Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Steueroasen

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Steueroasen

    Lebensversicherungen – der neue Trick der Steuerhinterzieher
    Von Andreas Flütsch. Aktualisiert am 20.02.2010



    Schweizer Banken und Versicherer helfen vermögenden Ausländern, mit Leben-Policen via Liechtenstein und andere Oasen Steuern zu vermeiden. Ganz legal, sagen sie. Deutschland hat auf Missbräuche bereits reagiert.
    Diskrete Drehscheibe für den Vertrieb von Konstrukten für Reiche: Die Steueroase Liechtenstein.

    Diskrete Drehscheibe für den Vertrieb von Konstrukten für Reiche: Die Steueroase Liechtenstein.




    Den Versicherungen fliesse «im grossen Stil» Geld aus den Banken zu, sagte diese Woche Martin Strobel, Chef der Bâloise-Versicherung. Das Geschäft mit massgeschneiderten Lebensversicherungen für Reiche erlebe eine «boomartige Nachfrage». So habe etwa die italienische Steueramnestie «gewaltige Gelder» bewegt, die zum grossen Teil bei Versicherern gelandet seien. Die Nachfrage sei «wirklich erstaunlich».

    Ausgelöst wurde der Boom durch die wachsende Angst reicher Ausländer, ihr Schwarzgeld bei Schweizer Banken könnte entdeckt werden. Auf vermögende Kundschaft spezialisierte Banker, Anwälte und Treuhänder wissen Rat. Die Gefahr, von Steuerfahndern enttarnt zu werden, kann mit speziellen Lebensversicherungen stark reduziert werden, die im englischen Fachjargon als «Insurance Wrapper» oder «Private Placement Insurance» bekannt sind.

    Die Konstrukte sind so aufgebaut, dass der Name des Kunden in den Unterlagen der Bank nicht mehr auftaucht, sein Vermögen aber weiterhin von der Bank verwaltet wird. Das ist möglich, weil die Vermögenswerte des Kunden an die Versicherung übergingen, bei der er eine solche Police abgeschlossen hat. Sollte die Bank ein Datenleck haben, geht der Steuervogt leer aus, denn in den geklauten Daten ist nur noch der Name der Versicherung als Inhaberin der Vermögenswerte zu finden. Denn die Versicherung hat die Gelder des Bankkunden mit einer Verpackung – einem «Wrapper» eben – umhüllt, auf der ihr Name steht. In Deutschland nennt man solche Vehikel darum vielsagend «Versicherungsmäntel».

    Vermittler werben aggressiv

    Die Kunden erhalten so den Fünfer und das Weggli: die Steuerersparnis einer Lebensversicherung und die höheren Erträge aus der Vermögensverwaltung durch die Bank. Steuern fallen erst nach Ablauf der Police an, meist zu stark reduzierten Steuersätzen. Und all dies völlig legal, wie Banken und Versicherungen betonen. Ihre Produkte seien von den Behörden am Wohnort der Kunden geprüft und genehmigt. Solche Policen laufen häufig 10 Jahre oder länger. Österreicher etwa müssen in diesem Fall während der Laufzeit einzig 4 Prozent Stempelgebühr abführen.

    Einzelne Vermittler werben, mit solchen Policen könne man auch Schwarzgeld legalisieren, wenn das Vermögen so lange still liege, bis die Verjährungsfrist für Steuerdelikte abgelaufen sei. Dies sei für Kunden aus Deutschland, Österreich und den USA unter gewissen Bedingungen möglich, sagt ein Kenner der Materie. Aber die Unsicherheiten seien selbst im Fall, wo die Versicherung für arglose Erben oder Begünstigte angelegt wird, so gross, dass er dafür nicht die Verantwortung tragen wollte.

