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    Technologie

    Zum Karfreitagabend habe ich einen Buchtipp bspw. für alle, die sich noch nicht zum Osterfest eingedeckt haben, denn durchaus als Kindle erhältlich: The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird.

    Mit den Autoren Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee diskutieren hier zwei ausgemachte Experten die Auswirkungen industrieller Revolutionen auf unsere Gesellschaft und insbesondere die Ökonomie und geben vor allem einen Ausblick auf die möglichen Konsequenzen der aktuell laufenden Revolution in Sachen Robotik und künstliche Intelligenz.

    Sehr aktuell gibt das Buch vor allem auch Antworten auf die Fragestellung, warum eben weltweit der Abstand zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft und die Mittelschichten – so sie denn vorhanden sind – in Bedrängnis geraten. Trumps Wahlsieg resultiert nicht unwesentlich aus diesen Entwicklungen. Das Buch stellt eine ganze Bandbreite an Theorien und Studien zu diesen Themen vor und man kann bei Interesse dies dann noch vertiefen.

    Sehr spannend sind auch die langfristigen Trends wie bspw. der ungefähr gleiche Anteil von Arbeit und Unternehmensgewinnen am BIP der USA, der ab den 80er Jahren bricht und dann mit den 90ern vollends auseinanderläuft. Ab den 90ern arbeiten weniger Menschen und diejenigen, die arbeiten, verdienen weniger als zuvor und das bei gleichzeitigem Anstieg der Produktivität. Diese Produktivitätssteigerungen schlagen sich nicht mehr im Wert der Arbeit sondern bei den Eigentümer physischen Kapitals nieder. Diese Daten stammen zwar aus den USA, stellen aber ein weltweites Phänomen dar.



    Ebenso eine Folge der Computerisierung ist die zunehmende Spreizung der Lohnentwicklung für Vollzeit arbeitende US-Amerikaner von den 60er bis 00er Jahre, auch Skill-biased Technical Change genannt.



    Die spannendste Grafik ist allerdings für mich der Verlauf der Arbeitsproduktivität und der Beschäftigung in der Privatwirtschaft, die in den 90er Jahren einen deutlichen Knick bekommt und eben nicht mehr wie über ca. 200 Jahre zuvor parallel verläuft. Geht dieser Trend so ungebremst weiter und wie würde das die Gesellschaft akzeptieren? Oder spielt das zunehmende Wohlstandsgefälle zukünftig keine Rolle mehr, eben weil sich das Wohlstandsniveau für alle hebt (natürlich für eine immer kleinere Gruppe eben deutlich mehr als für die Masse)? Diese Fragen werden ausführlich diskutiert und darauf möchte ich jetzt gar nicht weiter eingehen. Spannender war für mich die Frage, ob nicht etwas auch andere Faktoren wie bspw. die Globalisierung für das Auseinanderdriften von Produktivität und Beschäftigung verantwortlich sind.



    Diese Diskussion des Einflusses der Globalisierung hat – Spoiler Alert: sie ist es nicht – für mich den größten Aha-Effekt gehabt. Die Auslagerung der Produktion aus den USA in Billiglohnländer wie bspw. China hat natürlich zum Rückgang der Manufacturing-Beschäftigung um ca. 25% in den letzten 20 Jahren in den USA gesorgt: Rust Belt und Trump-Wahl sind hier die Stichworte. Allerdings in der Folge der laufenden zweiten Computerrevolution ist der Anteil an produzierender Lohnarbeit seit 1996 auch in China um ca. 25% zurückgegangen. Amerikanische und Chinesische Arbeiter wurden seit den späten 90er Jahren eben beide deutlich produktiver. Langfristig dürfte der größte Effekt der Automation nicht in den Industrie- sondern vielmehr den Schwellenländern festzustellen sein, die sich auf preiswertere Lohnarbeit als Wettbewerbsvorteil verlassen. Mit dem weiteren Fortschreiten von Automation, Robotik und künstlicher Intelligenz spielt der Standortvorteil Billiglohn immer weniger die entscheidende Rolle und wird vor Nähe zur Entwicklung, zum Kunden, Rechtssicherheit, Transportwege etc. verdrängt.

