Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Großbritannien

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von frcg Hier:29.03.2019, 19:15 Beitrag anzeigen
    Wenn die EU hier keine klare Kante zeigt, wäre ihr nicht mehr zu helfen.
    Siehst Du irgendwo klare Kanten in der EU?
    Wenn´s die gäbe dann gäbe es den ganzen Brexit-Schayss definitiv nicht, das wäre eine Fabel aus 1000+1 Nacht.

    Kommentar


    Zitat von Aldy Hier:31.03.2019, 22:32 Beitrag anzeigen
    Siehst Du irgendwo klare Kanten in der EU?
    Beim Breggsit schon, sonst sind für diese die Regierungschefs zuständig, die sich immer erst einigen müssen. Die EU selber ist als supranationale Organisation eher Verwaltung.

    Kommentar


    Zitat von frcg Hier:01.04.2019, 17:06 Beitrag anzeigen
    Beim Breggsit schon, sonst sind für diese die Regierungschefs zuständig, die sich immer erst einigen müssen. Die EU selber ist als supranationale Organisation eher Verwaltung.
    So ist es!
    Aber ... --- warum gewinnt heute das Pfund 1% zum EUR ... (fast) alles steigt ... ist mal wieder jemand klüger ... ... haben sich Trump & Xi geeinigt ...?
    ... weil heute Montag ist?

    Kommentar


    Zitat von k1 Hier:30.03.2019, 10:22 Beitrag anzeigen
    Ja und? Nigel Farage und wie die ganzen "Brüller" da hießen waren auch bisher schon MEP. Das wird die Demokratie aushalten müssen.
    Zu Ende gedacht: Eine Mehrheit von Gegnern im EU-Parlament "wird die Demokratie aushalten müssen", darauf muss man erst einmal kommen.

    Es werden viel mehr EU-Gegner im nächsten EU-Parlament sitzen als je zuvor. Aus Polen, Ungarn, Italien, Deutschland, UK usw.
    Und es ist einfach falsch dass Farage und die "ganzen Brüller" bisher schon MEPs sind. Nur ein Bruchteil. Und genau das wird sich ändern, wenn die Briten an der EU-Wahl teilnehmen,
    die EU-Gegner werden massiv zulegen.

    Farage ist übrigens ein höchst erfolgreicher Politiker, egal ob man ihn schätzt.
    Sein Schachzug eines Comebacks im Falle des Verbleibs der Briten in der EU ist politisch genial.

    Wo sind eigentlich die deutschen Demonstranten, die statt für Klimagedöns einmal für den Verbleib der Briten in der EU demonstrieren ?
    Nur in homöopathischen Dosen vorhanden. Weil eine großdeutsche Überheblichkeit im Einklang von Kanzleramt und Bevölkerungsmehrheit besteht, die Briten "gehören bestraft", sind "selbst schuld".
    Eine unglaublich kurzsichtige wie falsche Wahrnehmung, im Grunde eine Verachtung der Demokratie (Volksabstimmung).

    Der BREXIT, mitverursacht durch Merkel & Juncker, schadet Deutschland und der EU.
    Die Rest-EU ist undemokratischer und wirtschaftlich schwächer.

    Kommentar


    Zitat von eurohypo Hier:01.04.2019, 22:50 Beitrag anzeigen
    Zu Ende gedacht: Eine Mehrheit von Gegnern im EU-Parlament "wird die Demokratie aushalten müssen", darauf muss man erst einmal kommen.
    Im Augenblick läuft das Elend der Populisten. Always stay on the bright side of life ist nicht, weder für May noch Trump noch Putsch-Dämon etc. Immerhin sind die Populisten, wenn auch wieder Willen, eine EU-weite Basis für Politik. Da sind sie deutlich weiter als Sozialdemokraten oder bürgerliche Parteien, die weiter ein Gleichgewicht der Nationen als Ziel verfolgen, als ob de Gaule noch immer regierte. Hier verschiebt sich etwas für meine Begriffe, was als Chance ergriffen werden sollte. Das läuft nur alles noch viel zu chaotisch ab, viel zu wenig analytisch. Breggsit - Populisten ist der erste echte EU-interne Konflikt. Der muss dann auch so gelöst werden. Die Populisten beziehen sich alle auf die EU als Rahmen, um zu ihrer Identität zu finden. Den wollen sie sprengen, womit die nie und nichts gewinnen können, höchstens ihr eigenes, dann sicher höchst relatives Maß. Die sollen doch allein die Verwaltungskosten überschlagen, die sie durch jene der EU im eigenen Land sparen. Sollen Salvini, Orban, May & Co. doch ihre Identität präsentieren, solange sie jene aller anderen in der EU respektieren.

