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    Zitat von eurohypo Hier:18.06.2019, 11:12 Beitrag anzeigen

    Das wird ein Ende haben. Und kein happy end.
    Sobald das Vertrauen in die Währung zerrüttet ist, knallt es.
    Wer hat denn noch Vertrauen in die Währung? Ist der USD so viel besser? Oder ist nicht generell die Frage was aus unserem Papiergeld wird?

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    Zitat von koelner Hier:18.06.2019, 11:21 Beitrag anzeigen
    Wer hat denn noch Vertrauen in die Währung? Ist der USD so viel besser? Oder ist nicht generell die Frage was aus unserem Papiergeld wird?
    ... sicher.
    US Gov.Debt (nur so aus dem Kopf) Anno 2000 = knapp -6 Bn, 2008 knapp -11 Bn, aktuell unterwegs Richtung -22 Bn.

    Dollarbonds sind mE grundsätzlich auch nur eine schöne Scheinlösung - die am eigentlichen Problem vorbeigeht.
    (und wieder 10 Hasspunkte beim BB-Mainstream mehr auf dem Konto)

    Trotzdem hat die FED noch Handlungsspielräume, während Draghi längst nur noch Substanz zerstört.
    (ich bin mir bis dato keineswegs sicher, dass die eingepreisten drei Rate-Cuts wunschgemäß bedient werden)

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    Zitat von Al Bondy Hier:18.06.2019, 11:52 Beitrag anzeigen
    Dollarbonds sind mE grundsätzlich auch nur eine schöne Scheinlösung - die am eigentlichen Problem vorbeigeht.
    So positionieren sich die Fund Manager in Krisenzeiten. Europa wie erwartet ganz unten.
    Was mir hier fehlt ist die Alternative einer nicht von Zentralbanken manipulierbaren Währung….
    Gut zu wissen, dass hier noch signifikantes Potential nach oben vorhanden ist.

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    ... 173.- BundF fast erreicht (172.84 Top)

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    Zitat von koelner Hier:18.06.2019, 11:21 Beitrag anzeigen

    Wer hat denn noch Vertrauen in die Währung?
    Jeder Investor, der EUR-Staatsanleihen kauft. Jeden Tag neu.
    Bislang konnten alle EUR-Zonen Länder ihre Kredite rollen und neue Schulden aufnehmen.

    Die komplette Währungspolitik der EZB fußt auf der Annahme das Vertrauen der Märkte erhalten zu können.
    Wie bedeutsam das ist, kann man in den einschlägigen EZB-Berichten und Bundesbankberichten zB zum Thema Italien nachlesen.

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    Zitat von koelner Hier:18.06.2019, 11:21 Beitrag anzeigen
    Wer hat denn noch Vertrauen in die Währung?
    ... bei der Gelegenheit mal zwei Jahrzehnte zurückgedacht - an das damalige "Gelbe Forum" (kritisches Finanzboard) wo auch einige bekannte Bondboardler mal hergekommen sind. Und an "die Irren" und Ersatz-Geld-Pioniere damals mit ihren GoGos, Regional-Thalern, Tauschwertgutscheinen und privatkreisenden Schuldscheinen - als "alternatives besseres Geld".

    Heute ist das "neues Geld machen" völlige Normalität geworden, von BTC oder ETH über Veni-Mining-Games, MiniBots und FaceBook-Libra.

    Im WPF fragte jemand, ob das evtl. so kommen wird, dass wenn in Italien zukünftig fast jeder seine Steuern mit MiniBots begleicht, der Staat dann nach einigen Jahren keinen einzigen realen Euro an Steuereinnahmen mehr generieren wird. Gute Frage. Eine plausible Antwort fiel dazu mir trotzdem nicht ein - so folgerichtig logisch wie widersinnig und euro-destruktiv wäre das aber.

    Letztlich untergräbt und höhlt all das die etablierten Währungssysteme unzweifelhaft schleichend aus - parallel zur weiter wachsender Überschuldung. "Reichwerden durch Crypto-Mining" und damit auch Reichtum an sich definiert sich dadurch heute und erst Recht in Zukunft völlig anders. Für konservatives Denken und etablierte Werte und Wertvorstellungen sicher ein bedrohlicher Graus. Während bei erhöhter "moralischer Achtsamkeit" die Realität der richtig Geldhungrigen immer härter, schneller und brutaler wird.

