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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    die Helaba war meiner Erinnerung nach das ganze Jahr über ziemlich bärisch für den DAX, hieß da ständig, der ist zu teuer.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von esteban Hier:23.11.2017, 19:26 Beitrag anzeigen
    die Helaba war meiner Erinnerung nach das ganze Jahr über ziemlich bärisch für den DAX, hieß da ständig, der ist zu teuer.
    ... letztes Jahr um diese Zeit war nicht Shopping sondern Kirmesvergnügen angesagt (Titel: "Die Welt fährt Autoscooter").
    Für Q4/2017 lautete die DAX Prognose auf runde 12.000, S&P 2.300 und EUR/USD 1.10.
    Gut gepasst aufs Gesamtjahr hat aber der dritte Einleitungssatz "Schubsen, Drängeln und verbale Entgleisungen sind erlaubt".

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Al Bondy Hier:23.11.2017, 19:16 Beitrag anzeigen
    ...Auf den ersten Blick fast verwunderlich in Zeiten teils grundloser Euphorie und allgemeiner Sorglosigkeit.
    Typische Symptome im Spätstadium einer Hausse, wobei auf den letzten Metern immer noch viel zu verdienen ist, auch wenn die Schnäppchenzeit längst passé ist.

    Zitat von Al Bondy Hier:23.11.2017, 19:16 Beitrag anzeigen
    ...Dem Mainstream empfiehlt sich im Jahresverlauf eher der Abverkauf bereits getragener Assets sowie dazu der Erwerb praktischer Shorts in den Farben der Saison, sowie auch das modische Ausweichen auf Edelmetall, individuelle Casualwear-Nischen oder ausgesprochene Bad-Taste-Parties. Im Grund-Tenor des Ganzen klingt da die Idee durch, dass die meisten Erträge von 2018 in 2017 bereits vorweggenommen worden sind.
    Für Q1-Q2 2018 bin ich noch optimistisch, dann sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, daß die Zinswende längst überfällig ist.

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    Die „Kurve des Grauens“ macht Analysten nervös

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Alf Hier:25.11.2017, 10:13 Beitrag anzeigen
    Die „Kurve des Grauens“ macht Analysten nervös
    Interessant. Warum argumentieren die mit Markteinschätzung bei den Zinsen, wenn die ZBs jede Menge Hebel für den haben? Sieht generell sehr nach einer ex-post-Analyse aus, die sich sozusagen mit Naturgewalten beschäftigen will. Dafür streuen die Aussagen reichlich weit. Für einen Nervenkitzel reicht es aber. Es könnte ja etwas dran sein. Bei mir landet so etwas in der Schublade: Angloamerican Lience. Ich halte es für eine groben Irrtum anzunehmen, die würden informieren wollen, sondern sie zielen auf den Effekt von Information. Das wiederum ist mein Feld: Masnawi, die doppelte Wendeltreppe im Chambord, auf der man aneinander vorbei gehen kann, ohne sich zu treffen oder gesehen zu werden, der doppelt gelegte Faden. Niemand unterschätze die Beschwörung davon, denn solche Bauten wie Chambord, ein Symbol des Staatsaufbaus, wurden mit solchen matrilinear rituellen Absichten errichtet. Wenn Iesus warnt: Niemand kann zwei Herren dienen, Geld und Gott, dann meinte er den doppelt gelegten Faden. "Du sollst keine Kleider mit doppeltem Faden tragen", also: beschwöre das nicht so. Dieser Bezug ist wegen Vokalschrift weg, die Konflikte davon noch heute höchst virulent wie hier.

    Wie kultisch das ansetzt, indiziert der persische Sufi-Mystiker Dschalal ad-Din Rumi: :

    Masnawi

    Ich starb als Stein und sprosst’ als Pflanze auf
    Ich starb als Pflanze und ward Tier darauf
    Ich starb als Tier und bin zum Mensch geworden
    Was grauet mir, hab’ durch den Tod ich je verloren?
    Als Menschen rafft er mich von dieser Erde
    Dass ich des Engels Fittich tragen werde
    Als Engel noch ist meines Bleibens nicht
    Denn ewig bleibt nur Gottes Angesicht
    Dort trägt mein Flug mich noch weit über Engelshort
    Zu unermesslich hohem Ort
    Dann ruf’ zu nichts mich, denn in mir klingt’s wie Harfenlieder
    Dass zu Ihm wir kehren wieder