    In diesem Zusammenhang ist dann eben doch die Amerika-First-Agenda von Trump bemerkenswert, denn wird ja hier durch staatliche Rahmenbedingungen versucht, diese Trends der Rückkehr von qualifizierten Arbeitsplätzen in der Produktion zu beschleunigen. Denn selbst bei allen Fortschritten von Robotik und künstlicher Intelligenz ist eben der völlige Wegfall menschlicher Arbeitskraft deutlich weniger wahrscheinlich, als eine symbiotische Form des Ergänzen und Verstärkens menschlichen Arbeitens durch Technologie bspw. durch intelligente Roboter.

    Spannende Osterlektüre wünscht Maria!
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    Zuletzt geändert von Admin SG; 28.04.2017, 09:07.

    #2
    Technologie

    Einer der m.E. besten Vorträge zum Thema wie disprutive Technologien unsere Gesellschaft und hier insbesondere die Automobilindustrie verändern werden: Der letzte Führerscheinneuling...
    ...ist bereits geboren. Wie Google, Tesla, Apple, Uber & Co unser Leben verändern, Städte verwandeln und Arbeitsplätze zerstören.
    Und da solche das Wissen um solche Technologien m.E. mehr Investmentbezug als Dies und Das in der Plauderecke haben, mach ich dafür mal ein neues Thema auf

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    #3
    AW: Technologie

    Sehr interessant, die disruptiven Technologien.
    Danke für den Hinweis, Maria.
    Meine VW-Anleihe behalte ich aber noch.

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    #4
    Automatisierung

    Ich hatte den sehr empfehlenswerten Artikel A warning from Bill Gates, Elon Musk, and Stephen Hawking schon mal in einer Diskussion mit Al Bondy verlinkt, halte den Inhalt aber für so bedeutsam, dass ich ihn gern noch mal in den neuen Technologie-Thread aufnehmen möchte. Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, sich mal die paar Minuten Zeit für die im Text verlinkten Videos zu nehmen.
    “The automation of factories has already decimated jobs in traditional manufacturing, and the rise of artificial intelligence is likely to extend this job destruction deep into the middle classes, with only the most caring, creative or supervisory roles remaining.” — Stephen Hawking

    “What to do about mass unemployment? This is going to be a massive social challenge. There will be fewer and fewer jobs that a robot cannot do better [than a human]. These are not things that I wish will happen. These are simply things that I think probably will happen.” — Elon Musk

    “You cross the threshold of job-replacement of certain activities all sort of at once. So, you know, warehouse work, driving, room cleanup, there’s quite a few things that are meaningful job categories that, certainly in the next 20 years [will go away].” — Bill Gates
    I strongly recommend you invest 3 minutes in watching this video. It shows how a fleet of small robots can replace a huge number of human warehouse workers.
    Amazon (video) is testing a type of store with virtually no employees. You just walk in, grab what you want, and walk out.
    Japan (video) has been automating aspects of its restaurants for decades — taking orders, serving food, washing dishes, and even food preparation itself.
    And America (video) is now getting some automated restaurants as well.
    There’s even a company (video) that makes delivery trucks that drive around and start baking pizzas in real time as orders come in.

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    #5
    AW: Technologie

    Schichtwechsel - Die Roboter übernehmen (gerade als Wiederholung auf 3sat):
    Wir befinden uns mitten in einer Revolution, verheißen die Forschungslabore der Internet - und Softwarekonzerne. Und diese Revolution trägt einen Namen: Industrie 4.0.

    Politik und Wirtschaft kündigen einen radikalen Wandel an, der nicht nur die Produktion in den Fabriken in einem nie dagewesenen Ausmaß verändern wird. Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche der Wirtschaft und sie könnte Millionen Menschen arbeitslos machen.

