Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Italien

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    wirte und prognosen

    Das faszinierende an den sog. Wirten ist, dass diese in die Zukunft gucken können. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass wally hier noch nie eine Prognose abgegeben hat?
    Ebend, denn wally ist halt kein Wirt
    gottseidank bin ich kein wirt! allerdings respektiere ich wirte die eine ausschankerlaubnis besitzen und auch vorzuegliche mahlzeiten servieren

    was prognosen betrifft so habe ich im laufe eines jahrzehnts bondboardmitgliedschaft eine ganze menge abgegeben. es duerfte es um ein vielfaches der Mond'schen prognosen handeln.

    im uebrigen steht es jedem bondboard-wirt frei das resultat seines "prognostizierten" portfolios mit meinem laienhaft gefuehrten sparkonto zu vergleichen und sich danach eine meinung bilden.

    Kommentar


    AW: wirte und prognosen

    Zitat von wally Hier:02.11.2011, 07:48 Beitrag anzeigen
    im uebrigen steht es jedem bondboard-wirt frei das resultat seines "prognostizierten" portfolios mit meinem laienhaft gefuehrten sparkonto zu vergleichen und sich danach eine meinung bilden.
    ...wäre mal interessant...bist ja eher risikoavers...wie ist dein Zuwachs/(Buch)Verlust p.a. in Brotzent (während der Krise seit 2008)

    Die Strategie in einer Phase der Markteuphorie niemals nie "all in" zu sein finde ich inzwischen goldrichtig. Die beste Performance gibt es, wenn nach einer Krise vieles am Boden liegt und man dann Pulver hat. Wiegt auch jahrelanges Parken bei Mickerzinsen gelegentlich mehr als auf.

    Kommentar


    AW: wirte und prognosen

    Zitat von marcpeters Hier:02.11.2011, 08:24 Beitrag anzeigen
    1. ...wäre mal interessant...bist ja eher risikoavers...wie ist dein Zuwachs/(Buch)Verlust p.a. in Brotzent (während der Krise seit 2008)

    2. Die Strategie in einer Phase der Markteuphorie niemals nie "all in" zu sein finde ich inzwischen goldrichtig. Die beste Performance gibt es, wenn nach einer Krise vieles am Boden liegt und man dann Pulver hat. Wiegt auch jahrelanges Parken bei Mickerzinsen gelegentlich mehr als auf.
    1. warum soll ich "wirten" schlaflose naechte bereiten und dafuer sorgen dass ihnen tagsueber pausenlos der neidgeifer aus den mundwinkeln fliesst? die "brotzente" in 2010 und 2011 waren moderat und zufriedenstellend, haetten aber sehr viel besser sein koennen.

    die pörfohrmäntz von 2009 deckt (allerdings nicht inflationsbereinigt und abzueglich der 2008 verluste) meine lebenshaltungskosten der kommenden 17 jahre (ist also hoeher als die mir und meinen hunden statistisch verbleibende lebenserwartung). mehr muss ich dazu nicht sagen denn du kennst ja meinen persoenlichen hintergrund.

    2. offensichtlich hast du meine mahnenden postings der letzten jahre gelesen. es ist aber nicht jedermanns sache langfristig auf einem haufen zinslosen cash's zu sitzen und auf gute gelegenheiten zu warten oder (wie ich) aus prinzip groessere cash-betraege zinslos vorzuhalten ohne dass die absicht besteht sie jemals zu investieren.

    Kommentar


    Weil Verschuldungsquoten höchste akademische Genüsse versprechen,

    ... stelle ich jetzt die Tabelle mit den Staatsschuldenquoten aller Länder bis 2010 ins Netz. Es tut mir aber leid um wally, dass er solche Tabellen nicht genießen kann.
    Angehängte Dateien

    Kommentar


    AW: Weil Verschuldungsquoten höchste akademische Genüsse versprechen,

    Zitat von Mond Hier:02.11.2011, 08:57 Beitrag anzeigen
    ... stelle ich jetzt die Tabelle mit den Staatsschuldenquoten aller Länder bis 2010 ins Netz. Es tut mir aber leid um wally, dass er solche Tabellen nicht genießen kann.
    sehr genossen habe ich gerade mein zweites fruehstueck, manchmal auch brunch genannt. sechs ueber (krebsfoerdernder) holzkohle gegrillte king prawns mittlerer groesse, zwei eier im glas, etwas forellenkaviar und eine frisch aufgebackene laugenbrezel. unser gaertner schlaegt als chef in der kueche seine frau (die eigentliche koechin) um laengen.

    p.s. wer in staatsschulden investiert wird in einigen jahren nicht viel zu geniessen haben. na ja, vielleicht geniesst er ein paar tabellen und seine mickrige rente oder beamtenpension. ob dies aber ein wirklicher genuss sein wird moechte ich bezweifeln.