    Da konnte ich es mir wieder nicht verkneifen, die christliche Figur mit einem Faden zu entwerfen, weil es hilfreich, um Denkfehler zu finden:

    Geborgenheit

    Du, den meine Seele liebt,
    Hast Namen,
    Doch keine Gestalt,
    Gewinnst Gestalt,
    Sobald Du handelst.
    Lässt Schöpfung werden;
    Die zu Leben wird,
    Dich dem Blick entzieht,
    Ihn auf das Leben lenkt,
    Das entsteht und stirbt,
    Nur einen Hauch lässt
    Von Deiner Ewigkeit,
    Weil es entstand
    Um aus der Welt
    Zu Dir finden.

    Für Leute, die sich mit kollektiven Archetypen auskennen: Rumi beschreibt den Weg zur Weißen Ente, der Ethik aus der Genealogie für den Clan, ich beschreibe die Weiße Polargans, die rationale Sophia der Erkenntnis, demnächst die rituelle Weihnachtsgans auf den Tischen, also national und kollektiv integrierend.

    Also es ist nicht so, dass der Finanzmarkt nichts mit Kult - Kultur zu tun hätte. Der ist nur die Arena von Kämpfen.
    Zuletzt geändert von Nandu; 25.11.2017, 11:13.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    ... kann man auch durch ein einfaches "What goes up must come down" (oder wie unten mit "Spätstadium einer langen Hausse") ersetzen. Von regulärer Zyklik war lange keine Rede mehr. Sobald der Konjunktur die "zweite Luft" ausgeht, folgt die überfällige Korrektur. In USA wegen Steuerreform, Fracking etc vermutlich schwächer und langsamer, in D/EU mit steigendem Euro und zeitlich nachhinkendem Draghi dafür schneller und stärker. Was passiert wenn alle durch goldene Jahre verwöhnten und risiko-verdrängenden Euphoriker auf einmal durch den Ausgang wollen, kennt man schon von früheren Gelegenheiten. Alternativlosigkeit ist und war noch nie eine sinnvolle Alternative - selbst Merkel lernt das gerade. Kein Grund zu akuter Panik - aber 2018 wird kein gutes oder gar wie gewohnt sicheres Investmentjahr.

    Wer rumspielen möchte - zB hier mit verschiedenen Vergleichsjahren: https://www.treasury.gov/resource-ce...alization.aspx
    oder mit Klick auf "animate" hier: http://stockcharts.com/freecharts/yieldcurve.php
    Zuletzt geändert von Al Bondy; 25.11.2017, 11:19.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Al Bondy Hier:25.11.2017, 11:00 Beitrag anzeigen
    "What goes up must come down"
    Du wirst sicher zugestehen, dass sich die Rahmenbedingungen heute verändert haben oder fallen die bei Ökonomen unter ceteris paribus? Bei den QE-Geldmengen sehe ich aktuell keinen Weg nach unten. Wie sollte diese Blase denn platzen? Währungsreform des Euro? Welches Problem sollte die wirklich lösen?
    Zuletzt geändert von Nandu; 25.11.2017, 13:33.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Nandu Hier:25.11.2017, 13:09 Beitrag anzeigen
    Du wirst sicher zugestehen, dass sich die Rahmenbedingungen heute verändert haben oder fallen die bei Ökonomen unter ceteris paribus?
    ... sicher - in Richtung "Neuland", wegmanipulieren der Zyklik und Zombie-Economy auf Staats- wie auf Unternehmens-Ebene.
    Ansonsten Verweis zB auf den hier verlinkten "Jahres-Ausblick" der HeLaBa - der für 2018 alles andere als bullish ausgefallen ist.
    Was die "zweite Luft" der laufenden Konjunktur angeht - da waren die meisten Ökonomen noch skeptischer und pessimistischer als ich.

