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Immobilie gegen Inflation

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    #31
    AW: Inflation

    Zitat von marcpeters Hier:11.05.2010, 11:39 Beitrag anzeigen
    @Graumann :

    Irgendwie schon komplex. ...
    Es landet nicht beim Brot, weil die Nachfrage nach Brot nicht steigt. Die Nachfrage nach Brot steig nicht, weil
    1. das brotessende Proletariat in Folge völligem Versagens ihrer Interessenvertretungen nicht mehr Lohn bekommt, um höhere Brotpreise zahlen zu können,
    2. das brotessende Proletariat immer weniger wird und deshalb auch weniger Brot kauft und
    3. weil das brotessende Proletariat sich längst beim Chinamann die Bäuche vollgeschlagen hat und satt ist.

    Dieses hat beim Brot dazu geführt, das der relative Preis des Brotes sogar gesunken ist. Dieses schmälerte die Margen der Brotbäcker. Daher sind immer mehr Bäcker aus dem Brotmarkt ausgeschieden. Deshalb wurden bei den aus dem Markt ausgeschiedenen Bäkern sogar Proletarier freigesetzt. Die freigesetzten Proletarier haben jetzt noch weniger Einkommen und gehen noch öfter zum Chinamann statt frisches Brot beim Bäcker zu kaufen.

    Den Proletariern, die aber noch ein gutes Einkommen besitzen, geht es so gut, dass sie schon soviel Brot kaufen, wie sie brauchen. Aber der böse Kapitalistenstaat macht ihnen solche Angst, dass sie es auch nicht wagen, nun statt Brot Kuchen zu kaufen. Also sparen sie für die drohenden schlechten Zeiten. Ihr Gespartes wird investiert. Mal wird es vermehrt in Immobilienfonfds, mal in Rohstoffzertifikate und dann auch wieder in Aktienfonds angelegt. Halt immer dort, wo die die Forderung der Proletarier nach mehr Rendite bei scheinbar nicht mehr Risiko erfüllbar erscheint.

    ... und so kauften die Proletarier statt Brot immer mehr Immobilien, Rohstoffe, Aktien und Anleihen. Deshalb ist nicht der Brotpreis gestiegen sondern die Preise von Immobilien, Rohstoffen, Aktien und Anleihen. Schuld an den niedrigen Renditen risikoarmer Anlagen ist also der böse Kapitalistenstaat, der den armen reichen Proletariern immerfort soviel Angst macht, dass diese sich nicht trauen Kuchen statt Brot zu kaufen.

    Dein
    Erklärbär

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    #32
    AW: Immobilie gegen Inflation

    A propos Rechnung für Mieteinnahmen.

    Ich hatte gerade einen Frostschaden an einem mitverwalteten Haus und Versicherung zahlt nicht. (dürfen die)
    Schade: Mieteinnahme vom 1. Quartal weg und ich wette, die Bank verzichtet trotzdem nicht auf Zins.

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    #33
    AW: Inflation

    Zitat von Graumann Hier:11.05.2010, 11:58 Beitrag anzeigen
    Deshalb ist nicht der Brotpreis gestiegen sondern die Preise von Immobilien, Rohstoffen, Aktien und Anleihen.

    Dein
    Erklärbär
    Lieber Erklaerbaer,

    das stimmt doch gar nicht. Der Preis fuer Brot ist doch gestiegen - wenn auch nicht ganz so stark wie der von Laugenbrezeln. Als ich frueher von der Schule nach Hause lief, habe ich mir oefter mal eine Laugenbrezel beim Baecker gekauft (fuer den Fall, dass meine Mutter wieder so gesundes Zeug gekocht hatte, das ich nicht mochte). Die hat 10 Pfennige gekostet.

    Wenn sich heute meine Kinder eine Laugenbrezel kaufen wollen, muessen sie dafuer 80 Cent zahlen. Das ist auch gut so, weil sie dann meine gesunden Sachen essen.

    Was schlecht ist, ist dass auch Deine andere Behauptung nicht stimmt, naemlich dass die Immobilienpreise gestiegen seien. Wir haben unser Haus 1996 gebaut - fuer ca. 600 TDM. Heute bekomme ich es nicht mal fuer 280 TEUR los.

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    #34
    AW: Inflation

    Zitat von Graumann Hier:11.05.2010, 11:58 Beitrag anzeigen
    ..., das der relative Preis des Brotes sogar gesunken ist. ...
    Auch bei geringfügigen Flüchtigkeitsfehlern, hilft das Lesen eines Posts nicht seltem auch dem Verständnis des Inhalts.


