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    Zitat von B3S Hier:05.03.2019, 07:14 Beitrag anzeigen
    Vor allem um die Zertis ging es bei PRIIPs! Da die Banken daran aber prächtig verdienen, wird natürlich in jedem Fall ein BIB zur Verfügung gestellt.
    Die "normalen" Bonds sind sozusagen der Kollateralschaden, den man (wahrscheinlich gerne) mit in Kauf genommen hat. Formal sind Zertis nun mal Bonds... Der Unterschied ist einem bestens versorgten Eurokraten in Brüssel natürlich entweder egal oder er versteht ihn eh nicht.
    ... ich suche ja immer noch nach einer logischen Erklärung dieser scheinbar sinnlosen Zerstörungs- und Verbots-Orgie.
    Politik hat Zwangsmaßnahmen immer als "Schutz" dargestellt.

    Dass ein paar Fonds davon Vorteile haben könnten, scheint mir deutlich zu wenig. Und die Begründung allein in akademisch-theoretisch verständnisloser Bürokratie zu suchen, klingt zwar am Stammtisch plausibel, wirkt aber auch nicht wirklich zielführend.

    Bleibt also eventuell garnicht nicht "Cui-Bono?" sondern die Frage, wo das ggf zielstrebig geplant hinführen soll ?
    Vorbereitung zur Einführung von Eurobonds als Zwangsanleihen im Zuge einer fortgesetzten Whatever-it-takes-Rettung oder der angestrebten totalen Sozialisierung mit "Konvergenz" aller europäischen Schulden, Steuern und Sozialabgaben ?

    Irgendwie endet da meine Kompetenz mitsamt Überblick. Also wieviel tausende Milliarden in der EU in welchen von wem gehaltenen Assetklassen stecken. Umgekehrt bin ich mir aber sicher, dass die Finanzbürokraten diesen statistischen Überblick sehr wohl haben und damit ggf auch planen.

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    Zitat von habibi Hier:04.03.2019, 11:04 Beitrag anzeigen
    Kann einer von Euch einen Mustertext reinstellen? Ist es ggf sinnvoll zusätzlich als Forum ggf über Baaderbank aufzutreten?
    ... letztlich scheint mir primär wichtig, dass möglichst viele einzelne Beschwerden aller Art und inhaltlichen Qualität im BMF ankommen.

    Von "unseren Institutionen" fehlen mir eigentlich schon lange konkrete Stellungnahmen.
    Zwar wird institutionell bzw bankseits öffentlich über Beratung, Aufwand und Kosten lamentiert - letztlich geht das aber an unserem (Minderheiten-) Interesse mit Schwerpunkt auf einer radikalen bürokratischen Verbotskultur und Quasi-Abschaffung "freier Märkte" komplett vorbei.

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    ich glaube, wenn jemand einen Musterbrief, oder zumindest einen Kurzkatalog mit den Topkritikpunkten hier reinstellen würden, kriegen wir auch dein Ziel, "mehr Beschwerden" erreicht.

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    Zitat von habibi Hier:05.03.2019, 10:06 Beitrag anzeigen
    ich glaube, wenn jemand einen Musterbrief, oder zumindest einen Kurzkatalog mit den Topkritikpunkten hier reinstellen würden, kriegen wir auch dein Ziel, "mehr Beschwerden" erreicht.
    Ich verstehe das auch nicht: die Musterbriefidee geistert nun schon eine Weile durch den Faden und selbst die Experten unter uns, die sowohl die relevanten Fachlichkeiten kennen als auch gut formulieren können, schreiben lieber polemische Protestpostings Irgendwas in diesem Forum scheint konstruktive Sacharbeit zu blockieren

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    Zitat von Peer Werser Hier:04.03.2019, 21:48 Beitrag anzeigen

    Mal abgesehen davon, dass es überhaupt nicht nachvollziehbar ist, wieso Zertifikate, Fonds und Aktien mit schwer zu durchschauenden Risiken überhaupt nicht von der Regulierung betroffen sind.
    Weil sie ihre Hausaufgaben so gemacht haben, wie es MIFID vorgesehen hat.

    Ich kann es nur nochmals wiederholen, ich habe einige Veranstaltungen besucht. Und immer ging es nur um das obige Thema. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn hier Berater ihre Schulungsmassnahmen einstellen würden bzw. mitteilen, dann wird deutlich, das die jetzigen Problem überhaupt nicht existiert haben. Klar war nur die 100k und damit der nicht vorhandene Zugang der Privatanleger. Vielleicht hat auch der ein oder andere noch vermutet, das es ein paar Probleme bei diversen Anleiheformen geben kann, aber das war es auch. Ich selbst habe an einer der Veranstaltungen an den Leiter der Rechtsdienste einer Bank mit Sitz in Luxemburg, der selbst als Stellvertreter einer Bankengruppe daran mitgearbeitet hat, verschiedene Fragen zu diesem Komplex stellen können. In den meisten Fällen und dies wären sicherlich 80 bis 90% unserer Problemfälle, gäbe es keine Änderungen zu der heutigen Praxis.