    Viele Reiche kümmern solche Finessen wenig. Die Versuchung, Schwarzgeld in Leben-Policen zu verstecken, ist anscheinend gross. Versicherungsmäntel und Wrapper seien in Verruf geraten, weil die Grenzen der Legalität zu oft getestet würden, sagen selbst Banker hinter vorgehaltener Hand. Im Versicherungsantrag müssen Kunden zwar unterschreiben, dass die Gelder versteuert sind. Das dient indes mehr dem Schutz der Anbieter. Kontrollieren, ob Kunden steuerehrlich handeln, kann keiner.

    Verpackt werden meist grosse Summen. Laut Zurich reichen die Prämien von einigen zehntausend bis zu mehreren Millionen Dollar, bei der Bâloise bis zu zweistelligen Millionenbeträgen in Euro. Alexander Skreiner von der spezialisierten Versicherung Wealth-Assurance in Vaduz sagt, der Schnitt liege bei rund 2 Millionen Euro, Verträge über 50 Millionen seien indes selten.

    Auch UBS und CS mischen mit

    Sogar Thomas Held, Chef der Denkfabrik Avenir Suisse, pries jüngst in einem Branchenblatt unter dem Titel «warmer Mantel für Vermögende» die Steuervorteile der Vehikel. Die einzigartige Kombination aus Steuerersparnis und individuellem Bankservice verleiht dem Geschäft Schub. Swiss Life hat unlängst am Investorentag den Bestand solcher Leben-Policen mit 12 Milliarden Franken beziffert. Die Zurich ist mit 186 Millionen Neugeschäft 2009 noch bescheiden. Andere Versicherungen und Banken wollen keinerlei Zahlen nennen. Ein Hinweis, wie gross UBS und CS mit eigenen Leben-Töchtern im Geschäft sind, gibt eine Präsentation von Ebaotech, einer auf «Bankassurance» spezialisierten Softwarefirma, mit Schätzungen von 8,7 Milliarden Dollar für Credit Suisse Life und rund 11 Milliarden Dollar für UBS Life. Das war 2006, also vor dem Boom.

    Um die betuchte Kundschaft vor Schnüffelei zu schützen, läuft das Geschäft über Steueroasen. Allein in Liechtenstein sind 21 Lebensversicherer präsent, darunter Bâloise, Swiss Life und Versicherungstöchter von UBS und CS. Er schätze, der Markt sei 2009 im Ländle von 19 auf 25 Milliarden Franken gewachsen, sagt Skreiner, der Löwenanteil davon bestehe aus solchen Konstrukten. In Luxemburg wuchsen die Prämien von Leben-Policen allein im vierten Quartal 2009 um 171 Prozent.

    UBS verkauft über Irland

    Liechtenstein ist für Schweizer Versicherer die wichtigste Drehscheibe, weil es im EWR ist und darum Policen in den EU-Raum vertreiben darf. UBS verkauft inzwischen vorab über Irland, dieses sei transparenter. Die CS ist neben Irland auch auf den Bermudas aktiv. Swiss Life hat in Luxemburg und Singapur weitere Stützpunkte. Als Berater wirken Anwälte, Treuhänder und Family Offices mit. Swiss Life arbeitet auch mit Privatbanken wie Julius Bär zusammen.

    Beredtes Schweigen herrscht, wie viel die Konstrukte abwerfen. Die Kosten für Kunden seien relativ hoch, sagen Berater. Die jährlichen Verwaltungskosten der Versicherung bewegten sich von 0,2 bis 1 Prozent, schätzt Skreiner, hinzu kämen allfällige Risiko- und Rückversicherungskosten. Inklusive Vermögensverwaltungsgebühr koste das Konstrukt den Kunden in Liechtenstein mindestens 2 bis 2,5 Prozent der Vermögenswerte im Jahr.