    Du hast Dich bei Deinem Häusle halt über'n Tisch ziehen lassen - zu teuer gebaut in der falschen Lage. Ist halt ein unökonomisches Wohlfühl-Häusle geworden. In einer 1A-Lage in der Innenstadt von Ffm, Bln, HH oder Mün. mit wirtschaftlicher Bauweise wäre Dir das nicht passiert. Aber als Anlageobjekt für Immo-Fonds hätte es dann wohl immer noch nicht getaugt.

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    #35
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Zitat von marcpeters Hier:11.05.2010, 09:43 Beitrag anzeigen
    JA ich habe 2008 eine für mich böse (zum Glück nicht vernichtende Summe) in der Größenordnung eines Mittelklasse-Wagens verbrannt ....
    Darum geht es (mir) doch gar nicht. Ich habe von April 2008 bis Oktober 2008 meinen Depotwert halbiert

    Subprime-Krise und Lehman-Pleite haben jeden erwischt, der was anderes als Cash oder Bundesanleihen im Depot hatte. Erschreckend finde ich, dass Du auf den toten Pferden der Finanzkrise immer noch herumreitest und nicht gemerkt hast, wie die Spielregeln geändert wurden. Ich hab z.B. meine IT Holding bei 13 1:1 in Swiss Life Tiere getauscht und hab meinen Einsatz längst wieder zurück. Von Oktober 2008 bis heute hat sich der Depotwert vervierfacht, weil die Finanzminister das Geld säckeweise aus dem Fenster geworfen haben.

    Auch wenn Du immer gern damit kokettierst, aber Du bist kein "Dummerchen". Viele Deiner politischen Kommentare finde ich richtig gut. Nur mit der Kapitalanlage klappt das nicht, weil Du oft mit dem Kopf durch die Wand willst, völlig intransparente und illiquide Anlagen tätigst, Dir dann nicht eingestehst, dass Du dich verzockt hast und am Ende auf einem Trümmerhaufen sitzt bei dessen Anblick Du dich wahrscheinlich selber fragst, wie der ganze Müll in Dein Depot gekommen ist.

    Wenn ich versuchen würde, kleine Schäden an meinem Haus selbst zu reparieren, dann sähe die Hütte in ein paar Jahren schlimmer aus als Dein Depot. Ich kanns nicht, aber ich werde auch nicht den Fehler machen und es versuchen.

    Abgesehen davon wundert es mich, dass Du noch vor ein paar Monaten über eine Auswanderung nach Thailand nachgedacht hast und Dir jetzt eine Immobilie in 350km Entfernung vom Arbeitsplatz ans Bein hängen willst und in eine Eigentümergemeinschaft mit Leuten einsteigst, die Dir (wie ich zumindest vermute) fremd sind. Sowas ist schon zu wirtschaftlich stabilen Zeiten ein Abenteuer, aber gefühlte 5 Minuten vor dem Zusammenbruch des Euros und der damit verbundenen Unwägbarkeiten halte ich das für ein unkalkulierbares Risiko.

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    #36
    AW: Inflation

    Zitat von 36510 Hier:12.05.2010, 09:01 Beitrag anzeigen
    Der Preis fuer Brot ist doch gestiegen - wenn auch nicht ganz so stark wie der von Laugenbrezeln. Als ich frueher von der Schule nach Hause lief, habe ich mir oefter mal eine Laugenbrezel beim Baecker gekauft (fuer den Fall, dass meine Mutter wieder so gesundes Zeug gekocht hatte, das ich nicht mochte). Die hat 10 Pfennige gekostet.
    musst du mich eigentlich immer daran erinnern wie alt ich bin? :~( als ich in der dritten klasse Gymnasium war kostete eine laugenbrezel 5 fennich. ein jahr spaeter schlug die inflazzion mit harten bandagen zu und der preis war 6 fennich.

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    #37
    AW: Immobilie gegen Inflation

    meine Meinung ist, dass es je nach Vermögenslage kein besseres Renteneinkommen gibt als eine Immobilie. Ich selbst war in der Lage mir ein paar Teileigentümer zuzulegen (Restaurant, Apotheke und 4 Wohnungen)...und das alles in 3 verschiedenen Berliner Lagen (3xBestlage, 1 x naja, dafür ist es eine Apotheke dir dort seit 100 Jahren ist...neben Ärztehaus).

    simple Rechnung: selbst zahle ich keine Miete...bei Vollvermietung erhalte ich rund 6000 netto-kalt. Davon kann zumindest ich recht gut leben und auch die ein oder andere Investition gut auffangen.

