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    #16
    Zitat von Diddi Hier:18.08.2018, 10:41 Beitrag anzeigen
    Pflegeleicht ist wohl alles, was keine oder minimalst Rendite bringt, dafür weitgehend sicher ist. Einfache Bankeinlagen wie Festgeld unter 100 t pro Bank z.B.

    Eigene Immobilien sind für mich das genaue Gegenteil - zumindest ohne professionelle Verwaltung, mit Management in Eigenregie.
    Bei dem vermieteten Haus, darf ich nicht klagen. Außergewöhnlich reibungslos läuft es hier ab. Dreimal auf Holz geklopft.
    ​​​​​​Vor ein paar Jahren hat ein Bekannter mir gesagt. "Nimm nur Mieter, die schon jahrelang in diesem kleinen Ort wohnen. Möglichst die, wo die Eltern schon in diesem Ort verwurzelt sind (In Vereinen usw.)"
    Bin bestens damit gefahren!
    Zuletzt geändert von Axel; 18.08.2018, 13:49.

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    #17
    Zitat von Axel Hier:18.08.2018, 10:28 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich genauso und weiss im Moment auch keinen Rat.
    Im DAX finden sich durchaus einige lukrative Witwen- und Waisenpapiere, die sich auch zu heutigen Kursen lohnen. 4% Rendite sind sehr wohl zu erzielen, ohne bis in den Sarg an kalten Füßen zu leiden. Für Recherchen bietet Börse-ARD einiges wie: https://kurse.boerse.ard.de/ard/kurs...l.htn?i=113397

    Zitat von Axel Hier:18.08.2018, 10:28 Beitrag anzeigen
    "Nimm nur Mieter, die schon jahrelang in diesem kleinen Ort wohnen. Möglichst die, wo die Eltern schon in diesem Ort verwurzelt sind (In Vereinen usw.)"
    Da klingst Du wie mein Friseur, der eher die Mieten senken würde, als diese Klientel zu wechseln. Der ist in allen Vereinen hier. Unsere Eigentümerversammlung tagt heute im Haus des Schützenvereins. Die freuen sich und wir auch. Dagegen steht ein Architekt hier, dem jeder Mieter suspekt ist, der länger als drei Jahre bei ihm wohnt. Motto: Man kann die Mieten ja gar nicht mehr erhöhen. Beim Friseur trifft sich der Klüngel, beim Architekten die Makler. Geld hat sehr viel mit sozialer Orientierung zu tun. Die einen denken eher kommunal, andere eher kapitalistisch. Ich wüsste nicht, dass einer der Ansätze einträglicher wäre. Am Ende entscheidet darüber das Umfeld. Klüngel ist soziale Einbettung, Makler Renditeisolation. Beides kennt seine Zwänge. Man sollte besser auf beiden Schienen fahren, um hier die Immobilität sozialer Pflichten und Zwänge zu meiden, dort die Flexibilität zu nutzen.
    Zuletzt geändert von frcg; 18.08.2018, 14:34.

    Kommentar


    #18
    Zitat von frcg Hier:18.08.2018, 13:58 Beitrag anzeigen
    ...
    Motto: Man kann die Mieten ja gar nicht mehr erhöhen. ...
    Die Miete ist bei mir im oberen 1/4 der ortsüblichen Vergleichsmiete pro m^2.
    Aber kein Ärger mit den Mietern!

    Kommentar


    #19
    Zitat von Axel Hier:18.08.2018, 14:20 Beitrag anzeigen
    Die Miete ist bei mir im oberen 1/4 der ortsüblichen Vergleichsmiete pro m^2.
    Aber kein Ärger mit den Mietern!
    Schätze: Es handelt sich um fußnahe Innenstadtlage.

    Kommentar


    #20
    Zitat von frcg Hier:18.08.2018, 14:36 Beitrag anzeigen

    Schätze: Es handelt sich um fußnahe Innenstadtlage.
    Nein.
    In einem kleinen Dorf bei Krefeld. (ländlich)

    Kommentar


    #21
    Zitat von Axel Hier:18.08.2018, 16:59 Beitrag anzeigen
    Nein.
    In einem kleinen Dorf bei Krefeld. (ländlich)
    So ein Dorf soll doch auch einen Ortskern haben ...

