dass Rückkäufe der nächste Schritt wären.
    Ich sehe durch die Cum Ex Ermittlungen ein nicht unerhebliches Risiko, dass sich die ganze Geschichte noch einige Jahre hinziehen kann.
    Die Staatsanwaltschaft(en) sind völlig überlastet mit den Cum-Ex Verfahren. Das kann durchaus noch 4-5 Jahre dauern bis es hier zur Einstellung oder- schlimmer zur Anklage kommt.

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  • Heiner
    antwortet
    Zitat von wupi Hier:12.07.2019, 11:57 Beitrag anzeigen

    Ja...theoretisch bestünde diese Option. Aber die Gesellschaft muss ja ausreichend kapitalisiert sein. Niemand gibt doch freiwillig Eigenkapital ab wenn er 2-3 Jahre später plötzlich der Gefahr ausgesetzt sein könnte, dass das Eigenkapital dann plötzlich nicht mehr ausreicht. Wer sollte dann nachschießen? Die FMS hat die Kohle eh schon abgeschrieben. Ich bleibe dabei - spätestens 2020 werden die Nachränge zurückgekauft und dann ist der Tender für die Tiere nur eine Frage der Zeit.
    Ja das geht nicht, denn es gibt ja noch die ganzen T2 mit Staatshaftung. Du kannst nicht heute wesentliche Teile des EKs rausnehmen und weißt dann nicht, ob es reicht, um dann wieder nachzuschießen wenn es dumm läuft. Wie gesagt, das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sehe ich als Trigger. Wenn das beendet ist, können die das Thema Kapitalinstrumente angehen. Solange das offen ist, konzentrieren sie sich darauf die Auslandsstandorte zurückzubauen und die Mitarbeiteranzahl zu reduzieren. Außerdem endet die 10 Jahres Frist nur für die FMSA Tranche, nicht für die NRW Milliarde. Man hätte also eine einseitige Verschiebung der Lasten zu Gunsten FMS und zu Lasten NRW kurz vor Abwicklungsende. Warum sollte man das auf einmal wollen, wo die gewährte Kapitalisierung so konstruiert ist, dass sie bis zum Ende ausreichen soll?

    Da man sich offenbar gegen den Immigon-Weg entschieden hat via Website ein Angebot zu schalten, läuft es wohl darauf hinaus, dass irgendwann ein Tender kommt. Einige sind ja Namenspapiere, da können sie die Halter direkt ansprechen, bei allen Inhaberpapieren bleibt ein Tender als einziger Weg. Ich denke in 2019 passiert nichts mehr, zum Jahresende 2019 werden dann die beiden verbliebenen Genüsse fällig und zur Jahresmitte 2020 getilgt. Dann kommt nochmal ein Block an Endfälligkeiten und danach lange nichts mehr. Also wären 2020 oder 2021 wohl gute Termine. Das käme dem Bestreben entgegen, bis 2022 fertig zu sein und bis dahin hat die Staatsanwaltschaft dann auch so lange ermittelt, dass man womöglich dann einen Cut machen kann.

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  • wupi
    antwortet
    Zitat von der kleine Prinz Hier:12.07.2019, 11:09 Beitrag anzeigen
    FMS/NRW besitzen SE mit aktuell 1.063,5 Mio. EUR Buchwert (emittiert ab 2009), die ab 01.01.2018 nicht mehr anrechenbar sind (auch nicht als T2) und die meisten Verluste tragen (2018 = 74,6% vom Jahresfehlbetrag). Diese SE können nach 10 Jahren ordentlich gekündigt werden (mit Zustimmung der SE-Besitzer auch zum Buchwert). Von den börsennotierten SE mit aktuell 150,8 Mio. EUR Buchwert (emittiert 2005) besitzt NRW jeweils 49%.
    Ja...theoretisch bestünde diese Option. Aber die Gesellschaft muss ja ausreichend kapitalisiert sein. Niemand gibt doch freiwillig Eigenkapital ab wenn er 2-3 Jahre später plötzlich der Gefahr ausgesetzt sein könnte, dass das Eigenkapital dann plötzlich nicht mehr ausreicht. Wer sollte dann nachschießen? Die FMS hat die Kohle eh schon abgeschrieben. Ich bleibe dabei - spätestens 2020 werden die Nachränge zurückgekauft und dann ist der Tender für die Tiere nur eine Frage der Zeit.

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  • der kleine Prinz
    antwortet
    Zitat von Crisu Hier:12.07.2019, 07:40 Beitrag anzeigen
    3. Der grösste Teil der stillen Einlagen, also des hier besprochenen T1 Kapitals befindet sich ebenfalls in den Händen von NRW, aber eben auch in privater Hand.
    FMS/NRW besitzen SE mit aktuell 1.063,5 Mio. EUR Buchwert (emittiert ab 2009), die ab 01.01.2018 nicht mehr anrechenbar sind (auch nicht als T2) und die meisten Verluste tragen (2018 = 74,6% vom Jahresfehlbetrag). Diese SE können nach 10 Jahren ordentlich gekündigt werden (mit Zustimmung der SE-Besitzer auch zum Buchwert). Von den börsennotierten SE mit aktuell 150,8 Mio. EUR Buchwert (emittiert 2005) besitzt NRW jeweils 49%.

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  • Heiner
    antwortet
    Zitat von Crisu Hier:12.07.2019, 07:40 Beitrag anzeigen
    Befasse mich gerade und zuletzt ein wenig mit der WestLB und mir kamen die nachfolgenden Ideen. Bitte um Korrektur, falls sich da was falsch interpretiert habe.