    Und noch etwas dürfen wir leider nicht vergessen. EU ist nicht EU. Ich verwalte Konten in zwei verschiedenen EU Staaten. Man sollte meinen, das die Kunden eines Vermögensverwalters überall gleich behandelt werden. Weit gefehlt. Der eine sagt, wir legen das so aus und der andere wir so. Kommst du dann damit, das dies im Staat a doch geht, dann erhälst du im Staat b die Antwort, ist doch nicht mein Problem. Was willst du denn dann darauf noch antworten?

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    ich glaube, wenn jemand einen Musterbrief, oder zumindest einen Kurzkatalog mit den Topkritikpunkten hier reinstellen würden, kriegen wir auch dein Ziel, "mehr Beschwerden" erreicht.

    Ich verstehe das auch nicht: die Musterbriefidee geistert nun schon eine Weile durch den Faden und selbst die Experten unter uns, die sowohl die relevanten Fachlichkeiten kennen als auch gut formulieren können, schreiben lieber polemische Protestpostings
    Irgendwas in diesem Forum scheint konstruktive Sacharbeit zu blockieren
    ... ich habe in meiner kritischen Stellungnahme eine ganze Reihe logische und marktpraktische Sachargumente aus meiner persönlichen Sicht runtergebetet und in Einzelfällen mit mir bekannten Beispielen incl. Kurzschilderung WKNs etc belegt sowie persönliche Ertragseinbußen und Folgeschäden durch MIFID aufgeführt.

    Für einen allgemeingültigen Musterbrief fehlt mir trotzdem jeder Ansatz, weil ich weder den großen Überblick habe, noch die meisten klassischen Bondboard-Assets überhaupt selbst noch im Depot oder unter Beobachtung halte. Sondern nur hier täglich lese, was nun schon wieder neu verboten worden ist.

    Das ganze Unding ist und bleibt mir schlicht nicht greifbar, noch weniger dessen fanatische deutsche Umsetzung.

    PRIIPs meintswegen waren nach meinem bisherigen Verständnis schlicht "verpackte Anleihen" (packaged retail) oder Versicherungshybride (insurance based). Dass das nun als scheinbar universelle Totschlagkeule gegen praktisch alles was irgendeine Besonderheit aufweist oder hochrentierlich ist eingesetzt wird - war das überhaupt jemals so geplant ?

    Will sagen, den ganzen Unsinn incl. verfehlter Umsetzung der Veranstaltung kapiere ich nicht, noch weniger das möglicherweise dahinterstehende Ziel. Ergo kann ich auch nur Kritik aus meiner persönlich täglich erlebten Praxis äußern - und die sieht bei jedem hier anders aus.

    Kritische Argumente dafür standen und stehen hier massenhaft im Thread auf (von außen) 80 Seiten und (eingeloggt) 30 Seiten.

    Wenn es jemand trotzdem hinkriegt, daraus ein universelles Musterschreiben zu fabrizieren, wäre das natürlich begrüßenswert.

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    Zitat von habibi Hier:05.03.2019, 10:06 Beitrag anzeigen
    ich glaube, wenn jemand einen Musterbrief, oder zumindest einen Kurzkatalog mit den Topkritikpunkten hier reinstellen würden, kriegen wir auch dein Ziel, "mehr Beschwerden" erreicht.
    da müsstest doch zuerst einmal geklärt werden, welches Argument gemäss Mifid vorgebracht wird und wie dies in D dann gehandhabt wird. Kannst du mir vielleicht erklären, wer a) die Zeit dazu hat und b) das nötige Wissen, um in dem Regelwerk jeden einzelnen Paragraphen zu kennen.

    Die Krux ist doch, das, falls man dann tatsächlich "alle" relevanten Beispiele zu Papier gebracht hätte, doch noch lange nicht klar ist, ob es ein Muss oder Kann -Auslegung gibt. Und wenn es eine Kann Auslegung gibt, wovon ich mittlerweile ausgehe, dann hat das BaFin soviel Einfluss auf das Verhalten der Anbieter wie der Poldi in Japan , das sein FC aufsteigt oder nicht, nämlich gar keine.

