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    Mein Vorschlag: Die Normannen kehren nach Cahokia, Yukatan, Machu Pichu zurück, würden dort als zurückkehrende Götter empfangen, wären damit aus der EU raus, und die Angelsachsen sind mW mehrheitlich für einen Verbleib, da Europäer. 1000 Jahre sind ein Äon, das jetzt beendet, der Dresdner Maya-Kodex auch. Die Regengöttin der Maya hat sich verschluckt, ist jetzt pinkeln, so sie nicht als Theresa May phönizisch-normannisch inkarniert ist.

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    Brexit-Chaos

    Eine Sitcom namens House of Commons

    Wer die Brexit-Sitzungen des Unterhauses verfolgt, kann sich ein Netflix-Abo sparen. Das Vorbild der modernen Parlamente befindet sich im Zustand des Zerfalls.

    Ein europäischer Beamter scherzte diese Woche, er habe sein Netflix-Abo gekündigt. Statt Serien schaue er jetzt den ganzen Tag lang die Debatten im britischen Unterhaus – das sei unterhaltsamer als House of Cards. In der Tat: Jede Abstimmung ist unberechenbar, die Abgeordneten vollziehen einen Hammelsprung nach dem anderen. Der Plot ist derart wahnsinnig, dass noch keinem Fernsehproduzenten so etwas eingefallen ist: Eine Premierministerin hat die eigene Mehrheit verloren (und ihre Stimme). Sogar ihre Minister machen, was sie wollen. Aber statt zurückzutreten, regiert die Chefin immer weiter – House of Commons statt House of Cards.

    Es gehört zu den Besonderheiten dieser Sitcom, dass eine parlamentarische Grundregel außer Kraft gesetzt wird: Wenn ein Antrag durchfällt, ist er erledigt. Theresa May aber legt immer wieder dasselbe Austrittsabkommen vor – bis es eine Mehrheit bekommt, irgendwann. Jetzt steht das „Meaningful Vote“ Nummer drei auf dem Programm. Man muss sich schon britischen Humors befleißigen, um eine Abstimmung „bedeutungsvoll“ zu nennen, deren Ergebnis nur zählt, wenn es der Regierung passt. Auch Mays jüngster Versuch, die Brexiteers zu ködern, könnte von Monty Python stammen.

    ... und weiter: https://www.faz.net/aktuell/brexit/b...-16093118.html

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    Ich vermisse in dem ganzen Diskurs hier eigentlich mal eine Analyse der DEUTSCHEN Interessen !

    Was haben wir zu gewinnen oder zu verlieren, wenn der Brexit kommt ? 2 Grundüberlegungen:

    O.k.,

    - wir müssen (oder unsere Politiker wollen jedenfalls) mehr an die EU bezahlen, weil die Briten absehbar als Zahler ausfallen oder jedenfalls wenige zahlen (wollen), aber

    - es steigt auch das relative Gewicht der Bundesrepublik und wir sind die Quertreiber los, wenn es um die Fragen der weiteren Integration geht (so man die für sinnvoll hält)

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    Zitat von k1 Hier:17.03.2019, 15:13 Beitrag anzeigen
    Brexit-Chaos

    Auch Mays jüngster Versuch, die Brexiteers zu ködern, könnte von Monty Python stammen.]
    Wenn bei Fawlty Towers Deutsche abstiegen, hieß es: "Don´t mention the war!" - Das erste, was letzte Woche ein Engländer zu mir sagte, war: "Don´t mention Brexit!"

    May´s Verhalten finde ich rational: Es gibt nur ein Angebot und dies wird unterbreitet, solange die Frist läuft. Das Vorbild heißt Thatcher ... und wenn alle Stricke reissen, kann man den Antrag zurückziehen; das Parlamentsvotum war eindeutig. - War was?

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    Zitat von B.Gunn Hier:17.03.2019, 19:57 Beitrag anzeigen
    ... und wenn alle Stricke reissen, kann man den Antrag zurückziehen; das Parlamentsvotum war eindeutig. - War was?
    Hohoho, endlich mal jemand, der Mays geheimen Plan C kennt! BreMAYn! Ich gratuliere Dir zu Deiner Schlussfolgerung, B Gunn!