    An sich ein absolut primares langfriststrategisches Thema für ein Finanzboard.
    Trotzdem kommt mir das eher so vor, als ob es der Mehrheit unterschwellig Angst macht und deshalb unter "störendes Deppen-Gelaber" fällt.

    Persönliche Konsequenz der laufenden Werte-Inflation heißt für mich, erstens breitere und fluide Diversifikation, zweitens Konzentration auf deutlich höhere Erträge, drittens regelmäßige Beobachtung der diversen finanzwirtschaftlichen Einflußgrößen, viertens relative Offenheit gegenüber "neuen Wegen" und schließlich gespannte Erwartung hinsichtlich zukünftiger Ereignisse der Kategorie "A Chance for a Lifetime" sowie in Richtung zunehmendes Alter "Investments mit Fun-Rendite".

    Und man muss ja heute nicht mit allen Kompliziertheiten überall gleich pioniermäßig einsteigen - weder "mine" ich selbst noch handele ich BTC oä direkt an Cryptobörsen, aber zB A18KCB ist auch ein unkompliziertes liquides Vehikel (ETN auf XBT/USD in Euro), ebenso sowie A2HDZ2 (dito auf ETH).
    https://www.comdirect.de/inf/zertifi...rtType=ohlc&e&
    https://www.comdirect.de/inf/zertifi...rtType=ohlc&e&

    PS: seh grad wir sind hier im BundF - egal ...

    Kommentar


    Zitat von Al Bondy Hier:18.06.2019, 17:33 Beitrag anzeigen
    aber zB A18KCB ist auch ein unkompliziertes liquides Vehikel (ETN auf XBT/USD in Euro), ebenso sowie A2HDZ2 (dito auf ETH).
    Zertifikate? Diese Logik ist unverständlich.
    Kollaps der Währungssysteme=Kollaps der Banken =Tod der Zertifikate (Schuldverschreibungen von Banken)

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    Zitat von Tonio Hier:18.06.2019, 18:08 Beitrag anzeigen
    Zertifikate? Diese Logik ist unverständlich.
    Kollaps der Währungssysteme=Kollaps der Banken =Tod der Zertifikate (Schuldverschreibungen von Banken)
    ... Stichworte "fluide Diversifikation" und "höhere Erträge", also nach +150% (BTC) bzw +300% (ETH) doch nicht weiter verbissen halten bis zum Untergang.

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    U- Rendite sind -0,4%. BUFU 173,66. Draghi hinterlässt ein schweres Erbe

    https://www.sueddeutsche.de/wirtscha...olge-1.4509663

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    Zitat von erwin-kosto Hier:03.07.2019, 20:26 Beitrag anzeigen
    U- Rendite sind -0,4%. BUFU 173,66
    ... neues Tageshoch >174.-
    und heute früh zum vierten Mal nacheinander den oberen Rand in den FGBL-Chartgrafiken "höhergelegt".
    Platz frei wäre da jetzt immer noch genug für weiteren Irrsinn. Brensend wirkt bei den Renditen (noch) die eher symbolische bzw psychologische -0.40 = aktueller EZB Strafzins. Darunter beginnt die verschärfte Kollektivstrafe für vernünftiges Wirtschaften mit den nächsten Zielen -0.60 bis -1.00. GR 2042 hat gestern intraday fast die +40% in gut 6 Monaten 2019 erreicht (Kurs+antlg.Zins).

    Draghi hinterlässt ein schweres Erbe
    ... eine "Minus-Erbschaft" kann man üblicherweise ausschlagen (BGB 1942-1944) - aber wer jetzt noch auf den "Buzzer" haut, sprengt damit sofort die gesamte Eurozone. Danach startet dann "Fridays-No-Future".

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    Zitat von Al Bondy Hier:04.07.2019, 14:49 Beitrag anzeigen

    Platz frei wäre da jetzt immer noch genug für weiteren Irrsinn. Brensend wirkt bei den Renditen (noch) die eher symbolische bzw psychologische -0.40 = aktueller EZB Strafzins.
    Die minus 0,40 Schwelle ist m.E. ein Deckel. Für die Instis besteht kein Anreiz, bei noch tieferem Zinssatz deutsche Staatsanleihen zu kaufen.
    Oder übersehe ich da etwas ?

