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    Zitat von Der Fondsmanager Hier:12.07.2019, 16:33 Beitrag anzeigen
    wie Anallena das schon ausgerechnet hat
    ... Strom- und Carbon-Futures laufen wie gewünscht.
    Preise verteuert, Klimaproblem gelöst, alle pubertären Klotzköpfe hell begeistert: https://www.eex.com/de/

    ... und oben in dem Wechselbanner wünscht die EEX allen eine bunte Pride Week.
    Von "Lesbians & Coalburners" haben die scheinbar noch nix gehört

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lesbia...ort_the_Miners
    Zuletzt geändert von Al Bondy; 12.07.2019, 19:02.

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    Zitat von Al Bondy Hier:12.07.2019, 18:39 Beitrag anzeigen

    ... Strom- und Carbon-Futures laufen wie gewünscht.
    Preise verteuert, Klimaproblem gelöst, alle pubertären Klotzköpfe hell begeistert: https://www.eex.com/de/
    Tja... der Ablasshandel blüht auf unter der Klimareligion als neuer Staatsreligion...

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    Zitat von Springergabel Hier:12.07.2019, 08:30 Beitrag anzeigen

    Mein Fazit: Menschen müssen aus Seenot gerettet werden!
    Diese Menschen werden von den Schleppern vorsätzlich "in Seenot" versetzt. Und sie machen das alles freiwillig mit. Keiner zwingt sie dazu.

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    Zitat von esteban Hier:12.07.2019, 21:04 Beitrag anzeigen

    Diese Menschen werden von den Schleppern vorsätzlich "in Seenot" versetzt. Und sie machen das alles freiwillig mit. Keiner zwingt sie dazu.
    Selbst wenn das stimmt, und bei den Verhältnissen in Libyen kann man die Freiwilligkeit auch mal in Frage stellen, was folgt daraus?

    https://www.stuttgarter-nachrichten....6e80a426b.html


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    sie gehen auch freiwillig nach Lybien

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    Zitat von esteban Hier:13.07.2019, 09:06 Beitrag anzeigen
    sie gehen auch freiwillig nach Lybien
    Schön, und? Was soll ein Kapitän jetzt nach Deiner Meinung tun, oder was sollte ihm erlaubt sein?
    Zuletzt geändert von CorMaguire; 13.07.2019, 10:31.

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    Ich bin immer wieder erstaunt, wie zynisch die Diskussion um das Thema Seenotrettung von Flüchtlingen hier und in der Gesellschaft diskutiert wird - das ist armselig und traurig Bleibt mir nur zu hoffen, dass die Mehrheit darüber noch anders denkt und bspw. Frau Rackete für ihren mutigen Einsatz das Bundesverdienstkreuz bekommt.

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    Zitat von Maria Hier:13.07.2019, 11:20 Beitrag anzeigen
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie zynisch die Diskussion um das Thema Seenotrettung von Flüchtlingen hier und in der Gesellschaft diskutiert wird - das ist armselig und traurig Bleibt mir nur zu hoffen, dass die Mehrheit darüber noch anders denkt und bspw. Frau Rackete für ihren mutigen Einsatz das Bundesverdienstkreuz bekommt.
    Ich meine, da wird auf allen Seiten zynisch gehandelt. Die Schlepper verdienen gut, handeln organisierter, wissen um die Rettungsschiffe, die um Schlagzeilen und Spendenaufkommen. Schau Dir diese Rettungsschiffe an. Das sind richtige Schiffe, keine Seelenverkäufer. Libyen wäscht seine Händen in Unschuld und spart Geld, das es aus der EU erhält, die ihrerseits das Problem deshalb für gelöst erklärt. In dieser Gemengelage saufen Flüchtlinge ab, die sich in Gefahr begeben haben. Europa hat keine offenen Grenzen, andere Länder auch nicht, die EU nur den effektiveren Grenzschutz, den sich Staaten in der Dritten Welt gar nicht leisten können. So bleibt der sehr pragmatische Auftrag: Wer Flüchtlinge in einem Schlauchboot auf dem Meer sieht, hat sie zu sichern. Noch ist das Leben eines Menschen das höchste Gut. Keine Zeitung berichtet davon, wie viele dieser geretteten Flüchtlinge nahezu postwendend in ihre Heimat entsorgt werden.