    Kommentar


    Zitat von frcg Hier:02.04.2019, 11:49 Beitrag anzeigen
    Im Augenblick läuft das Elend der Populisten. [...] Das läuft nur alles noch viel zu chaotisch ab, viel zu wenig analytisch. Breggsit - Populisten ist der erste echte EU-interne Konflikt. Der muss dann auch so gelöst werden.
    Wieder - grundsätzliche Zustimmung.
    Insofern sich die Sache zwischen EU-Mitgliedern / der EU-Bevölkerung abspielt, ist es per Definition ein EU-Interner Konflikt - und möglicherweise "der erste echte".
    Dass das Ganze zu wenig analytisch abläuft, glaube ich nicht. Ganz offensichtlich kann die EU ihr Wohlstandsversprechen nicht einlösen. Daraus resultieren bei den sog. etablierten Parteien nun Wahlslogen wie 'Für mehr Gerechtigkeit' usw. Das ökonomische Auseinanderdriften der Gesellschaften (oder die Kapitalakkumulation) führt notwendig zu Widerständen. Welche Interessen dabei gerade 'kanalisierend' wirken, steht auf einem anderen Blatt. In ihrer Außendarstellung ist Politik nunmal 'populistisch'. Den Populismusvorwurf empfinde ich daher als verklärend populistisch und nur in seiner Außenwirkung als zu wenig analytisch. Alle wissen doch worum es geht: Die Abgehängten lassen langsam ihre Illusionen an relativer Teilhabe fahren. Dass sie dabei wohl aufs falsche Pferd (Trump, Orban, Farage, Salvini usw.) setzen, dürfte die nächste Erkenntnisstufe darstellen. Sinnbildlich steht dafür die Koalition der abgehängten oder vermeintlich abgehängten Briten mit dem alten Adel und dem neuen Geldadel.

    @eurohypo: Insofern die Brexitentscheidung sich eher aus dem EU-System heraus erklären lässt, bringen Personalisierungen (Merkel & Juncker) m.E. nicht viel, ebensowenig kann von Bestrafung die Rede sein. Das angesprochene Demokratieproblem (Volksabstimmung) ist ein rein britisches Problem. Man hätte das Ergebnis ja auch als direkten Regierungsauftrag qualifizieren können. Dann gäbe es jetzt ein Abkommen und GB wäre draußen. Die britische Justiz hat sich dagegen ausgesprochen und den Prozess an das Parlament weitergereicht. Na ja ... Carl Schmitt schlägt in seinem Grab gerade Purzelbäume vor Lachen. ... und Farage wartet nur auf eine Brexitabsage.

    Kommentar


    Zitat von B.Gunn Hier:02.04.2019, 12:48 Beitrag anzeigen
    ......Ganz offensichtlich kann die EU ihr Wohlstandsversprechen nicht einlösen. Daraus resultieren bei den sog. etablierten Parteien nun Wahlslogen wie 'Für mehr Gerechtigkeit' usw. Das ökonomische Auseinanderdriften der Gesellschaften (oder die Kapitalakkumulation) führt notwendig zu Widerständen. ......Die Abgehängten lassen langsam ihre Illusionen an relativer Teilhabe fahren. Dass sie dabei wohl aufs falsche Pferd (Trump, Orban, Farage, Salvini usw.) setzen, dürfte die nächste Erkenntnisstufe darstellen.
    Das Wohlstandsversprechen der EU wurde durch das EUR-Versprechen erneuert. Juncker betont stets ganz offen die angestrebte Deckungsgleichheit von EU und EUR-Zone, wie verlobt und verheiratet. Aus Sicht der Briten eher ist jede Juncker- Rede die Androhung einer Zwangsehe. Dazu Merkels Einwanderermöchtegernzwangsverteilung, und tschüs.

    Durch EZB Bilanzaufblähung, Rettungsschirme und Garantien werden jetzt auch noch die vorehelichen Schulden in EU und EUR-Zone vergemeinschaftet, allerdings ohne jede Wählerbefragung und mangels Grund zum Feiern auch ohne Feier.
    Und in der EUR-Vielehe behält jeder sein Portemonnaie und will von den eigenen Einnahmen fast nichts abgeben.

    Sehr konsequent von den Briten, auf diese Widersprüche hinzuweisen und aus einer solch widersprüchlichen Gemeinschaft auszuscheren.
    Brüssel und die EZB hätten aus Anlaß des BREXIT die Schächen der EU und EUR-Zone ausmerzen und die Briten in der EU halten müssen.
    Dazu fehlt den Protagonisten in Brüssel und zB Berlin aber jegliche Vorstellungskraft, Paris ist unter Macron viel weiter aber ohne Rückhalt in der Rest-EU.