    Hier hilft also kein Musterbrief sondern nur die Beschwerde bei der Depotbank mit dem konkreten Text/Passus aus dem MIFID Regelwerk, das dies für die Anleihe xy dort nicht vorgesehen ist. Wenn du dies dann deiner Bank vorlegst und eine "dumme" Antwort bekommst, kann du genau diese Unterlagen mit dem Antwortschreiben dem BaFin zusenden. Ob du dann von dort eine einleuchtende Antwort erhälst, andere Baustelle.

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    Mein Text ist ebenfalls persönlich und mit vielen konkreten individuellen Beispielen versehen. Jeder sollte seine persönlichen Erfahrungen mit MiFiD II dem BMF schreiben und auch konkrete Änderungsvorschläge formulieren. Genau danach fragen sie. Ich habe z.B. folgende Themen behandelt, sicher gibt es noch einige weitere und auch ganz unterschiedliche Lösungsansätze.

    EU-Prospektrichtlinie+Mifid -> viele Unternehmensanleihen für Privatkunden nicht mehr erwerbbar wegen Zielmarktdefinition -> Lösungsvorschlag erleichterte Prospektbedingungen für alle Emissionen auch im Privatkundenzielmarkt

    PRIIP+Mifid -> alle irgendwie variabel verzinsten Unternehmensanleihen sind für Privatkunden nicht mehr erwerbbar mangels BIB -> Lösungsvorschlag Beschränkung von PRIIP auf Emissionen von Finanzunternehmen

    Kriterien für Einstufung als professioneller Kunde viel zu restriktiv-> Vorschlag 100.000 Euro Vermögen, insgesamt 100 Transaktionen in unbegrenztem Zeitraum und regelmäßige Willenserklärung des Kunden auf höheres Schutzniveau zu verzichten

    Unnütze Papierflut durch Mifid führt zu höheren Kosten für Banken und damit schließlich für die Kunden der Banken -> weniger wäre mehr


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    Zitat von wombard Hier:05.03.2019, 12:26 Beitrag anzeigen

    da müsstest doch zuerst einmal geklärt werden, welches Argument gemäss Mifid vorgebracht wird und wie dies in D dann gehandhabt wird. Kannst du mir vielleicht erklären, wer a) die Zeit dazu hat und b) das nötige Wissen, um in dem Regelwerk jeden einzelnen Paragraphen zu kennen.

    Die Krux ist doch, das, falls man dann tatsächlich "alle" relevanten Beispiele zu Papier gebracht hätte, doch noch lange nicht klar ist, ob es ein Muss oder Kann -Auslegung gibt. Und wenn es eine Kann Auslegung gibt, wovon ich mittlerweile ausgehe, dann hat das BaFin soviel Einfluss auf das Verhalten der Anbieter wie der Poldi in Japan , das sein FC aufsteigt oder nicht, nämlich gar keine.

    Hier hilft also kein Musterbrief sondern nur die Beschwerde bei der Depotbank mit dem konkreten Text/Passus aus dem MIFID Regelwerk, das dies für die Anleihe xy dort nicht vorgesehen ist. Wenn du dies dann deiner Bank vorlegst und eine "dumme" Antwort bekommst, kann du genau diese Unterlagen mit dem Antwortschreiben dem BaFin zusenden. Ob du dann von dort eine einleuchtende Antwort erhälst, andere Baustelle.
    So ein Mustertext kann natürlich nicht den Anspruch haben, ein besseres Regelwerk sein zu wollen. Wichtiger wäre doch erst einmal der Protest gegen dieses Regelwerk, weil es eben unzumutbare Einschränkungen beim Aufbau einer individuellen Altersvorsorge mit sich bringt. Bei Petitionen dieser Art kommt es auch weniger auf fachliche Exzellenz als vielmehr die Masse an Protest an.

    Persönlich bin ich nicht überzeugt, dass so eine Protestnote etwas bringt und mir fehlt auch der Leidensdruck. Wenn aber hier so ein Text mit Baukastensätzen entstünde, dann würde ich mich der Masse halber beteiligen.

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    Zitat von Maria Hier:05.03.2019, 13:26 Beitrag anzeigen
    So ein Mustertext kann natürlich nicht den Anspruch haben, ein besseres Regelwerk sein zu wollen. Wichtiger wäre doch erst einmal der Protest gegen dieses Regelwerk, weil es eben unzumutbare Einschränkungen beim Aufbau einer individuellen Altersvorsorge mit sich bringt. Bei Petitionen dieser Art kommt es auch weniger auf fachliche Exzellenz als vielmehr die Masse an Protest an.