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    Zitat von CorMaguire Hier:13.07.2019, 10:07 Beitrag anzeigen

    Schön, und? Was soll ein Kapitän jetzt nach Deiner Meinung tun, oder was sollte ihm erlaubt sein?
    er sollte zuhause in Deutschland bleiben und nicht mit einem "Rettungsschiff" durchs Mittelmeer gondeln mit dem einzigen Zweck, das Werk der Schlepper zu vollenden

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    Zitat von Maria Hier:13.07.2019, 11:20 Beitrag anzeigen
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie zynisch die Diskussion um das Thema Seenotrettung von Flüchtlingen hier und in der Gesellschaft diskutiert wird - das ist armselig und traurig Bleibt mir nur zu hoffen, dass die Mehrheit darüber noch anders denkt und bspw. Frau Rackete für ihren mutigen Einsatz das Bundesverdienstkreuz bekommt.
    Liebe Maria,
    so sehr wie ich Dich respektiere - Du weißt, WIR Beide werden DA nicht auf einen Nenner kommen.
    Ich finde es einigermaßen schlimm, dass so eine Frau noch eine Bühne bekommt. Man darf nur noch gespannt sein, wer nach Greta und Carola zur nächsten Heiligen gemacht wird.
    Völlig unglaublich für mich die Erfahrung, dass [Sea Watch in den York Kinos auch noch kostenlos werben darf. Man muss das also als Kinobesucher ertragen - die Indoktrination in diesem Lande nimmt die letzten Wochen wirklich noch mal deutlich zu. Man hat - wenn man das alles nicht will und anderer Meinung ist - bald nur noch die Alternative, gesellschaftlichem Leben völlig zu entsagen, oder täglich Sachen zu ertragen, die man nicht will und ablehnt. Gleichzeitig nimmt auch die soziale Kontrolle nun bald nahezu lückenlose Züge an. Und es geht hier nicht um irgend welche rechten Spinner - wenn ich nur z.B. sehe, wie über Harald Schmidt nur kurze Zeit nach seinem ORF-Interview hergefallen wurde - buchstäblich ALLES, was irgendwie nicht mehr in den aktuellen Zeitgeist rein passt wird umgehend abgewatscht.
    Hier im SZ-Magazin eine Zusammenfassung einiger Fälle, mit natürlich völlig parteilicher und unglaublich moralimperialistischer und selbstgerechter Darstellung in dem Medium. https://sz-magazin.sueddeutsche.de/l...chwarzer-87509

    Es ist mittlerweile wirklich so, wenn man ein Medienportal einmal von oben bis unten liest, dann weiß man genau, wen die lieben und wen die hassen. Auch wenn das mittlerweile meilenweit von jeglicher journalistischer Professionalität entfernt ist. Sie haben eine Mission (nach Umfragen geben das nahezu 50% der Journalisten zu) - und die wird erfüllt.
    Ich bin kein ausgebildeter Psychologe. Aber das muss man glaube ich nicht sein um sich NICHT zu wundern, wenn bei den Leuten die diese Richtung nicht wollen und nicht mitgehen - und denen aber in wachsendem Maße gesellschaftliche Ächtung droht, wenn sie das artikulieren - wenn bei diesen Leuten der Frust wächst, und je nach persönlichem Temperament daraus auch Hass entsteht.
    Wenn man nämlich jemanden so in die Ecke drängt und ihm zunehmend die legalen Möglichkeiten nimmt, unbeschadet seine andere Meinung auch kund zu tun, dann bekommt man genau das.
    Und Hass und Hass ist nach wie vor anscheinend nicht das gleiche. Wenn z.B. die Amadeu-Antonio Stiftung von Stasi-Kahane (von Heiko Maas bekanntlich zum politisch korrekten Wächter über das Internet gemacht) in den Chor der Geiferer über die Einladung von AfD-Uwe Junge zu Plasberg mit einstimmt:
    Die Amadeu-Antonio-Stiftung twitterte eine Liste von möglichen Studiogästen, die geeigneter als Jung für die Diskussion seien: „Betroffene rechtsextremer Gewalt, so gut wie jeder andere Junge, ein niedlicher Hund, ein leerer Stuhl.“.., dann ist das anscheinend immer noch in Ordnung. Politisch korrekter Hass, Häme und Sticheleien sind da nicht nur geduldet, sondern mittlerweile wohl legitim, wenn nicht sogar gefordert.

    So, das reicht meinerseits mal wieder für Wochen zum Thema - an einem Wochenend-Endlos Gesülze werde ich mich nicht beteiligen. Das ist alles mittlwerweile eine Frage der Lebensqualität. Und ich vermeide einfach weitgehend, mich von diesem ganzen kranken Müll täglich runterziehen zu lassen.