    Die Briten, Ungarn und Polen erkennen die fehlende Einlösung des Wohlstandsversprechens rechtzeitig vor der EUR-Einführung und sind dadurch noch begrenzt handlungsfähig.

    Kommentar


    Zitat von B.Gunn Hier:02.04.2019, 12:48 Beitrag anzeigen
    Sinnbildlich steht dafür die Koalition der abgehängten oder vermeintlich abgehängten Briten mit dem alten Adel und dem neuen Geldadel.
    Abgehängt sichert den Opferstatus. Etwas subjektiveres lässt sich kaum vorstellen. Der Niedergang der britischen Industrie setzte schon vor deren EU-Beitritt ein. Die EU wiederum ist nicht dazu da, London koloniale Größe und Bedeutung zu sichern. Die Zustände in Osteuropa hat die EU auch nicht zu verantworten, sondern der Kommunismus. Als dritte Gruppe der "Abgehängten" präsentieren sich die "Lokalen", die wirtschaftlich schon an regionalen Grenzen scheitern. Da hänge ich lieber ab in der Kneipe mit ein paar alten Jungs. Gemeinsam ist allen drei "Abgehängten", dass sie sich nicht integrieren, sich nicht an Europa orientieren können. Die Gründe reichen von Adels-Arroganz über Herrschaftssicherung bis geschichtliches Fiasko und fehlende Bildung. Welcher Bauer auf Kreta oder im Balkan blickt durch die EU-Agrarordnung durch? Das kann Brüssel nicht für sie leisten, das müssen die selber machen. Portugal und Spanien haben dafür 30 Jahre gebraucht.

    Wer sich abgehängt fühlt, sollte fragen, ob er sich nicht eher nach einer Machtstellung sehnt, nach eigener Relevanz in politischen Abläufen. Die Gewichte sind aber verteilt, also Realität, verschieben sich ständig. In der EU kann keiner ein Interesse daran haben, ganze Regionen verkommen zu lassen. Die EU ist nur nicht das Christkind. Vollbeschäftigung ist noch immer ein politisches Ziel, nie die Realität.
    Zuletzt geändert von frcg; 02.04.2019, 16:25.

    Kommentar


    Goldman-Sachs hat ausgerechnet, dass die wirtschaftlichen Einbußen durch das Verfahren des Breggsits längst die Mitgliedsbeiträge Londons zur EU in dieser Zeit übersteigen. Spitzfindiger Spott oder ist da etwas dran? GS berechnet das mit entgangenem Wirtschaftswachstum und effektivem Rückgang des BIP, also Rezession.

    Kommentar


    Na ja, abwarten und Tee trinken ... http://www.spiegel.de/politik/auslan...a-1260924.html

    Kommentar


    Zitat von B.Gunn Hier:02.04.2019, 20:16 Beitrag anzeigen
    Na ja, abwarten und Tee trinken ...
    May-be-Breggsit inzwischen. Die Fischköpfe fangen langsam an zu wirken.

    Kommentar


    https://www.welt.de/img/satire/mobil...Brexitjeck.jpg

    Kommentar


    Das läuft nur alles noch viel zu chaotisch ab, viel zu wenig analytisch.
    Wenn man einen Pakt mit dem Teufel macht, dann ist da halt schwer wieder rauszukommen…

    Kommentar


    Zitat von Binance Hier:05.04.2019, 12:23 Beitrag anzeigen
    Wenn man einen Pakt mit dem Teufel macht, dann ist da halt schwer wieder rauszukommen…
    Der serviert höchsten die Frühstücksfrage zum Breggsit: Wollen Sie lieber harte oder weiche Eier? Vermutlich nichts von beidem, sondern very british scrambled eggs.

    Die Eierköpfe von Westminster werden das wohl persönlich nehmen.

    Kommentar


    Zitat von frcg Hier:07.04.2019, 19:20 Beitrag anzeigen
    Der serviert höchsten die Frühstücksfrage...
    Das verwechselst du jetzt mit Griechenland, die nur ein Frühstück bekommen.
    Lunch, Dinner und die Kaffeepause ist wegen schlechter Leistungen gestrichen.

    Aus den fröhlichen, Sirtaki tanzenden, philosophischen Völkchen ist dank dem
    Euro nun ein dahindarbende Bittsteller geworden, die seinen Verpflichtungen
    nicht mehr nachkommen kann.

    Wers vergessen hat:
    Schulden-Deal für Griechenland steht - Athen bekommt zehn Jahre mehr Zeit

    Kommentar

Lädt...
X