    Kommentar


    #22
    Im DAX finden sich durchaus einige lukrative Witwen- und Waisenpapiere, die sich auch zu heutigen Kursen lohnen. 4% Rendite sind sehr wohl zu erzielen, ohne bis in den Sarg an kalten Füßen zu leiden. Für Recherchen bietet Börse-ARD einiges wie
    ...und fällt wie 2016 Richtung 120...

    Die Deutschland-Tochter der Allianz <ALVG.DE> muss trotz kräftigen Geschäftswachstums auch in diesem Jahr Abstriche beim Gewinn machen. Im ersten Halbjahr sei das operative Ergebnis um 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro geschrumpft, teilte die Allianz Deutschland[ALLI.UL] am Donnerstag in Unterföhring bei München mit. Grund dafür seien vor allem die Unwetter zu Jahresbeginn, die die Schaden-Kosten-Quote in der Sachversicherung auf 97,6 (2017: 94,2) Prozent nach oben trieben. Für Naturkatastrophen zahlte der größte deutschen Versicherer im ersten Halbjahr mit 392 Millionen Euro fast doppelt so viel aus wie ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn sank um 14 Prozent auf 786 Millionen Euro.
    und die Katastrophen werden nicht weniger werden.

    Kommentar


    #23
    Zitat von Diddi Hier:18.08.2018, 10:09 Beitrag anzeigen
    Ich habe einiges zu dem Thema gelesen und dabei den Stein der Weisen auch nicht gefunden.

    Es gibt einige Bücher dazu, vielleicht lohnt auch ein Blick ins Wertpapierforum.

    Allgemein wird geraten, breit zu streuen und nicht zu riskant anzulegen, da wie Du richtig siehst Krisen evtl. zeitlich nicht mehr ausgesessen werden können wie in jungen Jahren. Du hast so wie es aussieht finanziell ausgesorgt, also musst Du dir nicht allzu große Gedanken machen - außer wenn der ganz große Crash kommt, was wir nicht hoffen.

    Ein Aspekt ist vielleicht noch wichtig: was passiert, wenn Du dich selbst nicht mehr um komplizierte Investments kümmern kannst z.B. wegen Krankheit? Pflegeleichte Anlagen und evtl. eine Vollmacht falls da Jemand absolut Vertrauenswürdiges ist wäre dann nicht verkehrt.
    Einige Bücher zu dem Thema hatte ich auch früher schon gelesen, aber z. B. Zeiten von dauerhaftem Null- oder Negativzins kamen darin nicht vor …
    Auf das Wertpapierforum (danke für den Tipp) bin ich auch gestoßen. Habe nur kurz mitgelesen. Teilweise rauer Ton und einige Besserwisser samt Rechthaberei. Nur mein subjektiver Eindruck.

    Komplizierte Investments habe ich derzeit nicht. Gesetzliche Rente wird ein Selbstgänger und um die beiden Wohnungen kümmert sich, wie schon gesagt, eine HV (Mietsonderverwaltung s. o.). Mein selbstgenutztes Haus ist halbwegs pflegeleicht - auch ein gemietetes Haus mit Garten müßte ich ja in Ordnung halten. Die andere Hälfte ist Tagesgeld bei diversen Banken - auch nicht gerade eine komplexe Sache.

    Tja, jemand "absolut Vertrauenswürdiges" für den Notfall ! Leichter gesagt, als getan. Neulich hatten wir ein Treffen ehemaliger Studienkollegen, bei dem genau dieses Thema aufkam. Die meisten nannten dann einen Anwalt oder Notar als Person ihres Vertrauens - bis sich raustellte, daß diese Personen in der Regel noch älter waren, als die Beteiligten selbst ! Wer da zuerst Pflegefall wird ist die Frage

    Habe zwei gute wirklich gute Kumpels, nur haben die von Finanzen keine Ahnung. Ebenso wie mein Süße.

    Kein angenehmes Thema ...

