Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Mifid ii

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von Gearloose Hier:20.02.2019, 15:00 Beitrag anzeigen
    Da die Bank "WM-hörig" ist und alles was da an Daten geliefert wird niemals nimmer nicht anzweifeln wird, hat es recht wenig Sinn, der Bank auf die Füße zu treten.
    ... wenn Du zB ein Abrechnungsproblem hast, bei dem selbst die Bank Dich im Recht sieht, bleibt Dir trotzdem nur die Bank als Druckventil.
    Die depotführende Bank kommuniziert nicht direkt, WM-Daten redet idR nicht mit Privaten über falsche Schlüsselungen, alle anderen erklären sich für nicht zuständig oder schieben die Verantwortung einfach weiter. Sowas kann sich über viele Monate ungelöst hinziehen. Eventuell fehlt Dir solange das betreffende Kapital. Oder Du sitzt auf einer unverkäuflichen Position, weil sich die Verantwortlichen nicht einigen wollen. Ganz mühsam wirds wenn man dann noch die Ombudsleute einschaltet - die kapieren komplexe Sachverhalte garnicht, fordern aber alle drei Wochen noch mehr an "Dokumentation". Die Du aber überwiegend nicht liefern kannst, weil Du darauf kein Zugriffsrecht hast.

    Hier muß jemand ran, der WM aufgrund der fehlerhaften Umsetzung von Mifid II in den Hintern treten kann. Ist die BaFin Aufsichtsbehörde zu WM?
    ... Treffer. BAFin erklärt sich da mE für nicht zuständig, weil WM als unverbindlicher privater Bank-Dienstleister kein amtlicher Teil des überregulierten Finanzunwesens ist. MW ist WM daher nur Gott, seinem Stellvertreter auf Erden und dem BAMF gegenüber verpflichtet. Den besten Zugriff gegen falsche Schlüsselungen hat noch vor einer Bank immer der betreffende Emittent. Dessen Interesse ist nach erfolgter Ausplazierung aber oft eher gering und manche Emittenten sind in dieser Materie auch absolut nicht die hellste Kerze auf der Torte.

    NNZ schrieb kürzlich im W.O.-Prokon-Thread, dass er ua BAFin mehrfach darauf hingewiesen hat, dass die kapitalanlagerechtswidrige Vorabveröffentlichung von Jahresbilanzen im internen Prokon-Memberbereich einen zweifelsfrei klaren MAR-Verstoß darstellt (Marktmissbrauchsverordnung, sprich Insiderinformation contra der geforderten Chancengleicheit bei der Information aller Marktteilnehmer). Interessiert aber keinen.

    Kommentar


    Zitat von Andreas R. Hier:20.02.2019, 15:21 Beitrag anzeigen

    Entweder dein Depot ist so groß, dass du kein Mifid-Problem hast, oder der Bank ist dein Genörgel einfach egal. An einer Standardanleihe in Kleinanlegergrößen ist nichts verdient.


    Ein großes Depot allein schützt nicht vor MeFickToo, wenn man nicht den Status "Professioneller Anleger" hat.

    Zitat von Andreas R. Hier:20.02.2019, 15:21 Beitrag anzeigen
    Gegen die WM-Daten wird sich keine Bank stellen, da sie damit sofort selbst in der Haftung wäre.


    Wie schon gesagt, geht's nicht darum, selbst an fehlerhaften WM-Stammdaten rumzudoktern - schon gar nicht, wenn es sich um regulatorische oder Steuer-Daten handelt. Und aus eigener Berufspraxis kann ich berichten, daß fehlerhafte bzw. für den Geschäftsbetrieb unbrauchbare bzw. kontraproduktive WM-Daten alles andere als Ausnahmeerscheinungen sind, so daß es zum Tagesgeschäft einer Bank bzw. eines Finanzdienstleisters gehört, fehlerhafte Stammdaten bei WM zu reklamieren. Der normale, alltägliche Dienstweg ist Ticket bei WM aufmachen und i.d.R. einen Tag auf Klärung bzw. Erledigung warten. Da auch bei WM nicht immer die hellsten Leuchten sitzen, kann es auch schon mal vorkommen, daß man denen zweimal auf die Füße treten muß, um eine Korrektur von Schwachsinnsdaten zu erreichen.

    Kommentar


    Es kommt natürlich nicht nur auf die Größe an. ;-)
    Aber bigger is better. An 100 Transaktionen ala 10 TE bleibt für die Bank auch nichts nennenswertes hängen, wenn wir von 0,5 % Provision ausgehen.

    Wir reden hier aber leider nicht von falschen Daten, sondern von der wohl aktuell tatsächlich so gewollten Einstellung.