    Bei den QE-Geldmengen sehe ich aktuell keinen Weg nach unten. Wie sollte diese Blase denn platzen?
    ... momentan grad nicht die Zeit, das im Detail näher zu untersuchen - aber meine (kumulierten) "Geldmengen-Indikatoren" fallen und bremsen bereits erstmals (siehe DAX). Die setzen sich allerdings aus diversen M1, M2 und M3, MZM sowie Ähnlichem zusammen - nicht aus "der Menge Geld" die hilfesuchend im Notstand durch die Märkte schwappt. Mit dieser Menge Geld ist es dagegen ganz einfach: "dummes Geld" wird früher oder später immer vernichtet.

    Also es ist nicht so, dass der Finanzmarkt nichts mit Kult - Kultur zu tun hätte. Der ist nur die Arena von Kämpfen.
    ... Weihnachtsgans ist heuer nicht geplant - weder in Polarweiß noch als Weiße Ente.
    Finanzmarkt ist natürlich so Kult wie Kultur. Aber auch die hat sich deutlich verändert, indem man versucht hat, den Kampf künstlich zu entschärfen und damit in bester EU-Tradition (wie auch die EU-Konjunktur-Daten) zu "harmonisieren". Das kann und wird natürlich nachhaltig nicht funktionieren - entsprechend müssen die Zombies eliminiert werden, ähnlich dieser (sic!) Kult-Serie "The Walking Dead" (die ich selbst nicht kucke). Insofern wäre eine (möglicherweise kommende) inverse Zinsstrukturkurve dann schon ein (Vorlauf-)Zeichen für die nächste Rezession und folgende Marktkorrektur.

    In meiner schlichten tierischen Markt-Archetypen-Liste (Schafe-Wölfe-Schweine) wurden die Schafe von den Schweinen jetzt jahrelang auf alternativlose Gutgläubigkeit resp. Zins-Notstand abgerichtet und mit unbewusst wachsendem Risiko und schmerzlich sinkender Rendite in den Corral zusammengetrieben. Wo sie dann irgendwann in Zukunft wieder wie üblich von den Wölfen abgeschlachtet werden, sobald der wirkliche und unmanipuliert archaische Kampf erneut beginnt. Yellen hat dafür sehr wenig, Draghi praktisch garkein Pulver mehr trocken im Sack. Man kann das (siehe Helaba-Ausblick) aber auch feminin und sanfter umschreiben (sinngemäß: "relative Sorglosigkeit verwöhnter Anleger und deutlich gesunkene Risiko-Wahrnehmung").

    Gespannt bin ich noch auf den Jahres-Ausblick 2018 von Folker Hellmeyer - dauert aber wohl noch paar Tage.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Al Bondy Hier:25.11.2017, 13:58 Beitrag anzeigen
    ...Gespannt bin ich noch auf den Jahres-Ausblick 2018 von Folker Hellmeyer - dauert aber wohl noch paar Tage...
    Wie schon öfter erwähnt, und ohne dem guten Mann Unrecht tun zu wollen, ich halte von solchen Ausblicken rein gar nichts. Man sollte mal jeweils im Folgejahr dann wirklich konsequent und dauerhaft auch analysieren, wer wie weit daneben gelegen hat. Kurs- oder Preisziele sind nach meiner Erfahrung grundsätzlich vorn @rsch und haben meist allenfalls den Charakter von rotierenden Wegweisern.
    Das Ganze ist nicht mehr als ein Unterhaltungsprogramm mit Tradition wie halt einiges andere zum Jahreswechsel, das man halt aus Gewohnheit mitmacht, aber einem eigentlich nichts bringt.
    Mal im Ernst, wer hier im BB richtet nun wirklich seine Anlagestrategie 2018 nach "Experten"-Prognosen zum Jahreswechsel aus?