    Kommentar


    #24
    Zitat von sovereign Hier:18.08.2018, 17:56 Beitrag anzeigen

    Einige Bücher zu dem Thema hatte ich auch früher schon gelesen, aber z. B. Zeiten von dauerhaftem Null- oder Negativzins kamen darin nicht vor …
    Auf das Wertpapierforum (danke für den Tipp) bin ich auch gestoßen. Habe nur kurz mitgelesen. Teilweise rauer Ton und einige Besserwisser samt Rechthaberei. Nur mein subjektiver Eindruck.

    Komplizierte Investments habe ich derzeit nicht. Gesetzliche Rente wird ein Selbstgänger und um die beiden Wohnungen kümmert sich, wie schon gesagt, eine HV (Mietsonderverwaltung s. o.). Mein selbstgenutztes Haus ist halbwegs pflegeleicht - auch ein gemietetes Haus mit Garten müßte ich ja in Ordnung halten. Die andere Hälfte ist Tagesgeld bei diversen Banken - auch nicht gerade eine komplexe Sache.

    Tja, jemand "absolut Vertrauenswürdiges" für den Notfall ! Leichter gesagt, als getan. Neulich hatten wir ein Treffen ehemaliger Studienkollegen, bei dem genau dieses Thema aufkam. Die meisten nannten dann einen Anwalt oder Notar als Person ihres Vertrauens - bis sich raustellte, daß diese Personen in der Regel noch älter waren, als die Beteiligten selbst ! Wer da zuerst Pflegefall wird ist die Frage

    Habe zwei gute wirklich gute Kumpels, nur haben die von Finanzen keine Ahnung. Ebenso wie mein Süße.

    Kein angenehmes Thema ...
    Rahmenbedingungen:
    - Investor mit Alter Mitte 60
    - Risikobereitschaft: Defensiv - Neutral
    - Bereitschaft zur Selbstverwaltung niedrig, Kenntnisse vorhanden aber kein Profi.
    - Realwirtschaft: Global länger als gedachter Aufschwung. Künstliche Verlängerung in den USA durch expansive Fiskalpolitik Trumps bei gleichzeitiger restriktiver werdender Geldpolitik. Einige Nebenbaustellen wie EMs, China Immo-markt+Verschuldung der SOE, + Italien (biggest tail risk)
    - Rentenmärkte: Zweigeteilit in USA und Eurozone. 10 TREAS bei +2,8% vs 10Jährige-Bunds bei +0,3% --> krasser spread
    - Aktienmarkt: Ende des Zyklus. Teilweise hohe Bewertung. Europa Aktien permanenter Underperformer ggü USA, werden einfach schlechter geführt --> Abschlag gerechtfertigt, gerade im DAX
    - Immo-märkte: Teilüberhitzungen auch in Dt., zum Investor vermutlich eh schon überinvestiert, wenn das liquide Vermögen nicht doppelt so hoch wie der Wert der Immos ist.

    1) Aktien (Einzel/Fonds/ETFs): sollten bei dem Investor (Risikoneigung/alter) eher niedrigen Anteil ausmachen. Aber ist falscher Zeitpunkt. --> Daher sehr geringer Anteil jetzt, wenn überhaupt.
    2) Renten (Einzel/Fonds/ETFs): Wenn nicht in Dt/US Staatsanleihen, oder dt. Pfandbriefen, dann Fonds, da Interesse/Zeitaufwand im Verhältnis zum Risiko/Ertrag stehen. Unternehmensanleihen und High Yields sowieso Fonds ausgründen der Risikobereitschaft. Das Problem: In dem Umfeld erwirtschaft nur die allerwenigsten Fonds NACH Kosten einen Mehrertrag, besonders in EUR-Exposure.
    --> der aktuelle Paintrade wäre Cash weiter halten. Verteilung auf verschiedene Banken und warten + weiter in die Materie einlesen + überschaubarer (!!) Betrag zum selbst investieren im Erfahrung zu sammeln. Andern falls zu nem Vermögensverwalter (nach gründlicher Recherche) mit einem Anfangsbetrag. Mit dem Ausblick potentiell mehr zu bekommen, nehmen die meist auch schon kleinere Summen an.