    Kommentar


    Zitat von koelner Hier:19.02.2019, 14:05 Beitrag anzeigen
    Willst Du damit andeuten, dass die Banken Mifid II befürworten bzw. davon profitieren? ....
    @spotturn hat in #997 mE die zutreffende Antwort gegeben. Eigentlich waren meine Fragen mehr rhetorischer Art und darauf gerichtet, Al Bondy zu substantiierteren Aussagen zu verleiten als zu dem bekannten Europa-Bashing. - Konkreter: Wenn man nämlich 'Freiheit' postuliert, gehört auch dazu, dass der Stärkere sich nimmt, was er kriegen kann und dazu gehört auch dass Kleinvieh=Kleinanleger (in mehrfachem Sinne) 'Mist' machen, den es sich lohnt einzusammeln. Abstrakt gesprochen nennt man das Kapitalakkumulation.

    ... blöd, wenn die Großen einem das eigene Spiel verderben, denn ...
    ... es fehlen die vielen Kleinanlegerorders mit denen man auf Geld- oder Briefseite hier und da was günstig einsammeln oder abgeben konnte....
    ... so viel zur Moral der Kritik.
    Dies ist kein Plädoyer für Mifid, denn die Regel geht echt ins Geld.

    Kommentar


    Zitat von Andreas R. Hier:20.02.2019, 19:58 Beitrag anzeigen
    Es kommt natürlich nicht nur auf die Größe an. ;-)

    Wir reden hier aber leider nicht von falschen Daten, sondern von der wohl aktuell tatsächlich so gewollten Einstellung.
    Ich denke schon, daß es hier auch um falsch hinterlegte WM-Daten zum MeFickToo-Zielmarkt ging, die hier an Board beklagt wurden.

    Kommentar


    Müssten nicht die Börsen Frankfurt und Stuttgart (Berlin/München/Düsseldorf) rebellieren?
    Wenn der Instihandel sowieso OTC läuft, was bleibt für diese Plätze dann noch übrig? Broker fernab von Deutschland haben selten bis gar nicht ein Routing in den Anleihenhandel von Stuttgart.
    Spinnt man weiter, könnten die Börsen diverse Bonds vom Handel entfernen und Neuemissionen erst gar nicht listen, wenn der Emittent sich keine Mühe macht und somit kaum Handel zu erwarten ist. Die Einstufung als professionelle Gegenpartei erfüllt der ein oder andere hier, nur spielen die favorisierten Broker nicht mit.
    Verdienen die Regionalbörsen so viel am Aktienhandel, der bei Xetra für die Mehrheit der Titel eben leider liquider und günstiger ist? Hauen es die Zertifikate raus? Is mir schon klar, dass der Anleihenhandel ein Nebensegment ist; aber "gänzlich uninteressant" ist das doch weder für Börsen noch Direktbroker. Trade ist Trade.

    Kommentar


    Bei den Börsen bin ich bei dir, die müssten Interesse an vielen Trades haben, da ein Teil des Geschäfts auch Arbitrage sein dürfte und nicht nur reine Abwicklung.

    Alle automatisierten Trades ohne Nachbearbeitung sind sicher interessant. Wenn erst BIBs besorgt werden müssen, lohnt es eben nicht mehr.

    Kommentar


    Zitat von der kleine Prinz Hier:20.02.2019, 09:42 Beitrag anzeigen
    Ebenfalls teilgenommen.

    Kommentar


    Zitat von John Silver Hier:20.02.2019, 22:28 Beitrag anzeigen

    Ebenfalls teilgenommen.
    Habe auch teilgenommen.

    Kommentar


    Zitat von John Silver Hier:20.02.2019, 22:28 Beitrag anzeigen

    Ebenfalls teilgenommen.
    Ich denke das wird aber quasi nichts bringen, alleine weil die Umfrage sich eigentlich gar nicht mit den Problemen beschäftigt, die wir mit MIFID II hier haben.
    Ich glaube nur vielstimmiges penetrantes "Nerven" wird vielleicht(!) zu einem (kleinen) Erfolg führen, wenn möglichst viele Betroffene eMails / Briefe etc.
    -an alle Börsen schreiben (alle großen und die kleinen regionalen),
    -an die eigenen Banken gehen und man sich beklagt,
    -an diverse Wirtschaftsredaktionen der Zeitungen und Magazine und
    -an die Bafin und ähnliche amtliche Stellen,
    -Bundestags- und Europaabgeordnete,
    schreiben.