    Am schärfsten hat bisher Deutschland auf Missbräuche reagiert und den legalen Gebrauch von Versicherungsmänteln stark eingeschränkt. Sie geniessen nur noch Steueraufschub während der Laufzeit, wenn der Kunde keinen Einfluss mehr auf das Vermögen hat. Und der Risikoanteil, etwa im Todesfall, muss deutlich höher sein. Die Versuchung, die Police schwarz abzuschliessen, sei durch die Verschärfung weiter gestiegen, sagen Vermittler. Die Gefahr, als Hinterzieher aufzufliegen, sei ja bescheiden, solange die Schweiz keinen automatischen Informationsaustausch mit dem Ausland habe. (Tages-Anzeiger)

    Erstellt: 20.02.2010, 04:00 Uhr

    #2
    AW: Steueroasen

    9. März 2010, 17:31, NZZ Online
    SVP lehnt «Weissgeldstrategie» ab

    Fraktion will Bankkundengeheimnis mit allen Mitteln verteidigen



    http://www.nzz.ch/nachrichten/schwei...1.5177676.html

    Kommentar


    #3
    AW: Steueroasen

    Die Schweiz ist vorallem damit "gross" geworden, weil sie sich früher intelligenterweise wohltuend gegenüber der "Mainstream- Affenherde- Denke" ferngehalten hatte.
    Dies ist allerdings lange her, in der Zwischenzeit hat man z.b. rund 1500 t Gold zu Spotpreisen verkauft- man wollte ja auch so "modern" sein wie die EU.

    Meine These: Hätte die Schweiz noch den kompletten Goldbestand gehabt, dann wäre es kaum möglich gewesen, dass die UBS das ganze Land in ernsthafte Schwierigkeiten hätte bringen können. (ps. bei der Fusion SBG/Bankverein im Jahre 1998 befanden sich rund 2500t in den Tresoren der SNB bzw USA). Diese Fusion hätte damals natürlich niemals genehmigt werden dürfen, aber hinterher sind wir alle schlauer...

    Jedenfalls wäre die Schweiz lange nicht so erpressbar im USA-UBS Fall gewesen, hätte man noch den vollen Goldbestand besessen. Mit den verbliebenen 1040t hat man übrigens letztes Jahr rund 7mrd chf "gewinn" gemacht, keiner stellt die Frage wieviel es ohne die schwachsinnigen SNB Aktionen der letzten Jahre ansonsten gewesen wäre.

    Dass die SVP das BankKUNDENgeheimnis verteidigen will, ist klug. Aber die hat nur 62 Sitze von 200 im Parlament, es bräuchte noch die FDP sowie ein paar der CVP. Die FDP scheint jedoch teilweise umzufallen, wie es in der CVP aussieht weiss ich nicht, vielleicht kann mal ein CH Spezialist was dazu sagen?

    Also wenn die Schweiz schlau wäre, dann würde sie das Bankgeheimnis sogar noch hardcoremässig ausbauen, die würden dann mit Geld überschüttet werden. Wer da welche schwarzen Listen erstellt, wen juckts? M.erachtens haben die Schweizer durch jahrzehntelanges Leben auf der Wohlstandsinsel garkeinen Plan mehr wie gut es ihnen aufgrund des Bankkundengeheimnisses geht und wieviel Wohlstand sie dessen Aufgabe kosten würde- diese Kosten kommen werden erst nach und nach sichtbar. In der CH Regierung sitzen dazu noch Leute, die das eigene Volk mit ihrem EU Kuschelkurs verraten, ob das allen wirklich so klar ist?


    Grüsse
    o.k.

    Kommentar


    #4
    AW: Steueroasen

    . März 2010, 21:39, NZZ Online
    Freisinniger Aufruhr ums Bankgeheimnis
    FDP-Vorschläge sorgen in den eigenen Reihen für Unmut

    Die SVP will das Bankgeheimnis bewahren. (Bild: Karin Hofer / NZZ)

    Die von der FDP-Spitze präsentierte «Weissgeld-Strategie» sorgt in den eigenen Reihen für Verärgerung. Die SVP will die Ausweitung des Tatbestands der schweren Steuerhinterziehung mit dem Referendum bekämpfen.