    Falls es keinen Brexit-Deal oder einen Brexit-Aufschub gibt, hat May auf jeden Fall eine von zwei @rschkarten: "Verräterin des Parlaments" oder "Verräterin des Volkes". Egal, welche Karte sie zieht, wird es spannend zuzuschauen, wie lange sie sich danach noch im Amt halten kann.

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    Zitat von Evita Hier:17.03.2019, 19:29 Beitrag anzeigen
    Ich vermisse in dem ganzen Diskurs hier eigentlich mal eine Analyse der DEUTSCHEN Interessen!
    Uns sollte es lieber sein, die Briten im Boot zu halten, sonst werden sie zum Vorposten der USA gegen die EU. Viel Erfolg wäre dem nicht vergönnt, denn das denkt wie zwischen den Kriegen in den 1920ern. Auf jeden Fall tendiert das militant, und schon Boris Johnson verkündete nach dem Brexit-Beschluss als erstes den Bau von vier neuen Atom-U-Booten, als ob das Gleichgewicht des Schreckens nicht mehr existiere.

    Ob Deutschland mehr zahlen wird in der EU, dürfte weniger ins Gewicht fallen, aber sein Gewicht in der EU vergrößern, was die potentielle Konfrontation verstärkt, die sich automatisch auf die transatlantischen Beziehungen auswirken dürfte. London würde der US-Wadenbeißer gegen die EU - alte Version der Pinscher-Politics. Ich meine, um dies Spiel ginge es. Von den USA halte ich das für gnadenlos naiv. Sie werden die EU so nicht an ihre Kette legen können, um der Globalisierung zu entkommen. Auch werden sie die EU als deutsche Veranstaltung hinstellen wollen, was auf die EU zentrifugal wirken kann.

    Vorerst bleibt abzuwarten, wie viel Jobs von London in die EU verlagert werden und welcher brain drain damit verbunden ist. Erst dann lassen sich strategische Überlegungen anstellen. Die Rohstoffmärkte sind nach wie vor in London beheimatet, von denen nicht klar wird, wie sie eingesetzt werden könnten. London wird seine Muskeln spielen lassen, wo es kann. Aber ich fürchte, es überschätzt sein Muskelmasse gewaltig. An den Rohstoffmärkten hängt nicht nur die EU. usw.

    Was ich nach dem Brexit sehr viel mehr fürchte, ist eine Elends-Emigration aus Britannien. Die Normannen drücken Verlierer gnadenlos raus, dann wohl in die EU.

    Ich meine, der Breggsit genießt und bindet zuviel Aufmerksamkeit. Die EU hat ihre Bedingungen gestellt, der Vertrag liegt vor, im Zweifel als WTO-Rahmen. Europa sollte eher very british reagieren: Zurücklehnen und genießen. London hat sich die Probleme selber eingebrockt, soll die jetzt selber lösen. Im Zweifel: The same procedure as every year.
    Zuletzt geändert von frcg; 18.03.2019, 16:40.

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    Speaker blocks may's plan to put brexit deal to another vote













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    Zitat von Evita Hier:17.03.2019, 19:29 Beitrag anzeigen
    Ich vermisse in dem ganzen Diskurs hier eigentlich mal eine Analyse der DEUTSCHEN Interessen !
    Dafür bin ich nicht zuständig. Ich bin Beobachter und analysiere als Investor ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von verschiedenen Szenarien. Über die deutschen Interessen können Andere gerne Schwätzchen halten. Ich bin dann mal weg.

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    Zitat von B.Gunn Hier:17.03.2019, 19:57 Beitrag anzeigen
    Wenn bei Fawlty Towers Deutsche abstiegen, hieß es: "Don´t mention the war!" - Das erste, was letzte Woche ein Engländer zu mir sagte, war: "Don´t mention Brexit!"
    No, Tommy, we won't stop mentioning the Brexit

    https://www.thetimes.co.uk/article/d...ar-r3c53r0k03x

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    @ frcg
    Uns sollte es lieber sein, die Briten im Boot zu halten, sonst werden sie zum Vorposten der USA gegen die EU ...
    Dass die Briten der Vasall der Amis in Europa sind, ist schon zutreffend - aber jetzt sind sie in der EU und vertreten intern deren Interessen, insbesondere im Bereich Finanzwesen, Sicherheit und was denen sonst am Herzen liegt. Den Einfluss würde man los, wenn die Briten raus sind !