    Kommentar


    AW: Weil Verschuldungsquoten höchste akademische Genüsse versprechen,

    Zitat von Mond Hier:02.11.2011, 08:57 Beitrag anzeigen
    ... stelle ich jetzt die Tabelle mit den Staatsschuldenquoten aller Länder bis 2010 ins Netz. Es tut mir aber leid um wally, dass er solche Tabellen nicht genießen kann.
    Also ich kann die Tabelle sehr genießen, da mein Geld zum überwiegenden Teil in den Plätzen 69 und 98 steckt - die stehen besser da als die Schweiz und Norwegen

    Kommentar


    AW: Rendite der 10-jährigen wieder über 6%

    ... man sollte nicht nur auf die Passiv-Seite der Bilanz schauen (Schulden), sondern auch auf die Aktiva. Ein Teil der Aktiva eines Staates ist das private Geldvermögen, das einerseits zum Kauf von inländischen Staatsanleihen zur Verfügung steht und andererseits durch "fiskalische Maßnahmen" (Substanzsteuern) teilweise zu Gunsten der Staatskasse umgebucht werden könnte. Im Allianz Global Wealth Report 2011 (Seite 91) sind die Quelldaten "Geldvermögen pro Kopf in EUR" & "BIP pro Kopf in EUR" aufgeführt.

    Code:
    Land      Geldvermögen pro Kopf / BIP pro Kopf = Geldvermögen / BIP
    ___________________________________________________________________
    Taiwan                   70.207 / 15.560       = 451%
    Schweiz                 207.393 / 57.515       = 361%
    USA                     111.897 / 34.403       = 325%
    Japan                   111.598 / 34.681       = 322%
    Großbritannien           81.851 / 27.407       = 299%
    Niederlande             104.847 / 35.518       = 295%
    Belgien                  85.859 / 32.998       = 260%
    Dänemark                107.057 / 42.786       = 250%
    Italien                  60.818 / 25.751       = 236%
    Singapur                 89.110 / 37.772       = 236%
    Portugal                 36.846 / 16.077       = 229%
    Kanada                   79.997 / 35.894       = 223%
    Frankreich               63.774 / 30.835       = 207%
    Schweden                 79.477 / 39.386       = 202%
    Deutschland              60.123 / 30.388       = 198%
    Irland                   63.984 / 33.545       = 191%
    Australien               90.808 / 47.735       = 190%
    Malaysia                 12.463 /  6.898       = 181%
    Österreich               59.346 / 33.909       = 175%
    Spanien                  39.221 / 23.457       = 167%
    Südkorea                 29.582 / 17.883       = 165%
    Chile                     5.214 /  9.650       = 158%
    Finnland                 44.857 / 33.725       = 133%
    Estland                  14.135 / 10.826       = 131%
    Griechenland             24.675 / 20.584       = 120%
    Slowenien                20.637 / 17.766       = 116%
    Neuseeland               28.821 / 26.337       = 109%
    Norwegen                 71.096 / 65.931       = 108%
    Ungarn                   10.399 /  9.769       = 106%
    Bulgarien                 5.011 /  4.806       = 104%
    Mexiko                    7.406 /  7.176       = 103%
    Kroatien                 10.158 / 10.277       =  99%
    Tschechische Republik    13.067 / 14.040       =  93%
    China                     3.293 /  3.547       =  93%
    Rumänien                  5.270 /  5.712       =  92%
    Litauen                   6.830 /  8.420       =  81%
    Thailand                  3.093 /  3.901       =  79%
    Polen                     7.377 /  9.371       =  79%
    Lettland                  6.176 /  8.014       =  77%
    Brasilien                 6.265 /  8.444       =  74%
    Indien                      814 /  1.111       =  73%
    Südafrika                 4.070 /  5.945       =  68%
    Slowakei                  7.578 / 12.179       =  62%
    Kolumbien                 2.493 /  4.586       =  54%
    Ukraine                     899 /  2.254       =  40%
    Türkei                    2.527 /  7.070       =  36%
    Indonesien                  726 /  2.346       =  31%
    Russland                  2.008 /  7.818       =  26%
    Kasachstan                1.092 /  6.133       =  18%
    Argentinien               1.156 /  6.658       =  17%