    Und noch eine Ergänzung, aus langjährigen Erfahrungen. Die eine oder andere Analyse erweist sich, wenn man da mal nachrecherchiert - was nur die meisten nicht machen - nicht selten als mit der heißen Nadel gestrickt, teils aber sogar grob fehlerhaft. Ich kann mich z.B. an manche Rohstoffanalyse erinnern, wo zum Teil nicht mal die verwendeten Daten stimmten.
    Da fragt man sich dann doch, was das Ganze soll? Spam gibt`s eh schon mehr als genug.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von stupidgame Hier:25.11.2017, 14:42 Beitrag anzeigen
    Mal im Ernst, wer hier im BB richtet nun wirklich seine Anlagestrategie 2018 nach "Experten"-Prognosen zum Jahreswechsel aus?
    Meine Performance hat sich verbessert seit ich aufgehört hatte Prognose, Empfehlungen etc. zu lesen.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von stupidgame Hier:25.11.2017, 14:42 Beitrag anzeigen
    Wie schon öfter erwähnt, und ohne dem guten Mann Unrecht tun zu wollen, ich halte von solchen Ausblicken rein gar nichts. Man sollte mal jeweils im Folgejahr dann wirklich konsequent und dauerhaft auch analysieren, wer wie weit daneben gelegen hat. Kurs- oder Preisziele sind nach meiner Erfahrung grundsätzlich vorn @rsch und haben meist allenfalls den Charakter von rotierenden Wegweisern.
    Das Ganze ist nicht mehr als ein Unterhaltungsprogramm mit Tradition wie halt einiges andere zum Jahreswechsel, das man halt aus Gewohnheit mitmacht, aber einem eigentlich nichts bringt.
    Mal im Ernst, wer hier im BB richtet nun wirklich seine Anlagestrategie 2018 nach "Experten"-Prognosen zum Jahreswechsel aus?

    Und noch eine Ergänzung, aus langjährigen Erfahrungen. Die eine oder andere Analyse erweist sich, wenn man da mal nachrecherchiert - was nur die meisten nicht machen - nicht selten als mit der heißen Nadel gestrickt, teils aber sogar grob fehlerhaft. Ich kann mich z.B. an manche Rohstoffanalyse erinnern, wo zum Teil nicht mal die verwendeten Daten stimmten.
    Da fragt man sich dann doch, was das Ganze soll? Spam gibt`s eh schon mehr als genug.
    ... muss man mE schon unterscheiden, einmal in die Analyse von Konjunktur, Marktpsychologie und Gesamtumfeld - die lese ich von Hellmeyer ebenso regelmäßig wie die von der Frohnatur aus der Helaba oder "dem Kater von Deka" sowie HSBC Trinkaus. Und gleiche sie mit ggf eigenen Ideen und der Vorplanung fürs nächste Jahr ab. Dazu gehört auch immer, die jeweiligen Prognosen des Vorjahrs nochmal mit zu betrachten. Der zweite Teil, sprich die allseits beliebten "Stichtags-Prognosen" und "Kursziele" sind logisch völlig für die Tonne und praktisch zu Nix zu gebrauchen. Schon garnicht, wenn man nicht 365 Tage im Jahr fest am gleichen Asset klebt. Sentix ist für mich inzwischen ein "skurriler Sonderfall" - die Surveys und Interpretationen bleiben nach wie vor nützlich, zu deren mutig publizierter daraus abgeleiteter Handelei schweige ich lieber.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Alf Hier:25.11.2017, 14:58 Beitrag anzeigen
    Meine Performance hat sich verbessert seit ich aufgehört hatte Prognose, Empfehlungen etc. zu lesen.
    Das überzeugt, denn wenn Empfehlungen kommen, ist die Sau längst durch das Dorf getrieben, Gewinne keine mehr zu machen.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von Alf Hier:25.11.2017, 14:58 Beitrag anzeigen
    Meine Performance hat sich verbessert seit ich aufgehört hatte Prognose, Empfehlungen etc. zu lesen.
    Geht mir übrigens ähnlich. Ist aber schon seeeehr lange her. Kann mich dran erinnern, ganz früher zu "Neuen Markt" Zeiten und davor... Da hatte ich auch noch häufig Assets gehandelt, die gerade in den News waren.
    Mittlerweile geht es mir da ganz anders. Ich versuche das immer zu beschreiben, wie wenn ein Formel 1 Rennfahrer auf einer neuen Strecke fährt. Er lernt jeden Winkel der Piste kennen und bekommt mit der Zeit ein Gefühl dafür. So geht es mir mit neuen Assets und neuen Sektoren, die ich trade. Ich scheue mich mittlerweile davor, etwas Neues spontan sofort zu traden. In aller Regel wird das nicht gut, weil mir einfach die Erfahrung mit dem Asset fehlt, und ich die Lage dementsprechend schwer einschätzen kann. Teils habe ich ein Papier 2-3 Monate auf der Watchlist, bevor ich den ersten Trade damit mache.
    Was ich aber sicher wirklich überhaupt nicht beachte, sind Kursziele. Die sind nach >20 Jahren praktischer Erfahrung wirklich zu 95% für den PoPo.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von stupidgame Hier:26.11.2017, 10:49 Beitrag anzeigen
    Kursziele
    Dienen die nicht allein ahnungslosen Anlegern, aus denen noch ein Rest gequetscht werden soll für die Kurse? Außerdem sind die sehr geeignet, Fonds zu entlasten, die so Verlust begründen können. Über die Kursziele zu VW und RWE habe ich unlängst herzlich gelacht. Bei solchen Aktien werde ich auch sofort zum Visionär, denn Leichen im Keller können nur noch gehoben werden. Interessanter wirkt im Augenblick das Schwadronieren zur Jahresendrally. Motto: Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen. Bei den vorhanden Auftragsdaten der deutschen Industrie könnte ich keinen Pessimismus begründen, was anderen anderen um so leichter fällt. Man könnte auch sagen: Jede Info verfolgt einen Zweck, nur nicht den der Information. Da kümmere ich mich lieber um mein antikes Handelsimperium, mit dem ich substantieller werden kann, für die Theologie des Mefi Boschet zwischen Grabhügel Leugingen - Grabhügel Glauberg - Werth Falkenau (https://de.wikipedia.org/wiki/Falkenau_(Insel)) und Matobo mit Khami pendeln kann.