    Roboter und Computeralgorithmen rütteln an den Grundfesten der bisherigen Arbeitsgesellschaft. Mehr und mehr übernehmen Maschinen die Aufgaben der Arbeitnehmer in der Erwerbsarbeit. Industrie 4.0 ist möglicherweise die größte Herausforderung für die Welt überhaupt, sagt Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos, und warnt vor einer Revolution von oben, die Millionen Menschen zu Verlierern macht, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Wird der Arbeitsmarkt überhaupt noch der Ort sein, an dem die Integration des Menschen in die Gesellschaft stattfindet? Selbst Arbeitnehmer mit hochqualifizierten Tätigkeiten geraten immer mehr unter Druck. Intelligente Algorithmen erledigen einfache Recherchetätigkeiten, beispielsweise als Anwaltsgehilfen, analysieren Börsenkurse und erstellen Portfolios.

    Noch befinden sich die Industrieländer am Übergang zu einem neuen Zeitalter. Wie aber wird die Gesellschaft von Morgen aussehen? Welchen Platz wird der Mensch für sich finden, und welche Rolle wird überhaupt noch die Arbeit dabei spielen? Es wird Zeit, über diese existenziellen Fragen nachzudenken. Auch wenn es auf den ersten Blick erschreckend aussehen mag - sich durch Technisierung die Arbeit zu erleichtern, war schon immer eine grundlegende Bemühung des Menschen. Wir müssen diesen Umbruch in der heutigen Zeit nur zu unserem und zum Wohle aller zu nutzen wissen.
    Zum Nachsehen:
    - kurze Version
    - lange Version

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    #6
    AW: Technologie

    Geschichte wiederholt sich...
    Nicht zuletzt die Erfindung der Webmaschine löste die Befürchtung von David Ricardo und Karl Marx aus, technischer Fortschritt würde auf Dauer zu Massenarbeitslosigkeit führen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Webmaschine

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    #7
    AW: Automatisierung

    “What to do about mass unemployment? This is going to be a massive social challenge. There will be fewer and fewer jobs that a robot cannot do better [than a human]. These are not things that I wish will happen. These are simply things that I think probably will happen.” — Elon Musk
    Tja, hat er wohl sein eigenes Zitat inzwischen vergessen. Die Tesla Fabrik gilt als die am höchsten automatisierte/roboterisierte in der gesamten Automobilbranche und Tesla hat erst im Herbst den deutschen Automatisierungsspezialisten Grohmann gekauft um das Model 3 noch höher automatisiert bauen zu können.

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    #8
    AW: Technologie

    Zitat von Alf Hier:05.05.2017, 20:22 Beitrag anzeigen
    Geschichte wiederholt sich...
    Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.
    Maria Twain

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    #9
    AW: Technologie

    Und nicht nur in der Fertigung, auch in der Büroarbeit dürften Arbeitsplätze stark gefährdert sein. Versicherungen, Banken, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Verwaltung allgmein, aber auch Architektur, Medizin z.. B. in der Diagnose ...

    Meldung vom Januar bei Heise:
    https://www.heise.de/newsticker/meld...I-3586963.html

    Frage: Warum verkauft Buffet ausgerechnet jetzt IBM Anteile? Gut das Marketing vom IBM ist immer 10 Jahre weiter

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    #10
    AW: Technologie

    Zitat von CorMaguire Hier:06.05.2017, 05:35 Beitrag anzeigen
    Frage: Warum verkauft Buffet ausgerechnet jetzt IBM Anteile?
    ... na der ist doch nur ein frustrierter alter Mann. Wirklich verdächtig und bedenklich ist, das -wie hier kürzlich zu lesen war- auch unser Hi-Tec-Maria als fortschrittliche Technologie-Threadgründerin ebenfalls ihre US "A-Stocks" (Apple, Alphabet, amazon usw.) der einträglichen Gewinnmitnahme zugeführt hat

    Über individuelle Gründe kann man nur spekulieren. Tatsache ist, dass es mit den "Unicorns" im Valley derzeit nicht gut steht.
    Viele Früh- und Missgeburten, die hoffnungsvoll heranwachsende Jugend enttäuscht insgesamt deutlich, und auch bei den großen alten Einhörnern verlangsamt sich das Tempo bedrohlich. Post-Boom-Verlangsamung ist bereits Rückschritt und wirkt bedrohlich, weil das Venture-Capital immer nur Speed und Value sehen will.