    Katharina Fontana, Bern

    Dass nach der politischen Linken nun auch die FDP fordert, dass die Schweiz bei schweren Fällen von Steuerhinterziehung die Schraube anzieht, sorgt in Bundesbern und darüber hinaus für rege Diskussionen. Zwar haben die Freisinnigen noch nicht präzisiert, wann von einem schwerwiegenden Fall zu reden sei und wie hoch der fragliche Steuerbetrag sein müsse. Derzeit werden verschiedenste Ideen herumgeboten: Der Präsident der kantonalen Finanzdirektoren, Christian Wanner, will die Grenze bei 30 000 Franken ziehen, wie er gegenüber Radio DRS ausführte, Justizministerin Widmer-Schlumpf hatte bei früherer Gelegenheit von 100 000 Franken gesprochen.



    Die Zürcher FDP-Nationalrätin Doris Fiala kritisiert die neue Finanzplatzstrategie ihrer Partei.

    Weitreichende Auswirkungen
    Klar ist, dass die geforderte Anpassung weitreichende Auswirkungen hätte. Denn zahlreiche einfache Sachverhalte, die heute als Steuerhinterziehung in einem Verwaltungsverfahren von der zuständigen kantonalen Steuerbehörde erledigt und mit teilweise abschreckend hohen Bussen belegt werden (bis zum Dreifachen der hinterzogenen Steuer), müssten künftig analog zu Steuerbetrug als kriminelle Handlungen in einem Strafverfahren beurteilt werden; in diesen Fällen hätte die Strafjustiz auch Zugriff auf die Bankdaten des Angeschuldigten. Zwar kann bereits heute bei vermuteter schwerer Steuerhinterziehung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und das Bankgeheimnis durchbrochen werden, doch muss dazu zuerst die Zustimmung des Vorstehers des Eidgenössischen Finanzdepartements eingeholt werden. Gemäss FDP-Vorstoss soll diese im Gesetz über die direkte Bundessteuer verankerte Bestimmung nun gestrichen und die Zuständigkeit kantonalisiert werden.

    Dass ausgerechnet die FDP die Privatsphäre der Bürger schmälern und die Eingriffsrechte der Behörden stärken will, leuchtet vielen freisinnigen Parlamentariern nicht ein. Abgesehen von den inhaltlichen Fragezeichen, fühlen sich zahlreiche FDP-Vertreter – von Kurt Fluri bis zu Filippo Leutenegger – zudem von Parteipräsident Fulvio Pelli und seiner am Montag präsentierten, angeblich im Vorstand abgesprochenen Finanzplatzstrategie überrumpelt. Auch empfinden sie es als stossend, dass sich die «dissidenten» Gewerbler wie die Nationalräte Werner Messmer oder Philipp Müller in der Partei nun vorläufig durchgesetzt haben.

    Das gewählte Vorgehen kam denn auch in der Fraktionssitzung am Dienstag heftig unter Beschuss. Fraktionschefin Gabi Huber hält die Kritik indes für unberechtigt: Bereits im Februar sei die Fraktion über die zu diskutierenden Finanzmarktthemen informiert worden, und man habe alle zur Mitarbeit eingeladen. Nun sei die Diskussion eröffnet, und jene Kreise, die mit den Vorschlägen nicht einverstanden seien, könnten ihre Haltung nun einbringen. Es sei dann an der Delegiertenversammlung, im April Stellung zu nehmen.