    Zur Sonntagslektüre eine Kostprobe einer astreinen Theologie des Mefi Boschet aus Khami, die ich um 4.000 v. Chr. datiere. Überliefert wurde eine Strukturskizze durch Portugiesen. die Geschichte war in der Gegend von Khami schon in den 1940er n keinem mehr bekannt, was nicht verwundert, weil die echten Leute nach Namibia gewandert waren. Ich habe den Text sinnvoll ausgebaut:

    Die Sage der Leute den den Ufern des Lopi

    Zur Zeit des großen Munhumutapa-Reiches,
    als der Lopi ein reißender Fluss war,
    lebte in einem Kraal an seinem Ufer
    ein Junge mit Namen Wittefant,
    was der weise Elefant bedeutet.
    Als er einmal im Fluss badete,
    biss ein riesiges Krokodil in seine Beine
    und zog ihn in noch tieferes Wasser.
    Wittefant kämpfte um sein Leben.
    Plötzlich stürzte vom Himmel ein Falke,
    der das Krokodil attackierte.
    Mit seinem messerscharfen Schnabel
    stach er ihm ein Auge aus.
    Das Krokodil bäumte sich auf, tobte;
    das Wasser schäumte,
    als ob es kochte.
    Dabei verlor es Wittefants Beine
    aus seinem Maul.
    Der Falke setzte erneut zum Sturzflug an,
    um das andere Auge
    des Krokodils zu attackieren.
    Das aber tauchte ab,
    Wittefant gelang es,
    das Ufer zu erreichen,
    und schleppte sich weiter an Land.
    Dort verlor er das Bewusstsein.
    Seine Beine waren völlig zerbissen.
    Doch der Falke kreiste über ihm,
    stürzte hinab
    und stieg sofort wieder auf.
    Die Leute am Ufer des Lopi
    sahen den Falken
    und sein ungewöhnliches Verhalten.
    Sie kamen,
    wollten sehen, was dort los sei.
    So fanden sie Wittefant.
    Sie brachten ihn zu den Schamanen des Munhumutapa in Khami,
    die seine Wunden heilten.
    Munhumutapa ist Suaheli und heißt: Herrscher des Menschen.
    Seine Gestalt ist der Falke.
    Wittefant wurde gesund,
    aber seine Beine konnte er nie wieder bewegen.
    Er konnte nie wieder mit den Männern der Nama
    aufbrechen zur Jagd.
    Ab da verbrachte er seine Zeit
    mit dem Erzählen dieser Geschichte
    des heldenhaften Falken.
    Der jedoch wurde nie wieder gesehen.
    Wittefant wurde ein beliebter Erzähler,
    aber er konnte den Falken nie so gut beschreiben,
    dass es ihm genügt hätte.
    Deshalb begann er ihn
    in den weichen Sandstein von Matopo zu ritzen,
    wo bis heute viele Bilder des Falken zu sehen sind.
    Wittefant wurde alt
    und wenn Kinder ihm zuhörten,
    gab er ihnen danach eine Figur des Falken
    mit auf den Weg nach Hause.