    Ansonsten habe ich leider wenig Hoffnung, weil wir Anleihenanleger, wie hier vielfach schon geschrieben, einfach keine Lobby haben.
    Dann bleibt es hier bei der Diskussion im "Forum für politische Wirkungslosigkeit".

    Kommentar


    Das Problem kann doch nur von der Gesetzgeberseite gelöst/geändert werden.
    Wenn Emittenten bei 100K Emissionen von der Prospektpflicht befreit werden, auf der anderen Seite für 1K Stückelungen ausführliche Doku gefordert wird, welche den Kleinanleger - der in der Denke des Gesetzgebers ja nur 1K Stückelungen kaufen kann - vor negativer Unbill schützen soll gleichzeitig aber auch kostenintensiver ist, dann muß man sich nicht wundern wenn z.B. von Versicherungsseite (als Emittent) unverblümt kommuniziert wird:
    "1K Stückelung ist uns zu teuer, daher wählen wir nur 100K". (So hab ich's schon offen gelesen.)
    Es ist also nicht die pure Absicht von Emittenten den Kleinanleger aus dem Geschäft herauszuhalten, sondern es ist ein Kostenfaktor.

    Der Gesetzgeber müßte also die Prospektpflicht auch für größere Stückelungen verbindlich vorschreiben.
    Dies wird nicht eintreten, weil dann schnurstraks Heerscharen von Lobbyisten vor den Türen des Gesetzgebers stehen und diesen bearbeiten, bis er einknickt.

    Noch was Tröstliches zum Schluß:
    ThyssenKrupp hat ne 1.5Mrd€ Emi in 1K Stücken aufs Parkett gelegt.
    https://www.finanzen.net/nachricht/a...n-euro-7155527

    Gut 15Mio€ Umsätze A2TEDB heute am ersten Tag, ohne MiFID Beschränkung
    Leider nur 2.875% Kupönchen, und das für ein BB-Rating mit negativem Ausblick.
    Aber vielleicht ist das korrespondierende Flag bei den Brokern noch nicht gesetzt. Kann schließlich nicht angehen, daß so ein Papier 0.09% unter Emi-Kurs und dann noch mit 0.01% Spread gehandelt wird. Ob das Privatanlegern wirklich noch länger zugemutet wird...???

    Kommentar


    Zitat von Alf Hier:20.02.2019, 09:53 Beitrag anzeigen

    Cool, danke, bitte alle mitmachen!
    Selbstverständlich ausgefüllt. Mifid II war in höchsten Tönen zu loben oder?

    Kommentar


    Zitat von Andreas R. Hier:20.02.2019, 19:58 Beitrag anzeigen
    ... Wir reden hier aber leider nicht von falschen Daten, sondern von der wohl aktuell tatsächlich so gewollten Einstellung.
    Nachdem Junkbondking bei Mogo A191NY auf den Prospektauschluß von Retail hingewiesen hatte, fiel mir ein, daß ich Entsprechendes schon in vielen Prospekten gesehen habe, die Papiere aber dennoch kaufen konnte. Man muß daher wohl davon ausgehen, daß mit der neuen Schlüsselung bei WM, die Forderungen der Emittenten jetzt umgesetzt wurden.

    Kommentar


    Zitat von davidh Hier:20.02.2019, 20:19 Beitrag anzeigen
    Müssten nicht die Börsen Frankfurt und Stuttgart (Berlin/München/Düsseldorf) rebellieren?
    Könnte man meinen.
    Ich fürchte, das geht für uns eher nach hinten los. Wenn ich mir anschaue, was in vielen der hier diskutierten Papieren an den Börsen umgeht, dann fürchte ich werden die Notizen einiger bis mehreren Papiere auf kurze bis mittlere Sicht eingestellt.

    Kommentar


    Was mir nicht in den Kopf passt:
    Als Emittent wäre ich doch heilfroh, bei einem Zahlungsproblem mit einer großen Schar unorganisierter Klein.- und Mittelanleger zu tun zu haben. als mit wenigen, gut organisierten Großanlegern. Das hat der MBond-Markt doch hinlänglich gezeigt.
    Warum emittiere ich überhaupt noch Anleihen, wenn die nur von Fonds unter Kontrolle bzw. direkt von einigen Großbanken / Versicherungen / Großinvestoren gehalten werden?
    Dann kann ich doch direkte Darlehen ohne Börsennotierung aufnehmen?

    Und die BIB's können doch eigentlich auch nicht das große Problem sein: Die 1000seitigen Prospekte bestehen doch auch heute schon fast nur aus abgekupfertem Kram, in denen nur der Emittent und ein paar Zahlen ausgetauscht werden.

    Kommentar

Lädt...
X