    Kommentar


    AW: Rendite der 10-jährigen wieder über 6%

    Zitat von der kleine Prinz Hier:02.11.2011, 11:52 Beitrag anzeigen
    ... man sollte nicht nur auf die Passiv-Seite der Bilanz schauen (Schulden), sondern auch auf die Aktiva. Ein Teil der Aktiva eines Staates ist das private Geldvermögen, das einerseits zum Kauf von inländischen Staatsanleihen zur Verfügung steht und andererseits durch "fiskalische Maßnahmen" (Substanzsteuern) teilweise zu Gunsten der Staatskasse umgebucht werden könnte.
    Wenn es (das Geld) und sie (die Eigentümer) immobil wären ...

    Kommentar


    AW: wirte und prognosen

    Die Zinsen für Italien steigen rasant an...jetzt schon 6.17%, greift denn die EZB nicht mehr ein?

    Bald sind wir bei 7%, dann (so sagt man) wird sich Italien nicht mehr akzeptabel finanzieren können.

    Dann Licht aus in Europa?

    Kommentar


    AW: Italien

    @Lord Pizza: ... die aktuell höheren Refinanzierungszinssätze haben nur einen geringen Einfluß auf die effektive, durchschnittliche Verzinsung der Gesamtschulden. Wenn Du 1.800 Mrd. EUR Schulden hast, die mit durchschnittlich 4% verzinst werden und Du musst 200 Mrd. EUR Altschulden (ebenfalls mit 4% Durchschnittszins) zu 8,5% refinanzieren, dann ist der effektive, durchschnittliche Zinssatz = (1.600 x 4% + 200 x 8,5%) / 1.800 = 4,5%. Erst wenn dieser durchschnittliche Zinssatz über 6% steigt, dann ... siehe Grafik (Seite 6 unten, für Refinanzierungszinssätze von 6% / 7% / 8% / 9% / 15%).

    Bis zum Jahresende können die Spanien-/Italien-Renditen weiter steigen, weil die Banken jetzt "bilanzielle Optimierungen" hinsichtlich der Jahresabschlüsse durchführen werden ... siehe Commerzbank verkauft Staatsanleihen.

    Kommentar


    AW: Empirisch ist der Staatsbankrott so gut wie sicher

    Zitat von marcpeters Hier:02.11.2011, 06:01 Beitrag anzeigen
    Echt ? Und wer leiht großen Industriestaaten die de facto eigentlich pleite sind Geld zu niedrigen Zinsen ? Man kann ja gerne Bonds zu 2,8% Kupon begeben...ob sie dann aber zu pari absetzbar sind bleibt abzuwarten
    Wer hat Japan das ganze Geld zu Minizinsen geliehen?
    Vielleicht freuen wir uns sogar noch wenn wir irgendwann mal "satte" 2,8% Zinsen bekommen

    Kommentar


    AW: Empirisch ist der Staatsbankrott so gut wie sicher

    Zitat von Capetonia Hier:02.11.2011, 17:54 Beitrag anzeigen
    Wer hat Japan das ganze Geld zu Minizinsen geliehen?
    Ja, das ist eine Frage, die oft gestellt wird. Die Antwort ist, dass die Japaner ihren Staat bzw. ihre Staatsschulden selbst finanzieren. D. h., dass das inländische Sparvermögen in die eigenen Staatsanleihen wandert. Wenn die Griechen oder Italiener das auch tun würden, hätten wir die Probleme nicht. Die bringen aber lieber ihr Geld nach Deutschland oder in die Schweiz und erwarten von Ausländern, dass sie das griechische Staatsdefizit finanzieren.