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    Zitat von CorMaguire Hier:13.07.2019, 07:07 Beitrag anzeigen
    bei den Verhältnissen in Libyen
    ... aha, die Sommerferien konstruktiv genutzt und Bildungskurzurlaub gemacht. Letztens konntest Du den Namen des Landes noch nichtmal korrekt buchstabieren, inzwischen kennst Du sogar konkret "die Verhältnisse" in Libyen.

    was folgt daraus?
    ... die USA resp. der Westen hat das Land zwangsdemokratisiert, also wegen der Menschenwürde, den Behinderten-, Schwulen- und Frauenrechten und alles sowas. Seitdem ist es ein rechtsfreier Raum, und damit ideale Operationsbasis für Gangs, Kriminelle, Ausbeuter und Schlepper aller Art. Dieses Modell allgemeiner Gleichheit und Gerechtigkeit hat sich bewährt und soll deshalb auch in Europa schrittweise eingeführt werden, weil die Menschen dort ungläubig, stinkreich, klimafeindlich, sündhaft und hoffärtig geworden sind.

    kann man die Freiwilligkeit auch mal in Frage stellen
    ... man kann. Ist dann aber falsch. Aus fast ganz Afrika reisen sie absolut freiwillig dahin, weil man sich dort angeblich für viel Geld sein Ticket zu Reichtum, Luxus und Gratisnutten in Europa im rechtsfreien Raum kaufen kann. Das haben die NGOs denen versprochen - aber nur unverbindlich per App, weil die meisten Reisewilligen zwar keine Unterhose zum Wechseln aber ein Gratis-Smartfon mit den vorinstlliert richtigen Äpps dabei haben.

    Was soll ein Kapitän jetzt nach Deiner Meinung tun
    ... auf jedem Schiff das dampft und segelt, ist einer der die Putzfrau vögelt.

    Aber wir wollen nicht wieder abschweifen bis zum Bombenkrieg vor Anno 1945, um der zeitnahen lästigen Frage zum angeblichen "Wohlfühlstatus von Illegalen oder Displaced Persons" auszuweichen, sondern einfach bei diesen widerlich verhassten blöden Fakten und Realitäten bleiben:

    Das hier ist eine gefährliche Seenotrettung: https://www.planet-wissen.de/natur/m...agaleriexl.jpg Man erkennt nicht viel, aber es handelt sich um den DGzRS-Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" Borkum, und es sind keine Gaffer vom Propagandafernsehn mit an Bord, die vorher alles genau ausgerechnet haben und per "Embedded Journalism" entsprechend emotional aufbereitet dokumentieren, während sie den ehrenamtlichen Helfern im Weg stehen.

    Das hier ist überhaupt keine Seenotrettung, nicht mal ansatzweise: https://www.tagesspiegel.de/images/s...1-format43.jpg sondern die "Alan Kurdi" bei einer "freundlichen Übernahme". Die Sonne scheint, die See ist spiegelglatt, die Schlepper sitzen gemütlich zuhause und zählen ihr Geld. Die "Schiffbrüchigen" hocken mit Westen hochzufrieden im knallblauen Gummiboot und lassen die Beine baumeln. Zwar nicht nach deutschem Seerecht mit vorgeschriebenem EU-Sitzabstand anständig nach Größe aufgereiht, sondern nur in der Reihenfolge des jeweiligen Dollar-Zahlungseingangs.Wenn man ganz genau hinkuckt, erkennt man sogar dass die zusammen ein Lied singen: https://www.youtube.com/watch?v=LeKy8OJSFy8

    Das Fazit ist sehr einfach: nähme man den Menschen die Hoffnung und den Glauben, dass sie ganz sicher bald im Paradies ankommen, nachdem sie ihre Schlepper brav mit ihrer gesamten Habe oder mit brutal einforderbaren Schuldscheinen bezahlt haben und von deren willigen Helfershelfern übers Mittelmeer transportiert worden sind, nur um danach in Europa in der Illegalität, in elendig langer Duldung oder direkt in Billiglohnsklavenverhältnissen oder als rechtlose Schuldner auf dem Strich bzw in der Kriminalität zu landen, würde sich ganz schnell keiner mehr freiwillig ins lebensgefährliche Risiko stürzen und jedes Jahr wieder Tausende dabei jämmerlich ersaufen.
    Stattdessen ermutigen diverse NGOs die Menschen aber absichtlich noch, leisten dazu massiven Online- und Logistiksupport von Reisewegen über Detailinformationen bis Gratishandies und gaukeln denen die vermeintliche Erlösung in Europa vor. Das ist ein widerliches, hocheinträgliches, menschenverachtendes und raubtierkapitalistisch motiviertes Drecksgeschäft - und je mehr Leichen, am besten tote Kinder, desto höher die emotionale Wirkung in den Massenmedien.