    Nettokaltgesamtrendite rund 7%...alles schuldenfrei. Leute schaut nicht so sehr auf die Rendite, sondern auf die LAGE!...dann macht das Leben als Vermieter Spass!

    Kommentar


    #38
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Berlin.....3xBestlage.......Nettokaltgesamtrendite rund 7%...alles schuldenfrei. Leute schaut nicht so sehr auf die Rendite, sondern auf die LAGE!

    Gratuliere. Gutes Timing, gute Stadt.

    Wenn Du das heute in Stuttgart /München / Bonn-Köln-Düsseldorf versuchst:
    keinerlei Chance auf 7% bei Bestlagen.

    In NRW 30km vom Zentrum entfernt dafür freie Objektauswahl mit Wohnmieten von bis zu 6,5 EUR kalt und Mietern, die dies als teuer empfinden. Dort und weiter ausserhalb auf Dauer Miethöhe orientiert an staatlichen Wohngeldfördersätzen.
    Und da fast alle sogenannten Leistungsträger Immobilienvermieter sind, fliesst das Wohngeld bisher ungestört, die ideologischen Schlachten um 10 EUR je Monat werden zur Show bei Hartz4 veranstaltet.

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    #39
    AW: Immobilie gegen Inflation

    @eurohyp,

    gerade bei Teileigentümern gibts da schon das ein oder andere gute Stück. Grossanleger fassen sowas nicht an und mir ist es egal wenn ich ein paar Eigentümerversammlungen pro Jahr besuchen muss. In der Regel sind Immoeigentümer rationale Menschen, mit denen man bezüglich notwendiger Investitionen doch recht gut Kompromisse schliessen kann...also kann ich jedem nur empfehlen nicht allzuviel Angst vor Teileigentum zu haben. Bei mir sind (ausser die Apotheke) alle Mietverträge indexiert (weil ich ein Angsthase in Bezug auf Inflation bin)...was man als Vermieter wirklich nur in sehr guten Lagen verlange kann.

    Bei Gewerbe sind die Renditen natürlich attraktiver aber man muss höllisch aufpassen sich einen Standort nicht schönzureden. Berlin als Hauptstadt wird wohl in sehr guten Lagen immer vermietbar sein...falls nicht dann saufen auch andere Anlageformen ab.

    Mir war es auch nicht sooo wichtig möglichst wenig Euro/qm zu zahlen...alles zwischen 800 und 1500/qm dabei. Mir kams darauf an etwas zusammenzustellen wobei mir mein Bauch sagte, dass dieses Paket seinen Besitzer immer ernähren wird...es sei den die Kommunisten enteignen mich eines Tages

    Kommentar


    #40
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Zitat von eurohypo Hier:12.05.2010, 16:54 Beitrag anzeigen
    Berlin.....3xBestlage.......Nettokaltgesamtrendite rund 7%...alles schuldenfrei. Leute schaut nicht so sehr auf die Rendite, sondern auf die LAGE!

    Gratuliere. Gutes Timing, gute Stadt...
    Da kann ich mich nur anschließen.
    1. 1A-Lagen
    2. in einer 1A-Stadt
    3. gekauft als es sich noch rechnete.


    Besser kann man es mit Immobilien kaum machen.

    Kommentar


    #41
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Da kann ich mich nur anschließen.

    1. 1A-Lagen
    2. in einer 1A-Stadt
    3. gekauft als es sich noch rechnete.


    Besser kann man es mit Immobilien kaum machen.
    Das gilt auch für andere Anlagen. Wenn man gut ist, kann man mit allen Anlagen Geld machen. Wenn man schlecht ist, kann man mit allen Geld versenken...

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    #42
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Zitat von kieloben Hier:13.05.2010, 15:44 Beitrag anzeigen
    Das gilt auch für andere Anlagen. Wenn man gut ist, kann man mit allen Anlagen Geld machen. Wenn man schlecht ist, kann man mit allen Geld versenken...
    Nö!

    Mit Junk Bonds kann man gute Renditen erwirtschaften ohne zu betrügen. Mit Schrottimmobilien geht das ohne "Betrug" nur in einem reinen Vermieter- bzw. Verkäufermarkt. ... und selbst da bin ich mir sicher, dass bei der Masse des Anlegergeschäftes der 90er bis 00er Jahre eine bedenkliche Gemengelage aus Dummheit, Gier, Geiz und Skrupellosigkeit herrschte.

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    #43
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Mein Hauptbeweggrund sowas zu überlegen sind die noch immer historisch niedrigen Zinsen für Baugeld = Abitrage mit Kapital, was man sonst gar nicht hätte.