    Kopfschütteln bei der SVP
    Gar kein Verständnis für die plötzliche Diskussionsbereitschaft der FDP in Steuersachen hat man bei der SVP. Diese gibt sich gewohnt kämpferisch. Sie lehnt die Aufweichung der Unterscheidung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung und damit eine Lockerung des Bankgeheimnisses strikt ab. Man werde eine entsprechende Gesetzesänderung auf jeden Fall mit dem Referendum bekämpfen, teilte die Partei am Dienstag mit. Auch die freisinnigen Vorschläge bezüglich «Weissgeld-Strategie», gemäss der die Schweizer Banken nur noch versteuertes Geld annehmen sollen, stossen bei der SVP auf Ablehnung. Eine Pflicht zur Kontrolle durch die Banken sei sachlich unmöglich und würde nur in Kombination mit dem automatischen Informationsaustausch funktionieren.

    Kommentar


    #5
    AW: Steueroasen

    Zitat von optionskaktus Hier:13.03.2010, 14:05 Beitrag anzeigen
    Die Schweiz ist vorallem damit "gross" geworden, weil sie sich früher intelligenterweise wohltuend gegenüber der "Mainstream- Affenherde- Denke" ferngehalten hatte.
    Dies ist allerdings lange her, in der Zwischenzeit hat man z.b. rund 1500 t Gold zu Spotpreisen verkauft- man wollte ja auch so "modern" sein wie die EU.

    Meine These: Hätte die Schweiz noch den kompletten Goldbestand gehabt, dann wäre es kaum möglich gewesen, dass die UBS das ganze Land in ernsthafte Schwierigkeiten hätte bringen können. (ps. bei der Fusion SBG/Bankverein im Jahre 1998 befanden sich rund 2500t in den Tresoren der SNB bzw USA). Diese Fusion hätte damals natürlich niemals genehmigt werden dürfen, aber hinterher sind wir alle schlauer...

    Jedenfalls wäre die Schweiz lange nicht so erpressbar im USA-UBS Fall gewesen, hätte man noch den vollen Goldbestand besessen. Mit den verbliebenen 1040t hat man übrigens letztes Jahr rund 7mrd chf "gewinn" gemacht, keiner stellt die Frage wieviel es ohne die schwachsinnigen SNB Aktionen der letzten Jahre ansonsten gewesen wäre.

    Dass die SVP das BankKUNDENgeheimnis verteidigen will, ist klug. Aber die hat nur 62 Sitze von 200 im Parlament, es bräuchte noch die FDP sowie ein paar der CVP. Die FDP scheint jedoch teilweise umzufallen, wie es in der CVP aussieht weiss ich nicht, vielleicht kann mal ein CH Spezialist was dazu sagen?

    Also wenn die Schweiz schlau wäre, dann würde sie das Bankgeheimnis sogar noch hardcoremässig ausbauen, die würden dann mit Geld überschüttet werden. Wer da welche schwarzen Listen erstellt, wen juckts? M.erachtens haben die Schweizer durch jahrzehntelanges Leben auf der Wohlstandsinsel garkeinen Plan mehr wie gut es ihnen aufgrund des Bankkundengeheimnisses geht und wieviel Wohlstand sie dessen Aufgabe kosten würde- diese Kosten kommen werden erst nach und nach sichtbar. In der CH Regierung sitzen dazu noch Leute, die das eigene Volk mit ihrem EU Kuschelkurs verraten, ob das allen wirklich so klar ist?


    Grüsse
    o.k.
    Die UBS hat angeblich jahrelang mit Wissen der Vorgesetzten massiv das amerikanische Recht gebeugt. Wenn man sich etwas ausführlicher mit der Materie befasst, muss man allerdings auch sagen, dass die meisten Dinge in einer Grauzone abgelaufen sind, welche bewusst oder unbewusst die amerikansichen Steuerbehörden in Kauf genommen hat. Das wir uns rechtlich in einer dehnbaren Zone bewegen, zeigt die Auffassung des Bundesverwaltungsgerichtes bezüglich Datenweitergabe , der Finma und des Bundesrates. Alle verfügen über Rechtsexperten, die den jeweiligen Standpunkt auch begründen konnten.
    Der Goldverkauf hätte an dem Lauf der Zeit keinen Einfluss gehabt.