    1. Die abschliessende Abwicklung der Portigon mit Auszahlung des übriggebliebenen Eigenkapitals an den alleinigen Eigentümer (NRW) wird noch einige/viele Jahre dauern

    2. Bis dahin wird Portigon voraussichtlich jedes Jahr mit Verlust abschliessen, da kein Neugeschäft mehr betrieben wird und damit kein Potential für Gewinne besteht.

    3. Der grösste Teil der stillen Einlagen, also des hier besprochenen T1 Kapitals befindet sich ebenfalls in den Händen von NRW, aber eben auch in privater Hand.

    4. Die stillen Einlagen dienen bis heute und auch in Zukunft der Verlustbeteiligung.


    Meine Schlussfolgerung, wenn o.g. korrekt ist:

    Ist es in diesm Fall nicht im Interesse von NRW, das T1 Kapital möglichst lange am Leben zu erhalten, damit die zukünftigen Verluste der Portigon eben auch von den in privater Hand gehaltenen Tier-Bonds getragen werden, da damit am Ende mehr Eigenkapital zur alleinigen Auszahlung an NRW zur Verfügung steht, den eine vorzeitige Rückführung der stillen Einlagen würde dazu führen, dass die zukünftig immer noch anfallenden Verluste alleine von NRW zu tragen wären?
    1. Das Datum der avisierten Liquidation der Gesellschaft ist tatsächlich unbekannt. Der Plan ist aber, dass Portigon bis 2022 weitgehend abgewickelt ist. Es soll in 2022 keine Standorte mehr im Ausland geben und die Anzahl der verbliebenen Mitarbeiter in Düsseldorf soll dann bei <40 liegen. Das hat der Vorstand im Haushalts- und Finanzausschuss im Juni kommuniziert. Ein Rückkauf von Schuldtiteln (auch Hybrids) ist vertraglich erlaubt. Das ergibt sich aus folgender Vereinbarung:

    http://www.portigon-ag.de/acm/cm/con...rklaerung2.pdf

    Die Gesellschaft verfügt noch über 200 Mio gezeichnetes Kapital, das allen stillen Einlagen nachrangig ist. Man könnte also zu einem Zeitpunkt X die stillen Einlagen alle runter nehmen, und die Firma bis zu ihrer Liquidation mit dem restlichen Kapital auskommen lassen.

    2. Verluste sind wahrscheinlich, weil die Aufwendungen nicht durch Erträge gedeckt sind. Der Anteil der Hybrids am Gesamtkapital ist aber recht gering. Grob gesagt: 100 Mio Verlust reduzieren den Buchwert um 2,5%-Punkte. Wir stehen aktuell bei ca. 32,15%.

    Der Rückbau der Gesellschaft ist inzwischen aber so weit vorangeschritten, dass die Verluste, die sich bisher (ohne Cum ex) bei etwa 100 Mio p.a. eingependelt haben, künftig klar rückläufig sein sollten (insbesondere der Zinsaufwand geht ab 2019 wegen großvolumiger T2 Endfälligkeiten in 2018 deutlich zurück, und in 2020 werden nochmal 180 Mio endfällig, zudem sinkt der Personalaufwand weiter ab und der Aufzinsungsaufwand für die Pensionen sinkt, weil die Hochzinsjahre aus der gleitenden Durchschnittsberechnung des relevanten Zinssatzes jetzt rauslaufen). Die Bilanz beinhaltet neben den Cum-Ex und Pensionsrückstellungen derzeit noch über 400 Mio EUR allgemeine Rückstellungen. Da liegen wohl einige Stille Reserven.

    3. Die Stillen Einlagen teilen sich wie folgt auf: FMS Finanzmarktstabilisierungsfonds 2 Mrd Nominal, NRW 1 Mrd Nominal, Hybrid Capital I (300 Mio USD) + II (240 Mio EUR) (jeweils 49% von NRW gehalten, 51% privat). Die Hybrid Capital Verträge sehen keine Möglichkeit zur Kündigung der Emittenin zum reduzierten Nennwert vor.

    4. Ja, die Verlustteilnahme ist vertraglich geschuldet. Allerdings handelt es sich um eine stille Beteiligung am Handelsgewerbe der Bank oder ihrer Rechtsnachfolger. Portigon ist Rechtsnachfolger der WestLB und auch (noch) eine Bank. Das Kreditbuch besteht zu 100% aus Kommmunaldarlehen und ist inzwischen auf 1,7 Mrd zusammengeschrumpft. Rückbauziel ist die Beendigung des Bankbetriebs. Das ist bis 2022 absolut denkbar. Gläubiger könnten dann per Kündigung aus wichtigem Grund (kein Handelsgewerbe einer Bank mehr, damit Entfall der Vertragsgrundlage) die Rückzahlung zum Buchwert verlangen. Das weiß Portigon sicher auch.

    Ich gehe daher davon aus, dass man - abgesehen davon, dass der Rückbau ohnehin der Geschäftszweck ist - die Probleme um die Hybrids (Unkündbarkeit und Entfall Bankbetrieb) bei der Portigon sicherlich auch kennt und daher einen Tender anbieten wird, auch um die lang laufenden Portigon Curacao T2 mit Grandfathering in dem Zusammenhang von der Bilanz zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass man aber abwartet, bis die Staatsanwaltschaft Düsseldorf das Ermittlungsverfahren in Sachen Cum ex beendet hat. Dann ist definitiv klar, dass es keine weiteren Rückstellungen geben wird und damit ist das Risikoprofil der Gesellschaft so offensichtlich definierbar, dass Rückkäufe der nächste Schritt wären.

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