    Kommentar


    #25
    Zitat von cimar Hier:19.08.2018, 13:31 Beitrag anzeigen

    Rahmenbedingungen:
    - Investor mit Alter Mitte 60
    - Risikobereitschaft: Defensiv - Neutral
    - Bereitschaft zur Selbstverwaltung niedrig, Kenntnisse vorhanden aber kein Profi.
    - Realwirtschaft: Global länger als gedachter Aufschwung. Künstliche Verlängerung in den USA durch expansive Fiskalpolitik Trumps bei gleichzeitiger restriktiver werdender Geldpolitik. Einige Nebenbaustellen wie EMs, China Immo-markt+Verschuldung der SOE, + Italien (biggest tail risk)
    - Rentenmärkte: Zweigeteilit in USA und Eurozone. 10 TREAS bei +2,8% vs 10Jährige-Bunds bei +0,3% --> krasser spread
    - Aktienmarkt: Ende des Zyklus. Teilweise hohe Bewertung. Europa Aktien permanenter Underperformer ggü USA, werden einfach schlechter geführt --> Abschlag gerechtfertigt, gerade im DAX
    - Immo-märkte: Teilüberhitzungen auch in Dt., zum Investor vermutlich eh schon überinvestiert, wenn das liquide Vermögen nicht doppelt so hoch wie der Wert der Immos ist.

    1) Aktien (Einzel/Fonds/ETFs): sollten bei dem Investor (Risikoneigung/alter) eher niedrigen Anteil ausmachen. Aber ist falscher Zeitpunkt. --> Daher sehr geringer Anteil jetzt, wenn überhaupt.
    2) Renten (Einzel/Fonds/ETFs): Wenn nicht in Dt/US Staatsanleihen, oder dt. Pfandbriefen, dann Fonds, da Interesse/Zeitaufwand im Verhältnis zum Risiko/Ertrag stehen. Unternehmensanleihen und High Yields sowieso Fonds ausgründen der Risikobereitschaft. Das Problem: In dem Umfeld erwirtschaft nur die allerwenigsten Fonds NACH Kosten einen Mehrertrag, besonders in EUR-Exposure.
    --> der aktuelle Paintrade wäre Cash weiter halten. Verteilung auf verschiedene Banken und warten + weiter in die Materie einlesen + überschaubarer (!!) Betrag zum selbst investieren im Erfahrung zu sammeln. Andern falls zu nem Vermögensverwalter (nach gründlicher Recherche) mit einem Anfangsbetrag. Mit dem Ausblick potentiell mehr zu bekommen, nehmen die meist auch schon kleinere Summen an.
    Zu den Rahmenbedingungen: Gut zusammengefasst ! Vielen Dank dafür !
    Aus meiner Laiensicht: Eben eine ziemlich unsichere Lage.
    Die EU (inkl. Euro) sehe ich leider nicht als eine von mehreren "Nebenbaustellen", sondern als eines der größten Risiken. Zumal ich hier lebe und in Euro bezahle.

    Für mein Zögern habe ich nun immerhin eine weitere Bestätigung. Kein guter Zeitpunkt um in die Finanz-Märkte (sei es Aktien oder Anleihen) einzusteigen.
    Pulver trocken halten und weiter informieren scheint mir daher ein guter Rat zu sein.


    Da Du Dich offensichtlich gut auskennst: Was ist Deine Einschätzung bezüglich des Euros ? Wird er eher halten oder platzen ?
    Halte schon sehr lange (seit Mitte der 90er Jahre) auch eine gewisse Goldquote (physisch) von ca. 5% meiner Mittel. Eventuell aufstocken ?
    Und/oder besser Fremdwährungen dazu nehmen z. B. Dollar ?

    Vermögensverwaltungen gibt es halt wie Sand am Meer … Schwierig für den Laien, da was gutes und passendes zu finden.

    Kommentar


    #26
    Zitat von sovereign Hier:19.08.2018, 14:57 Beitrag anzeigen

    Zu den Rahmenbedingungen: Gut zusammengefasst ! Vielen Dank dafür !
    Aus meiner Laiensicht: Eben eine ziemlich unsichere Lage.
    Die EU (inkl. Euro) sehe ich leider nicht als eine von mehreren "Nebenbaustellen", sondern als eines der größten Risiken. Zumal ich hier lebe und in Euro bezahle.