    US-Namen sind Schall und Rauch, aber auch die kleinen deutschen Einhörnchen kriegen es langsam sichtlich an den Nüsschen (Auden, German StartUps, Rocket etc). "Erdmännchen im deutschen Neuland" hier evtl. passender, Einhörner wachsen mW erst deutlich oberhalb 1 Mrd theoretischem "Wert". So große Zahlen kann ich nicht wirklich beurteilen, aber insgesamt reimt sich doch sichtlich immer weniger zusammen, dafür könnte sich einfach nur die Geschichte wiederholen. Und daraus droht (der NASDAQ) möglicherweise eine neue Spirale von sich selbstverschärfenden "Bewertungsdepressionen". Who knows ?

    Dann grinst möglicherweise auch der alte Buffet und wiederholt das Zitat "Its the (old) Economy, Stupid !".

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    #11
    AW: Technologie

    Zitat von Al Bondy Hier:06.05.2017, 08:27 Beitrag anzeigen
    ... na der ist doch nur ein frustrierter alter Mann. Wirklich verdächtig und bedenklich ist, das -wie hier kürzlich zu lesen war- auch unser Hi-Tec-Maria als fortschrittliche Technologie-Threadgründerin ebenfalls ihre US "A-Stocks" (Apple, Alphabet, amazon usw.) der einträglichen Gewinnmitnahme zugeführt hat

    Über individuelle Gründe kann man nur spekulieren. Tatsache ist, dass es mit den "Unicorns" im Valley derzeit nicht gut steht.
    Viele Früh- und Missgeburten, die hoffnungsvoll heranwachsende Jugend enttäuscht insgesamt deutlich, und auch bei den großen alten Einhörnern verlangsamt sich das Tempo bedrohlich. Post-Boom-Verlangsamung ist bereits Rückschritt und wirkt bedrohlich, weil das Venture-Capital immer nur Speed und Value sehen will.

    US-Namen sind Schall und Rauch, aber auch die kleinen deutschen Einhörnchen kriegen es langsam sichtlich an den Nüsschen (Auden, German StartUps, Rocket etc). "Erdmännchen im deutschen Neuland" hier evtl. passender, Einhörner wachsen mW erst deutlich oberhalb 1 Mrd theoretischem "Wert". So große Zahlen kann ich nicht wirklich beurteilen, aber insgesamt reimt sich doch sichtlich immer weniger zusammen, dafür könnte sich einfach nur die Geschichte wiederholen. Und daraus droht (der NASDAQ) möglicherweise eine neue Spirale von sich selbstverschärfenden "Bewertungsdepressionen". Who knows ?

    Dann grinst möglicherweise auch der alte Buffet und wiederholt das Zitat "Its the (old) Economy, Stupid !".
    Ach Al, bitte keinesfalls den langen Zyklus der Digitalisierung und des zweiten Maschinenzeitalters mit kurzfristigen Bewertungszyklen am Aktienmarkt durcheinanderbringen. Die Talking Heads haben das Ende des kurzfristigen Zyklusses aufgrund hoher FANG-Quoten auf Ihrer jüngsten Tournee durch Bloomberg und CNBC besungen, sich aber deutlich von ihrem Hit Road To Nowhere als Metapher für die Digitalisierung und Roboterisierung distanziert.

    Bzgl. IBM bitte Herrn Buffet, der sich ob seines miserablen BRH-Ergebnisses noch immer grämt, selbst zu befragen.