    Die Weissgeldstrategie oder wie beruhige ich die Wähler

    Wir haben im nächsten Jahr Wahlen. Die FDP gilt als Bankenfreundlich und ist damit in der Gunst der Wähler erheblich unter Beschuss. Die CVP hat einen Parteivorsitzenden, der dringenst den zweiten Bundesratssitz zurückhaben möchte. Dies kann nur funktionieren, wenn Sie die Unterstützung der Linken haben. Diese sind seit Jahren für einen EU Beitritt, Abschaffung des Bankgeheimnisses und und.
    Jetzt wird aber auch alles nicht so heiss gegessen wie es gekocht wird. D.h. die FDP wird typisch schweizerisch einen Kompromiss finden. Wie der aussieht, ist schwer zu sagen. Es wird keine Aufhebung des Bankgeheimnisses geben, alles andere scheint aber durchaus dikutabel. D.h. Abgeltungssteuer aller Anlageformen und Gesellschaften, Amnestie für Altbestände etc.. Das in den Medien nur von der Aufhebung des Bankgeheimnisses gesprochen wird. liegt in der Natur der Sache. Aber spätestens, wenn die Engländer der Besteuerung ihrer Trust zustimmen müssen, kommt es zum Schwur. d.h. aber auch ganz klar, eine Verschärfung des Bankgeheimnisses ist weder in den Parteien , Parlament bzw. in der Bevölkerung durchsetzbar

    Kommentar


    #6
    AW: Steueroasen - Auch Vereinigte Arab Emirate ?

    Ich lese schon einige Zeit still mit.

    Nachdem schon über die Länder Singapur und Thailand ( auch anderer Thread ) einiges gepostet wurde, würde mich interessieren, wie den Experten hier die Emirate / Dubai gefallen würde.

    Wenn man den Wohnsitz in die Emirate verlegt:

    Positiv:
    0% Einkommensteuer, also 0% auf Zinsen, Dividenden, Kapitalgewinne
    Zumindest im europäischen Winter ein angenehmes, warmes Klima dort
    Moderne Stadt, moderne Infrastruktur
    Immobilien jetzt günstig zu haben nach 50% Preissturz
    Vermietete Immobilien mit 0% Steuer
    Nur 5 - 6 Stunden von Europa entfernt, nur ebenfalls 5 Stunden von schönen Zielen ( Malediven ,.. ) entfernt, ladet zu " Ausflügen" ein
    Im zugegeben heissen Sommer kann man jasolche Ausflüge nach Europa machen ( ohne Wohnsitznahme )

    Negativ / Unschlüssig:
    Kann man dort wirklich über einige Jahre wohnen ?

    Alternativen:
    Was gibt es noch, wo man hinziehen kann und wo man sich einigermassen wohl fühlt ?

    Vielleicht gibt es einige unter den Experten, die über Erfahrungen berichten können ?
    Die Problematik der steuerlichen Wohnsitzaufgabe etc. ist mir bewusst.
    Würde mich sehr interessiern und ich bedanke mich.

    Kommentar


    #7
    AW: Steueroasen

    -es ist nicht einfach eine aufenthaltsgenehmigung in den Emiraten zu erhalten. ehemalige medienberichte die besagen "kauf immobilie = auftenthaltserlaubnis" sind enten. fuer den "privatier" bleiben -ausnahme Dubai (auch dort schwierig) die anderen Emirate nach wie vor verschlossen.

    -klima mitte okt bis mitte maerz tatsaechlich angenehm, schneeschippen und vereiste strassen sind weitgehend unbekannt. :~)

    -auch dass alle immobilien 50% gefallen sind ist eine ente. ausserdem koennen auslaender nur in speziellen gebieten immobilien kaufen. aber auch das heutige preisniveau ist immer noch prohibitiv hoch.