    Und Du hast sicher recht, dass Little Britain nach dem Austritt in die völlige Abhängigkeit von den Amis geraten wird. Ich meine Norman Tebbit war es, der einmal vorgeschlagen hatte, die Briten sollten sich der Nafta anschließen, statt zur EU zu gehören ! Sonst könnte ihnen das Schicksal der Schweiz blühen, fürs dabei sein wollen zahlen zu müssen, ohne mitreden zu dürfen.


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    https://www.welt.de/debatte/article1...hr-Briten.html

    In jedem Fall hätte eine Verlängerung des Brexits über den 2. Juli hinaus dramatische Folgen für das Parlament: In diesem Fall müssten die Briten erneut an den verhassten Europawahlen teilnehmen. Dann könnten die Populisten und europakritischen Parteien mit Unterstützung der Tories oder der Farage-Truppe durchaus die stärkste Fraktion im Abgeordnetenhaus stellen.

    Auch deshalb wird die EU den Briten in letzter Sekunde entgegenkommen.
    Schon ohne die Briten werden im nächsten EU-Parlament mehr als 250 Abgeordnete erwartet, die entweder nur Diäten kassieren ohne ihren Aufgaben nachzukommen oder überwiegend EU feindlich sind.
    Bereits im jetzigen EU Parlament sind es über 100 Abgeordnete (große Teile der Franktionen ENF, EFDD, Teile von GUE /NGL, die Ungarn in EVP).

    Den Briten nicht entgegenzukommen, also die primitive Politik von Juncker / Merkel seit Monaten, ist so sinnvoll wie Selbstverstümmelung.

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    Ich denke die EU ist den Briten schon viel zu weit entgegengekommen. Nur weil die Briten ihr Chaos nicht in den Griff bekommen heißt das nicht, dass die EU mit noch mehr Verrenkungen den Briten noch weiter entgegenkommen sollte. Die Mitgliedschaft in der EU hat Vor- und Nachteile. Die Nichtmitgliedschaft hat dann eben diese Nachteile nicht, aber eben auch NICHT die Vorteile.

    Und wenn von primitiver Politik und Abzockerei auf Staatskosten die Rede ist, dann denke ich an den Ober Brexiter Nigel Farage...

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    Zitat von k1 Hier:19.03.2019, 09:20 Beitrag anzeigen

    Und wenn von primitiver Politik und Abzockerei auf Staatskosten die Rede ist, dann denke ich an den Ober Brexiter Nigel Farage...
    Gut nachvollziehbarer Gedanke. Demnächst sitzen 250 oder mehr Abgeordnete im EU-Parlament, die Farage ähneln oder mit ihm sympathisieren.

    Das ist das politische Erbe der "Granden", die die letzten 15 Jahre die Politik in Europa durch Ämter und Macht bestimmten: Juncker und Merkel.
    Ohne deren miserable Europapolitik gäbe es keinen Brexit.
    Der Schaden für Gesamteuropa ist riesig, wirtschaftlich und politisch.

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    Der Brexit kommt nicht wegen (vermeintlich) schlechter Politik in der EU, sondern weil a) die Briten stets ein distanziertes Verhältnis zu Europa hatten, b) die Britische Politikerkaste Erfolge der EU stets sich selbst zugeschrieben hat und die Mißerfolge den EU in die Schuhe geschoben hat und c) weil ein Teil der Britischen Politikerkaste die Europäer hasst bzw. sich diesen überlegen fühlt. Siehe bspw. Nigel Farage.

    Es wäre nur sinnvoll, wenn die Briten ihr Chaos mal ordnen könnten, denn DAS ist das, was Gesamteuropa (und dazu gehören die Briten auch nach dem Brexit) riesigen wirtschaftlichen und politischen Schaden zufügt.

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    Zitat von k1 Hier:19.03.2019, 14:12 Beitrag anzeigen
    Es wäre nur sinnvoll, wenn die Briten ihr Chaos mal ordnen könnten, ...
    Hier eine britische humoristische Einordnung der Geschehnisse (wer darin eine ISIS / WKN sucht, einfach ignorieren)

    https://www.youtube.com/watch?v=XqwEa6I1lwI

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