    Die Frage auf welcher Seite wohl die gern und viel zitierte "Menschenverachtung" oder "Fremdenfeindlichkeit" tatsächlich zu finden wäre, erübrigt sich komplett.
    Menschenhandel, moderne Sklaverei und hemmungslose Ausbeutung von Illegalen sind heute einträglicher und risikoloser als jedes Drogen-, Waffen- oder Rotlichtgeschäft. Zum Glück bzw vielmehr zur reibungslosen Fortsetzung des Unglücks wird das in Deutschland aber alles garnicht erst diskutiert oder überhaupt zur Kenntnis genommen. In allen erbittert geführten deutschen "Migrationsdebatten" geht es in Wahrheit garnicht um Migranten und deren Schicksale, sondern ganz allein in gebetsmühlenartigen Endlosschleifen um rein innerdeutsche moralische Befindlichkeiten. Wäre das anders, hätten wir längst, wie fast jedes andere zivilisierte Land der westlichen Welt, klare gesetzliche Regelungen zu politischem Asyl, effektiver Flüchtlingshilfe und wirtschaftlicher Zuwanderung anstelle von hochemotionalem Chaos, praktischem Stillstand und endlosen ideologischen Streitereien und Moraldebatten.

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    Zitat von stupidgame Hier:13.07.2019, 12:42 Beitrag anzeigen
    Man darf nur noch gespannt sein, wer nach Greta und Carola zur nächsten Heiligen gemacht wird.
    Vielleicht sollte das als weltliche, popularisierte Version von Aktion Sühnezeichen verstanden werden. Es ist ein Leichtes, sein Ego auf Basis eines kollektiven Tabus zu plustern. Man wird so der Welt als Heilige serviert. Nur sollte jeder zu KZ und "Judenverfolgung" alle Zahlen, Kontexte und behaupten Ereignisse erst prüfen, bevor er direkt oder suggestiv moralisch wird. Die Sieger schreiben die Geschichte. Wahrheitsgehalt ist immer erst später ein Thema. Doch eine Rackete wird eine solchen Kontext für sich abstreiten. Ohne diesen "historischen" Vorlauf dürfte sie aber nie die für sie und ihr Schiff verlangten Spenden erhalten. Als junge Frau mit "Zivilcourage" ist sie selber sicher auch nicht neutral, sondern gezielt instrumentalisiert, das als medienwirksame Rettungs-Barbie. Das ARD-Team an Bord sagt alles. Früher war das die junge blonde Krankenschwester vom Roten Kreuz mit Sex-Appeal und Brutpflegetrieb, heute ist das das "tüchtige" Mädchen von nebenan mit guter Ausbildung, das in Job und Gefahr, Wind und Wetter ihren Mann steht. Welches Land außer Deutschland entsendet Rettungsschiffe dieser Art? Da muss also etwas "typisch Deutsches" involviert sein. Die Gutmenschen haben mal wieder ihre Marktlücke gefunden. Man könnte das alles auch als Seifenopfer life bezeichnen oder als Realsatire oder die Leute haben all nur noch Medien-Kategorien im Kopf.

    Ich kann mir nicht helfen, aber all das erinnert mich an Henry Dunant und Florence Nightingale. Das war einer der ersten echten Medienkriege. Dieser gründete nach Solferino das Rote Kreuz, was Schlagzeilen machte. Danach präsentierten die Briten ihre Florence, bei der sie eher auf ihren Namen als auf ihre Qualifikation geachtet haben dürften, so sie die nicht gezielt auf die Krim geschickt hatten. Im Zweifel hätten die auch eine Lolita Langbein gefunden. Zynismus und Idiotie des britischen Krimkrieges war nie Thema. Dort haben die britischen Generäle ihre einfachen Truppen schlicht verheizt, Motto: Rekruten haben wir mehr als genug. Später war das ein Thema im Unterhaus. Die Briten hatten allen Grund, sich ins Licht von Humanität zu setzen, das auf Kosten von Dunant.
    Zuletzt geändert von frcg; 13.07.2019, 13:49.

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    Zitat von Al Bondy Hier:13.07.2019, 12:46 Beitrag anzeigen
    Menschenhandel, moderne Sklaverei und hemmungslose Ausbeutung von Illegalen sind heute einträglicher und risikoloser als jedes Drogen-, Waffen- oder Rotlichtgeschäft.
    Damit kämest Du zur Sache. Im BB darfst Du aber wirtschaftlicher argumentieren.