    Klar...geht auch über WP-Kredit, nur muss man damit sehr sicher sein auf dem richtigen Gaul zu sitzen (bei der Immo zwar auch....wenn der Kasten allerdings über die letzten Jahre ausfallfrei vollvermietet war...ist das irgendwie schon beruhigender...)

    WP:Kredit = 6-7% p.a Baugeld 10 Jahre = 3.40%

    mögliche Summe WP-Kredit = (je nach Depot) bei mir vielleicht 20k (nicht alle Papiere sind ja beleihbar) ...außerdem wäre mir dabei sowieso unwohl

    Baugeld : in vorgestelltem Fall 130k...

    Muß jetzt nicht das Ding in Osnabrück sein (gilt ja auch ansonsten für erstrangige Hypotheken)

    ...und dann sollte man nicht in Versuchung kommen ...sondern brav alle Überschüsse in die Tilgung stecken....solange die Mieten noch konstant fließen (könnte ja auch mal anders kommen)

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    #44
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Zitat von marcpeters Hier:13.05.2010, 20:53 Beitrag anzeigen
    Mein Hauptbeweggrund sowas zu überlegen sind die noch immer historisch niedrigen Zinsen für Baugeld = Abitrage mit Kapital, was man sonst gar nicht hätte.
    Ich bin ja durchaus für Renditeimmobilien, aber im Falle von marcpeters sprechen eigentlich fast alle Vorbedingungen dagegen. Beispiele:

    1. Anteil der Immobilie(n) am Vermögen dürfte durch die Immobilie deutlich zu hoch werden (wenn man mal von 20-30% Immobilienanteil ausgehen würde, dann müsste das Gesamtvermögen bei >500TE liegen. Wenn ich hier richtig quergelesen habe liegst du eher dadrunter.

    2. Kein Erfahrung mit Immobilien, die a) weit weg und b) potenziell schwierig zu bewirtschaften sind => Risko "Lehrgeld" zu zahlen ist (sehr) hoch.

    Mit der "Lage" (Osnabrück und Mikrolage) ansich will ich garnicht anfangen, da dieser Punkt m.E. im Punkt Preis zu berücksichtigen wäre. Man kann nämlich mit solchen weniger wertigen Immobilien ganz ordentlich verdienen - dann muss aber der Einstandspreis entsprechend (sehr) niedrig sein - wird hier (sagt mir mein rechter Fußzeh) aber sicher nicht der Fall sein...

    Wenn es dir -wie im Eingangspost beschrieben- nur darum geht Inflationsschutz zu erhalten, dann gibt es sicher andere Instrumente, die bei geringerem Gesamtrisiko das absichern, was du abgesichert haben willst (eben die Gefahr der Inflation).

    Grüße K1

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    #45
    AW: Immobilie gegen Inflation

    Abitrage mit Kapital, was man sonst gar nicht hätte.
    Mit Arbitrage (= risikolosem Ausnutzen von Preisdifferenzen) haben Deine Immobilienpläne aber auch rein gar nichts zu tun.

    Baugeld 10 Jahre = 3.40%
    Mit einer 10jährigen Zinsfestschreibung gehst Du ein erhebliches Risiko ein. Es ist ja nciht sicher, dass wir inflationäre Entwicklungen sehen (auch wenn ich ebenfalls davon ausgehe).

    wenn der Kasten allerdings über die letzten Jahre ausfallfrei vollvermietet war...ist das irgendwie schon beruhigender...
    Im WP-Bereich gibt es auch eine große Auswahl an Titeln, die über die letzten Jahre ausfallfrei waren. Für Kapitalanlagen zählen allerdings nur die zukünftigen Erwartungen.

    nicht alle Papiere sind ja beleihbar
    Das ist allerdings ein Missstand, der Zocker, die vom leicht verdienten "Tages-Hunni" träumen, in riskante Immobilien treibt und von chancenreichen Anleihen fernhält. Die Beleihungskriterien vieler Banken sind ein schlechter Scherz.

    Ich bin fast immer mit ein bisschen WP-Kredit unterwegs, weil es wirklich (bei richtiger WP-Auswahl) leicht verdienten zusätzlichen Gewinn bedeutet. Das "Rettungspaket" vom Sonntag hat mich aber dermaßen erschreckt, dass ich meinen Kredit am Montag sofort getilgt habe und mir noch ein kleines Cash-Polster zugelegt habe. Selten fand ich das Chance/Risiko-Verhältnis für langfristige Investitionen so schlecht wie jetzt.

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