    Für mein Zögern habe ich nun immerhin eine weitere Bestätigung. Kein guter Zeitpunkt um in die Finanz-Märkte (sei es Aktien oder Anleihen) einzusteigen.
    Pulver trocken halten und weiter informieren scheint mir daher ein guter Rat zu sein.


    Da Du Dich offensichtlich gut auskennst: Was ist Deine Einschätzung bezüglich des Euros ? Wird er eher halten oder platzen ?
    Halte schon sehr lange (seit Mitte der 90er Jahre) auch eine gewisse Goldquote (physisch) von ca. 5% meiner Mittel. Eventuell aufstocken ?
    Und/oder besser Fremdwährungen dazu nehmen z. B. Dollar ?

    Vermögensverwaltungen gibt es halt wie Sand am Meer … Schwierig für den Laien, da was gutes und passendes zu finden.
    Auch von mir noch ein Kommentar zu Deinem "Problem"

    Ich würde das Geld nicht wie von Dir auch angemerkt auf die Banken verteilen. Falls Du Dich wirklich überhaupt nicht damit beschäftigen möchtest würde ich Dir empfehlen die Hälfte oder 2/3 des Geldes in "gute" Mischfonds zu investieren. Meiner Meinung nach sollten 3-5 Fonds ausreichen da innerhalb der Fonds ja schon eine mehr oder weniger starke Streuung stattfindet. Natürlich solltest Du hier a) ein Auge auf die laufenden Gebühren (Management fee) und b) Dir eine Bank suchen, die diese Fonds zum NAV (ohne Ausgabeaufschlag) kauft. Am Wichtigsten ist aber die Qualität der Fonds, auch wenn die erreichten Renditen bzw. eingegangenen Risiken in der Vergangenheit nichts über die Entwicklung in der Zukunft aussagen.

    Gruss

    koelner

    Kommentar


    #27

    Auch von mir noch ein Kommentar zu Deinem "Problem"
    Mir fällt auch noch was ein:
    -Ich handele schon lange genug an der Börse, um zu wissen, dass die Zeiten zum Geldverdienen immer erst ex post ganz einfach waren.
    Deswegen auf den Tag X zu warten, an dem an der Börse zum Einstieg gebimmelt wird- der Tag wird nicht kommen.
    - wenn man sich überlegt, was die Zinsen so niedrig hat werden lassen, kann man sich in etwa ausmalen, was passiert, wenn die EZB die Zinsen anheben sollte. Deswegen gehe ich weiterhin von Nullzins ala Japan aus. Zumindest solange es keine richtige Inflation gibt, also nicht irgendwas mit 2 % p.a.
    Insofern: Ein Portfolio aus z.B. Fonds, etwa Dax-Werte oder Dow Jones war in der Vergangenheit praktisch immer besser, als das Geld rumliegen zu lassen. Ich denke also nicht, dass man jetzt fundiert behaupten kann, dass aktuell ein schlechterer Zeitpunkt ist als vor oder in einem Jahr.

    Hier in den einzelnen Foren findest Du auch Anleihen, die die meisten hier vom Chance/Risiko überdurchschnittlich finden, sonst wären wir hier nicht. Aber wenn Rendite draufsteht, ist Risiko drin...
    Die Entscheidungen kann dir niemand abnehmen.

    Kommentar


    #28
    Zitat von sovereign Hier:19.08.2018, 14:57 Beitrag anzeigen

    Zu den Rahmenbedingungen: Gut zusammengefasst ! Vielen Dank dafür !
    Aus meiner Laiensicht: Eben eine ziemlich unsichere Lage.
    Die EU (inkl. Euro) sehe ich leider nicht als eine von mehreren "Nebenbaustellen", sondern als eines der größten Risiken. Zumal ich hier lebe und in Euro bezahle.

    Für mein Zögern habe ich nun immerhin eine weitere Bestätigung. Kein guter Zeitpunkt um in die Finanz-Märkte (sei es Aktien oder Anleihen) einzusteigen.
    Pulver trocken halten und weiter informieren scheint mir daher ein guter Rat zu sein.