    Sklaverei, Emigration, Flüchtlinge folgen für mich derselben Ratio. Alle wollten die Passage freiwillig und für nichts. Kein Kapitän ging je auf Sklavenjagd in Afrika. Die Leute, die er mitnahm, hatten innerafrikanische Hintergründe verschiedenster Art. Der Preis eines Sklaven im Zielland ergab sich aus seinem Arbeitsertrag in vier Jahren. Viele überlebten acht Jahre, was den Käufer reich machen konnte. Viel mehr Jahre überlebten die wenigstens. Einige Sklaven durften Indianerinnen heiraten, woraus Kinder entstanden, die als Sklaven nicht gekauft werden mussten. Die meisten Auswanderer zahlten ihre Schiffspassage in die USA mit einem achtjährigen Arbeitsvertrag beim Eisenbahnbau dort. Danach waren die ausgelaugt, desillusioniert, entkräftet, fristeten ihr weiteres Leben als Hobos, als Hoe-Boys, also als saisonale Hack- und Ernte-Hilfen, die gnadenlos ausgebeutet wurden. Steinbeck: Men und Mice erzählt das perfekt. Die kritischen Flüchtlinge heute dürften auch keine achte Jahre überleben. Wer hier beim Landeanflug tiefgefroren aus dem Fahrwerk eines Flugzeuges fällt, was inzwischen zweimal vorkam, dürfte kaum die Kenntnisse haben, die hier verlangt sind. Solche Leute verbrennen hier auf den Feldern, so sie nicht zurück geschickt werden.

    Wer sich über Humanität unterhalten will, sollte diese Kontexte genau kennen. Die Wirtschaftsweise im Mare del Plastico bei Almeria oder in Apulien sollten präsent sein. Die dort haben einen unendlichen Verschleiß an Feldarbeitern, sonst wären die Grenzen sehr viel dichter. Da kriegt jeder noch einen völlig authentischen Begriff von natürlicher Auslese. Jedem Veggie bleibt danach sein Salat im Hals stecken, sein Ketchup auch. Der unterhält sich aber lieber über artgerechte Tierhaltung. Sein Salat dürfte für ihn unter regulären Lohnverhältnissen unerschwinglich sein. Man könnte fast meinen, ohne Rettungsschiffe wären die Gemüsepreise ruinös hoch. Die Szenen refinanziert sich. Der realisiert sich nie diese "idyllischen Lebensverhältnisse auf dem Lande." Besser als ein Leben im Knast in der Dritten Welt wegen politischer Verfolgung ist das aber immer noch.

    Wenn in den Medien endlich ankäme, wie komplex das Thema Flüchtlinge tatsächlich ist, wäre viel gewonnen. Mit Helferreflexen löst man vielleicht eine akute Lage, nicht aber das Problem. Ausländer sind bei mir in Bonn angesichts der VN und der Telekoms hier ein völlig anderes Problem als in München oder Dresden. Die Kasachin neben mir ist promovierte Physikerin, der Chinese promovierter Informatiker usw., die Frau aus Guinea mit einem Post-Banker verheiratet mit richtig netten Kindern. Erst wenn unser Gärtner in seiner Pflegekolonne Flüchtlinge aufnimmt, wird es sozial depriviert. Von denen rasieren etliche mit dem Rasenmäher Azaleen, Rosen etc. ab, weil sie die effektiv nicht sehen. Denen fehlt jeder Blick, jeder Instinkt für Natur, nicht zu reden von dem für Ästhetik.
    Zuletzt geändert von frcg; 13.07.2019, 14:51.

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    ein völlig anderes Problem als in München oder Dresden
    wo höchst differenziert jeder mit Schlitzaugen als Saupreiß, japanischer gilt.

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    Zitat von Maria Hier:13.07.2019, 11:20 Beitrag anzeigen
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie zynisch die Diskussion um das Thema Seenotrettung von Flüchtlingen hier und in der Gesellschaft diskutiert wird - das ist armselig und traurig Bleibt mir nur zu hoffen, dass die Mehrheit darüber noch anders denkt und bspw. Frau Rackete für ihren mutigen Einsatz das Bundesverdienstkreuz bekommt.
    Armselig und traurig ist, dass intelligente Leute völlig unreflektiert ihre Emotionen siegen lassen über die klar sichtbaren Fakten: je mehr "Flüchtlinge" im Rahmen einer sogenannten "Seenotrettung" aufgegabelt werden, desto mehr Leute werden sich nach ihnen auf den gleichen Weg machen....und von denen werden wieder einige ertrinken....ob es dabei unter dem Strich mehr "jetzt Gerettete" oder mehr "zukünftig Ertrunkene" gibt, ist eine offene Frage.

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