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    #12
    AW: Technologie

    Zitat von Maria Hier:06.05.2017, 11:34 Beitrag anzeigen
    bitte keinesfalls den langen Zyklus der Digitalisierung und des zweiten Maschinenzeitalters mit kurzfristigen Bewertungszyklen am Aktienmarkt durcheinanderbringen.
    ... letztere sind aber die, die mich und den Rest der Jetztzeit-Investment-Akteure betreffen. Wenn das zweite Maschinenzeitalter länger braucht als ich, nutzt mir das auch erst wieder was im nächsten Leben.

    Den "Neuen Markt" (bzw eher das kurzlebige NASDAQ-Top Anno 2000) sehe ich nicht als kollektiv geistige Verirrung, sondern als (zu) frühen ersten Vorläufer der heutigen Gegenwart und auch der kommenden Zukunft. Bremsende Rückschläge sind dabei absolut normal - unter jedem menschlichen Fortschritt liegen die Knochen vieler Einhörner und Pioniere begraben. Als Investor muss man sich nicht unbedingt freiwillig mit dazulegen.

    Nebenbei ist heute nach F1 und GT-M auch die DTM gestartet - alle mit neuen und sehr klar "hochtechnologie-bremsenden" Regelwerken. Logisch wäre es technisch längst möglich, das "perfekte Rennen" längst ohne Fahrer zu liefern - will nur keiner sehen. Entsprechend lautete der treffende Slogan 2017 "Wieder mehr Hek-tik statt High-Teck". Die praktische Gestaltung des zweiten Maschinenzeitalters obliegt immer noch der Gesamtgesellschaft - die (hoffentlich) jenseits der "alternativlos führenden Eliten" entscheiden wird, wieviel von dem was theoretisch machbar wäre auch praktisch gemacht werden soll. Incl. -wie schon erwähnt- der Mitberücksichtigung auch sozialer Aspekte.

    Bzgl. IBM bitte Herrn Buffet, der sich ob seines miserablen BRH-Ergebnisses noch immer grämt, selbst zu befragen.
    ... ein sinngemäß sehr ähnlicher Satz war auch 1998-2001 oft zu hören und zu lesen - alles wiederholt sich

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    #13
    AW: Technologie

    Zitat von Al Bondy Hier:06.05.2017, 12:22 Beitrag anzeigen
    ... letztere sind aber die, die mich und den Rest der Jetztzeit-Investment-Akteure betreffen. Wenn das zweite Maschinenzeitalter länger braucht als ich, nutzt mir das auch erst wieder was im nächsten Leben.
    Das ist richtig und ich bin einigermaßen froh, dass nicht ich die üble Kunde vom wahrscheinlich zu späten Eintreffens der digitalen Singularität für die Mehrheit der BB-Renntiere überbringen muss.

    Den "Neuen Markt" (bzw eher das kurzlebige NASDAQ-Top Anno 2000) sehe ich nicht als kollektiv geistige Verirrung, sondern als (zu) frühen ersten Vorläufer der heutigen Gegenwart und auch der kommenden Zukunft. Bremsende Rückschläge sind dabei absolut normal - unter jedem menschlichen Fortschritt liegen die Knochen vieler Einhörner und Pioniere begraben. Als Investor muss man sich nicht unbedingt freiwillig mit dazulegen.
    Auch diese Parallele ist durchaus angebracht, allerings sind wohl FANG-Aktien längst sowas wie Old Economy in diesem Zusammenhang.

    Nebenbei ist heute nach F1 und GT-M auch die DTM gestartet - alle mit neuen und sehr klar "hochtechnologie-bremsenden" Regelwerken. Logisch wäre es technisch längst möglich, das "perfekte Rennen" längst ohne Fahrer zu liefern - will nur keiner sehen. Entsprechend lautete der treffende Slogan 2017 "Wieder mehr Hek-tik statt High-Teck".
    Abwarten, denn das meiste Potential haben menschliche Akteure, die sich der künstlichen Intelligenz bedienen, wie bspw. bei den Freestyle Schachmeisterschaften, wo ein älteres Ehepaar mit drei alten Laptops die versammelte Watson- und Großmeisterelite schlagen konnte. Menschliche Kreativität wird gerade im strategischen Bereich noch eine ganze Weile den Deep Learnern überlegen bleiben und die sinnvolle Kombination wird das Non Plus Ultra darstellen. Ich kann mir das gut auch im Motorsport vorstellen, braucht wohl aber noch eine Weile.