    -die extrem heissen sommer am Arabischen Golf kann auch ein mitteleuropaeer vertragen. fuerchterlich wird es nur nach sonnenuntergang wenn die luftfeuchte schlagartig ansteigt und man im klimatisierten auto mit laufendem scheibenwischer und angeschalteter heizbarer heckscheibe fahren muss.

    -alternativen gibt es genug. jedoch haengt alles von den individuellen anforderungen ab.

    Kommentar


    #8
    AW: Steueroasen

    Wohnsitz im Ausland: Cloppenburgs geldwerter Umzug

    Link zum Artikel

    Kommentar


    #9
    AW: Steueroasen

    Vielen Dank !

    Komme gerade vom Schneeschaufeln. Ich habe den Winter satt bis über beide Ohren.
    Das ist mit ein Grund, warum ich gerne in einem warmen Klima überwintern möchte. Und da kommen nur einige Ziele in Frage. In den europäischen Destinationen ist es auch im Süden noch unangenehm ( Schweiz heute 3°, Monaco 10°, Malta 13°, Zypern 18°, Alanya 17°, .. also auch nicht wirklich warm ).
    Daher bin ich seit kurzem am Überlegen, wo man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann.
    Aus diesem Grund meine Frage nach den Emiraten, wo noch der steuerliche Aspekt dazukommt. Ich habe vor einigen Jahren mein Unternehmen verkauft und ein bisschen etwas auf der Hohen Kante, ersparte Steuern auf Zinsen und Kapitalgewinne würden im Ausland schon etwas Beträchtliches zum Lebensunterhalt beitragen.

    Aber ich lasse mir gerne helfen und frage, wo es noch überlegenswerte Ziele gäbe:

    Schweiz - auch dort zahlt man Steuer; und ein genauso kaltes Land
    Monaco ?
    Malaysia ?
    Seychellen ?
    Thailand - Wally, wie ist das dort mit der Luftfeuchtigkeit - ist das nicht noch ärger als in den Emiraten - und zwar ganzjährig ? Vorurteile ?
    Singapur - Ist das Leben dort nicht geographisch sehr auf die Insel beschränkt; ich war einmal auf Sentosa als einziges Freizeitgebiet ?
    HongKong - siehe Singapur ?
    etc.

    Danke für Eure Anregungen

    Kommentar


    #10
    Nachweis steuerlicher Wohnsitz außerhalb EU ZIV

    Mal eine Frage an die bereits Ausgewanderten:



    Wer ist mit welcher Bestätigung der Zinsinformationsverordnung entkommen? (Gilt erst ab 2004)


    Auszug:
    19 c) Besonderheiten bei Wohnsitz in einem Drittstaat
    Gibt eine Person mit einem in der EU ausgestellten Pass oder amtlichen Personalausweis an, in einem Drittstaat (also außerhalb der EU) ansässig zu sein, muss dies durch einen Nachweis über den steuerlichen Wohnsitz belegt werden, der von der zuständigen Behörde dieses Dritt-staates ausgestellt wurde. Wird dieser Nachweis nicht vorgelegt, gilt der Wohnsitz als in dem EU-Mitgliedstaat belegen, in dem der Pass oder ein anderer amtlicher Identitätsausweis aus-gestellt wurde (§ 3 Abs. 2 Satz 6 ZIV, vgl. Beispiel in Rz. 19g).

    Quelle
    http://www.bundesfinanzministerium.d...cationFile.pdf


    Danke!