    Kommentar


    AW: Weil Verschuldungsquoten höchste akademische Genüsse versprechen,

    Zitat von Mond Hier:02.11.2011, 08:57 Beitrag anzeigen
    ... stelle ich jetzt die Tabelle mit den Staatsschuldenquoten aller Länder bis 2010 ins Netz. Es tut mir aber leid um wally, dass er solche Tabellen nicht genießen kann.
    selbst ein nur fluechtiger blick auf die "tabelle" zeigt den unsinn, stumpfsinn und bloedsinn an den gewisse wirte (die ohne ausschankerlaubnis) glauben und auf denen ihre proctologischen ausfuehrungen basieren.

    als abrundung fehlt nur noch Absurdistan mit null debt/gdp ratio.

    Kommentar


    AW: Italien

    Zitat von der kleine Prinz Hier:02.11.2011, 15:17 Beitrag anzeigen
    @Lord Pizza: ... die aktuell höheren Refinanzierungszinssätze haben nur einen geringen Einfluß auf die effektive, durchschnittliche Verzinsung der Gesamtschulden.
    Die rechnerische Durchschnittsverzinsung ist nur von Randinteresse. Die Finanzmärkte beurteilen die langfristige Schuldentragfähigkeit, und die wird für Italien jeden Tag düsterer. Italien wird in den nächsten Monaten mit dem Problem konfrontiert werden, überhaupt noch genügend Käufer für seine Staatsanleihen zu finden. Käufer italienischer Staatsanleihen sind typischerweise Pensionsfonds, Versicherungen, italienische Privathaushalte für Zwecke der Alterssicherung. Für diese Langfristinvestoren ist Italien schon fast zu heiß.
    Es kann durchaus sein, dass im Zuge anhaltender Sparmaßnahmen auch in Italien ein Referendum abgehalten wird und die Bevölkerung eine Entscheidung trifft, die letztlich Default bedeutet. Dieses Risiko muss jeder verantwortungsvolle Portfoliomanager beachten - also Hände weg von Italobonds.

    Die Frage der rechnerischen Schuldentragfähigkeit steht nicht an erster Stelle, sondern die Frage, ob die Bevölkerung überhaupt bereit ist, die Staatsschuld zu buckeln. Und hier liegt für Italo-Bonds das Hauptrisiko.

    Meldung von heute (taz):
    Zehnjährige italienische Staatspapiere rentierten am Dienstagmorgen bei 6,26 Prozent. Derart hohe Zinsen würden das Land auf Dauer in die Pleite treiben.

    Kommentar


    AW: Italien

    Zitat von Mond Hier:03.11.2011, 13:12 Beitrag anzeigen
    ... die Frage, ob die Bevölkerung überhaupt bereit ist, die Staatsschuld zu buckeln.
    ... warum sollten die Italiener ihre eigenen Vermögenswerte zerstören? Im Gegensatz zu Argentinien/Griechenland sitzen die Anleihegläubiger überwiegend im Inland:
    Demnach befinden sich 55 Prozent der Staatsschulden in den Händen der Italiener.
    ... mit ihren 236% Geldvermögen/BIP können die Italiener ihre 120% Staatsschulden/BIP ganz alleine finanzieren ... und theoretisch unendlich lange. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, hat Italien regelmäßig einen positiven Primärsaldo:
    Man müsse auch dazusagen, dass Italien eines der wenigen Länder sei, dass im Staatshaushalt einen positiven Primärsaldo aufweise, also exklusive Zinszahlungen mehr Einnahmen als Ausgaben vorweisen könne. In den vergangenen zehn Jahren seien dies jährlich 2 Prozent gewesen, das sei nicht unwesentlich. Italien habe also jedes Jahr seine Staatsfinanzen stabil halten können.
    ...
    Italien habe auch keine Immobilienblase gehabt und die italienischen Banken seien bei der Finanzkrise recht gut über die Runden gekommen, sie hätten keine staatlichen Hilfsprogramme notwendig gehabt.
    EU-Beihilfeverfahren seit 2008:

    Deutschland: SachsenLB, IKB, HSH Nordbank, Hypo Real Estate, BayernLB, LBBW, WestLB, Commerzbank.

    Italien: ---

    Kommentar

Lädt...
X