    Da Du Dich offensichtlich gut auskennst: Was ist Deine Einschätzung bezüglich des Euros ? Wird er eher halten oder platzen ?
    Halte schon sehr lange (seit Mitte der 90er Jahre) auch eine gewisse Goldquote (physisch) von ca. 5% meiner Mittel. Eventuell aufstocken ?
    Und/oder besser Fremdwährungen dazu nehmen z. B. Dollar ?

    Vermögensverwaltungen gibt es halt wie Sand am Meer … Schwierig für den Laien, da was gutes und passendes zu finden.
    Die Standard-Antwort auf den Euro ist, "dass es ihn weitergeben wird, aber vermutlich in anderer Zusammensetzung und/oder Form."

    Jeder hat da ganz nach seiner Schwerpunktsetzung eine andere Meinung zum Eurosystem. Ich glaube, dass es ihn länger geben wird, als besonders von den FUNDAMENTAL-Kritikern geweissagt wird.
    Nur weil etwas theoretisch nicht zusammenpasst und dazu noch praktisch völlig fehlerhaft umgesetzt wurde, bedeutet dies nicht automatisch das sofortiges Ende. Der Euro ist vor allem ein politisches Projekt. Und solange 1) dort weder die Bereitschaft für die Umstrukturierung und/oder Beendigung vorhanden ist und 2) praktisch keine GANGBARE Alternative vorhanden ist, wird das Ding mit allen Mitteln zusammengehalten bzw. wird das die "unpolitische" Zentralbank erledigen.

    Aber diese zukunftsbezogenen Spekulationen sollten dich nur bedingt von deiner Allokation abhalten. Ich denke auch, dass in deiner Situation (versorgt und mit Immos abgesichert ein gradueller Einstieg in den Finanzmarkt möglich ist. Eventuell sollte der Einstieg über 1) überwiegend Eigenkapital (-->Aktien) statt finden, da Anleihefonds nach Kosten kaum was abwerfen, 2) überwiegend außerhalb des Euroraums, da ja sowohl deine Immos als auch deine Rente im Euroraum liegen.
    Das Hauptherausforderung ist bei dir aber die Umsetzung in Verbindung mit deinen Anforderungen: 1) Bereitschaft zur Selbstverwaltung und 2) Risikoneigung.
    Zu 1) --> keine Einzeltitel -->
    - Fonds/ETFs Du wirst mit den normalen Mitteln eines Privatanleger nicht diejenigen Fonds ausfindig machen können, die das gewünschte Exposure haben.
    - Vermögensverwaltung: Dort wird i.d.R. bis zum siebenstelligen Betrag keine individuelle Lösung angeboten. In der Regel heißt das 50/50 oder 30/70 (Aktien/Anleihen; USD/EUR). Und erst als professionelle Kunde hast du Einfluss auf die Anlageentscheidung wie evtl 10 NOK und 20% CHF).
    Zu 2) geringe Risikoneigung -
    -> niedrige Aktienquote und
    --> niedriges FX-Exposure. Durch die Standardisierung und Regulierung werden "defensive" Kunden in rein nach historisch und rechtlichen Gesichtspunkten in "defensiven" Anlageklassen wie Anliehen und HomeCurrency (=EUR) gehalten. Aus meiner persönlichen Sicht, ist das aber ein Fehler, weil dadurch 1) die Diversifizierung eingeschränkt, was grundsätzlich das Risiko erhöht und 2) im speziellen gerade EUR-Anleihen in dem Umfeld nach Kosten mittelfristig Verlustpotential bergen. Mal ganz abgesehen davon, dass real sogar bei €€EUR-HighYieldern kaum was übrig bleibt.

    Zum Thema Mischfonds. 90% kann man vergessen. Kosten knapp das doppelte einer Vermögensverwaltung. Wie ein defensiver Mischfonds mit 30% Anleihequote überwiegend im Euro-Raum anlegend nach Kosten, da auf eine positive Rendite nominal kommt, kann man morningstar.de nachvollziehen. 80% haben das im laufenden Jahr nicht geschafft. Wen wundert das!

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