    Persönlich bin ich nicht überzeugt, dass so eine Protestnote etwas bringt und mir fehlt auch der Leidensdruck. Wenn aber hier so ein Text mit Baukastensätzen entstünde, dann würde ich mich der Masse halber beteiligen.
    Aus meiner Sicht kann ich jedem einzelnen Satz zustimmen !!

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    gerade in Finews gefunden. Für unser Thema interessant ist nur der letzte Absatz. Und da sind wir wieder dort, was ich vorhin geschrieben habe. Die Richtlinie ist das eine, die Umsetzung das Andere. Und daher wird auch eine Protestnote nichts bringen, weil sie gegen etwas protestiert, was doch gar nicht in Mifid steht .

    https://www.finews.ch/news/banken/35...technologie-it

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    Zitat von Maria Hier:05.03.2019, 13:26 Beitrag anzeigen
    Wichtiger wäre doch erst einmal der Protest gegen dieses Regelwerk, weil es eben unzumutbare Einschränkungen beim Aufbau einer individuellen Altersvorsorge mit sich bringt. Bei Petitionen dieser Art kommt es auch weniger auf fachliche Exzellenz als vielmehr die Masse an Protest an.
    ... eben. Die entsprechenden Stichworte werden hier doch seit über 15 Monaten täglich diskutiert und ständig wiederholt.
    Ansonsten kann das alles völlig formlos und eine simple Aufzählung des individuell persönlichen Unwillens sein.

    Persönlich bin ich nicht überzeugt, dass so eine Protestnote etwas bringt und mir fehlt auch der Leidensdruck. Wenn aber hier so ein Text mit Baukastensätzen entstünde, dann würde ich mich der Masse halber beteiligen.
    ... der Leidensdruck wird kommen spätestens wenn sie Dir Deinen O&F-Account zwangsschließen. Nur dann isses zu spät.
    Entsprechende Maßnahmen und Möglichkeiten wurden und werden bereits angedacht, MIFID II ist erst der Anfang.

    Was wäre an "Whatever it takes" sonst noch schwer zu verstehen ?
    Wer wem was "taked" sollte inzwischen auch nicht mehr sonderlich schwierig zu begreifen sein.

    Selbst BAFin lehnt dieses EU-Überregulierungsmonster strikt ab, wer will kann sogar deren Kritik googeln und 1:1 abtippen - und wir diskutieren hier über den möglichen Satzbau von bequemen Musterbriefen

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    Zitat von Al Bondy Hier:05.03.2019, 14:28 Beitrag anzeigen
    ... eben. Die entsprechenden Stichworte werden hier doch seit über 15 Monaten täglich diskutiert und ständig wiederholt.
    Ansonsten kann das alles völlig formlos und eine simple Aufzählung des individuell persönlichen Unwillens sein.
    Wenn man Masse an Protest haben möchte, dann würde es eben schon Sinn machen, hier ein Muster einzustellen. Ich bin völlig fasziniert von der Tatsache, dass Du bereits ein Schreiben erstellt hast, was etwas anonymisiert ja eine perfekte Steilvorlage fürs Forum wäre, aber offenbar nicht mal auf die Idee kommst, es hier einzustellen und das Thema voranzutreiben

    ... der Leidensdruck wird kommen spätestens wenn sie Dir Deinen O&F-Account zwangsschließen. Nur dann isses zu spät. Entsprechende Maßnahmen und Möglichkeiten wurden und werden bereits angedacht, MIFID II ist erst der Anfang.
    Also erstens ist es nicht meine Annahme, dass IB-Konten in D verboten werden und zweitens bin ich ja bereits bei einem deutschen Onlinebroker als Profi eingestuft.

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    Zitat von Maria Hier:05.03.2019, 14:51 Beitrag anzeigen
    Also erstens ist es nicht meine Annahme, dass IB-Konten in D verboten werden und zweitens bin ich ja bereits bei einem deutschen Onlinebroker als Profi eingestuft.
    Ein IB-Konto schützt leider nicht vor EU-Finanzrepression. EU-Kleinanleger (nicht als prof. eingestuft) können dort z.B. auch keine US-ETFs mangels Beipackzettel handeln.

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    Zitat von Torman Hier:05.03.2019, 13:20 Beitrag anzeigen
    Kriterien für Einstufung als professioneller Kunde viel zu restriktiv-> Vorschlag 100.000 Euro Vermögen, insgesamt 100 Transaktionen in unbegrenztem Zeitraum und regelmäßige Willenserklärung des Kunden auf höheres Schutzniveau zu verzichten
    Das ist m.E. eine sehr gute Idee. Sind die Kriterien für die Einstufung als Profi in MIFID definiert oder ist es eine nationale Regelung?

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