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    Zitat von eurohypo Hier:04.07.2019, 16:16 Beitrag anzeigen

    Die minus 0,40 Schwelle ist m.E. ein Deckel. Für die Instis besteht kein Anreiz, bei noch tieferem Zinssatz deutsche Staatsanleihen zu kaufen.
    Oder übersehe ich da etwas ?
    ich hätte gedacht der Deckel liegt bei 0,0%, womit klar ist, dass ich schon 2016 was übersehen habe.
    Aber was soll bei -0,4% anders sein als bei -0,3% oder -0,5%.

    Kommentar


    Zitat von eurohypo Hier:04.07.2019, 16:16 Beitrag anzeigen
    Die minus 0,40 Schwelle ist m.E. ein Deckel. Für die Instis besteht kein Anreiz, bei noch tieferem Zinssatz deutsche Staatsanleihen zu kaufen.
    Oder übersehe ich da etwas ?
    ... ein Deckel (bzw "Floor") könnte es sein, oder werden - wenn es denn hält. Ich vermute ein Nein.
    Draghi hat die dicke Lippe riskiert und nur diffus von "unkonventionellen Maßnahmen" gesprochen. Würde natürlich jeder so machen, der in Wahrheit längst kein Pulver mehr in der Hose hat. Nur hat es eben auch sofort und sogar übermäßig stark auf Bond- und Aktienmärkte gewirkt. Sprich, in Wirklichkeit hat Draghi nur ein kurzes Stöckchen hingehalten, und die konditionierten Lemminge sind allesamt drübergesprungen. Ob sie anschließend direkt ins Leere fallen, wird sich zeigen - eine Prognose dazu scheint mir relativ unmöglich.
    Märkte sind oftmals vorhersehbar, dressierte Affen auf Meth deutlich weniger. Wobei inzwischen reale Gefahr besteht, dass die Irrealität selbst schleichend zum "neuen Normalzustand" empfunden und verinnerlicht wird. Was dann wiederum die Wirtschaft und letztlich auch die Gesellschaft dramatisch weiterverändert. Weil man Newtons Fallgesetze nachhaltig ins Gegenteil umgedreht hat. D.h. je miserabler jemand wirtschaftet oder haushaltet, desto mehr wird das belohnt und weiter gefördert. Sodass derjenige bzw das Unternehmen oder die Volkswirtschaft zunächst aufsteigt anstatt zu fallen. Zumindest bis die ganze Illusion zerplatzt wie eine bunte Seifenblase.

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    Zitat von erwin-kosto Hier:04.07.2019, 16:38 Beitrag anzeigen

    ich hätte gedacht der Deckel liegt bei 0,0%, womit klar ist, dass ich schon 2016 was übersehen habe.
    Aber was soll bei -0,4% anders sein als bei -0,3% oder -0,5%.
    Der Strafzinssatz der EZB (derzeit -0,4) , der alle großen Marktteilnehmer trifft.
    Deutsche Staatsanleihen mit z.B. - 0,20 zu kaufen, ist (solange man im System denkt) vorteilhafter als 0,4 Strafzins zu zahlen.

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16268672.html

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    Apropos übersehen. Wie die Finanzindustrie (Geschäftsbanken, Versicherungen, Krankenversicherungen, Pensionskassen) mittlerweile seit Jahren
    trotz Negativzinsen überlebt, verstehe ich nicht. Deren Kunden müssen die Kosten mitbezahlen und den Negativzins.

    Kommentar


    Zitat von eurohypo Hier:04.07.2019, 19:13 Beitrag anzeigen

    Apropos übersehen. Wie die Finanzindustrie (Geschäftsbanken, Versicherungen, Krankenversicherungen, Pensionskassen) mittlerweile seit Jahren
    trotz Negativzinsen überlebt, verstehe ich nicht. Deren Kunden müssen die Kosten mitbezahlen und den Negativzins.
    Ist eine tickende Zeitbombe. Also keine Frage ob sie platzt, sondern wann sie platzt...

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