    Erinnert sei an Twyfelfontein - Lonetal - Hohlefels 34.000 v. Chr., was sich mit der Theologie des Mefi Boschet etwa 2.000 v. Chr. wiederholt. Weiter sei die Tatsache präsent, dass Robert Baden-Powell (https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Baden-Powell) nicht nur den Genozid von Matobo an den Matabele befehligte, sondern den später zum Gründungsmythos der christlichen Pfadfinder machte. Und die Gräber von Cecil Rhodes und den beiden Matabele-Königen Mzilikazi (https://de.wikipedia.org/wiki/Mzilikazi) und seinem Sohn Lobengula (https://de.wikipedia.org/wiki/Lobengula) widmen Matobo spirituell endgültig um. Da sage einer, in Afrika sei nichts los, jedenfalls nichts für Europa relevantes.
    Zuletzt geändert von Nandu; 26.11.2017, 11:58.

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    AW: Konjunktur: Daten, Entwicklung, Prognosen etc.

    Zitat von stupidgame Hier:26.11.2017, 10:49 Beitrag anzeigen
    ... und bekommt mit der Zeit ein Gefühl dafür. So geht es mir mit neuen Assets und neuen Sektoren, die ich trade. Ich scheue mich mittlerweile davor, etwas Neues spontan sofort zu traden. In aller Regel wird das nicht gut, weil mir einfach die Erfahrung mit dem Asset fehlt, und ich die Lage dementsprechend schwer einschätzen kann. Teils habe ich ein Papier 2-3 Monate auf der Watchlist, bevor ich den ersten Trade damit mache.
    ... geht mir ganz ähnlich. Wie bei einem fremden Pferd oder Motorrad fehlt nochdie eigene Erfahrung, wie das in bestimmten Situationen reagieren wird - das kommt erst mit der Zeit. Einziger Nachteil: der eine oder andere neue Hype gallopiert einem einfach davon. Dann ärgert mich manchmal die eigene Vorsicht. Dazu kommt, dass man mit der Zeit, auch im Job, gelernt hat, dass einem bestimmte Branchen, Regionen oder Themen "einfach liegen" - andere weniger oder nicht.

    Interessanter wirkt im Augenblick das Schwadronieren zur Jahresendrally. Motto: Es ist alles gesagt, nur noch nicht von allen.
    ... das ist nunmal gepflegtes Ritual, einerseits ganz amüsant, andererseits oft auch interessant, wie geschätzte Kollegen die Zukunft einschätzen resp. das vergangene Jahr mehr oder weniger zutreffend eingeschätzt hatten. In den großen Themen und Trends wohlgemerkt, nicht etwa in Kurszielen.

    Bei den vorhanden Auftragsdaten der deutschen Industrie könnte ich keinen Pessimismus begründen, was anderen anderen um so leichter fällt.
    ... so ganz locker vom Hocker nun auch wieder nicht.
    Die aktuell vorhandenen Auftragsdaten als schnellste harte Größe (Produktion, Export, Handel etc folgen nach) sind vom September - das neue Jahr beginnt aber erst ab Januar. Dieses Time-Gap gilt es zu überbrücken. Wobei neben den tagesaktuellen "Schnelldrehern" (Devisen, Zinsen, Preise, Intermarket Relations, Stimmungsumfragen, Politik und Weltgeschehen uva) eben auch "Behavioral Finance" oft eine Rolle spielt. Sodass spätzyklisch überschwengliche Euphorie sehr wohl auch Pessimismus, zumindest aber Vorsicht begründen kann. Die "zweite Luft" im Aufschwung hat jedenfalls gepasst, und wenigstens einen Teil der klaffenden Divergenzen geschlossen bzw durch die deutsche BIP-Aufwärtsrevision nachgeholt. But whats next ?

    Man könnte auch sagen: Jede Info verfolgt einen Zweck, nur nicht den der Information.
    ... mag bei Einzelassets zuweilen stimmen. Bei "ganzen Märkten" oder Wirtschaftsprognosen gilt das aber nur sehr eingeschränkt.

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