    Kommentar


    #11
    Nachweis steuerlicher Wohnsitz außerhalb EU ZIV

    Zitat von statist Hier:19.07.2010, 10:39 Beitrag anzeigen
    Besonderheiten bei Wohnsitz in einem Drittstaat
    Gibt eine Person mit einem in der EU ausgestellten Pass oder amtlichen Personalausweis an, in einem Drittstaat (also außerhalb der EU) ansässig zu sein, muss dies durch einen Nachweis über den steuerlichen Wohnsitz belegt werden, der von der zuständigen Behörde dieses Dritt-staates ausgestellt wurde.
    wenn ein drittstaat keine steuern erhebt (z.b. Thailand) so gibt es auch keine zustaendige behoerde die einen nachweis ueber einen "steuerlichen" wohnsitz ausstellen kann. dass man in einem drittstaat ansaessig ist kann mit anderen dokumenten nachgewiesen werden und im zweifelsfalle mit aufenthaltserlaubnis und ein/ausreisevermerken im reisepass.

    im uebrigen ist die verordnung des Bundesfinanzministeriums rein akademisch und nicht aufrecht zu erhalten. es steht jedem bundesbuerger frei in einer yacht oder einem wohnmobil "ansaessig" zu sein oder sich auf eine jahrzehnte lange weltreise zu begeben ohne dass dies zur ansaessigkeit in irgend einem staat fuehrt.

    fazit: im Bundesfinanzministerium sitzen beamtete Finanzkorinthenk@cker die scheuklappen tragen und trotz ergiebigem nasenbohren nicht alle eventualitaeten beruecksichtigen.

    Kommentar


    #12
    AW: Steueroasen

    wenn ein drittstaat keine steuern erhebt (z.b. Thailand) so gibt es auch keine zustaendige behoerde die einen nachweis ueber einen "steuerlichen" wohnsitz ausstellen kann
    Doch, man kann so einen Lappen mit lauter Nullen beantragen.
    Hab ich irgendwo gelesen und wurde auch schon durchgezogen.

    Der Bescheid über die geistige (UN)Zurechnungfähigkeit wird von dem Thaibeamten gegen einen kleinen Obulus gleich mit abgestempelt.

    http://www.rd.go.th/publish/21978.0.html

    Kommentar


    #13
    AW: Steueroasen

    Bisher hat jede Bank in welchem Land auch immer, die normale Wohnsitzbestätigung des Immigration Office genügt (natürlich in die jeweilige Landessprache übersetzt).

    Nur SwissQoute ist ein wenig pingelig und will das alle 90 Tage neu haben....
    Für Renter mit Jahresvisum, jedes Jahr.

    Man muss sich keine Probleme machen wo keine sind.

    Kommentar


    #14
    AW: Steueroasen

    Wally

    Hattest Du eigentlich seinerzeit auch das malaysische MM2H Programm geprüft? Für etwa 50'000 Stutz kriegst Du dort ein Multiple ReEntry Visa für ein Ehepaar, d.h. Du kannst 1 Tag oder 365 Tage im Land verbringen. Das Geld wird in Lokalwährung (Ringgit) verzinst und Steuern wohl Fehlanzeige.

    Kommentar


    #15
    AW: Steueroasen

    Zitat von Chris Hier:19.07.2010, 11:41 Beitrag anzeigen
    Doch, man kann so einen Lappen mit lauter Nullen beantragen.

    http://www.rd.go.th/publish/21978.0.html
    um diesen lappen zu erhalten benoetigst du eine tax number und eine taxpayer ID Chris. wollte ich vor ein paar jahren haben, ist mir aber nicht gelungen. die angelegenheit war richtig kafkaesk:

    -you want tax ID?
    -yes
    -you must pay tax then tax ID
    -how do i pay taxes without tax ID?
    -your company deduct tax flom your saly
    -häh?
    -tax flom your saly
    -ah yes, you mean salary? i don't receive a salary, i don't work
    -then why you want tax ID?
    -seufz...

    muss mal Khun "M" anhauen, vielleicht kann die so was gegen einen kleinen obolus besorgen. eine andere moeglichkeit waere sich mit dem residence letter bei der Deutschen Botschaft zu registrieren (sollte man auf jeden fall machen) und sich dort eine wohnsitzbescheinigung ausstellen lassen.

    Kommentar

Lädt...
X