    Die praktische Gestaltung des zweiten Maschinenzeitalters obliegt immer noch der Gesamtgesellschaft - die (hoffentlich) jenseits der "alternativlos führenden Eliten" entscheiden wird, wieviel von dem was theoretisch machbar wäre auch praktisch gemacht werden soll. Incl. -wie schon erwähnt- der Mitberücksichtigung auch sozialer Aspekte.
    Die technologische Machbarkeit treibt Gesellschaft und Eliten gleichermaßen vor sich her und das ist auch gut so. Gerade für die Politik wird somit das Aufsichtfahren geradezu alternativlos und niemand macht das so effektiv wie unsere geliebte Mutti.

    ... ein sinngemäß sehr ähnlicher Satz war auch 1998-2001 oft zu hören und zu lesen - alles wiederholt sich
    ...reimt sich, maximal.

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    #14
    AW: Technologie

    Zitat von Maria Hier:06.05.2017, 13:34 Beitrag anzeigen
    Nebenbei ist heute nach F1 und GT-M auch die DTM gestartet - alle mit neuen und sehr klar "hochtechnologie-bremsenden" Regelwerken. Logisch wäre es technisch längst möglich, das "perfekte Rennen" längst ohne Fahrer zu liefern - will nur keiner sehen. Entsprechend lautete der treffende Slogan 2017 "Wieder mehr Hek-tik statt High-Teck".

    Abwarten, denn das meiste Potential haben menschliche Akteure, die sich der künstlichen Intelligenz bedienen, wie bspw. bei den Freestyle Schachmeisterschaften, wo ein älteres Ehepaar mit drei alten Laptops die versammelte Watson- und Großmeisterelite schlagen konnte. Menschliche Kreativität wird gerade im strategischen Bereich noch eine ganze Weile den Deep Learnern überlegen bleiben und die sinnvolle Kombination wird das Non Plus Ultra darstellen. Ich kann mir das gut auch im Motorsport vorstellen, braucht wohl aber noch eine Weile.
    ... die sinnvolle Kombination ist da schon Realität. In den "Kommandoständen" sitzen auch ältere Ehepaare (wie zB Toto Wolff und Niki Lauda) mit drei alten Laptops, verarbeiten permanent Unmengen Fahrzeug-, Strecken- und Renndaten und lassen sich Strategien und vor allem rennverlaufsbedingt erforderliche Strategiewechsel aufs Tausendstel optimiert errechnen.

    Dasselbe gilt für hochtechnologische Kampfführung in Kriegen - nur dadurch noch stark eingeschränkt, dass von Regierung bis Generalstab weder künstliche noch natürliche Intelligenz maßgeblich beteiligt sind, sondern stattdessen alternativlose 98% archaisch vollkompatibles Schimpansenhirn.

    Die technologische Machbarkeit treibt Gesellschaft und Eliten gleichermaßen vor sich her und das ist auch gut so. Gerade für die Politik wird somit das Aufsichtfahren geradezu alternativlos und niemand macht das so effektiv wie unsere geliebte Mutti.
    ... Mutti mit Kopp direkt anner Frontscheibe und dann auf Sicht Go-Trabbi-Go ins technologische "Neuland": https://images-na.ssl-images-amazon....hL._SX355_.jpg

    ...reimt sich, maximal.
    ... das letzte Wort sei immer Dein,
    wie könnte es auch anders sein.

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    #15
    AW: Technologie

    Fluch und Segen der Blockchain

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